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GESELLSCHAFT FÜR ROMANISCHE LITERATUR
ZWÖLFTER JAHRGANG 1913
DRITTER BAND
DER GANZEN REIHE BAND 35
HUNBAÜT
ALTFRANZÖSISCHER ARTUSROMAN
DES XTII. JAHRHUNDERTS
GESELLSCHAFT FÜR ROMANISCHE LITERATUR
BAND 35
HUNBAUT
ALTFRANZÖSISCHER ARTUSROMAN
DES XIIL JAHRHUNDERTS
NACH WENDELIN FOERSTER'S
ABSCHRIFT DER EINZIGEN CHANTILLY- HANDSCHRIFT
ZUM ERSTEN MALE KRITISCH BEARBEITET
VON
JAKOB STÜEZINGER
AUS DESSEN NACHLASS ERGÄNZT HERAUSGEGEBEN
VON
Dr. HERMANN BREUER
DRESDEN 1914
GEDRUCKT FÜR DIE GESELLSCHAFT FÜR ROMANISCHE LITERATUR
VERTRETER FÜR DEN BUCHHANDEL:
MAX ?fI£MET£B, HALLE a. S.
• 247 03
Vorwort.
Die vorliegende Ausgabe beruht auf W. Foersters im
Herbst 1874 (s. gr. Yvain S. IX) nach der derzeitigen Aumale-
Handschrift genommenen Abschrift. Diese letztere benutzten
G. Paris für seinen Artikel in Hist. litt. XXX und K. Bartsch
für seinen Abdruck von Vers 1 — 249 in La Langue et la
Litterature franpaises, Paris 1887.
Sie wurde dann von Foerster seinem Freunde Jakob
Stürzinger(-j- 12. VI. 1903 als Professor Ordinarius in Würzburg)
zur Herausgabe in der „Romanischen Bibliothek", wo sie auf
dem Umschlage jahrelang angezeigt war, übergeben und im
Mai vorigen Jahres mit dem gesammelten Material Stürzingers
von Foerster dem Schreiber dieser Zeilen zur Veröffentlichung
anvertraut. Ich versäume nicht, meinem hochverehrten Lehrer
für das willkommene Angebot an dieser Stelle verbindlichst zu
danken, zugleich auch für die gütige Beantwortung einer An-
zahl schwieriger Fragen, die den Text oder die Sprache des
Hirnhaut betrafen.
In Stürzingers Nachlaß fanden sich nur der Text, das
Verzeichnis der Namen und die Anmerkungen zu Vers 1 bis
2475 druckfertig vor. Alles übrige Material war nur im (oft
flüchtigen) Entwurf vorhanden, und zwar betrafen diese Auf-
zeichnungen fast den ganzen Rest der Anmerkungen und die
Einleitung. Für die letztere waren in Angriff genommen: Be-
schreibung der Handschrift (1), Schreiber und dessen Mundart
und Grammatik (2), Verfasserfrage (3), Inhaltsangabe (4) und
Stoffvergleichung (5), Metrik (6) und Textgestaltung (7). Ich
glaubte nun (2) stark kürzen zur dürfen (s. S. VII), zu (3) lieferte
ich eine gänzlich neue Untersuchung der pik. Sprache des
VI
Dichters nach Sübenzählung und Reimen, auch (4) habe ich
vollständig neu gemacht, während (6) wegbleiben konnte. Von
(1), (3), (5) und (7) wurde alles Wesentliche aufgenommen.
Das Glossar ist auch ganz von mir zusammengestellt. Es
ist sehr ausführlich besonders hinsichtlich der Rektion der
Wörter, die im jeweiligen Satzzusammenhange betrachtet werden,
und sucht ein getreues Bild der Sprache des Himbaut -Dichters
zu geben, was zur vergleichenden Feststellung der Verfasser-
schaft willkommen sein dürfte.
Am Schlüsse gebe ich eine Zusammenstellung der Sprich-
wörter und dergl., wie ich sie jedem altfr. Texte beigegeben
wünschte.
Ich spreche meine Genugtuung aus, das unterbrochene
Werk eines wackeren, rührigen Romanisten seiner Wissenschaft
nutzbar gemacht zu haben. Möge es in angemessener Form
geschehen sein.
Meppen, im Oktober 1913.
H. Breuer.
P.S. — Herr Geheimrat Foerster hatte auch gegen den
verstorbenen Stürzinger und mich die große Gewogenheit, sich
zur Durchsicht der gesamten Korrektur zu erbieten, und hat
diese Aufgabe in Bonn und San Remo trotz starker Arbeits-
last und leidenden Zustandes so weit durchgeführt, als es seine
Kräfte und das Fernsein von Büchern und Aufzeichnungen
nur gestatteten. Daß dies der Ausgabe sehr zustatten kam,
hebe ich unter verbindlichstem Danke gern hervor.
Meppen, im März 1914.
Br.
Einleitung:.
I. Handschrift und Schreiber. ^
Der vorliegende Roman, von G. Paris in Hist. HU. XXX
69 — 71 unter dem Titel Gauvain et Hiimbaut besprochen, ist
uns nur in einer seit 1855 bekannten und seitdem öfters be-
nutzten und beschriebenen Handschrift in Chantilly erhalten.
Es ist ein dicker Sammelkodex von Artusromanen in Folio aus
der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Er zählt 260 Blätter
in Pergament mit drei Spalten per Seite (mit Ausnahme von
fol. 214 — 243, die den Prosagral enthalten und nur zwei Spalten
per Seite haben). Die Spalten haben durchschnittlich 52 Zeilen.
Die großen Initialen sind abwechselnd hellblau und rot. Der
alte Einband trägt auf dem Rücken den Titel La conoiss. de
toutes choses 1250.
Der Kodex enthält folgende Werke: Bigomer^ Atre pe-
rillous, Erec, Fergus, Hunbaut, GuinglaiJi (= Bei InconnuJ,
Vengeance Baguidel {= Des Äniaus), Yvain, Karrenritter, Gral
(in Prosa), Renart.
Beschrieben ist die Hs. u. a. in Hippeau's Bei Incon7iu
S. XXV— XXXI, Martinas Fergus S. V und Renart S. XIV,
Romania XII S. 463, Foerster's Yvain (gr. Ausg.) S. VIH — IX
und dess. gr. Erec S. III.
Als Schreiber des Fergus nennt sich am Ende desselben
Colins li fruitiers (s. Fergus ed. Martin S. 235), und von seiner
Hand ist auch der Hirnhaut.
Stürzinger glaubt nun, gestützt auf seine umfassende Zu-
sammenstellung der mundartlichen Formen und einen Vergleich
derselben mit denen des Aucassin, annehmen zu können, der
1) Alles nach. Stürzinger.
vin
Schreiber sei aus Artois gewesen. Ich will aber dieser Frage
hier nicht nähertreten, da sie im Zusammenhang mit den
andern Werken des Kodex zu behandeln wäre, und verweise,
einer Anregung W. Foersters folgend, auf den noch ausstehenden
zweiten Band von dessen Bigomer^ („Gesellschaft für roma-
nische Literatur").
II. Mundart des Dichters.
Da wir den Dichter nicht kennen, so muß uns sein Werk
über ihn Aufschluß geben. Seine (pik.) Mundart verrät uns:
A. Die Silbenzählung.
1. Es findet sich noch dreisilbiges miedi 'Mittag' 898,
905, 2701.
2. Neben jeuner 'fasten' 1053 steht june 'gefastet' 961
und das Subst. june 'Fasten' 2799.
3. Neben neis 3227 treten 7iis 2207 und nes 459.
4. Neben noient 718, 2497 begegnet einsilbiges nient 1126.
5. Neben encore 867 tritt encor 220, 864.
6. Als Akkus, findet sich nies 'Neffe' 611.
7. Statt li (Art. m. Nom.) auch V (vor Vokal): Vuns 1556,
1778, 2306, 2611, 2754, 3003; Vautres 1946, 2106, 3003;
Vostes 484; Vanuis 1821; Vahatus 1333.
8. el statt ele 'sie' könnte vielleicht in Vers 319 vorliegen
(s. Anm.).
9. Als Nom. m. abs. findet sich cestui 764.
10. Oft findet sich die pik. Kurzform für nostre und vostre:
no mesage 3284, no departie 3326; vos nies 3361, vo neveu
3410, vo c{h)eval 2515, 3473, vo coiimandement 3538, 3600,
vo seror 296, 3513, vo francisse 3547.
11. In der 5. Imperf. findet sich ein- und zweisilbiges
-ies: alies 'ginget' 275, aber av'ies 'hattet' 1924, fer'ies 'schlüget'
2089, mostr'ies 'zeigtet' 565, vol'ies 'wolltet' 2582.
1) Vgl. schon jetzt in der Vorbemerkung zum ersten Band des
Rigomer (S. VI*) eine kurze Mitteilung über den Dialekt des Dichters
und der Schreiber dos Bigomcr.
IX
Ähnlich im Imp. des Futurs: feries 'würdet tun' 276, aber
fernes 2090, dever'ies Svürdet müssen' 562, prisertes ^würdet
schätzen^ 1926, savr'ies 3602, ser{r)ws ^würdet sein' 564, 2096.
— Für die 4. Form: seriens 'würden sein^ 301, aber seriens 786.
NB. Die Formen mit einsilbigem ie sind als pikardisch-
wallonisch aufzufassen.
12. Im Konj. Präs. von doner lautet die 3. Form (statt doin(s)t)
doiyisse 1553 (vgl. aber pardonst 3255), und dieselbe Form von
pooir heißt (statt puisse) puist 524, 1352, 2825, 2872.
13. Im Fut. finden sich die weitverbreiteten nördl. Dehn-
formen averai 'werde haben' 2725, averes 444, 1360, 1394,
averoit 3334, dever'ies 562, conhate7xs 3474. — Auf der andern
Seite begegnet donrai statt doiierai 1678.
B. Die Reimuntersuchung.
Vorbemerkung. Bloße Assonanz zeigen gaste : hap)e 303,
confesse : estre 549, ostel : estahler 3143 und wohl auch forest :
apert 3419. Mehr Übereinstimmung liegt vor in mainre
{minor) : sema7ine 'Woche' 593.
Vokale.
14. Für aqua finden sich die beiden Formen iaue : {i)aue
'Großvater' 586, 2930 und eue : lieue 'Meile' 2885.
15. ain : en in Yvens : ens (intus) 3383 und premerains :
laiens (illac intus) 3153 (vgl. Fergus 1303 Lodien : piain;
Stürzinger). Auch vor r reimt ai (aus a + ^-Element) mit e,
z. B. pere (pareat) : iJere (patre) 1795, u. a.
16. Mit passe (passat) reimt eslaisse (exlaxat) 2468, also
wohl ai = a (pik.). (Aber auch im WaUon., Lothr. und Burg,
ist das a- Element von ai erhalten.)
17. illos begegnet als aus im Reim mit desloiaus 2070.
Der Reim coi {qu(i)etu) : Koi 2275 hat wenig auf sich, da
das vokalische Element im Namen des Seneschalls vielfach
schwankt (s. zu 3055).
Wegfall des i in gi < e (pik.) wird nahegelegt durch torse
(tÖrsa) : entoise i^intensat) 1437; vgl. unter 16 und 30.
18. Lat. in, en erscheint häufig als ain (pik. u. champ.).
Beispiele: maiiit {mmei) : remaint (remanet) 329, : maint
(manet) 526, demainne (deminat) : semanne 560, main {manu)
: amain {admmö) 609; mainre (mmor) : semanne (septimand)
593, mains [minus] : mains {manus) 1480, 1496, 2403; avainne
(avena) : vainne {vana) 386, 3253 usf. Und doch findet sich
eine östliche Form mit oi nach Labial, nämlich pointe ijtincta) :
cointe (cognita) 3155.
19. melius reimt als mius mit juex = i(e)us2 (Öculos; s.
unter 26!) 375 und mit lius [locus) 1087, also Wechsel zwischen
ieu und iu (pik.). — * adco?isequere tritt als aco7isiurre : C07isirre
[considerat] 1703 auf, was auf Schwächung des zweiten Ele-
ments des Diphthongs iu hinweist.
20. en reimt mit an (wohl zu en geworden; pik.) in den
beiden Fällen saiiblant : rainnableiyient 565 und avent (= avant) :
ensemaint *so' 3273; sonst sind en und an streng geschieden
(wall., pik., norm.).
21. Der verbreitete Übergang von ie zu i findet sich in
engorgie [^ i7igu7^gata) : desdie [^disdicam) 1939, mannte [*man-
sionata) : cortoisie 3610.
22. Neben paor (pavore) im Versinnern findet sich im
Reim zweimal echt pik. peür 1748, 3400.
23. Der Reim demeure (*demörat) : meure [möra st. mörum
Maulbeere') 333 zwingt uns nicht, meure, das im Süden bis
in die Normandie hinein gebräuchlich ist, für den Dichter an-
zusetzen, eu fällt zunächst dem Schreiber zu (für den sich
übrigens viele Beispiele mit eu finden lassen), und der Dichter
kann (wie Kristian von Troyes) demore : more gesetzt haben.
24. ö nicht diphth. — was im Norden und Osten ver-
breitet ist — in dol 'Schmerz' : flacol i^flaheolu) 2465; vgl.
dels 'Schmerz' : c?et^5 'zwei' 367, 1821, 2942.
25. 0 + ^- Element gibt gi in anoie (i?iodiat) : voie (videat)
2396, doch ist oi in anoie nur (?) Einfluß der endbetonten
Formen.
26. öculos findet sich als iauls : Clervaus 2066; vgl. i[e)us
unter 19.
XI
27. Der Reim peu (paucu) : peu (potui) 380 ist nicht
zwingend (da auch pik. pgi : pgi vorliegen kann); wohl aber der
Reim paut (potuit) : faut (fallit) 465.
28. locus erscheint als lius : mius (melius) 1087, ähnlich
aliue (adlöcat) : liue (leuca) 286 (vgl. lleue unter Nr. 14). Dieses
iü reimt mit ü in quiut (cölligit) : acrut ^ wuchs' 1737 (pik.).
Konsonanten.
29. ronchi st. ronchin 'Klepper' (: chi ^hier' 2359) ist
nördlich.
30. Schwache Aussprache des r mit sogen. Ersatzdehnung
wird nahegelegt durch torse : e7itoise (vgl. unter 17) und fiert
(ferit) : trenciet {truncatu) 3490. Ob auch in mainre (minor)
: semanne (septimana) 593 ?
31. Intervok. s ist als stimmlos erwiesen (wie pik. -lothr.)
durch loisse (liceat) : faloise 1265 und torse : entoise 1437. —
Ausfall des s liegt vor in o'ites 'hörtet', das mit dites 'saget'
(Imper.) reimt 3329.
32. Wegbleiben des d zwischen n und r ist zu beachten
in mainre (minor) : semanne (septimana) 593 (pik. u. sonst
nachzuweisen).
33. Festhalten des -t (pik. noch spät) zeigen fiert (ferit) :
trenciet (truncatu) 3490, 7Jtut 'bewegte' : veüt 'gesehen' 3165
und doit(st doi) 'Finger' : doit (dehet) 2160. — Beachte noch Abfall
des -^ in lai (= lait) : delai 848 und s. die Anmerkung zu 848.
34. Ein gequälter pik. Zwitterreim (und Augenreim) ist
rice * reich' : Jiice 'einfältig' 3159; auch in Fergus 6, 17 (Stür-
zinger). Es ist nur dann Gleichlaut vorhanden, wenn riche
(franzisch) und niche (pikardisch) gesprochen wird.
35. Daß -z ganz allgemein zu -s geworden war, zeigen
viele Beispiele, u. a. cers (cervos) : cers (certus) 430, estans
(stantes) : tans (tempus) 583, sains (sajictos) : sains (sanus)
2745 usf.
Formenlehre.
36. Nomin. honme (nicht hon) 1163: 1311:; Akkus, zu be-
tont, ele reimt als lui (nur Augenreim , also lautl. li ?) mit celui
2469; betont. Nomin. m. celui 938:
xn
37. Wichtig ist besonders das pik. Imperf. (3. Pers.) demorot :
ot {hahuit) 58; auch viermal aus Fergus zu belegen (Stürzinger):
oit {audit) : parloit 22,26, : vantoit 68,37, sot (sapuit) : alot
106,21, Lanseloii : cevaucoit 146,12. — Vgl. W. Foerster in
Chev. as deus esp. S. XXXIX.
38. Zu beachten der Konj. von hatr 3. Pers. hace(= hace)
: hacke (hapja) 1468; vgl. haces (2. Pers.) : faces ^machest'
Gral 8489.
39. Erwähnt sei das Futurum vaudrois 'werdet wollen' :
drois 'Eecht' 2909.
40. Als Inf. auf ir (besonders im Norden gefunden) sei
genannt ve'ir : avenir 3347, : ovm 3375, ferner das weit ver-
breitete remanir : maiiitenir 2796.
41. Wegen Formen von pooir s. unter 12 und 27.
Daß der Dichter des „Hunbaut" dem pikardischen
Sprachgebiet zufällt, ist nach den vorgenannten mundartlichen
Zügen, in denen er, den Lautstand der Schriftsprache ver-
fehlend oder außer acht lassend, seine heimische Mundart ver-
rät, als zweifellos zu bezeichnen. Insbesondere zeigen dies
diejenigen Lautentwicklungen, die als so ausgesprochen und fast
ausschließlich pikardisch zu gelten haben wie 7io, ro; oi> o\
lius (locus)] Wechsel zwischen zu und ieu; an > en\ peür;
auslautendes t nach Vokal noch erhalten. Gegen das Pikar-
dische spricht nichts. Anstoßende Mundarten spielen fast nicht
hinein, beachte indes das für östlich zu erklärende pointe
(jnncta) sowie diejenigen Lautstände, die außer pikardisch
auch wallonisch, champagnisch und lothringisch sind. Nor-
mannischer Einfluß ist nirgends nachzuweisen.
Ob nun die sämtlichen Pikardismen einem bestimmten
Teil der Pikardie dialektisch eignen, oder ob sie mehr ein
literarisches Gemisch darstellen, muß dahingestellt bleiben. Im
übrigen könnte bei der großen Zahl der mundartlichen Züge
des nur kleinen Textes eine genauere Festlegung desselben auf
einen bestimmten Teil der Pikardie versucht werden, wobei
insbesondere der „Sprachatlas" zu benutzen wäre.
XIII
III. Inhaltsangabe des Hunbaut.
Vorwort: Es ist nicht leicht, gut zu dichten, meint der
Dichter. Er wendet sich an die Geizigen (5 ff.). Sie können
die Spielleute nicht entbehren (30). Er weist auf seine be-
sondere, schwierige Reimart (den reichen Reim) hin (34). Ein
Pfuscher würde hier versagen. Es geht ihm um Ruhm (44).
Einleitung: Preisung des Artus (46 ff.).
Hauptstück: Artus weilt in Carlion, erfreut über die
Rückkehr des Tafelritters Hunbaut (52). Er ergötzt sich an
dessen Erzählungen (72). Sie schlafen daher Bett an Bett (75).
Der König fragt den Vielgewanderten, ob es einen Fürsten
gebe, der nicht von ihm belehnt sei. Ja, es gebe einen freien
König auf den „Inseln", sagt Hunbaut (98). Da verlangt
Artus nach Gauvain (106), den er an diesen König senden
will, um ihn zur Unterwerfung aufzufordern. Hunbaut weist
auf die Schwierigkeiten und Gefahren hin (126). Doch Artus
heißt Gauvain rufen (134). Dieser nimmt seinen Hermelin-
mantel und tritt vor den König (142). Er übernimmt die Bot-
schaft (155), würde aber gern Begleitung haben (156). Ver-
wundert und ärgerlich gibt ihm Artus die Schwester mit (168).
Gauvain läßt sie sich schlicht kleiden (185), im Anschluß woran
der Dichter sich gegen den Vorwurf wendet, er plündere den
Kristian von Troyes (vgl. Enide!). Der Dichter rügt den Artus
(198) wegen seines Verhaltens gegenüber Gauvain. Dieser
läßt sich wappnen (202). Er nimmt seine Schwester vor sich
aufs Pferd (238) und verläßt möglichst geheim (es ist noch
früh) das Schloß (240).
Der König war noch nicht aufgestanden, und von Hunbaut
bearbeitet, ärgert er sich über sein Benehmen (246). Er freut
sich, daß Hunbaut sich erbietet, Gauvain nachzureiten (260).
Dieser ist eine Meile (285) geritten, als er von Hunbaut ein-
geholt wird. Letzterer weist auf die unmögliche Mitnahme der
Schwester hin (294). Sie wird daher kurzerhand an einer
Wegekreuzung abgesetzt, in der Erwartung, daß bald ein Ritter
komme, der sie auf ihre Bitten und das Geheiß Gauvains hin
nach Carlion zurückbringe (309).
XIV
Es naht auch ein Eitter, den die Schwester Gauvains an-
ruft (334), und der sie entzückt sofort zu seiner „Freundin"
erklärt. Sie weist dies zurück und befiehlt ihm in Gauvains
Namen, sie zurückzubringen (352). Doch der Ritter ist ein
Feind Gauvains, und indem er sich nochmals glücklich preist,
eine solche Erwerbung gemacht zuhaben, reitet er mit ihr davon.
Gegen Abend treffen Gauvain und Hunbaut einen Ritter,
der von der Jagd kommt (418). Er bittet sie, bei ihm zu über-
nachten (436). Sie sind es zufrieden (448) und finden die
freundlichste Aufnahme.
Am zweiten Tage warnt Hunbaut beizeiten Gauvain vor
dem mächtigen Ritter, bei dem sie die nächste Nacht zubringen
müssen (490). Er dulde keine Unbotmäßigkeit und strafe sie
aufs grausamste ohne alle Furcht und Rücksicht, sei aber
sonst sehr nobel. Es sei gut, wenn er tüchtig bei ihm esse,
zumal ihnen von morgen ab mehrere lange Tagereisen ohne
einen Bissen bevorständen (512). Der Gastherr werde Gau-
vain sehr ehren und ihn neben seiner einzig schönen Tochter
sitzen lassen (536). Diese sei übrigens, wie er von ihr selbst
vertraulich wisse, sterblich in Gauvain verliebt, ohne daß ihr
Vater es wissen dürfe (544). Daher Vorsicht und nochmals
Vorsicht (555), da die Liebe betöre. Sie langen vor dem
Schlosse an, das beschrieben wird (584). Sie treffen den
Schloßherrn am Spieltisch, und Hunbaut stellt vor (606). Sie
finden freundliche Aufnahme. Man begibt sich zu Tisch (635).
Gauvain ist geblendet von der blonden Schönen (654). Er
sitzt neben ihr am oberen Tischende, von vielen beobachtet
(659). Immerhin, während Hunbaut und der Gastherr lustig
tafeln, macht Gauvain ein Liebesgeständnis und findet volle
Erwiderung (670). Mit dem Hunger ist es allerdings bei beiden
aus (712), was Hunbaut schreckensbleich gewahrt (721). Doch
die Speisen werden abgetragen, Wasser und Handtücher ge-
reicht und Wein aufgesetzt (734). Als sich später die Tochter
zurückzieht, sagt ihr Vater, so nehme man vom besten aller
Ritter nicht Abschied; ein Kuß gebühre ihm (744). Da küßt
Gauvain sie arglos und stürmisch, aber unberufen viermal, und
das Verhängnis ist da (758). Dreimal habe er zuviel geküßt,
XV
ruft der Hausherr, und man solle ihn blenden und in den
Kerker werfen; Artus und sein ganzes Heer schere ihn nicht.
Doch alle anwesenden Ritter legen sich ins Mittel und der
Schloßherr wird beschwichtigt (782). Bei aller Angst vor
ihrem Vater findet sich die Schwerverliebte während der
Nacht doch am Lager Gauvains ein, der bis zum Morgen-
grauen für den ausgestandenen Schrecken reich entschädigt
wird (815).
Am dritten Tage brechen die beiden Ritter in der Frühe
auf (838). Kritik des gestrigen Tages (854). Gauvain wird
bald vom Hunger geplagt (866). Weitere Betrachtungen über
gestern (878). Gauvain sieht in der Ferne einen Rauch und
vermutet jemand beim Wildbraten (905). Er reitet voraus,
findet zwei Knappen, die je einen Braten am Spieße drehen,
und ihren Herrn, der in einer Laube von Zweigen sitzt, wo
sechs Diener ihm auftischen (922). Gauvain lädt sich freund-
lich selbst zum Essen ein (946). Doch der Gestörte wird un-
gemütlich und wirft mit einem Messer nach ihm (952). Da
dringt Gauvain zu Pferde in die Laube ein, reißt den Freß-
hals von seinem Sitze und schleppt ihn bis zum Feuer, wo
er, abgestiegen, ihn mit einer gebratenen Keule durchprügelt
(976). Dann läßt er ihn fahren und alle fliehen auf und da-
von, während Gauvain seinen Hunger stillt. Jetzt kommt
Hunbaut, der alles mit angesehen, im Galopp heran (1014).
Er ist wütend, daß Gauvain ein solches Unheil angerichtet
und den Gebieter dieser Gegend, den Hunbaut wohl kennt,
sich so verfeindet hat (1026). Eins seiner Schlösser liegt in
der Nähe, und von einem Hafen, der ihm gehört, müssen sie
zu den Inseln hinüber (1048). Nachdem auch Hunbaut von
dem Braten gegessen, ziehen sie weiter, bis sie den Gekränkten
mit einer großen Schar von Rittern hinter sich erblicken (1066).
Hunbaut will mit seiner Beredsamkeit versuchen, den Streit
gütlich beizulegen (1134), und es gelingt ihm, indem er den
Zornigen, dem er wohlbekannt ist, dessen Verhalten im häß-
lichsten Lichte zeigt (1181) und ihm die Schuld zuschiebt
(1203), worin ihm die anwesenden Ritter beipflichten. Hierauf
beherbergt sie der Versöhnte eine Nacht in einer Burg, die
XVI
gerade den Hafen besitzt, von dem sie zu dem Inselkönig
auslaufen müssen (1258).
Man bringt sie in bequemer Fahrt zu der Stadt dieses
Königs (1274). Sie wappnen sich am Gestade und sitzen auf
(1292). Einen Ritter, der mit jedem ankommenden Ritter
tjostiert, wobei der Unterlegene sein Pferd verliert, vertröstet
Hunbaut, der ihm befreundet ist, bis zu ihrer Rückkehr (1294).
Sie langen beim Tore an, und hier besteht ein zweites
Abenteuer darin, daß man einen anderthalb Fuß breiten, langen
Steg passiere, auf dessen Mitte ein Stelzfuß sitzt, mit dem
es sich messen heißt (1370). Dieser läßt sich nicht vertrösten,
doch Gauvain stößt ihn mit einem guten Tritt in den schlam-
migen Graben (1386).
Sie reiten jetzt durch die Stadt, während ein Landstreicher
ihnen Schmähungen nachruft und mit einer Schleuder ihnen
nachschießt, ohne indes zu treffen (1450).
Vor dem Tore des Schlosses gilt es für Gauvain, den
Strauß mit einem häßlichen langen Kerl zu bestehen, der eine
große Axt mit sich führt und sich ebenfalls nicht vertrösten
läßt (1460). Gauvain darf ruhig zuerst mit der Axt nach dem
Besitzer schlagen und ihm den Kopf abschlagen, muß aber
dann diesem seinen Hals hinhalten und ihm einen Schlag zu-
gestehn, oder — Gauvain darf den Gegner zuerst schlagen
lassen (1484). Er wählt das erstere, und zu seinem großen
Erstaunen läßt sich der starke Bengel den Kopf abschlagen,
der weit hinfliegt (1502). Als nun der Kopflose mit beiden
Händen nach der Axt hascht, hält ihn Gauvain an den Kleidern
fest: dadurch verfehlt er sein Ziel, der Zauber ist gebrochen
und der Kopflose sinkt tot nieder (1530).
Sie reiten nun durch das Tor und geben ihre Pferde und
Schilde ab (1540). Ein häßlicher Zwerg ruft sie an und fordert
als sein Recht, daß Gauvain viermal mit ihm um die Wette
schimpfe (1558). Als der Zwerg seine erste Auflage beendet,
spaltet ihm Gauvain ritterlich mit seinem Schwert den Kopf (1586).
Allsogleich dringen nun die beiden in das Zimmer des
Königs ein, wo Gauvain keck und frei die Botschaft des Artus
vorträgt (1608). Der König — so will es die Technik des
xvti
Gedichts — verfällt aus, seiner Wut in tiefes Sinnen ob der
ungeheuerlichen Worte, ohne etwas zu sagen noch zu tun
(1630). Als er Worte findet, sieht und hört er, daß die Boten,
ohne auf Antwort zu warten, auf und davon sind (1666).
Wütend befiehlt er, sie zu ergreifen (1676).
Doch die beiden sind schon weit und Gauvain wirft im
Vorbeikommen den Hafenritter aus dem Sattel, so daß ihm
dessen Pferd zufällt (1704).
Gauvain und Hunbaut sind schon an Bord und der Wind
schwellt das Segel, als ihre Verfolger das Gestade erreichen
(1734). Vor Wut außer sich geben sie die Verfolgung auf,
während Gauvain dem Schiffsführer, um ihn zu schneller Fahrt
anzuhalten, das gewonnene Roß schenkt. Und in der Tat
bringt dieser sie vor Mitternacht in den richtigen Hafen (1762).
Die beiden Ritter verweilen nur einen Tag und beeilen
sich, zu Artus zurückzukehren. Da finden sie am Eingange
eines Waldes ein holdes Fräulein sitzen, das sich lautem
Schmerze hingibt (1779). Teilnahmsvoll gefragt, erzählt sie,
daß sowohl ihr Geliebter wie ihr Vater von Räubern weg-
geführt würden, aber jeder in einer anderen Richtung, so daß
sie nicht wisse, wohin sie sich wenden müsse (1790). Gauvain
will Hunbaut wählen lassen, welchen Räubern er folgen wolle,
doch Hunbaut, immer der weise Mentor, sagt, das müsse das
Fräulein entscheiden, deren Ritter sie seien (1816). So ge-
schieht es, und Hunbaut befreit bald den Vater und Gauvain
den Geliebten (1830); doch die beiden Ritter sind nun von-
einander getrennt.
Auf seinem weiteren Wege zu Artus' Hof wird Gauvain
im Walde von der Nacht überrascht und sucht unter einem
überdeckten Kreuz, das am Wege steht, Schutz (1864). So
findet ihn am andern Morgen ein Ritter, der sich vor Freude
nicht lassen kann, und dem es ein Bedürfnis ist, Gauvain zu
erzählen, wie nach jahrelangem Bemühen seine spröde Geliebte
ihn erhört und in der vergangenen Nacht sich ihm hingegeben
habe; allerdings habe er ihr versprechen müssen, ihr Gauvain
vor der nächstfolgenden Nacht als Pfand einzuliefern und sie
in einem Monat zu heiraten (1890). Er denke aber nicht daran,
Stürzinger, Hunbaut. b
xviil
sein Versprechen zu halten, und Gauvain kümmere ihn nicht
(2042). Doch dieser rügt sein Verhalten, es folgt ein scharfer
Wortwechsel, bei dem Gauvain sich zu erkennen gibt, und um
den jungen Mann zu zwingen, seine Geliebte, wie versprochen,
zu heiraten, sitzt Gauvain auf, um den Treulosen erst im
Lanzenkampf und dann (zu Fuß) im Schwertkampf zu be-
siegen, worauf dieser sich zur Heirat versteht (2060). Sie
kommen nun bald zu einem Schlosse, just dem, wo die Ge-
liebte wohnt (einfache Technik!), und die Heirat geht vor sich
(denn die Dame mag den Kerl noch!) (2152).
Von den Rittern des Schlosses eine Strecke geleitet, zieht
Gauvain weiter (2165). Er holt bald einen Ritter ein, der
ebenfalls zu Artus' Hof reitet, ihm aber seinen Namen nicht
nennen will und überhaupt mehr als hochfahrend sich benimmt
(2176). Er fragt Gauvain, ob er zu einer bestimmten Ritter-
schaft gehöre, und als Gauvain sich als Artusritter bezeichnet,
wer der gefeiertste von diesen sei (2214). Gauvain gibt eine
ausweichende Antwort und bezeichnet zunächst den Sohn des
Urien als erprobten Ritter (2224). Der Ritter wird ärgerlich,
dies sei der beste nicht, nach dem er übrigens auch nicht viel
frage, wiewohl er sein Bruder sei (2232). Auch Lanzelot und
Ke, die Gauvain jetzt nennt, nötigen dem Stolzen nur Ver-
achtung ab (2266). Als dann fünf Ritter sie angreifen, will
er allein vier auf sich nehmen (2304). Die fünf Ritter werden
besiegt, doch als Gauvain das beste von den freigewordenen
Pferden mitnehmen will, verwehrt es ihm der andere mit Ent-
schiedenheit und sagt, er müsse in dem Falle auf seine Be-
gleitung verzichten (2324). Gauvain hat nur zuviel Begier,
doch noch den Namen des stolzen Begleiters zu erfahren, und
ist in allem nachgiebig (vgl. 2249, 2294). Aufs neue gefragt,
wer der beste Ritter des Artus sei, nennt Gauvain Perceval
und Carahet (2365). Der Fremde wird wieder ärgerlich und
trennt sich jetzt wirklich von Gauvain, der ihn nochmals ver-
geblich nach seinem Namen fragt (2372).
Der Fremde reitet querfeldein davon, immer noch von
Gauvain gefolgt (2398). Bald findet er ein Zelt mit sechs
Fräulein, die mit ihrer Herrin Ydone hier draußen die Sommer-
XIX
luft genießen (2414). Nun ist jeder Ritter, der vorbeizieht,
gehalten, zu dem Zelte zu gehn und eins der Fräulein, die
selbst sehr redegewandt sind, anzureden (2432). Er kann aber
auch, wenn er nicht mit den Jungfrauen scherzen will, dafür
die Herrin selber küssen (2444). Der Stolze unterläßt beides
natürlich und schmäht die Herrin obendrein (2448). Laut
weinend beklagen sich die Mädchen bei Gauvain, der, dem
Brauche folgend, zum Zelte kommt (2464). Dieser, der sich
genug über den Fremden geärgert hat, ist froh, daß er jetzt
einen guten Anlaß hat, sich mit ihm in den Waffen zu messen
(2496). Er holt ihn ein und besiegt ihn in hartem Kampfe
(2514). Und doch will der Besiegte seinen Namen nicht
nennen, während Gauvain ihm den seinen gar ungefragt nennt
(2575). Darob große Freude, denn der Fremde gibt sich jetzt
als Gauvains Bruder Gaheriet zu erkennen (2590). Sie begeben
sich dann beide zum Zelte Ydones, der Gaheriet Genugtuung
gibt (2613).
Ohne der Einladung Ydones, eine Nacht zu bleiben, statt-
zugeben, reiten die Brüder gemeinsam gen Carlion (2642). Sie
treffen bald einen Ritter, der von dort kommt (den Bruder
des Semirami), und erfahren von ihm, daß Artus sehr in Sorge
ist über Gauvain und seine Schwester und wegen der vielen
Ritter, die er aussenden mußte (2656). Die beiden Brüder
können nun jeder nichts Besseres tun, als die Suche der
Schwester unverzüglich aufnehmen, doch vorher wird der Gau-
vain befreundete Ritter mit dessen Nachrichten an Artus ab-
geschickt (2698).
Große Erregung entsteht bei den Artusrittern, als Gau-
vains Kunde eintrifft (2758). Ke, Erec, Lanzelot, de Biel-
manoir, Caradoc Kurzarm, Gales der Hitzige (oder Kahle?),
Saigremor und Tallas von Rougemont wollen mit größtem Eifer
nach des Königs Nichte suchen (2766). Ja, Artus selbst will
die Verfolgung des Entführers aufnehmen (2797), duldet auch,
daß Ke vor seinen Augen über seinen Neffen Gauvain schimpft
(2804). Er nimmt zehn Ritter mit sich (nämlich Ke, Yvain,
Lanzelot, Erec, Giflet, Tallas, Yder, Caradoc, Saigremor und
Gales), während andere in kleineren Gruppen ausziehn (2816).
XX
Am ersten Tage stoßen Artus und seine Begleiter nicht
auf Abenteuer und übernachten im Schlosse eines seiner Grafen
(2842).
Am zweiten Tage sehen sie ein breites Gewässer vor sich,
an dem sie entlang reiten, bis sie ein Fährschiff erblicken
(2863). Ke eilt voraus und sieht, daß gerade ein Ritter mit
seinem Pferd auf das Schiff will (2890). Da fährt er die
beiden Fährleute an, was es heißen solle, diesen Ritter vor
dem Könige Artus übersetzen zu wollen (2900). Der Ritter,
schon an Bord, will Ke gern willfahren, als dieser sieht, daß
es Gauvain ist, worauf er verbindlicher wird (2906).
Die beiden Fergen weisen nun Ke darauf hin, daß ihr
Schiff allen gefährlich werde, die in gerader Zahl übersetzen
wollten, und sowohl der Vater als der Großvater des einen
sei dieserhalb umgekommen, denn inmitten des Stromes schlage
das Fahrzeug um (2926). Ke geht nun zurück und berichtet
dem Könige, was er gehört und gesehen. Doch da sie gerade
elf sind, hat es mit dem Schiff nichts auf sich, und als Artus
von Gauvain hört, schwört er, daß weder er noch einer seiner
Begleiter diesen heute oder morgen sehen solle (2964). Hierauf
werden erst Gauvain und dann Artus mit seinen Rittern über-
gesetzt (2975).
Gegen Abend sendet Artus Ke und Saigremor zu einem
nahen Schlosse, um seine Ankunft anzumelden (2997). Im
Schloßhofe treffen sie einen würdigen Ritter, der sie gern zu
seiner liebenswürdigen Herrin führen will, wobei er bemerkt,
daJß es gut sei, wenn ein Tafelritter sie heirate, damit ihr
Land einen starken Herrscher erhalte (3008). Das werde Artus
gerne in die Wege leiten, sagt Ke (3036). Sie begeben sich
nun in den Saal, wo die Schloßherrin mit ihren Fräulein und
Rittern sich an einem Roman ergötzt, der (von der Herrin
selbst ?) vorgelesen wird (3046). Sie sieht dem Besuch des
Königs mit großer Freude entgegen und fragt Ke, ob Gauvain
mitkommen werde (3062). Leider nicht. Es wird dann der
herrliche Empfang geschildert, der den Rittern allen zuteil
wird (3071). Darauf führt uns der Dichter in das Schlaf-
gemach der Schloßherrin, wo es ein äußerst lebenswahres
XXI
Standbild Gauvains, ihres Herzeriskönigs, gibt, den sie übrigens
nie gesehen hat (8102). Als man zu Tische geht, haben Ke
und Girflet Gelegenheit, einen Blick in das Gemach zu werfen
(3151). Sie glauben den wirklichen Gauvain zu erblicken,
über den sich sogleich Kes Schmähungen ergießen (3165).
Schon gesellt sich Yder zu ihnen, als ein Diener, der heraus-
tritt, die Türe schließt (3198). Sie erzählen nun das Gesehene
ihren Kameraden, die es aber zum Ärger Kes nicht glauben
können (3205).
Nach dem Essen trifft eilig ein Ritter ein (3270). Es ist
Hunbaut, der Artus fragt, ob Gauvain zurückgekehrt sei, und
dann diesem erzählen muß, wie er Gauvain verlassen habe.
Der König sagt, was er über Gauvain weiß, auch daß Ke ihn
am Morgen gesehen habe (3329). Jetzt kann Ke, was er bis-
her aus Rücksicht gegen den König und die Gastgeberin ver-
schwiegen hat, nicht länger für sich behalten und sagt, daß
Gauvain hier im Hause sei (3342). Doch der König kann es
nicht glauben, daß Gauvain sich vor ihm verborgen halte, und
die herbeigerufene Gastgeberin klärt die Sache auf (3346).
Nachdem man noch das Standbild besichtigt, geht man zu
Bett (3374). Am andern Morgen fragt der König seine holde
Wirtin beim Abschied nach ihrem Namen (3401). Sie nennt
sich als die von Engwald {Cele del Gaut Bestroit), und dann
zieht der König weiter nach Carduel (340 7). ^
Gauvain, der inzwischen stets nach der Schwester gesucht,
holt sie eines Tages mit ihrem Entführer ein (3415). Nach
einem schweren Kampfe ergibt sich ihm dieser, der den Namen
Gorvain Cadru trägt (3441). Er muß in Gauvains Auftrag
Artus seine Nichte zurückbringen; Gauvain selbst werde in
spätestens acht Tagen auch beim Könige eintreffen (3567).
Gorvain findet den König in Carlion, liefert das Mädchen ab,
das er (wie wir hier erfahren) nach seinem Schlosse Pantelion
gebracht hatte, und wird von Artus zum Tafelritter ernannt
(3580).
1) Er muß also die Suche nach der Nichte aufstecken, deren Auf-
findung der Dichter Gauvain vorbehält.
XXII
Hierauf setzt sich der König mit seinen Rittern zu Tisch.
Die Aufzählung der Speisen mll uns der Dichter erlassen, doch
bevor sie vom Tisch aufstehn i
IV. Verfasserfrage und StofPvergleichung.^
Die Aufzeichnungen Stürzingers zu seiner literarischen Ein-
leitung^ betreffen fast ausschließlich entweder die Verfasser-
frage oder die stoffliche Vergleichung unseres mit andern
Texten, was sich übrigens beides berührt. Er geht dabei aus
von G. Paris' Behandlung des Hirnhaut in Hist. litt. XXX,
oder er faßt die andern Romane ins Auge, die in dem Huiihaut-
Kodex stehn.
In Hist. litt, wird für die Episode das 'Hole inco^nmode'
(vgl. Hunhaut V. 490 ff.) auf den Chevalier ä Vepee {Meon F. <& C.
I 127) verwiesen — ferner für die Episode des Pförtners, der
sich den Kopf abschlagen läßt (V. 1464 ff.), auf den Vert Che-
valier. Für ein anderes Abenteuer (V. 17 79 ff.) wird auf den
Cimetiere perilleux (Ätre perilloiis) und auf die dritte Episode
der Ve?igeance Raguidel verwiesen, also auf zwei Texte, die
im Hirnhaut 'J^odex stehn.
Im Anschluß hieran steht dann ein Blatt mit Auszügen
aus der Literatur über Vengeance Raguidel und Raoul von
Houdenc.
Im gleichen Kodex folgt auf Hunhaut der 'Schöne Un-
bekannte' oder Ouinglain, dem zwei Notizen Stürzingers ge-
widmet sind. Er findet, daß die Beschreibung des Schlosses
Bei Leu in Guinglaiu 1488 ff. Stellen unseres Hunhaut sehr
gleicht (vgl. V. 585 ff. und 1262 ff.) und unterzieht die Schluß-
verse des Guinglain einer Betrachtung.
1) Hier bricht das Gedicht in der Handschrift ab. Es ist nur inso-
"weit nicht zu Ende geführt (in sich abgeschlossen), als Gauvain noch nicht
zurückgekehrt ist.
2) Alles nach Stürzinger. — Br.
3) Sie auszubauen mußte ich mir um so mehr versagen, als mir, fem
von einer Universitätsbücherei, gerade zu einer solchen, weite Kreise
ziehenden Arbeit die Bücher fehlen. — Br.
XXIII
Dem Hirnhaut vorauf geht im Kodex der Fergus. Mit
ihm und seinem Verfasser Quillaume le Clerc beschäftigte sich
Stürzinger nach Mussafias Kritik von Martins Ausgabe des
Besmit de Bieu (Lit. Centr. 1869, Nr. 29), ferner nach Martins
Ausgabe des Fergus und Schmidts Aufsatz in den Roman.
Studien (1880 IV S. 49 3 ff.), während andere Literatur nur dem
Titel nach verzeichnet ist. Insbesondere werden die auffälligen
Reime aus Fergus verzeichnet, die dann wohl mit denen des
Hu7ihaut verglichen werden sollten. Doch da glaubt Stür-
zinger aus drei Stellen des Hunhaut (V. 1430, 1640, 1773 1)
entnehmen zu können, daß der Dichter desselben jedenfalls
kein Kleriker gewesen sei.
Die Ähnlichkeiten, die die Reime der beiden Gedichte
zeigen, sind: Beide haben iee = ie, ai = e, -z = -s, Miß-
achtung des r und .s vor Konsonant, rice : niche, -ain: -en^
'paür und -ot in der 3. Imperfecti.
Schließlich zieht Stürzinger noch eine Stelle aus Perceval
(20 691 ff.) wegen dort kurz aufgeführter Episoden heran.^
V. Textgestaltung. ^
Was zunächst die Auflösung der Abkürzungen angeht,
so sei darauf hingewiesen, daß Gauvain(s) in der Hs. stets als
'G' vorkommt; die Unterscheidung des Nominativs vom Ob-
liquus rührt also von den Herausgebern her.
Der Name Hunhaut ist oft ausgeschrieben, meist aber in
verschiedener Weise abgekürzt (s. Namenverzeichnis).
conme ist in der Hs. stets = ()me. Stürzinger hat hier
wie überall 9 durch con aufgelöst, weil der Schreiber auch sonst
vor Labial stets 7i gebraucht und 9 auch statt e'on (qu'on) setzt.
Statt mout hat die Hs. stets mlH, eine schon latein. Ab-
kürzung, die also nicht für molt spricht.
1) V. 27 ff. sind da noch beizufügen. — Br.
2) Wegen weiterer stofflicher Beziehungen des Hunhaut zu andern
Romanen s. Gröbers Grundriß^ U, S. 519. — Br.
3) Alles nach Stürziugers Notizen. — Br.
XXIV
jpor = p, ebenso signor = sign usf.; anderseits auch droi-
ture = droite usf. — hon, in Hs. == hö, : raisson 1310; vgl. das
über con- Gesagte und lionme (so im Kodex!) 506, ferner
renon : non 699. Daher auch preudon 433 und fain 866.
Worttrennung. Je nach der Bedeutung schreibt Stür-
zinger enmi, ^armi (Präp.) und en miy par mi (Adv.) Ferner
amont, aval; aber or endroit, weil beide Teile noch selb-
ständig sind, wie ci endroit bezeugt.
Hilfszeichen. Die eckigen Klammern ergänzen, die
runden tilgen. Änderungen am Text der Hs. sind durch
Sperrung kenntlich gemacht. Die Besserungen, die Foerster
seiner Abschrift als Randbemerkungen beigesetzt hatte, sind
in der Varia lectio mit (F.) bezeichnet. Diese Bemerkungen,
die in der Eile des Abschreibens und je nach der Laune des
Augenblicks gemacht wurden, betreffen neben Einfällen, die
es festzuhalten galt, auch ebensooft selbstverständliche Bes-
serungen. Andere Besserungen, die Foerster während der
Drucklegung beisteuerte, sind gleichfalls mit [F.) bezeichnet.
Das Trema setzte Stürzinger weder mit Tobler konsequent
auf den ersten, noch mit Suchier konsequent auf den zweiten
Vokal, sondern mit Rücksicht auf den neufranzösischen Leser
gegebenenfalls auf den Vokal, der vom neufr. Standpunkte
aus als Vokal mit ursprünglicher Aussprache auszuzeichnen ist,
also eust, av'ies aber o'ist.
Die Cedille stammt in allen Fällen von mir, denn Stür-
zinger hatte sie nirgends verwendet. Auch die meisten Akute
sind (nach Foersters Verfahren) von mir gesetzt.
Bei der Interpunktion bin ich durch mehr Reichlichkeit
von Stürzingers Bahnen abgewichen, ihm auch im Ansetzen
von Lücken nicht immer gefolgt.
Die mundartlichen Züge der Handschrift sind fast
durchweg beibehalten worden; der Text wurde also nicht
uniformiert.
Meppen, im März 1914.
H. Breuer.
Anhang.
1. Jakob Stürzingers Leben.
Nach Drucklegung der Hunbautausgabe folge ich gern der
Aufforderung Wendelin Foersters zur Beifügung eines kurzen
Lebenslaufes Stürzingers, den ich persönlich nicht gekannt
habe. Ich benutze dazu Auszüge aus dem „Romanischen
Jahresbericht^^ (VI, IV, 9, 11, 26, 28 u. XI, IV, 39), die Karl
Vollmöller dankenswerterweise für mich zusammenstellen und
der Witwe und den Söhnen Stürzingers zur Durchsicht zu-
gehen ließ. Wie Foerster ein persönlicher Freund Stürzingers,
hat der so verdiente Gründer und Vorsitzende der „Gesellschaft
für Romanische Literatur" dieser Veröffentlichung überhaupt
sein besonderes Interesse zugewandt. Des weitern wurden von
den Herren Dr. Ekkehard Stürzinger und Dr. Gustav Stürzinger
einige Angaben gemacht, während Wendelin Foerster meine
Darstellung durchsah und ergänzte.
Jakob Stürzinger wurde zu Wylen im Kanton Zürich
am 6. Dezember 1853 geboren. Er studierte in Marburg
und Leipzig germanische und in Paris zwei Jahre romanische
Philologie. In Zürich wurde er 1879 promoviert. Er habilitierte
sich auf Foersters Veranlassung, der ihn gelegentlich eines
Besuchs, den ihm S. abstattete, kennen gelernt hatte, als Privat-
dozent zum ersten Male in Bonn (1882), um 1885 einem Rufe
nach Bryn Mawr College in Pennsylvanien, wohin ihn Foerster
auf sein Verlangen empfohlen, zu folgen. Nach Europa zurück-
gekehrt, habilitierte er sich 1891 in München aufs neue. Er
wurde 1892 in Tübingen Ordinarius und machte hier einen
guten Anfang damit, das Studium der romanischen Philologie
wieder zu Ehren zu bringen, doch schon nach einem Semester
XXVI
nahm er einen Ruf als Ordinarius der Romanischen und Eng-
lischen Philologie nach Würzburg an, wo er Mails Nachfolger
wurde. Bei der Schnelligkeit, mit der sich der Ausbau der
beiden Wissenschaften vollzog, und der Arbeitsmenge, die
Stürzinger den Übungen im Neufranzösischen und Neuenglischen
widmete, konnte seine Kraft auf die Dauer nicht ausreichen,
wenn auch zu seiner Entlastung 1896 der Belgier Dr. Jules
Pirson mit den Übungen im Neufranzösischen und mit neu-
französischer Literatur beauftragt wurde. Schon im Oktober
1897 mußte Stürzinger unter der furchtbaren Arbeitslast zu-
sammenbrechen und seine Tätigkeit einstellen. Es hatte ihn
eine Geisteskrankheit befallen, die ihn mit längeren Unter-
brechungen jahrelang hinhielt und einmal gar eine völlige Ge-
nesung hoffen ließ, wie Foerster bei einer Zusammenkunft in
Koblenz 1898 feststellen konnte. Aber die Krankheit ließ ihr
Opfer nicht los und nach qualvollem Leiden ist er am
12. Juni 1903 der Wissenschaft und den heißgeliebten Seinigen
entrissen worden. Die Trennung des Romanischen und Eng-
lischen, die Stürzinger mit großer Energie betrieben hatte
und die in Würzburg 1898/99 vollzogen ^vurde, kam also leider
zu spät.
Die Vorlesungen Stürzingers zeugen von umfassendem
Forschen, Wissen und Können. So las er schon in Bonn
Enzyklopädie der romanischen Philologie, Vulgärlatein, Alt-
und Neufranzösisch, Provenzalisch, Spanisch, Portugiesisch
und Rätoromanisch. In München betonte er besonders das
Spanische, woneben eine Vorlesung über die Divina Com-
media und eine über das französische Drama im 17. Jahr-
hundert erwähnt seien. Wie in München las er auch in
Tübingen über Calderons Mägico prodigioso, während er in
erstaunlicher Rastlosigkeit in Würzburg stets neue Vorlesungen
ausarbeitete und höchstens die geschichtliche Darstellung des
Französischen wiederholte. Neu- und Altfranzösisch rückte er
in den Vordergrund, Provenzalisch las er nur einmal. Neben
die französische Grammatik, Metrik, Phonetik traten zahlreiche
Vorlesungen über Literatur bis zum 19. Jahrhundert einschließ-
lich. Stürzinger ist auch der Gründer des Romanisch -Eng-
XXVII
lischen Seminars in Würzburg, das erst 1902 in ein Roma-
nisches und Englisches geteilt wurde. Von vier Dissertationen,
die unter seiner Leitung entstanden, betrifft eine die altfran-
zösische Literatur, die andern, deren Erscheinen bereits in
Stürzingers Krankheitszeit fällt, die Sprache eines altfranzö-
sischen Denkmals.
II. Jakob Stürzingers Schriften.
Zusammengestellt von Dr. E. Dietz.
Über die Konjugation im Rätoromanischen, Diss. Zürich. Winter-
thur 1879.
Orthographia Gallica. Ältester Traktat über französische Aus-
sprache und Orthographie. Nach vier Hss. zum ersten-
mal herausgegeben von J. Stürzinger. Heilbronn 1884. In
W. Foersters Altfranz. Bibl. VIII.
Le Pelerinage de vie humaine de Guillaume de Deguilleville,
edited by J. J. Stürzinger. Printed for the Roxburghe Club.
London 1893.
Le Pelerinage de Fame de Guillaume de Deguilleville, edited by
J. J. Stürzinger. Printed for the Roxburghe Club. London 1895.
Le Pelerinage Jhesucrist de Guillaume de Deguilleville, edited by
J. J. Stürzinger. Printed for the Roxburghe Club. London 1897.
Sur Le Sacrifice d^Abraham, ^dit. Ulrich, Rom. VIII 374. In
Rom. X 246 — 257.
The oaths of Strasburg. In MLN. I 140.
Remarks on the Conjugation of the Wallonian Dialect. In
TMLA. 1204— 15.
Die wallon.-loth. Präsens-Endg. -ä. In ZRPh. XVI 511—513.
Sursum von surgere. In Archiv für lateinische Lexikographie
und Grammatik VII 597 — 598.
DE GVNBAVT.
De bien dire nus ne se painne, f. 122 c
Car en bien dire gist grans paine.
A bien dire des or m'asai
Et de ce peu que je en sai
5 Mec a unes gens ma raison,
Quant il n^entenden[t] a raisson.
Saci^s as quels on doit entendre:
A cels qui perdent a entendre
La u nus hon tendre ne doit,
10 Ne celer a mon euer ne doit.
Cil sont mout [nice], par saint Piere,
Mais les cuers ont plus durs que piere
Cil qui dous les doivent avoir:
Por ricece ne por avoir
15 Ne puet nus eskiver sa mort.
Que vaut dont quant cascuns s'amort
A estre mauvais et eschars?
Leur gas tienent et leur escars
De cels qu'il voient despendans,
20 Et si n'ont pas letres pendans
De vivre plus por leur avoir,
Ne il ne porroient avoir
Garandisse par nule cort,
Car lor richoisse s'en decort.
25 Maintenant qu'il sont enfoi,
Lu^s est d'els leur avoirs fui.
De coi sont donques en ab^
Chevalier' clerc, monne et ab^?
a
Überschrift rot und in ünxialen. — 6 ^t — netend*e. — 13 doi-
ment. — 28 möne.
Stürzinger, Hunbaut. 1
Qu'il sevent mais tant de mestiers
30 Que menestrels n'i a mestiers.
Por moi le di qui faic •!• livre;
Ma grande ovre me don[e] et livre
Sens de trover par mos divers.
Ja mais ne vos erent dit vers f. 122 d
35 De nule rime qui cels sanblent.
Or entend^s con il asanblent
Et con il sont a dire fort!
Mais por itant me reconfort,
Car je &ai bien eil qui ensaigne
40 Set tres bien 90 que il ensainne.
Qui ne puet pas grant cose faire,
Ne doit baer a livre faire.
Qui aucune chose a enpris,
Ne mais qull en deserve pris,
45 Ne doit caseuns tendre a avoir.
Li rois Artus ot mout avoir
Et grant tresor d'or et d'argent,
Et si ot plus de bonne gent
Qu'en tot le monde reraanant,
50 Car il estoit •!• rois manant
De toutes richoises ensanble.
A Carlion, si con moi sanble,
Fu li bons rois a biau sejor
Par pluissors tens; mais a •!• jor
55 I vint joians et lids et baus,
Qu'a la cort ert venus Honbaus
Vers cui li rois mout d'amor ot.
Chevaliers ert, si demorot
Fors de la cort •!• an u -II-,
32 dö. — 33 Dieser Vers mn Anfang der näcksteti Spalte (122d)
wiederholt. — 34 u^. — 41 große Initiale. Diese sind so willkürlich ge-
setzt, fast immer mitten in einer Periode {x. B. 171. 195. 217. 287. 309)
oder einem Satxe (381 423. 469), daß sie im Text nicht weiter berück-
sichtigt., sondern nur hier in den Fußnoten verzeichnet worden sind. —
49 mon de. — 54 fenf. — 56 Höbaus.
60 Ja a cort ne fust vens d'els,
Ains erroit por croistre son pris
Conme cortois et bien apris
Et de bonnes teches estable;
Si ert de la Reonde Table
65 Dont nus mauvais ne pooit estre.
Li rois li enquist de son estre,
Conment il s'est puis contenu.
A parole se sont venu
Des Teure de lor relevee
70 Tant con la lune fu levee.
Et quant fu nuis noire et oscure,
Li rois qui mout met de sa eure
En Dir cho que Hunbaus conte:
Et conmande, ce dist le conte,
75 C^on reface en sa canbre •!• lit
Devant le suen, car grant delit
Li est dVir Hunbaut parier.
Et sei vaura mout aparler
La nuit quant il ert esvilli^.
80 Auques ont en la nuit villi^,
Si s'alerent coucier par tans,
Car il en ert et eure et tans
Si conme a l'essue de mai.
De nule chose n'ont esmai,
85 Ains dorment dusqu'a Fendemain. f. 122 e
Li oisse[le]t cantent au main,
Qui del jor sont haiti^ et baut.
Dont apiele li rois Hunbaut
Et il tantost li respondi.
90 „Hunbaut," fait li rois, „or me di,
Qui tant as err^ par le mont.
Est il dont nus n'a val n'a mont
Qui ne tiengne de moi sa terre?
II n^a si coiate en Engleterre,
71 nui^. — 77 Hübaut. — 81 coiic*. — 86 (F.).
1*
95 En France n'en Constantinoble,
N^en soit iri^s, ja tant n'iert noble,
Se mon conmandement depieche."
Hunbaiis respont au cief de pieche
Qu'entre les illes a •!• roi
100 Qui mout par est de grant desroi,
Car de nului ne tient son regne;
En grant ricece vit et regne,
Car ses roiaumes est allu^s.
Li rois Artus respondi lu^s,
105 Sans prendre consel a nului,
C'on li face venir celui ....
Ses ni^s Gauvains qui mout ert preus
„Honbaut/' fait il, „con estes preus .
Que j'ai si fait afaire enpris.
110 Gauvains mes ni^s est de grant pris
Et conneus de mainte gent,
Et si est preus et biaus et gent,
Bien parlans et cortois et sage:
De lui vel faire mon mesage,
115 Outre les illes a cel roi
Mandrai que c'est trop grant desroi
Qu'il ne fait de moi avou^,
Et dira li que j'ai vo^
— Cil qui bien li savra aprendre —
120 Se il ne vient de moi reprendre
Sa terre et service me face,
Si voie je Diu en la face,
Bien li porra dire por voir
Que je vaurai sor lui mouvoir
125 Tot le premerain jor d'est^/^
— „Sire," j^ai el pais est^/'
Ce li a respondu Hunbaut.
„Sire, ne cuic que nus en baut
Nul des castials par (nul) asalir,
106 {F.), — 108 {F.). — 115 gr. Init. — 129 {F.).
130 Ne que porroit la nes saillir
Par outre la mer a •!• saut;
Et aveu 90, se Dius me saut,
I a mout de felons trespas."
— Et dist li rois: „Nel dites pas,
135 Se vo vol^s m'amor avoir,
Car por plainne une tor d'avoir
Ne remanroit mie m'enprise." f. 122 f
Et eil qui tot le monde prisse
Est mand^s qu'il viegne a la cort.
140 Uns canberlens le roi i cort,
Qui 11 dist que li rois le mande.
Et mesire Gauvains demande
Sa roube — et on li aparelle —
D'ermine, qui n'a sa parelle.
145 Roumans a faire m'aparel
De celui qui ainc n'ot parel
De pris ne de valor el mont.
Quant il fu en la canbre amont
A son oncle qui Tot mand^,
150 Se li a tantost demande :
„Que volds vos, sire, por De?"
Li rois li a lu^s conmand^
Qu'il li voist faire cest mesage.
Et il li respont conme sage:
155 „Sire, jel ferai, se je puis."
Tot bielement li redist puis
Que, se il ne li despleust,
Conpaignie mout li pleust
Qui li fesist aucun confort.
160 Et li rois s'esmervelle fort
De Gauvain qui tant ert prisids
Qu'a pain[e] ert ses pers esprisi^s
Et de conpaignon li souvient.
Le roi a grant mervelle vient,
155 pui9. — 162 päi.
165 Si Yen anuie d^autre pars,
Si respondi: „Trop sui escars
De Chevaliers, dont mout me poisse.
A ma nice gaires ne poisse,
Qui laiens est, si Pen port^s,
170 Ensanble o lui vos deport^s,
Si ne vos anuiera mie:
Vostre suer est, c'est bonne amie
Por vos aidier, s'on vos asaut."
Et dist Gauvains: „Se Dius me saut,
175 De cest offre sui apai^
Et de coupaignie pai^/^
Quant Hunbaus Tot, si s'esmervelle
Que li rois a dit tel mervelle,
Et por coi l'en souvient si main.
180 Gauvains prist sa suer par le main,
Si s'en vont ensanble a Fostel
Et cele et eil qui a los tel
Que nus ne s'en puet a lui prendre.
Onques a celui ne puet prendre ....
185 Fors •!• sorcot sans plus de roube.
Ne dira nus hon que je robe
Les bons dis Crestien de Troies
Qui jeta anbesas et troies
Por le maistr[i]e avoir deu jeu, f. 123 a
190 Et juames por ce maint jeu.
Sifaitement, si con moi sanble,
A Tostel en vinnrent ensanble
Cil dui si con je vos devis.
Biele er(e)t de cors et plus de vis
195 La suer Gauvain, qui o lui vient,
Et quant qu'ele fait, li avient;
Qu'en li n'oblia riens nature.
Li rois povrement se nature
171 gr.Init. — 182 alostel. — 189 maistrie] Es. maistre; [F.]. —
192 uiuret. — 194 {F.). — 195 gr. Init.
Vers Gauvain, qu'isi Ten envoie
200 En tel contree ne en voie
U il ait tant peril ne doute.
Si conme eil qui riens ne doute
Se fait armer san plus atendre.
Des or mais li piaist a entendre
205 A faire ce qu'il a enpris,
Et por cest fais est il enpris
Que nus autres n'ose porter.
Si vallet 11 voot aporter
Tel apareil qui bien li siet.
210 Et mesire Gauvains s'asiet
Desor •!• lit et on li cauche
Les esperons desus la cauche
•Por ce que mius siecent a droit.
Tot erranment ci or en droit
215 Li vestent un hauberc errant,
Fort et faiti9 et bien tenant,
Tot clos de maille bien reonde.
En tot le mont a la reonde
N'ot de millor ouvraingne point.
220 II n'erent encor nul porpoint.
Ne vel que menchonniers en soie:
Sa cote a armer ert de soie
D'un rice drap, bien m^en ramenbre.
D'or ert la boucle et tot li menbre
225 Dont sa 9ainture estoit menbree.
Et sa suer (fu) sage et bien menbree
Desuer le coife li asiet
Le hiame qui mout [bien] li siet;
Desuere •!• vous de cinne porte.
230 Et •!• vall^s s'espee aporte;
Et quant il Tot gainte au cost^,
Lors a son ceval acost^.
199 qui si. — 200 En tel] Q en. — 217 große Tiradeninitiale. —
221 menchioniers. — 222 Sace a larmer (F.). — 226 {F.).
8
Si monte par Testrier senestre,
Mais mout cele [a trestous] sen estre,
235 Que nelui riens n'en [a] apris.
Son escu et sa lance a pris
Et sa serour n'oblia pas.
Sor le col del ceval le pas
Bielement et souef Ten porte.
240 Del castiel issi par la porte
Et tint sans demorer sa voie. f. 123 b
Cascuns se dort, nus nel convoie;
Qu^il ne savoient pas son oire.
Entru^s que li Chevaliers oire
245 Sifaitement et a tel gre,
Encor n'iert pas li rois leve.
Artus villoit, si se retorne
Et souvent a folie atorne
De cele oire qu'il a enpris.
250 Hunbaus Yen a souvent repris
Et a biaus mos Pen aparole
Et en tel guisse a lui parole,
Que li rois en connoist sa coupe.
Et eil Hunbaus mout Ten encoupe,
255 Que voirement li dist li roi:
„Par foi, Hunbaut, mal sai mon roi,
Quant je sui •!• poi carcids d^ire."
Hunbaus li conmencha a dire:
„Par foi, biaus sire, bien le sai.
260 Mout volentiers metroie asai
De mon pooir et de ma force,
Et mes talens mout m'en enforce,
Par le foi que je doi a Deu,
D'aler aveuc vostre neveu,
265 Car il n'a pas la terre acointe.
II est cortois et sage et cointe
234 (F.). — 235 (F.). — 238 cof (F.). — 244 Entruelf. - 245 tef. —
247 gr. Init. — 262 m (F.).
9
Et preus d'armes et talentis,
Mais je [le] sai bien arestis
En liii u force n^a mestier,
270 Et je sai bien que teus mestier
Li vanra ains qu^il soit venu."
— „Hunbaut, puis qu'est si avenu
Qu^el mesaje Tai envoi^,
Je m'en tieng a bien apai^;
275 Et se vos aveuc lui ali^s,
Je croi que vos mout bien feri^s."
Dist Hunbaus: „C'est bien, ce me sanble."
„Dius vos conduie andex ensanble,
Car je sui bien servis a gre."
280 Hunbaus devale le degr^,
Quant il fu vestus et caueid.
Tant a err^ et cevauchiö
Anblant sor son ceval la voie,
Gauvain ataint, s'en fait grant joie,
285 Qui ja ot err^ •!• liue.
„Qui a folie, sen(t) aliue/'
Fait Hunbaus; ,,tel tient on a saje
Qui tos est plains de forsenaje.
Mesire m'a dit son coraje,
290 O vos m'envoie ens el mesaje,
Car je Pen a forment repris
Que par lui est eis oires pris
Sifaitement en tel maniere. f. 123 o
Ne tieg mie a bonne maniere
295 Ce qu^ensi vos en fait aler
Armes et vo seror porter.
Felon fais av^s a porter.
D'autre ju l'estuet deporter,
Car aveuc nos ne venra pas
300 En la voie au felon trespas,
Si en seriens trop enblae.
287 gr. Init. — 288 forfenaje, f aus c abgeändert. — 290 muoie.
10
Ja n^i troverons camp bla^,
Mais for^s seule et terre gaste;
Car cascuns taut et reube et hape
305 Si con en terre sans justice
Que nus ne destrai[D]t ne justice
Ne ne fait raisson ne droiture."
Gauvains respont sans couverture:
„Li mius en serroit buens a faire,
310 Se vos ensi lo^s l'afaire
Et ma suer le veut d^autre part.
Ves chi •!• crois qui depart
Cest grant cemin en •IUI- sens.
Itels en est or mes asens:
315 Que ma suer s'en voist la se'ir.
Ce ne 11 doit pas deseir,
Qu'ele i fera mout cort sejor.
Anc^ois que past tierce de jor
Verra un chevalier errant
320 Par ci passer, si die tant
C'aricr a Carlion le port
— Et si nel laist por nul deport —
Tot droit en la canbre le roi.
Et si nel laist por nul desroi
325 Qu^il ost mon conmant trespasser.
Quant vos en verr^s •!• passer,
Se li dites que je li manc.
Je m'en vois, a Diu vos conman[c]."
— „Sire," fait ele, „Dius vos maint!"
330 Cil s^en va et cele remaint;
Se li anuie par tans Festre,
306 deftit (F.). — 309 gr. Inü. — buef afaire. — 316 def afir (F.).
— 319 Das erste r von verra aus n korrigiert — ele. — 326 enüref,
kann also en verres oder en venres gelesen werden. — 328 Letzter Buch-
stabe weggeschnitten., kann also c oder t gelesen werden. — 329 Von f
in vof nur der Haken oben xu sehen. — 331 — 41 Vom Ende der Zeile
331 bis Anfang von 341 geht ein Riß schief durch den Text, daher ein-
zelne Wörter beschädigt sind.
11
Qu'ele ne set que ce puet estre
Por qui atendre enki demeure.
Sor •!• cheval noir conme meure
335 Venoit •!• Chevaliers le pas
Tot le chemin, mais ne cuie pas
C'onqiies s[i] orguillous veisse.
An9ois que fors de la ville isse
Ne [qu'il] s'en prenge entor lui garde
340 Li [di]st cele, si le regarde:
„Sire Chevaliers, Dius vos saut!"
Quant eil Foi, si fist •!• saut
De son ceval enmi la voie,
Puis dist: „Dame, se Dius me voie,
345 Vos do je servir et amer. f. 123 d
En tos lius, en terre et en mer
Me po^s vos mestier avoir.
Je cuic que de si biel avoir
Ne fust nus onques mais lo^.
350 Bien sont hui mi pas oubli^."
Adonqnes l'apiela s^amie.
Cele respont: „Ce n'i a mie,
Vos aves dit raout grant desroi;
Men^me en la canbre le roi
355 Si con mes f[r]ere le vos mande,
Mesire Gauvains, et conmande,
Qui de ci se part or endroit."
Et eil respont: „II a grant droit,
Car •!• masse tieg de lui.
360 Par le foi que je doi celui
Qui set le penser de la gent,
Por -M- et -VII^- mars d^argent,
332 ce sehr undeutlich. — 337 i von fi ist nicht mehr xu sehen {F.).
— 339 Zivischen Ne und fen haben xwei hohe Buchstaben gestanden, wie
die undeutlichen Spuren über der Zeile ahnen lassen, ich vermutete daher
ql. — 340 dift {F.)\ ft ist sicher, di davor ist nicht xu lesen, entspricht
aber dem Raum. — 341 gr. Init. — 344 Pu^ — fire. — 345 doie. —
355 {F.).
12
Biele, ne besoignast il pas
Que chi seusse son trespas;
365 Qu'i li convenist avenir,
Quant nos fuissons au coveoir,
En venist damages et dels."
„Sire Chevaliers, il sont -II-
Qui de ci se partent ensanble/^
370 Fait la pucele; „si me sanble
Que durement (l)i meskerroit
La u point de lor pris charoit
Tant seulement por vostre esfort,
Car il sont biel et grant et fort
375 Et bon Chevalier." — ,;Par mes ieus,
Ja nes en priseroie mius.
Par Saint Jake que j'a requis,
Se jes avoie ans- II- (requis) ochis,
Et mout m'en serroit or a peu.
380 Mout m'en poisse, quant je ne peu
Venir, ains qu'il fuissent pass^:
Bien sai qu'il n'en fuissent al^
Que je n^eusse Gauvain mort."
Et que vaut 90 que nus s'amort
385 A recorder parole vainne,
Vaillant -I- paiUe d'avainne?
Et fait ele: „Se Dius me saut,
Ne doutaissent il vostre asaut
Ne vostre ricement parier.
390 Ja nes osisiäs aparler
De quanques je vos oi ci dire."
— „Biele," fait il, „je n'ai point d'ire
De rien que je dire vos oi(e),
Car tos les biens que onques oi(e)
395 Ne pns je pas -I- oef d'aloe
369 Zwische7i de und ci steht c^ utiterpunktiert im Codex. — 375
juex. — 376 rai^. — 378 requis iw Codex nicht getilgt. — 381 gr. Init. —
392 nai je {F.) — 394 i von oie utideutlich.
13
Envers cestui dont m[e]s cuers loe
Dame(s) Diu(s) qui m'a envoi^; f. 123 e
C'as^s m'a hui bien avoi^,
Quand j'ai vostre biau cors le gent
400 Qui tant estes de haute gent
Que m'amors i est bien asise.
Or en plait Gauvains a Fasise
La, si Pen tenra on raison!"
Sans li metre plus a raison
405 Le prent devant lui, si Ten porte.
Cele, qui pas ne se deporte,
Le manace mout de recief
Et dist qu'il en perdra le cief
Por ce, si ne fait pas savoir.
410 „Tantost con le porra savoir
Mesire Gauvains o le roi,
Bien en savront prendre conroi;
Ja ne torner^s cele pari"
Adonc li che valier s'en part,
415 Si Ten porte tot a delivre.
Une pieche s'en taist li livre
De cele et de celui ensanble.
Mesire Gauvains, ce me sanble,
Cevauce tant que il avient
420 Qu'entre lui et Honbaut couvient
Ostel a prendre par raisson.
Ses en prie et met a raison
Uns Chevaliers qui del bois vient,
Ensi par aventure avient
425 Qu'as «II- Chevaliers s'aconpaingne.
II sist sor •!• ceval d'Espaingne,
Qui n'iert pas anuiels ne lens.
De droite voie sans asens
Eut pris par force -II- grans cers.
396 Von mef ist nur n und T zu sehen. — 397 (F.). — 402 ala fife
(F.). — 403 gr. Init. — 414 ch'r. — 423 gr. Init.
14
430 Aveuc lui ot, tos en sui cers,
•V- Chevaliers et serjans dis.
Sages de raisons et de dis
Estoit li preudon, ce me sanble.
Geis qui orent err^ ensanble
435 Salue et si lor dist apr^s:
„Signor, mes osteis est ci pres
Tot le chemin que vos ireis ....
Mais fous qui seur le col [est] reis
Fait plus d'une folie ensanble:
440 Si feres vos, si con moi sanble,
Se vos l'ostel hui mas passes;
Mais aveuc moi vos apass^s!
Se o moi herbergi^s anuit,
Vos aver^s, cui qu'il anuit,
445 Dou tot Fostel saint Julien,
N^en faura vaillant •!• lien
De mon bracet qui mout est biaus."
„Grans merchis, sire," dist Hunbaus,
„Nos i irons andui ensanble, f. 123 f
450 Puis [que] vol^s e bon vos sanble . . . ^
Trestout droitement au manoir
U il fist auques biel manoir,
Gar aaisi^s ert li reparre.
Por ce est drois que il i paire
455 Que li cerf sont pris qu'il aporte.
La menee rent a la porte,
U sages est, de tel deduit,
Que cascuns s'en jue et deduit,
!Nes se il estoient •!• G.
460 Li sires de Fostel descent,
Qui mout fait renvoisie eiere
Et mout a la venue eiere
434 ereut arme {F.). — 441 gr. Init. — 444 cui] que {F.). — 445
D otetot. — 449 iront {F.). — 450 Pui^ — {F.). — 453 aiaisies , vielleicht
xuerst aulisies, ans ul ist ei?i a gemacht, icohei aber der erste Strich
von u stehen blieb.
15
Des -II- Chevaliers qu'il amainne.
Tote sa mainnie en demainne
465 Grant joie si con cascuns paut.
Herbergi^ sont que riens n'i faut
De quanque a bon ostel apent,
Car li sires si biel despent
Qu'il en doit avoir los et pris.
470 Au matin ont le congi^ pris,
Qu'il ni vaurent plus remanoir;
Et li sire fors del manoir
Une grant pieche les convoie
Et el droit cemin les avoie
475 Qu'il doivent aler et tenir.
II les vausist mout retenir
ün mois entier a biel sejor
Plu volentiers, ce dist, c'un jor,
Et il en fait mout bien a croire
480 Qu'il ne li couvient pas acroire
A autrui rien de son despens.
Li dui qui sont de grant porpens,
L^en set gre cascuns en sa part.
A tant Fostes d'els se depart,
485 Et cevaucent al lonc del jor,
Qu'il n'i fisent pas lonc sejor
Ne demoree, ce me sanble.
Jüent et parolent ensanble,
Et por ce que mains lor anuit,
490 „Biaus sire, nos girons anuit,"
Ce dist Hunbaus, „a tel ostel
Dont li Ostes n'est mie tel
Qu'il soit au gre de tote gent.
Mout est rices d'or et d'argent
495 Et si est de grant terre sire.
A celui mostre forment s'ire
469 gr. Init. — 482 porpens, s aus t korrigiert. — 486 Q* lui (F.).
493 gr. Init.
16
Qui son conmandement trespasse;
Se droitement ne le conpasse,
Si con il li avra enjont,
500 Lors ert ses cols a[s] forces jont
Sans recovrier et sans confort; f. 124 a
Car si castiel par sont si fort
Qu'il ne doute conte ne roi.
Tant est fiers et de gra[n]t desroi,
505 Se li piaist tant outrage a faire
Si conme franc honme a desfaire,
U por mout poi d'oquison pendre.
Mais mout set biel le suen despendre
En quel liu que il onques viengne.
510 Gard^s que senpres vos souviengne
De ce que je vos faic savoir!
Se vos vol^s faire savoir,
Au mangier durement tendds;
Car se vos mout n'i entend^s,
515 Vos en repentir^s demain,
Car tote jor serr^s plus vain.
Ferons demain •!• jeune
— Car eil par est voir a jeune
Qui ne puet a mangier avoir
520 Nul point por terrien avoir —
Que on n'i trove rien que vendre.
Del mardi dusques au devenres
N'i troverons, si con je cuit,
Con puist mangier ne cru ne quit,
525 Car par for^s u nus ne mai[n]t,
En cele terre (u nus ne mant) u Dius nos maint,
Nos couvient faire II- jomees
Mout grandes et desmesure[e]s;
Et por ce le vos di avant,
530 Que vel que en soi^s sacent,
504 grat (F.). — 506 frant. — 517 gr. Init. — 518 a uoir. — 525
mait. — 526 unuf ne mant nicht getilgt (F.). — 528 {F.).
17
Et por ce le vos veul aprendre:
Gard^s vos anuit de mesprendre
Plus qu'en trestoute vostre voie,
Que ja nostre oste en vos ne voie
535 Nule cose qui li dessiece.
An9ois que au mangier s'asiece,
Vos fera premiers aseoir
Les le table sor •!• seoir
El cief des autres tot amont.
540 Et li plus biele riens deu mont,
— C'est sa fille, si con moi sanble —
Vos et li manger^s ensanble.
Saci^s qu'ele s'i aserra,
Vos[tre] venue li serra
545 Plus que de chevalier que sace.
Li biens qui est en vos li sace
Deu cors le euer, ce dist, et trait.
Aucune fois le m'a retrait
Et dit coiement en confesse
550 Que volentiers seust vostre estre
Et fust coiement a celee
O vos en sa canbre a enblee,
Car mout se doute de son pere, f. 124 b
Si ne vauroie qu^il i pere.
555 Dou sanblant qu'ele vos fera,
Vos pri, ne vos en(s) caille ja,
Por Diu et por le vrai saint Pere!
J'ai sejorn^ aveuc le pere
Plus de -XXX- et •!• semanne:
560 Bien sai conmen[t] il se demainne
Et bien connois lui et son estre.
Or en deveri^s bien estre
Endotrin^s et ensigni^s.
Trop vos serrids mal signi^s,
565 Se celi mostri^s sanblant,
539 gr. Init. — 544 V^ {F.). — 556 enfcaille. — 565 meftries {F.).
Stürzin ger, Hunbaut. 2
18
Se n'estoit mout rainnablement
Que nus ne le peust savoir.
Ele feroit as^s savoir,
Mais amors les pluissors afole.
570 De vos am er est ele fole;
Mais ses corages en est tels
Et ses sanblans et li osteis."
Fait mesire Gauvains: „Mout pris
Cho que vos m'av^s ci apris,
575 Je n'i cuic nule rien mesprendre
Et [se] li sires me fait prendre,
N'en fera a nului raisson."
Ne tienent plus cele raison,
Ain(c)s cevaucent plus que le pas,
580 Si ne trovent nul mal trespas
Ne nule cose ne lor grieve,
Ne lor jornee n'est pas grive;
Qu'il n'ont pas lor cevals estans,
Ains vindrent a l'ostel par tans
585 A •!• castiel deseure •!• iaue.
Onques mon pere ne mon (i)aue
Ne virent nul qui si bien siece,
Que ja por ost qui entor siece
Ne perdront dedens lor deport.
590 D'une part a mont rice port,
Car l'iaue porte grant navie.
De Monpellier ne de Pavie
Ne cuic je pas la rente mainre,
Car cascun jor de la semanne
595 -D- et -X- mars en respont.
Li Chevalier passent le pont
Et le grant [bore] et le marci€.
Ainc n'i pammoierent marchiö
Li baron qui ne sont pas teus,
568 foit. — 570 amr. — 573 gr. hiit. — 585 defeuer {F.), — 590
möt. — 593 mäire. — 595 .Dlx. — mf. — 597 {F.).
19
600 S'en vont por prendre lor osteis
Sus el castiel desus la tor.
Et si i ot mout biel ator:
Chevalier, ce cuit, plus de -XX-,
CascuDS a Pencontre lor vint
605 Et senescal et connestables; f. 124 c
Et [li] sires jnoit as tables
Au point qu'il vinrent, ce me sanble.
Dusqu'a son ju vinrent ensanble
Li doi Chevalier main a main,
610 Et dist Hunbaus: „Je vos amain
Gauvain, le ni^s le roi a oste."
Et il tantost de son ju s'oste
Et encontre eis maintenant saut,
Si dist a Gauvain: „Dius vos saut
615 Et bien viengni^s en mon ostel,
Quant Dames Dius vos a fait tel
Que vos av^s del mont le pris."
Adonques Ta par le main pris.
Sei fist desarmer sans atendre.
620 Asds fu qui a 90 sot tendre,
Ne m'est mestiers c'on m'en mescroie.
On fait escoure fors la croie
D'une robe qui bien li siet.
Et mesire Gauvains s^asiet
625 Dal^s le signor a senestre,
Se li enquiert mout de son estre,
Conment il va et dont il vient;
Et eil ki bien menbre et souvient
De dire raison tote voie,
630 Li dist conment li rois Fenvoie
Qsi outre loinns en son mesage.
Li sires fu cortois et saje,
Si ne Ten a plus aparl^,
Ains a d'autre cose parl^,
600 pö. — 606 (F.). — 609 gr. Init. — 619 gr. Init.
20
635 Et a ses sergans a enquis,
Se li mangiers e[sjt pre[s], et quis
Que noviele Ten fust aprise.
Erranment fu li table mise,
Quant il vient au signor a gre.
640 Doi Chevalier par le degr^
S'en montent en la canbre amont.
Cele qui n'ot son per el mont
De biaut^ et d^afaitement,
Amainnent fors sifaitement,
645 Con je vos cont ichi l'afaire.
Nature ne le sot mius faire
Ne bras ne cors ne pi^s ne mains.
Totes les autres orent mains
De biaut^, par saint Heribert.
650 Le cief ot blont c'ot descovert,
Le cors ot bien seant et gent,
Mout sont ententive la gent
De li esgarder a mervelle.
Mesire Gauvains s^en mervelle,
655 Que li biaut^s (de) celi l'esbloie
Que n'est pas ne tainte ne bloie,
Ains est blanche et vermelle ensanble, f. 124d
L'une colors a Fautre asanble.
Mais longement, por mius seir,
660 Ses pere le fist aseir
El cief des autres tot amont.
Et tos li plus vaillans del mont
Et eil dont plus dire vos doi,
Li sires Fa pris par le doi,
665 Si Ta dal^s sa fille(s) asis.
Par tos ses drois cuide avoir sis
Mesire Gauvains en cel leu.
Et plus fu esgard^s d'un leu.
636 7 P (F.). — q verwischt. — 64G mi^f. — 649 HVb'et {F.). — 650
cief. — 655 {F.). — 657 gr. Init. — 062 uaillains. — 063 donnt. — 666
deif oder delf oder deff.
21
S'a la damoissele conselle.
070 Et ses cuers li prie et conselle
Que li prie et que li requiere,
Ne ja plus bie[l] loissier ne quiere
De li dire 90 que li siet,
Quant nus de cels pres ne li siet
675 Qui lor paroles puist entendre.
Je ne sai pas qu^il doie atendre,
Se riens vers la pucele pense;
Car li sires n^iert point en pense,
Ains iert haiti^s et li^s et baus;
680 Aveuc lui fait mangier Hunbaus
Qui piech'a est de lui acoi[n]te.
Conme sages et conme cointe
Araine le fiUe son oste
Mesire Gauvains et s'i oste
685 De honte et de courou§ et d'ire,
Car ne voloit plus avant dire
Nule cose de son pens^.
A respondre a mout peu pens^,
Quar il premerai[n]s Faparla,
690 D^amors par mout biaus mos parla
Et sa druerie requist.
Onques cele terme n^i quist
De lui respondre sans respit
Et ne mie par mal despit,
695 Mais sinplement a biele eiere
Et dist: „Je m'en tenrai plus chiere
A trestous les jors de ma vie.
Onques encore n^euc envie
D'amer nul autre se vos non.
700 Tant en ai 01 bon renon,
Car onques mais ne vos connui;
Certes, mout eureuse sui
Qui dal^s vos serrai sans presse.
673 qui. — 677 gr. Init. — 689 {F.). — 697 gr. IniL — 699 amr.
22
Ma volent^s plus m'en apresse
705 C^onques mais ne fist nule fois."
Lors s'entreplievissent lor fois
Et fait li uns l'autre seur.
Lors consellent tot a seur
La u cascuns mout les esgarde, f. 124 e
710 N'il ne s'en prendent nule garde
Ca nului de l'ostel dessiece,
Ne ja por mes c'on lor asiece
Par devant eis deseur la table,
Ja tant n'iert biaus ne delitable
715 Qu^il entendissent au mangier.
Longement sisent au mangier
Et si en ont mout petit pris.
Por noieut a Gauvains apris
De l'ostel l'estre ne le sens,
720 Envers li n'a il (na il) point de sens.
Hunbaus qui Tot mis a escole
Uamast as^s mius a Nicole,
Lui et la damoisele ensanble,
Car lor contenemens faus sanble;
725 Si regarde mout cele part,
De paor esprent et espart
Que tot Yen fremissent li menbre.
A monsignor Gauvain n^en menbre
Ne a cell qui les lui siet
730 Por •!• pense qui mout lor siet;
De nul autre ne lor sovient,
Si pensent tant qu'i lor avient
Qu^il n'en porent lor cuers retraire.
Li sergant fönt les napes traire,
735 Quant lius et termes et eure (fu) vient
L'eue a bacins d'argent lor vient
Et li toaille est tote preste.
Cascuns de son mestier s'apreste
719 gr. Ina. — 720 na il nicht getilgt. — 728 mbre.
23
Si que por messervir n'ont coupes.
740 Cler et f[l]airant en rices coupes
Resont li vin apr^s port^,
En pluissors lius sont deport^
Li Chevalier grant piece apr^s,
Et quant tans de coucier fu pres,
745 La damoisele s'en depart.
Li sire s^en vint cele part,
A{a)ins que soit en sa canbre entree,
Si le detient devant Fentree,
Puis Fa par sa blance main prise:
750 „Trop estes," fait il, „mal aprise
Qui si cort congi^ aves pris
Au plus sage et au mius apris
C'on puist trouver nule partie:
C'est eil dont vos estes pai-tie.
755 Vos et lui manjastes ensenble,
Sei baisser^s, car bon me sanble,
Une foie au congi^ prendre."
Gauvains n'i cuide riens mesprendre,
Mais -IIII- fois et sans dangier
760 L^est ales volentiers baissier^
Qu'il n^i quide ga estre a eure. f. 124f
— „Par tos (les) les sains que on aeure,"
Fait (li de) li riche[s] hon qui mout s'ire,
„Or est cestui trop plus que sire
765 Qui de mon dit ne tient nul conte.
•III- fois l'a baissie par conte
Ma fille plus que je ne dis.
Or valut trop petit mes dis,
Mais il savra que je sai faire.
770 Faites le tost des ielx desfaire,
Puis soit lancies en ma prison!
739 mef feruir. — 746 firef en. — 747 gr. Init. — (F.). — 753 pui^t.
— 755 mäjätef. — 762 euere (F.). — 769 gr. Init. — 771 läGieUcann viel-
leicht auch [sicie^ gelesen tverdcn.^ doch ist heitn l der Haken oben mit dem senk-
rechten Balken verbunden und ettoas kleiner als beim 1 und der Abbreviatur.
24
Trop par a fait grant mesproison,
Si Fen doit bien mesavenir.
Quant Artus vaura ci venir
775 Por moi mal faire, sei me face!
Je ne cuit ja, armer m'en face
Por paor de tot son esfort;
Viengne sor moi, se s'en esfort!
Car son pooi(o)r gaires ne pris."
780 Lors fu mesire Gauvains pris
Et malmen^s, si con moi sanble,
Quant tot li chevalier ensanble
Dient au signor: „Mar le fais!
Vos av^s mai[n]s outrages fais
785 Dont nus a cestui ne s'ataint.
Ja mais ne seriens ataint
Nul de nus en nule partie
Que lues n'en soit l'ame partie
Del cors por ardoir u por pendre.
790 Hunbaus ne vient mie despendre
^aiens les ielx au ni^s le roi.
On le tenroit a grant desroi,
S'il i paioit si cier escot.
N'a Cornevallois ne Escot
795 En cest pais que tel afaire
Ne vausist mius penser que faire,
Car ce n'est raissons ne droiture."
Tost en fu li sire a mesure,
Lu^s qu'il entendi le raisson
800 Dont eil le misent a raisson
Qui li donnent loial consel.
Et oiant tos et a consel
Parloient tant en cel enclroit
Que mesire Gauvains fist droit
805 Au rice honme par lor esgart.
„Une autre foie se gart,
795 gr, Init.
25
S^il fait que sages, de mal faire/'
Li vallet corent les lis faire,
Quant cele cose est pardonnee.
810 Cele qui s'amor ot donnee
A monsignor Gauvain sans part
Est mout irie qu'il s'en part
Si par tans de l'ostel son pere, f. 125 a
Mais mout se garde qu'il n'i pere;
815 Et nequedenc, cui qu'il anuit,
Tot a celee i vint la nuit
Les monsignor Gauvain chocier,
Mais nen ot pas a son coucier
Meschines ne dames grant masse.
820 „Certes, se mont ne vos amaisse,"
Fait cele qui les lui se couce,
„Ja ne geusse en ceste coche;
Car as^s grant fais en enbras/'
Et eil le prent entre ses bras,
825 Si jurent tote nuit ensanble,
— Mal garder fait avoir qui s'anble —
Et quant ce vint a l'ajorner,
Que n'i ose plus demorer,
Ains prent congi^ quant Taube crieve,
830 Durement a plorer s'escrieve
A dols baissieirs dou congi^ prendre.
Li uns ne sait vers Fautre aprendre
Le terme de lor asanblee.
Tot coiement et a enblee
835 S'en est la pucele venue:
Ensi est la cose avenue
Dont li cuers li bat et souslieve.
Et mesire Gauvains se lieve,
Lui et Hunbaut quant il fu jors,
840 K'il n'o[n]t eure de lonc sejors:
811 monfi'g. — 813 Se (F.). — 820 möt. — 826 fanbleP. — 827
alauefp^r jorner. — 833 gr. Init.
26
II ont mout autre afaire enpris.
Des le soir oreiit congi^ pris;
Por Fesfroi dou matia lever
N'ont pas pens^ de demourer,
845 Ains sont vistement atorne
Et puis de leu(e)r ostel torn^(e).
Et cevaucent sans nul delai,
Ne troverent pas mal ne lai,
Ne on ne lor fist pas destrece,
850 Ne lor cemins ne lor adrece.
Onques cel jor ne trovent voie,
Ains cevaacent, nus nes avoie,
Par for^s et par terre gaste.
„Certes," ce dist Hunbaus, „bien gaste
855 Paroles cius qui as ciens cort:
Mius me venist estre (al) a la cort
Que j'eusse ceste oire enpris.
Se vos fuissi^s ore ersoir pris
Et rüds en •!• prison,
860 Poi valust ore Taprison
Que je fis ersoir au venir."
— „Tot §0 nos ert a avenir,"
Ce dist Gauvains, „ne vos tames!
Encor ne sonmes entam^s,
865 La merchi Diu, n^en cors n'en menbre, f. 125b
Mais j'ai grant fain, de 90 me menbre,
Et si n'est pas encore tierce."
— „-II- jornees et puis la tierce,"
Ce dist Hunbaus, „nos covient faire,
870 Ains c'on paraut de tel afaire.
844 pere de mo n uer, das r in pere sieht c oder t sehr ähnlich;
xtvischen mo n und xwischen n uer ist je Platx für einen senkrechte7i
Balken. — 845 iuftement. — 846 pui^. — 847 Et vielleicht OR; am An-
fang der Zeile wird für Et die unxiale Ligatur., aus welcher unser & ent-
standen ist, gehraucht, und ebenso wird für OR die unxiale Ligatur an-
geicendct^ die der ersten sehr ähnelt. — 848 tai. — 849 for. — 857 gr.
Init. — 863 Cremes. — 870 9.
27
Kar parlers est painne gastee.
Ves con[me] la terre est gastee,
Ves qu'il n'i a maison ne bourde.
De mout [grant] folie s'enborde,
875 Sans ce que je de rien n'en mente,
Qui de tel cose se demente
De coi nus ne li puet aidier.
Bien vos devroit ramenbrer d^ier
Que je vos dissoie au venir:
880 Ains ne vos en pot souvenir
Ersoir, quant li besoins en fust."
— „Hunbaut, je ne sui pas de fust/^
Ce li dist Gauvains, „ne de fer.
Mout eust [eu] euer d'enfer
885 Qui les la pucele seist,
Qui nel proiast et requessist,
S'il n^entendist a sa raisson."
Ce dist Hunbaus: „Mout grant raisson
Vos fist et si'n ot grant merchi,
890 Et je de bon euer Pen merchi
De CO que vos ses amis estes."
„Honbaut, je sai bien u vos estes(t),"
Dist Gauvains, „et que vos pens^s.
D'autre cose (vos) vos apens^s,
895 Car n'(i) estes pas bien asen^s,
Vos en serr^ por fol mends."
Hunbaus li dist: „Itant vos di.*^
Atant fu pres de miedi,
Et cevaucent andoi ensanble.
900 Mais a monsignor Gauvain sanble
Li jornee anüeuse et grieve.
Li jeuner forment li grieve,
Qu'il n'avoit preu mangie la nuit,
Ne quidies pas que lui n'anuit!
872 9. — 884 {F.). — 887 gr. Inü. — 896 "^^nes, d. h. me vom
Schreiber über der Zeile nachgetragen — v^. — 897 oi.
28
905 Et vit enpr^s miedi bas
En bois •!• furniere [en] bas
Puis si recrut tant que haut lieve.
De joie li cuers li souslieve
Tot maintenant qu'il Fa veue,
910 Et si ert long •!• vene,
Mais grant talent a qu'il i viengne.
„Hunbaut," fait il, „que que aviegne,
Vers cele fum[i]ere vel traire.
Aueuns a ocis bieste a traire,
915 Si fait hastes el carbonnier
U boskillon u carbonnier
[Et] si fait feu dejoste s'euvre. f. 125 c
Se cortoisie point i ovre,
De mangier i avrai consel."
920 Et dist Hunbaus: „L'aler consel,
Mais n'i faites d'outrage point!"
A tant mesire Gauvains point
Sor son ceval qui tost le porte,
N^i trove pont, mal pas ne porte,
925 Ains vint au feu, esgarde et voit
Que -II- vall^s entor avoit
Et si cuisoit cascuns sa hast[e].
Gauvains de tost aler se haste,
Qu'il n^a eure de retorner;
930 La haste vit au feu torner,
Ce ne li doit pas desseir.
Et vit •!• Chevalier seir
En •!• löge de biaus rains.
Ne vint pas trop a daherains
935 Por estre au biel disner asis.
Vallet servoient dusqu^a -VI-,
Si trencent li doi devant lui,
Par degouste lui est celui
906 (F.). — 907 PLi^ lire cuut. — 912 gr. Init. — 922 Joint. —
925 gr. Init. — 933 Et, d. h. die halbunxiale Ligatur wie 847, icährend
in der Zeile darüber (932) die Abbreviatur y gerade wie in 846 steht.
29
Qui servoit d'une rice cope.
940 Gauvains de rien ne Ten encope
De ce qu'a biel mangier se siet,
Ains li agree mout et siet,
Car bien en cuide avoir se part.
Tot erraoment vint cele par[t]
945 L'anbleure, non pas le saut
Et dist au signor: „Dius vos saut
Qui del ciel a la terre ataint!
Vos av^s vostre cierf ataint
Oveuc mon eus en bon endroit,
950 Car j'en mangerai or endroit
Mout volentiers, se il vos siet."
Et eil qui en la löge siet
Ne dist rien, ains baisse le cief.
Et Gauvains est en grant mescief,
955 Car li fains mout forment li grieve
Et plus au double li engrieve
Dou mangier que il voit tot prest.
„Certes," fait il, „n'a don n'a prest,
Ne por argent ne por or fin
960 Ne truis que mangier cest matin,
S'ai jun^ a malaisse au caut."
— „Mal debait ait qui il [en] caut,"
Fait eil qui ert dedens la löge.
„Al^s vos ent! 190 vos lo ge,
965 Car n'enterr^s pas 9a dedens,
Ne n'en metr^s rien en vos dens,
Par Diu, qui de 9aens vos viengn[e]!"
— „D'onnor avoir vos resouviene,''
Fait mesire Gauvains, „biaus sire!" f. 125 d
970 Au Chevalier. Et eil s'aire,
Si Tapiele mesiel dejet.
D'un conti el li a fait -I- get,
949 0 neue (F.). — 958 Ceftes (F.). — 961 aucant. — 967 — 68 Das
Blatt ist von hier bis an den unteren Rand schief abgeschnitten , diesem
Schnitt ist das -e von viengne %um, Opfer gefallen. — 968 Auoj donnor.
30
Mais il failli, a mon avis:
Le ceval fiert enmi le vis
975 Qu'il le iist reuser ariere.
„Certes," ce dist Gauvains, „je iere
Plus pres de vos, se onques puis."
Lors jete jus ariere, puis
Enmi la foillie s'avance
980 Et li chevaus sous lui s^elance
Dus[c'] au cief de la löge amont;
Puis jure tos les sains dou mont
Qu'il l'ocirra a ses -ii- mains.
Par le tenple le prist as mains,
985 [Traist V] -xi- pas u plus, je cuic,
Et trove au feu •!• haste cuit:
Au premier tor que il descent,
Grans cos li donne plus de cent
Et par le col et par le vis
990 Qu^en pluissours lius, ce m'est avis,
Est des kenes li cuirs partis.
Li escuier sont departi,
Fuiant s^en vont parmi la lande.
N'ot mius batu dusqu^en lUande
995 Qu'est eil, quant Gauvains l'a laisi^.
Fuiant s'en vait tos(t) eslaissi^
Parmi la lande a esperon.
Ensi conme nos esperon,
Bien puet Gauvains mangier sans presse,
1000 Cil ne li fera hui mais presse.
Cascuns a esperons en pont.
De lor harnas n'en portent point
Ne grant ne peu, n^auques ne mains.
Quant Gauvains ot lav^ ses mains,
1005 A le touaille les essuie
Qui n'avoit pas color de suie,
976 jere. — 991 licuers. — 995 Q — lafaifie (F.) — 997 gr. Init.
1005 elTuee. — 1006 dilTuie.
31
Ains ert blance con flors de lis
Blanc et biel et bien fait et tendre.
1010 Ne li estuet gaires estendre
Ses mains por avenir au vin.
Ne parol pas conme devin,
Car li baril sont les lui piain.
Honbaus vient les galos a piain
1015 Qui de lonc ot d^une veue
Tote la bataille veue,
Et por cele okison se haste.
Gauvains avoit trovä •!• haste
De cerf bien cuit endroit la longne,
1020 Ne sai que vos en face alonge,
S'en trence la u mius li siet.
Honbaus voit bien con il se siet f. 125 e
Et conment ciel sont departi
Et tos les cols qu^il departi.
1025 Bien connoist celui quis en port[e].
Saci^s que pas ne s^en deporte
Et por •!• poi d^ire n^esrage.
„Derverie av^s fait et rage,"
Fait eil, quant il i est venu;
1030 „Sav^s que vos est avenu?
Nenil, certes, nel sav^s pas."
Gauvains s'en rist en es les pas,
Se li a dit: „Jel cuit savoir.
Et si cuit avoir fait savoir,
1035 C'al biel mangier sui enbatu,
Si a •!• enfrum bien batu
Qui vers moi avoit entrepris."
— „A mal eur en fust drois pris,"
Ce dist Hunbaus, „ici endroit.
1040 II s'en i venrrai or endroit,
1021 auf nächster Seite oben wiederholt.'— 1023 Tont*. — 1025 gr. Init.
— 1040 u'rrai , was vielleicht auch verrai gelesen werden darf d. h. die
Ahkürxung ist mit er aufzulösen. Das -i ist nachträglieh eingeflickt.
32
Ja s^en est al^s porchacier.
II vient ci bien souvent chacier
Et por berser et por esbatre.
Ainc mais nus hon ne Fosa batre,
1045 Car tote est soie la contree.
Nos avons mes hui encontree
Une aventure sans confort.
Ves ci un sien castiel mout for[t]
Par dalds vos ci a senestre!
1050 Se vos connuissi^s bien son estre,
Ausi bien conme je cuit faire,
Ne vos tenist de lui maufaire
Por jeuner dusqu'a demain;
Qu'encor avons, jel preng(ent) en main,
1055 De nostre oire a faire •!• fort poi[n]t,
Car ja n^avrons de vaissiel point
Qui outre ces illes nos port,
Se nos nel prendons a •!• port
D^un castiel qui siens est tot cuite.
1060 Et quant sa venisons fu cuite,
Se d^els vos fuissi^s esbatu,
Que vos ne Feussi^s batu
Ce ne fust mie grans mervelle."
Quant Gauvains Tot, mout s^esmervel[l]e
1065 Que eil ert de si grant esfort,
Et dist Hunbaut: „Je vos esfort
De mangier o moi, s'il vos siet."
Et il tantost les lui s'asiet
Si manjuent andoi ensanble
1070 Et boivent tant con bon lor sanble.
Quant dou mangier ont as^s pris,
Gauvains a [a] Hunbaut apris
Uoutrage qu'il li avoit fait. f. 125 f
Dist Hunbaus: „Gauvains, c'est forfais
1053 gr. Init. — 1054 pnget. — 1064 {F.). — 1066 HunbauT. —
1068 fafifift (F.). — 1069 maijuent {F.). — 1072 {F.).
33
1075 Quant chevalier aventure ....
Bien aues widie lame
Ce po^s vos Sans faille croire:
N'en seuissi^s a honme acroire
Que si tost le vos ait rendu.
1080 Miaus vauroit estre blans rendu
U metre a Tespaulle le crois,
Qu'il ne(l) face de lance escrois.
Ja le venr^s venir poingnant,
Si Faportera mout poignanf
1085 Dist Gauvains: „Bien [me] reconfort,
Car mes haubers est as^s fort."
Et dist Hunbaus: „Tant vaut 11 mius.
II en ert bien et tans et lius
Dusqu^a cort terme sans prolonge
1090 De fer de lance (san) de Gascoingne.
Vint ans avant ne le connui."
Ensi s^en vont parlant andui
A a[us] seus parmi la contree,
Que aventure n'ont trovee
1095 Ne hon[rae] veu Ions ne pres,
Ai[n]s fu bien nonne •!• poi apr^s.
Senpres Hunbaus ariere garde
De cele part dont il se garde,
Tant que Ions a une veu[e]
1100 A •!• grant route veue,
Qui a grant esploit les apresse.
De Chevaliers i ot grant presse,
Et venoient tot a desroi,
Si ne tinrent mie conroi,
1105 Et sont -C-, les hyames laissi^s,
Qui ont trestot les frains laissi^s,
Si vinrent der par la canpaingne.
Devant sor •!• ceval d'Espaingne
Vient eil ki fu batus dou haste,
1085 {F.). — 1086 fori. — 1093 A a feus. — 1109 gr. Init.
Stürzinger, Hunbaut. 3
34
1110 Devant les autres vint en haste,
Si ne tient ne cemin ne voie.
„Ciertes," dist Honbaus, „tote voie
Revint l'afaire, a mon avis."
Et Gauvains a torne son vis,
1115 Ariere voit de soi venir.
„Ja seron mis au cou venir,"
Fait il, „par saint Piere, Fapostele;
Ja n^en porteront rien del nostre,
Ains avrai feri de ma lance
1120 Au mains celui qui si s'avance
Devant les autres 9a endroi[t]."
Ce respont Honbaus: „II vauroit
Qu^il vos eust pie9'a ataint.
Vos li av^s parti et taint
1125 Le cuir desus d^une ardant haste. f. 126a
II n^en puet nient, se il se haste;
Car vos Fav^s mout bien servi
A son mangier et deservi
Le gerredon qu'il nos aporte."
1130 — „Entre nos -II- n'a pont ne porte,"
Ce dist Gauvains, „ne nul mal pas,
Ne je n^i fuirai ja piain pas."
— „Ci couvient faire u un u el;
Cis jus n^est pas partis uel,"
1135 Ce dist Hunbaus qui set entendre;
„Chevauci^s seuls, jel vel atendre.
S^il sofre que je Faraisson,
Je li dirai tant de raisson
Que j'abatra tot cest desroi.
1140 Se je n'en puis prendre eonroi,
A vos m'en revenrai les saus,
Et souferrai tos lor asaus,
Et je et vos, ce vos recort."
1116 lo. — 1124 V9. _ 1129 gredö. — 1134 nee — v el. — 1135
gr. Init. — 1141 m. — 1143 jenof.
35
— Et dist Gauvains: „Bien m'i acort."
1145 Adont Gauvains de lui se pari
Honbaus oire de Fautre part,
Que nus a lui ne s^aconpaigne.
Et li sires de la conpaigne
Guide, quant eil li vient encontre,
1150 Qu'il doie faire beF encontre
A lui et a tote sa route.
Bon li est, adonc se deroute,
Tres devant les autres se lance.
Hunbaus ne baisse pas sa lance
1155 Ne s'aleure point n^esforce,
K^il vit venir mout pres la force
Dou conroi qu'il avoit laissid.
Et eil venoit tos eslaissi^
Qui avoit bonne arieregarde.
1160 Et dist Hunbaus qui le regarde:
„Est por moi faite ceste cache?
Sui je donc eil cui on decace?"
Adont li respont li rice honme:
„De tos les apostres de Ronme,
1165 Hunbaut, soi^s vos bien venu,
Se vos mon anemi veu
Ai^s ensi en conduit pris."
— „Vos perd^s hui honnor et pris,"
Fait Hunbaus qui ne se fai[n]t point.
1170 Tant eil [ont] galop^ et point
Qui aprds vienent, ce me sanble,
Qu'il sont venu trestout ensanble,
Si ot Chevaliers •!• masse.
„Certes, se tant ne vos amaisse,"
1175 Fait Hunbaus, „vos et vostre gent,
Por nul avoir d'or ne d'argent
Ne vos venisse je loer, f. 126b
Que (a) vos a cel c'on doit loer
1156 xweimal. — 1159 gr. Init. — 1164 Roume {?). — 1169 {F.).
3*
36
Sor tos les Chevaliers a droit,
1180 Or faites et raison et droit
De vostre entrepresure fole.
L'amors que j'ai vers vos m'afole,
Qui or s'i aper[t] et aeuvre.
Ahi! Ahi! fu ce biele ouvre
1185 Que •!• dingner escondesistes
Monsignor Gauvain et desistes
Tels mos qui n'ont mie recort?
Nul point a vos ne m'en acort,
Ne si n'en faic pas biele eiere.
1190 Trop a eil sa viande chiere
Qui a tel vasal Fescondit.
Certes non a, jo ai mal dit,
Puis qu'il en fait honte et laidure.
Dolors trespasse et honte dure
1195 A honme qui n'entent raisson.
Et quant il n^est mis a raisson
Et il fu sor vos enbatu,
Si Feussi^s vos lu^s batu,
Se vos peussi^s plus de lui;
1200 Et le ceval qui ert sous lui
Fesistes vos tot cancheler
D^m de vos caus; nel quier celer
Que vostre en est la mesproisson.
Issi me gart Dius de prison . . . ."
1205 — „Tuit le devons mouteplier.
Bien doit eil son gage ploier
Au bon Chevalier sans atendre,"
Font tuit li Chevalier, „car tendre
Doit son gage qui a mespris.
1210 Tant est cortois et bien apris
Mesire Gauvains, ce nos sanble,"
Font tuit li chevalier ensanble,
„Qu'a monsignor fera acorde."
1188 ra. — 1193 gr. Init. — 1205 mrtepUer. — 1206 b'.
37
— „Ja Dius ne sa mesericorde
1215 En paradis ne me consente,
Quant ja tenrai cemin ne sente,"
Fait Hunbaus, „en ce porchacie[r].
On ne deust mie chacier
Le mius vaillant qui or soit vis,
1220 C'est bien a tot le mont avis,
Por ce, s'en a vers lui mespris.
Se il fust ore mors u pris,
Encor en fust tenu grans conte."
Tant a Hunbaus cont^ son conte
1225 De sa parole tote voie
Qu'a monsignor Gauvain envoie
•II- suens Chevalier el mesage,
Qui mout furent cortois et sage
Et bien parlant en pluissors cors; f. 126 c
1230 Et vont de lor cevaus le cors,
Tant qu'il viennent en es le pas
A Gauvain qui ne s'en fuit pas;
Se li ont le cose contee,
Con 11 sire de la contree
1235 Li offre droit, s'il le veut prendre.
Et dist Gauvains: „Bien doit mesprendre
Qui si tost cuide pais avoir.
Por plainne une maison d'avoir
N^en prendroie je droit ne paie.
1240 Or sui enfes cui on apaie:
Prenge -I- oisiel, si le me baut.
Or me po^s dire Hunbaut,
C^on le doit prisier et amer,
Quant si m^ose le pais loer.
1245 Je le ferai, se bon li sanble."
Cil s'en tornent ariere ensanble,
Se li recontent sans prolonge.
„Gauvains, por mius saillir s'eslongne,"
1217 {F.). — 1218 V. — 1241 P enge. — 1248 faill*.
38
Pensa Hunbaus, mais nel dist pas.
1250 Apr^s lui vait plus que le pas
Por le proiere del rice honme.
Que diroie? c'en est la sonme:
Hunbaus les a fait acorder
Tot erranment sans demorer.
1255 Quant Gauvaius vint, tant Ten aborde
Que pais a fait por ce recorde
Et ami mantenant devienent.
A •!• castiel ensenble vienent^
U li sires les herberga,
1260 Joie et deduit por eis mena.
Et 90 lor fu joie et deport
Que li castials fu sor le port
U il doivent la mer passer.
Ne vos i vel riens trespasser
1265 Ne querre qu^i mentir me loisse.
Li castials siet sor la faloise,
Si que la mers bat tot entor
As murs de piere et a la tor.
Ne sai que deu los m^entremeche :
1270 De Damas et de Damiete,
De ßarlet, de Constantinoble
I vient la marcandisse noble
Et vient et par nuit et par jor.
Cil n'ont eure de lonc sejor
1275 Qui veulent faire lor mesage,
Ains fönt atorner lor passage
Ki mout est bien a lor talent.
Por ce que mius lor atalent
Et que plus en aient deport,
1280 Ses ont men^s a si droit port
Con s^il l'eussent souhaidi^. f. 126 d
I pert que Dius lor a aidi^
U qu'aventure les amainne;
1251 gr. Init — 1255 Que {F). — 1257 demenent. — 1267 murs.
39
Car il ont vent qui les en mainne
1285 L^endemain, lu^s que il ajorne,
En la vile u li rois sejorne,
A cui il furent envoi^.
II sont as^s bien avoi^
De faire par tans lor mesage.
1290 Et eil qui sont de la mer sage
Les metent fors; qu'il le conmandent,
Et apr^s lor armes demandent.
Et quant [sont] arm^ de lor armes,
Uns Chevalier prent as enarmes
1295 Son escu et sa lance drece,
Vers monsignor Gauvain s'adrece
Et de joster a lui s^atorne.
Trestout erranment Hunbaus torne
Son escu devers cele part
1300 Et mesire Gauvains s'en part
De Hunbaut, por joster a lui.
Endementres si vit celui
L'escu Hunbaut, si se tint coi.
Et dist Gauvains: „Hun[baut], por coi
1305 Ne vient mais eil si con il vint?^'
— „Sire," ce dist Hunbaus, „qu'il vint
Mon escu de lonc aviser.
11 le devroit bien deviser
Et moi connostre par raisson.
1310 Certes, il est mout gentius hom,
Par foi, et durement riebe honme.
Ve^s vos la devant cel honme
Devers nostre chemin senestre?
Son ceval tint illuec en destre
1315 Tres le matin dusqu'al midi,
Et il, tos arm^s autresi,
Est dal^s sor •!• palefroi.
1285 gr. Init. — 1293 {F.). — 1302 fiiiieiit. — 1304 Hun. G. {F.) ~
1305 lüut. — 1306 fint.
40
En grant entente et en esfroi
Atent illueques por joster,
1320 Qu'il li estuet cel port garder.
S'il a ensoigne tote voie,
Chevalier po lui i envoie.
Ensifaitement se contint,
Car rente bone et rice en tint,
1325 Qu^il en tel maniere desert,
Ne le roi autrement ne sert.
Et se Chevalier a cest port
Arive, qui ses armes port,
Si con nos faisons or endroit,
1330 II jostera, car c^est son droit,
A cel Chevalier qui la vient.
Li ques qui chaie, si couvient
Que Fabatus son ceval perde. f. 126 e
Ne s^esbahisse pas ne perde,
1335 Qui ceste terre vint savoir.
De mainte aventure savoir
Li couvient, ains qu'il Fait acointe;
Et puis n'i ara ja si cointe
Qui une fois i ait est^,
1340 Soit en iver soit en est^,
Qui li face anui ne asaut,
Ne die pis que: „Dius vos saut!"
En ceste terre s^il i vient.
Mais a premiers, se li couvient
1345 Soufrir maiote dure aventure.
Qui'n escape, c'est aventure,
Bien le savr^s ens el jor d^ui."
Ensi s^en vont parlant andui,
Tant qu^il ont celui aproci6
1350 Qui sels vient, le hiame laci^,
Si se fist mout de parier baut:
1322 polui. — 1324 tente oder terre? {F.). — 1332 qf — chaje. —
1345 gr. Mit. — 1346 Qui en.
41
„Bien puist estre venus Hunbaut,"
Fait il, „conme li miens amis!
Et eil Chevaliers qui s'est mis
1355 En cest pais, puet bien savoir
Que je doi son ceval avoir,
Se le puis de ma lance abatre."
— „Trop po^s vostre cief abatre,"
Ce dist Hunbaus, „ici endroit.
1360 Bien i aver^s vostre droit
Par aventure encore anuit.
Mais soufr^s tant, ne vos anuit,
Que nos soions ci retorn^,
Et vos avrons si atorn^
1365 Que nos fer^s nostre creant."
Et eil respont: „Je le creant."
II s'en vont outre et eil remaint,
Tant que Hunbaut le li ramaint,
Celui qui sa droiture en porte,
1370 Et chevaucent dusqu'a la porte
De la citd qui fu ouverte.
Une grant fosse descouverte
Trovent a destre de la voie.
Uns escaciers que Dius ne voie
1375 Siet sor •!• ais tot droit en mi
Qui ot de le pi^ et demi,
— Car je sai tote la mesure —
Mais mout fu longe a desmesure;
Si voit en mi liu Fescacier
1380 Que on devroit as eins kacier
U mout plus haut qu' •!• autre pendre.
Car se il pooit bien despendre
Par felenie et metre a eus,
II destanroit tot le mont lu^s;
1385 Tant par est fei qu^il ne se croit. f. 126 f
„Hunbaut," fait il, „se eil acroit
1365 gr. Init — 1375 Seit. — 1376 Mon enfient. — 1381 9, also con.
42
A moi ce que me doit paier,
Dont me doit il mout anuier.
Mon droit li vel amentevoir,
1390 Encant li vel faire savoir."
— „Ha!'^ fait Hunbaut, „dols debonaire,
Car DOS soufrds dusqu'al repaire,
Car DOS revenrons or endroit,
Puis si aver^s vostre droit.
1395 Si soufr^s tant, vostre merchi!"
— „Ja Dius puis n'ait de moi merci,"
Fait eil, „quant 9a serr^s creu(s)!
Je Tai jadis a tel creu(s)
Par tel los et par tel consel.
1400 Je nel te di mie a consel,
Car on me menti de couvent;
Et j^en a fait mon sairement
Que nel croirai sifaitement.
S'or m'en prioient li couvent
1405 De Cleresvaus, neis Fab^,
N'en ferai apr^s lui ab^
Por nule rien que je te croie:
De 90 vel je bien c'on me croie."
Et Gauvains respont a droiture:
1410 „Hunbaus, quels est cele droiture
Que j'oi a cel vilain clamer?
Je ne vel qu'il se voist clamer
A autrui n'il ne li couvient."
„Quant Chevaliers estranges vient,"
1415 Fait Hunbaus, „parmi cel trespas,
II n'ira ja avant •!• pas,
Se a cest eschacier ne ribe.
Et por atendre ceste ribe
Siet sor cele ais au lonc del jor
1420 Tot a riot et a sejor,
Car mout i a peril et doute,
1394 fa. — 1395 gr. Init. — 1396 mrci. — 1397 fa (F.).]— 1410 qff.
43
Et cascuns Chevaliers se doute
Que del riber ne li meschee;
Car il couvien que li uns cee
1425 En cele grant fosse parfonde."
„Et Dius icest vilain confonde,"
Fait Gauvains, „quant il ici maint,
Et tel ribeor li amaint
Qui ens le jece tot envers.
1430 Mius vauroie estre blans convers
Que il m'abatist a sa borde."
„Or ne le ten^s mie a borde,"
Fait Hunbaus, „car riber couvient."
Adont mesire Gauvains vient
1435 Sor le plance le petit pas,
Mais Teschaciers nel doute p[a]s,
Qui cele hart a souvent torse. t 127 a
Et Gauvains grant cop li entoise,
Del pi^ mout tres grant cop i fiert
1440 Si con a tel ouvraingne afiert,
Car mervelles li plot et sist
Que eil qui sor le plance sist
Cai la teste avant el tai.
„Certes," ce dist Gauvains, „je t^ai
1445 Fait le droiture et la raisson
Dont tu me mesis a raisson."
— „Voirs est," fait Hunbaus, „remont^s!
Li eschaciers est remont^s
De son seoir, si con moi sanble.'^
1450 Puis s'en vont en la vile ensanble,
U point de ricece ne faut.
Joie, envoisseure ne baut
Trovent a plent^ par la rue.
D^autresi lonc conme Pon rue
1455 De mangonniel et de periere,
Leur crie •!• pautonniers deriere
1425 gr. Init. — 1432 porde {K). — 1436 (F.).
44
Que Dius le[s] destruie et confonde,
Et si les signe d^une fonde
Si pres d'els, mais ne toce pas.
1460 Et il s'en vont plus que le pas
Tot droit vers le castiel amont.
II n'ot mius atorn^ el mont
Ne plus rice ne mius seaat,
Et trovent •!• vilain seant
1465 A senestre dev^ers le porte,
Et •!• gar9ons la li(a) aporte
Entre ses -II- mains •!• hace.
„Hunbaus," fait il, „qui qui me hace,
De cestui vel avoir mes drois."
1470 Deseur (mes) ses pi^s se drece drois,
Si ne vit point de l'autre part.
ßien sanble honme de male part,
Grans ert et noirs, lais et hideus.
Les Chevaliers esgarde ansdeus,
1475 Si lor devie[e] mout la voie.
Hunbaut li prie tote voie
Que dusqu'al (al) revennir atende.
Cil ne fait sanblant qu'il l'entende.
II tint se hace entre ses mains.
1480 Et dist Gauvains: „U plus u mains
En ferons ici orendroit,
— Cil demande ne sai quel droit —
Ains que de ci soiens parti."
Et dist Hunbaus: „-I- ju parti
1485 Vos part, que bien vos sai aprendre,
Mais il est mout sauvage au prendre.
En Tun et en l'autre a mescief:
Vos li po^s trencier le cief
De cele hace tot avant, f. 127 b
1490 Ja nus ne vos serra garant.
Son col vos abandonne et livre
1458 (Br.). — 14n9 gr, Init. — 1473 hidelX. — 1474 efgrardeanf delt
1475 {F.). — 1485 parc [Br.); vgl. 1501.
45
Par covent que tot a delivre
Le vostre li tend^s apr^s.
Et il de vos se tenra pres,
1495 Et si tenra le hace as mains,
Ne vos fera ne plus ne mains
Que seulement •!• cop sans plus.
Li gius est partis, n'i a plus.
Le quel que vos plaira, prendds,
1500 De nule rien n'i mesprendös
Vers le vilan qui le ju pa[r]t/'
Et Gauvains respont: „D'autre part
Je m'en irai ja a consel,
A moi meisme me consel.
1505 Conment qu^il voist, je vos creanc.
Bailli^s moi cele hace avant,
Ja n'en ferai nule aramie,
Quant a Fasise met ma vie "
Dist Gauvains: „Je ferrai premier,
1510 Car je ne veui mie trencier
Si con li doi Tont devis^
Et je devant Tai record^."
Adont le hace li tendi
Li vilains, et si f'estendi
1515 Le col avant tot a seur,
Et cuide bien estre seur,
Ne n'i cuide avoir nule garde.
Mesire Gauvains le regarde,
Qui a veu mainte mervelle,
1520 Que eil forment ne s'en mervelle,
Et c'il est de si biel confort;
Car il cuide estre grant et fort
Et tient une hace trencant.
Bien se avisse dou trencant
1525 Et de grant [cop] ferir s'esforce
Gauvains qui tot [i] met sa force.
1501 vilä. — 1503 gr. Init. — 1512 ar. — 1514 fentendi. — 1521 Que {Br.),
46
Bien vos di qu'il ne se faint pas,
Ains fait voler plus de dis pas
La teste au pautonir en loins.
1530 Et eil ouvri ans -ll- ses puins,
Si cuide aler tantost apres.
Mesire Gauvains se tint pres,
Qui d^encantement ert apris.
Le vilai[n] a par les dras pris,
1535 Et por 90 a son esme faut
Et li encantemens defaut;
Car il cai mors en la place
Et li encantemens s'esface,
C^onques puis n^i ot ju parti.
1540 Maintenant sont d'iluec parti
Mesire Gauvains et Hunbaut, f. 127 c
Maintenant sont et li^ et baut,
Que l'aventure ont si passee.
Puis ont la porte delivree,
1545 Puis vinrent au castiel apr^s,
Si descendirent ass^s pres
Del cief dou point, si con moi sanble.
Plus de -X- escuier ensanble
Corurent leur cevals tenir.
1550 Por eis a aisse contenir,
Ostent leu(e)r escus de lor cols,
Et por aventure des cols
Con ne lor doinsse ne departe,
N'i a nul d^els II- qui departe
1555 S^espee loing de son cost^.
Main a main, Fun l'autre a cost^
S'en entrent el castiel a pi^.
Si tost con il ont (o)mis [le pi^],
Ont trov^ •!• nain en seant
1560 Par delä Fuis; mais bien seant
1529 gr. Init. — eft. — 1530 pui^s (F.). — 1534 (F.). — 1538 de face.
— 1539 gr. Init. — 1557 cafiient. — 1558 9 il ont omif, 0 von ont auf
Rasur. — 1559 näin.
47
N'avoit il pas ne cors ne vis.
Monsignor Gauvain fu avis
Maintenant que il veu Fa,
C'onques mais si lait n'esgarda,
1565 Ne ja de rien ne s'en gardast
Que de rien nule Tesgardast
Ne ne desist rien se bien non,
Quant il crie : „H[unbaut], raisson
Me faites faire sans prolongne!
1570 Se eil sires damoisiaus longne,
Tant con il tenra ma droiture,
II ne me fera pas droiture;
Se li faites tantost savoir!"
— „Que velt eis diables avoir?"
1575 Ce li respont Gauvains adonques.
Et dist Hunbaus: „II nWint onques
Qu^estranges Chevaliers venist
^aiens, c'an9ois nel couvenist
A cest nain IUI- fois tencier.
1580 Ja ne vos en ara plus cier
C'un des autres, si con je cuit.
De ce ne sa ge faire acuit."
— „Se Dius ait a m^ame mestier,"
Ce dist Gauvains, „ains de tencier
1585 Ne fui je onques jor apris."
A tencier a li nains enpris,
Qui esmolus ert a maldire.
Au premier mo li pris[t] a dire:
„Mauvais Chevaliers recreans!
1590 Hunbaus n^est mie en Diu creans,
Qui vos amaine en sa conpaine.
Car eil qui a vos s^aconpaigne,
Ne cevaucier laist en sa route, f. 127 d
Devroit faire (maint) malvais[e] rote;
1565 gardest. - 1569 gr. Init. — Se. — 1573 tantaft. — 1587 gr.
Init. — 1590 creant.
48
1595 Car plus pü^s d'une longaingne.
Grant mal me fait es ius Fengainne
Que j^ai, quant vos armes regart.
Ja Dius le cors de vos ne gart!
Qu'ainc plus mauvais hoome ne vi."
1600 — „Certes," fait Gauvains, „je Fenvi
De tel ten9on qu'a lui afiert,"
Lors met main a Tespee et fiert,
Sei porfent dusques el palais,
Que totes les gens del palais
1605 S'en esbahireut a mervelle,
Qu^il osa faire tel mervelle.
Mout le tinrent a grant desroi.
Dusques a la canbre le roi
Ne vaurent por nului atendre.
1610 Ja le feront a el entendre,
Qui s'enbatent sor son consel;
Et ne dient mie a consel
Le mesage que on li mande.
Et li rois a ses gens conmande
1615 K^il se tiengnent en pais et coi.
„Dans rois, or entend^s a moi!"
Fait Gauvains qui bien set parier:
„Nos vos venons ei aparler,
Moi et H[unbaus], dou treuage,
1620 Si en somes andoi mesage
Le roi Artu, bien le saci^s,
Qui tos cels a a lui saci^s
Qui roiames ont a bailli(e)r.
Erra[n]ment les fait mesbailir,
1625 S^il ne vienent de lui reprendre.
De par lui vos vennons aprendre,
Qu'a desmesure mesprend^s,
Quant vos le vostre ne prend^s;
1596 faitef nif legne. — 1607 gr. Init. — 1619 dautreuvage {F.).
1626 v^nennonf {F.). — 1627 mefbiender {F.).
49
Car trop i av^s (e) atendu."
1630 Quant 90 a li rois entendu,
Por •!• petit qu^il n^ist del sens,
Mais n^en mostra onques assens
Entor liii n'a baron n'a conte.
Et Gauvains [dift] tos jors son conte
1635 Autresi con s'il n'eust garde.
Et li rois sans clingnier Fesgarde,
Qui del mesage a grant escars.
„Ne ven^s mie trop escars,"
Fait Gauvains, „de biel treu rendre!
1640 Mius vos venroit croissier u rendre
Que li termes en soit passes.
Ains que li Nouels soit passes,
Soi^s venus atot a cort,
Li termes n^est mie tro cort.
1645 Bien vos en dev^s porveoir, f. 127 e
Car mout d^anuis i sai veoir,
Qui to vos sont a avenir,
S'on ne vos voit a cort venir,
Bien garni de maint rice avoir.
1650 Li rois velt son treu avoir,
Qu'il ne Ten piaist plus a atendre.
Bien vos couvient ces mos entendre;
De 90 soi^s vos a fiance,
U vos av^s la desfiance,
1655 Se vos a cort veus nen estes.
Des er savr^s vos qui vos estes:
II [vos] couvient signor avoir;
Por grant terre ne por avoir
N'en po^s estre desfendu."
1660 Adont n'i o[n]t plus atendu,
Ains se remetent a la voie.
Et li rois pense tote voie
1629 (F.). — 1634 ft\ — 1635 gr. Init. — 1644 trogt (F.). — 1646
dann'^L — 1649 gr. Init
Stürzinger, Hunbaut. 4
50
As mos que Gauvains ot retrait.
Et eil ne s^en vont mie a trait,
1665 Qu'il cuident estre retenu.
Et quant li rois est revenu
Del lonc pensö que il a fait
De 90 qu^i ot si grant forfait,
(Qu^)a toute painne en puet respondre:
1670 „U se sont eil al^ reponre,
Qui m^ont aport^ cest mesage?
II ne sont pas cortois ne sage,
Quant mon respons n'ont atendu.
Neporuec bien Tai entendu
1675 Que treu quiereut, ce me sanble.
Lor eus et lor langues ensanble
A lor signor envoierap],
Autre treu ne li donrai.
Del treu que il m^ont requis
1680 Ja autre avoirs n^iert tramis,
11 Fa demand^ en decors."
— „En non Diu, il s'en vont le cors,"
Font eil qui sont devant le roi,
„Et si a eil fait grant desroi
1685 Qui aveuc H[unbaut] est venu.
Savds que 11 est avenu?
II 3 le ribeor noie,
De coi vos serr^ gramoi^,
Et si a vostre portier mort.
1690 A outraje faire s'amort,
Bien le nos a monstr^ 9aens.
Et a fendu dusques es dens
Vostre nain, qui a lui ten9a."
Ce dist li rois: „11 ne vint 9a,
1695 Ce sanble, fors por moi grever.
Ja me verr^s le cuer(s) crever,
S'on ne le me ramainne pris." f. 127 f
1673 gr. IniL — 1676 exl. — 1692 feni.
51
Lors salent as chevals de pris
Tote la mainnie a grant force.
1700 Cascuns del tost aler s'esforce
Apr^s cels qui vont vers le port.
II lor fönt mout vila[i]n aport,
Se il les püent acoDsiurre.
Gauvains qui pas ne se consirre
1705 De faire con preus tote voie,
A tant esploidie sa voie,
Lui et Hun[baus], qui vient dejoste,
Que eil redemande sa joste,
Qu'il orent sor le port laisi^.
1710 Cil vient contre als tos eslaissi^,
La lance droite et l'escu pris.
Gauvains qui bien en ert apris
Ra mis sa lance sous s'asiele.
Quant afrem^s fu sor la siele,
1715 Sor les estriers s'estent et drece.
Au mius qu'il puet vers lui s'adrece
Si conme a tel besoigue afiert.
L'uns Fautre parmi Fescu fiert
Tels cols c'on ne doit pas celer,
1720 Que les iolls fönt estinceler,
Et ronpent regnes et enarmes
A celui d'els qui plus sot d'armes,
Qui ne sont pas couart failli.
Des lances n'orent pas failli,
1725 Mais li Gauvain pas ne depiece,
Ains a abatu en la pieche
Le Chevalier, si con moi sanble,
Et lui et son ceval ensanble.
Mais li chevals tost redrecha
1730 Et Gauvains vers lui s'adre9a,
Si Ten a men^ par le regne.
1699 gr. Init. — 1702 vilä. — 1704 confiure {F.). — 1713 fa fiele,
gr. Init.
4*
52
De rien le chevalier n'aregne,
Qui el sablon remest a pi^.
Si tost con il ont mis le pi^
1735 En lor nef, quis ot atendu,
Lu^s fu li sigles destendu
Sor le mast et li veDS i quiut.
Et li cris del palais acrut,
Qui viene[u]t dusques sor le port.
1740 Cil n'en ont fors joie et deport,
Qui ens en la nef s'en aloient;
Car eil qui prendre les voloient
Ne s'osent pas en la mer metre.
^o les fait ardoir et remetre
1745 Que eil sont enmi lor regart,
Et si n'en ont fors le regart.
Et eil s'en vont tot aseur,
Qu'il n'ont de cels point de peur
Plus qu'il fuissent en Engleterre, f. 128a
1750 Car li vens ert droit de la tere,
Si ont le millor tans del mont.
Ses sigles ert bien trai(a)s amont
Et tos au vent abandon^.
Mesire Gauvains (est) a donn^
1755 Au maistre qui le nef conduit
Le ceval qui
Dont abati le chevalier;
Se li a dit sans plus targier
Que de tost sigler s'entremete
1760 Et que tost a terre les mete,
Si que li mers ne lor anuit.
Et il si fist, ains mienuit
Les ariva a lor droit port
A grant joie et a grant deport,
1765 Et mout les herberga a aisse
1735 nef ql ot entendu. — 1736 folaul {F.). — 1739 gr. Init. —
Qui. Der Vers ist auf der nächsten Seite uiederholt und beginnt dort
mit Qu'il. — 1750 {F.). — 1754 f. — 1760 t^erre. — 1761 limf {F.).
53
En mout rice ostel sans malaisse,
Si les enforce et entalente
De quanques il lor atalente.
Mais n'i fönt mie lonc sejor,
1770 N'i demorent c'un tot seul jor;
Qa'il veulent mout a el entendre
Et a lor jornees entendre.
II n'oirent pas conme rendu,
Qu^il vauroient avoir rendu
1775 Leur mesage ariere a la cort.
Li termes ne lor fu pas cort
As destorbiers, — qu^il lor avint — ,
Si con Tuns et li autres vint.
Vers une forest a Fentree
1780 Troverent, si n'er pas entree,
Une damoisele seant^
Mout tres biele et mout bien seant,
Se ele en point de joie fust.
Et seoit seule sor •!• fust,
1785 Si pleure et fiert les puins ensanble
Et trait ses cevels si qu'il sanble
Qu'el cief n'en laist nul remanoir.
Cil n'ont talent d'iluec manoir
Plus que son estre aient apris;
1790 Puis li ont a biaus mos enquis
K'ele lor die en es les pas,
Por qu'est si seu(e)le en cel trespas,
Quels est li dels qu'ele demainne.
Cele respont que „on en mainne
1795 Ci pris mon ami et mon pere;
Si est bien drois que en moi pere
L'ire que j'ai de lor prison.
Mais ain9ois qu'il fuissent prison,
On grant estor rendu au prendre,
1800 Si ne me set mes cuers aprendre f. 128b
1780 riner. — 1791 gr. Inü. — 1796 a.
54
Le quel d'els II- je doi mius siure,
Ne je ne li lo mie a siu(e)re
Nule cose, se n^est raison.
Por ce vos en mec a raisson,
1805 Ains que de ci soi^s parti.
Maintenant sont de chi parti
•VII- roubeor qui les ont pris,
Qui de tel mestier sont apris.
Li 'IIII- en mainnent mon ami
1810 Tote ceste voie de mi,
Et li -III- vont 9a a senestre,
Si en mainnent mon pere en destre,
Dont grant pesance et grant dol ai,
Si ne sai pas au quel g^irai,
1815 Quant il ne vont tot d'une part."
— „H[unbaus]," dist Gauvains, „je vos part:
Le quel que vos voles, prend^s!"
Et dist Hunbaus: „Vos mesprend^s,
Qui le cois av^s sor moi mis.
1820 La pucele i a ses amis,
Dont siens est l'anuis et li dels.
Se Chevalier soumes ans-ir«,
Si nos departe a son talent.
J'ai bien en euer et en talent
1825 Que je frai a Fun d'els secors
Et trairap] del ceval le cors
Sans nul demorer or endroit."
Et dist Gauvains: „Vos av^s droit,
Mais je ne m'en donoie garde."
1830 Et la pucele les esgarde,
Ses merchie conme ensignie.
L'ouvraigne lor a ensignie,
Si con li piaist a sa devise.
A monsignor Gauvain devise
1835 Qu^il ira son ami rescorre.
1803 cole (F.). — 1823 gr. Init. — 1825 irai {F.) — defl
55
Et dist H[unbaus]: „Dont doi je corre
A le rescosse vostre pere."
Cele respont: „Or i apere,
Ensi Sans faille bien l'otroi."
1840 Adont s'en partirent tot -III-
ün peu apr^s eure de prime.
La lune ert ains par -II- fois prime,
Qu'il resoient veu ensanble.
H[unbaus] vint an9ois, ce me sanble,
1845 As robeors que il porsiut.
Les buens a la puce[le] siut,
Car son pere tost li delivre;
•II- en oeist tot a delivre,
Qui Pavoient loie et pris,
1850 Et del tier9 est il ensi pris
Qu'en fuiant de lui se depart, f. 128 c
Puis mande salus de sa part
A la pucele par son pere.
Drois est c'uevre de vasal pere,
1855 Quant il i met entente et painne.
Mesire Gauvains tant se painne
Et tint de son ceval le cors
Qu'il furni si le siens secors
Que il n^i ot que entreprendre,
1860 Car onques puis ne lut a prendre
As robeors nul jor apr^s
Nul Chevalier ne long ne pres:
Tel conroi en a Gauvains pris.
Puis si ra son cemin repris
1865 Et cevauce droit vers le cort.
Et 11 solaus, qui tos jors cort,
Ert ja si bas que il li sanble
Que devant lui a tere asanble;
S'est bien raissons qu'il li anuit,
1870 Quant el bos Pa souspris la nuit,
1846 puce {F.). — 1853 gr. Init. — 1864 fira. — 1870 lafouT prift.
56
U il n'a maison ne Herberge.
El for d'un cemin se herberge,
Quant il n'i vit voie tenir;
Et 90 li fist illuec tenir
1875 C^une grant crois couverte i ot;
Onques de rien paor n'i ot.
Lors descendi et son frain oste,
De tant ot ses cevals bon oste,
D^erbe se fist et gros et piain.
1880 Li crois couverte ert en •!• piain
Les le cemin, bien le [sajci^s,
Illuec s'est Gauvains herbergi^s.
Iluec encoste si se cline
Qu'il n'ot mie ciu(e)te sanguine.
1885 En petit d'eure a grant esploit
Mesire Gauvains se gisoit
Et dormi dusqu^a l'endemain,
Ensi c'onques ne pi^ ne main
Ne traist a lui ne ne se mut.
1890 Uns autres Chevaliers, qui mut
De son ostel ains, ce me sanble ....
Chevaliers ert et bien le sanble,
Et venoit le cemin ferr^.
Ainc puis que Farce fist Noe,
1895 Qui(l) le deifendi de noier,
Ne fu pas, ne vos quier noier,
D'un seul honme tels joie fait[e].
Et eil qui trestous cels afaite,
Qui a ses ovres prendent garde . . .
1900 Et eil si voit et si esgarde
Con eil venoit grant oire avant.
Et dist a Gauvain: „Je me vant,
Dans Chevaliers, cui qu'il anuit, f. 128d
Je euc millor [ostel] anuit
1905 Que vos n'euste[s], ce cuit je."
1881 {F.). — 1891 gr. Init. — ciuf. — 1900 fmoit. — 1904 eut (F.).
57
— „Ne place onques a Diu que je,"
Respont Gauvains qui pas ne s'ire,
„Aie ja mais nul jor, biaus sire,
Pior ostel u que je soie!"
1910 — „S'i Bleustes [vos] pas de soie
Kiute pointe qui vostre tust
Ne orillier fors de cel fust,
Trop fustes anuit mal logi^.
Mais totes voie vos lo je
1915 Que ja mais tel ostel n'am^s.
Cil fu autres, u ersoir mes,
Que une canbre mirolee.
Et je voi que cele rosee
Vos a mollig et enpleu.
1920 Mout vos a ore mains pleu
Li vostre osteis que n^ait li miens.
Je ne vaussise por Amiens
Que je le mien n'eusse eu,
Et se vos avi^s seu
1925 Con il fu plaisans a mon eus,
Vos [ne] priseri^s -II- euls
Le vostre qui['st] povres et las."
Et mesire Gauvains les las
De ses armeures estraint
1930 Si que pas trop ne s'en estraint;
Ains furent devant elasi^s
Et, por mius dormir, deslaci^s,
Son hiame osta fors de son cief;
Se li respondi de recief
1935 Con eil qui n'ert pas beubenciers:
„Certes," fait il, „biaus amis ciers,
De vostre bien pas ne me poisse.
Voirs est que m'armeure poise,
Que moillie est et engorgie:
1917 gr. Init — 1918 iofee {F.). — 1926 {F.). — 1927 (F.).
1935 quil (F.).
58
1940 N^est pas raisons que je desdie
Verite, quant a dire loe.
L'ostel, tel con il fu, je loe,
C^a millor ne poi faire escange."
— „Sire Chevaliers, por cel cange
1945 En faic joie quanques je puis,"
Fait Fautres chevalier, „car puis
C'oic entendement ne savoir,
— Bien le vos vel faire savoir —
Ai entendu a •!• afaire
1950 Dont j'oi mout grant talent de faire.
Ersoir Feceva tot ensanble."
— ,,Par ma foi," fait il, „il me sanble,"
Ce li respont Gauvains, li preus,
„Que vostre en fu trestous li preus,
1955 Car vos n'eustes par corci^." f. 128 e
— „Onques n^oistes encor chi^,"
Fait eil, „n^a conte ne a roi.
Et s^on nel tenist a desroi,
Je vos reconteroie l'uevre.
1960 Si n'est pas sajes eil qui ouvre
Sa bouche por dire fol mot;
Et neporquant nus hom ne m'ot,
Sei vos conterai tote voie,
Mais tant i a que de ma voie
1965 Me cuideroie delaier."
— „Vos le po^s mout bien laier
U dire le, se il vos siet,"
Dist mesire Gauvains qui siet
Encorre en pais desous le crois:
1970 — „Entent, chevalier, tu qui crois
Tes dens ensanble de mesaisse,
Je fui anuit as^s plus aisse
Que ne puet estre roi ne conte."
— „Ja n'en fust pires vostre conte,"
1941 ie. — 1943 gr. Init. — 1950 ai. — 1969 crues.
59
1975 Dist Gauvains, „ce vos vuel je dire,
Se vos gardissids de mesdire,
Ce fust cortoisie et savoir."
Et eil dist: „Je te faic savoir
Que je ne pris gaires tes dis.
1980 II a pass^ ans plus de -VI-
C'une damoissele ai amee
— N'a si biele en ceste contree
Nan, voir dusqu^en Constantinoble —
Bien enparlee et cointe et noble,
1985 Saje, debonaire et cortoisse.
Desi a Biaumont u Cetoisse
N'a Chevalier si entrepris
Con j^a est^ por li grant pris.
Hardement, por li decevoir,
1990 Ainc ne m^i pot mestier avoir,
Ne cortoisie ne savoirs
Ne proumetres ne nus avoirs
Ne aide de nule gent
Ne biaus cors ne seant ne jent,
1995 Qu'en li nWoit point de raisson.
Mes je le mis ier a raisson,
Si me torna a grant savoir.
Ele dist: „„Vos voles avoir
M^amor, car mout Fav^s requisse.
2000 Legierement Pav^s conquisse.
Ja ne vos menrai mais desroi,
Se Gauvain, le neveu le roi,
Me plevissi^s a rendre en main.
Apr^s, la foi de vostre main,
2005 Quant j(e)Wrai fait vostre requeste,
Que Sans delai et sans areste
En mois a ferne me prend^s, f. 128 f
Autres pleges ne m^en donrds.
1976 Seuf (F.). — 1978 fait (F.). — 1983 Näuoir. — 1985 v. —
1986 De si. — 1988 gt. — 2004 deure. — 2005 reqCte. — 2007 gr. Litt.
60
Autrui enfin ne vel avoir
2010 Fors Gauvain, qui ne puet savoir
Home qui li face contraire,
Que mout bien n'en sace a cief trai(e)re
De tous cels qui 11 fönt anuis.
De ce tenir, ains qu'il soit nuis,
2015 En pleges le me liverrd[s]
Ensi que ja mar li verr^s.
Se vos por el ne Falds querre,
Tote m^amor por^s conquerre,
Se vostres cuers ensi Totroie.""
2020 Qui me donnast Pierone et Troie,
N^eusse je tant, ce me sanble.
De la bouche et del euer ensanble
L'en merchiai -LX- fois,
Et puis se li plevis ma fois
2025 Que je cest couvent li tenroie,
Ne ja plus d'un jor n'atendroie
A esposer la en la glisse.
Mius vauroie que fust de glisse
Par Diu qui fait plovoir la nue,
2030 Si la tinc ersor tote nue
Et jeumes a grant delit.
Ce fu en •!• mout rice lit.
Ne cuidi^s pas que je vos mente:
En violete ne en mente
2035 Ne fait pas millor sejorner."
— „Cius devroit bien devant ouvrer,"
Respont Gauvains, „par saint Ricier,
Qui m'amie i feroit coucier,
Bien vos i po^s aficier.
2040 Or saci^s que mout vos a cier,
Quant ensi Fav^s atorn^."
— „A cest matin m'en sui torn^,
2012 (F.). — 2013 anui^ (F.). — 2014 nui^ (F.). — 2015 liuerre. —
2033 gr. Init.
61
Car bien ai fait 90 que je quis.
Par Saint Jake c'ainc ne reqiiis
2045 Ne par la foi que je vos doi,
Ja n'avra mais aiiiel el doi
Por moi, tant con je soie vis.
Car ne me serroit mie avis
Que je fesisse point que sage.
2050 Por ce li mant par mon mesage
Que s^en voist au plege tenir.
Ne sai s'il s'i vaurra tenir,
Car je ne Fai gaires acointe.
La damoissele est biele et cointe,
2055 Mais ne m'en caut, de 90 me croie!
Je n'en donroie •!• trait de croie
De Gauvain, le fil au ro[i] Lot,
Ne ne m'en cailie, se il m'ot;
Car ne pris gaires ses esfors." f. 129 a
2060 — „Non," fait mesire Gauvains, „fors
Por vostre loiaut^ garder.
Preudon se doit mout regarder,
Ains qu'il trespasse son couvent."
Cil li dist: „Se li doi couvent
2065 De Saint Aubain et de Clervaus
L'eussent tot veu as iauls,
Et Ten vausisent bien aidier,
Ja n'en savroient tant plaidier
Ne tenir moi a desioiaus
2070 Que j'en fesise rien por aus;
Ses feroie tos remanoir.
Car je vauroie mius manoir
•VII- ans en prison a Damas
Que je Fespousaisse." — „Dont m'as,"
2075 Dist Gauvains, „tel cose acont^
Dont nos nWons encor cont^
Encor ensanble entre nos -II-.
2057 {F.) — gr. Init. — 2075 gr. Init. — as conte {F.).
62
Ne te soit ore anuis ne dels,
Mais va, si tien ton convenant!
2080 Ce ne serroit mie avenant
Que tes pleges soit encorus."
— „Mius vauroie estre a pi^ corus,"
Fait eil, „dusques au nuef marchi^
Que je fesise cest marchi^;
2085 Si t'en tais or, se tu m'en crois!
Car se mon mautalent acrois,
Jo te batrai conme anne a pont."
Et mesire Gauvains respont:
„Certes, se vos me feries,
2090 Je cuic qu'adont plus feries
Que vostre baillie n'ataint."
— „Par Diu, qui les ardans estaint,
Je te cuit les bordes abatre,"
Fait eil, „que je t'irai ja batre,
2095 Si serra tes anuis creus."
— ;,Vos n^en series ja creus,"
Fait mesire Gauvains, „a cort."
— „Li termes en ert ja mout cort,"
Fait eil, „s'esoignes ne me vi[e]nt."
2100 — „Sire Chevaliers, il couvient,"
Dist mesire Gauvains, „par foi,
Que vos acuites vostre foi
Et le plege u vos m'av^s mis,
U nos ne soumes plus amis,
2105 Ains vos (fe)ferai mal, se je puis."
Et l'autres chevalier dist puis:
„Por monsignor Gauvain despire
Mout en est peu la vie pire."
„Certes," fait ci[l], „se tu me hes,
2110 Je ne te sai tant dire „hes"
Conme tu dis eneontre „doise" f. 129 b
Et se je por ferir t^adoise,
2097 gr. Init. — 2099 fe foiegnef. — 2112 Hinter p ein Loch.
63
Je crien faire honte a mon hu^s."
Mesire Gauvains monte lu^s
2115 Et prent son escu et sa lance
Et li cevaus sous lui s'elance,
Qui tels ert conme lui covient.
Et li autres Chevaliers vient,
Si le desfie et desseure
2120 Et caseuns en soi s^aseure,
Si s'entrevont ferir grans cols
Parmi l'espaulle en va li cols.
Gauvains sa lance li enbat
Si durement que il Fabat,
2125 Lui et son ceval, en un mont.
Li miudres Chevaliers del mont
Descent a pi^, se li ceur seure
Si que eil n^atent mais fors Teure
De morir sans autre confort.
2130 Gauvains qui ert et grant et fort
L'a d^armes outr^ et conquis,
Vers cui eil avoit tant mespris
Que bien Ten doit mesavenir.
Et puis le vit sor lui venir,
2135 Aparilli^ de lui grever,
Se son euer en devoit crever.
Adont drecha les mains amont;
„Por le plus haut singnor dou mont,
Ai^s, sire, de moi merchi!
2140 Vos m'av^s ja," fait il, „meri;
Que vos m'av^s [un] cop don^
Tel que je ne me puis mouvoir.
11 vos couvient a esmouvoir."
2145 Et dist Gauvains: „Ce n'i a mie.
Ven^s espouser vostre amie,
Vers cui je sui en pleges mis,
2132 ü. — 2137 drecia oder atecla {F.). — 2141 {F.). - 2143 Tef.
64
Si serrons moi et vos amis,
Car si couvient aler l'afaire."
2150 Cil ki nul daogier n'i puet faire
Li otroie, si con moi sanble.
A •!• castiel vinrent ensanble,
Qui estoit iluec a meisme.
Et mesire Gauvains meisme
2155 Conta au castiel s'aventure:
Si conme eil par aventure
Li ot cele cose retraite.
La pucele s'est avant traite,
Sei merchie si conme doit.
2160 Et eil li met l'aniel el doit
Si conme la raisons Faporte,
Et apr^s grant honor li porte,
Car par Gauvain tint sa proumesse.
Quant dign^s fu aprds la messe, f. 129 c
2165 Gauvains si se met a la voie.
De maint chevalier ot convoie,
Car el castiel en ot grant masse;
Se li prient trestout a masse
Que desormais soit d'els acointe.
2170 Et il conme cortois et cointe
Lor respont li^s et doucement
Qu'il ont tot son acointement.
Ja nes trovera cele part.
Dont prent congi^ et d'els se part;
2175 Cil s'en sont ariere torn^.
As^s bielement atorn^
Atant Gauvains en es les pas
Un Chevalier qui tout son pas
Cevaucoit; quant il Tot ataint,
2180 Escu ot de sinople paint,
Si ot d'or en mi •!• lupart.
2149 aPer. — 2163 Dieser Vers auf der nächsten Seite oben wieder-
holt, für proumesse ist pnnesse geschrieben und große Initiale ain Anfang,
65
Et qiiant Gauvains vint cele part,
Con plu Faproce et mius li sanble,
Quant tot l'aparel vit ensanble:
2185 Coverture, cote et couronne.
— „Dius vos saut, qui les boos corone,"
Fait Gauvains, quant il li vint pres.
Li Chevaliers respont apr^s:
— „Sire Chevaliers, Dius vos saut!"
2190 Gauvains lu^s en parole saut
De demander lui de son estre.
Et eil respont qull n'avroit estre
Dusqu^a la cort Artu le ro[i].
Outrajeussement par desroi
2195 Li dist que plus ne Yen requiere
Ne son non a savoir ne quiere,
Car il ne se nonmeroit pas.
Gauvains respont en es les pas:
„Je m'en tairai, quant bon vos sanble.
2200 Mais, s'il vous piaist, alons ensanble,
Qu^ensement vois je vostre v^oie.
S'irons plus biel, qui que nos voie,
Et si en arons mains de garde."
Et eil fierement le regarde,
2205 Se li a dit: „Saci^s Sans doute.
Je n'oc onques (ne) peu(e)r ne dote,
Nis d'asanbler a grant conpaigne;
Si fait que faus qui s'aconpaigne
A moi, s'il ne vieut d'armes faire,
2210 Car je ne pens a autre afaire.
En §ou despent tote ma eure.
Et saci^s bien c^onques n^oc eure
Que mellee fust a maisnie.
Estes vos de nule mainnie
2215 En. cest pais n^a roi ne conte?" f. 129d
Et mesire Gauvains li conte
2187 gr. Init — 2193 {F.). — 2209 vient. — 2215 gr. Init.
Stürzinger, Hunbaut. 5
66
Qu'il est au roi Artu en cief.
— „Dont vel je," fait eil, „par mon cief
Que des chevalier m'apreod^s
2220 Les nons, que riens n^i mesprend^s;
Qui plus est proisi^s a la cort
Et dont graindre parole sort
Et de ses fais et de son pris."
— „A painne vos serroit apris,"
2225 Ce dist Gauvains, „si cou moi sanble;
Qu^il sont tuit si prisie ensanble
Que je [ne] sai qui plus en porte.
Li fius le roi Urien porte
L'escu de gueules as faisaus,
2230 Ki d'armes est preus et faissans
Et par tot en est renoum^s."
Cil respont: „Ne m'est pas nonm^s
Au plus prest eil que je queroie,
Por cui le millor enqueroie,
2235 Se n'irai mais •!• pas avant.
Car je cuidoie au plus avant
Que nesun de cels de Fostel.
Et bien saci^s, quant n'en est el,
N'irai por lui pi^ ne demi.
2240 Si devroit estre mon ami,
Car il est mes frere jermain,
Et neporuec, par saint Jermain,
S'est il de la Table Reonde.
Mais quant trestot a la reonde
2245 Nes a d'armes vencus laiens,
Nel querrai mais, c'est mes talens."
Lors s'estut a cele parole.
Mesire Gauvains Faparole
Par mout biaus mos que il set dire:
2250 „Sire/' fait il, „n^ai^s point d^ire,
2220 rien nil. — 2227 (F.). — 2228 gr. Init. — fix — Elien,
2229 gneudef. — 2233 preu. — 2245 N elfa.
67
S'au premier mot ne le vos nom,
Car par celui qui Dius a nom
Et sor tote riens est estable,
Tant sont en la Reonde Table
2255 Prea et prisid si tot ensanble
Ca painnes puis, si con moi sanble,
Au non del millor avenir.
Ne laissi^s por che a venir
A vostre frere tote voie."
2260 Lors se remist eil a la voie
Et Gauvains le conmence a siure.
— „Se vos vol^s mes bue[n]s asiu(e)re/'
Fait chil, quant Gauvains li vint pres,
„Si me nonm^s •!• autre apr^s,
2265 Qui plus est a la cort de pris."
— „De 90 ai je mon consel pris,"
Respont Gauvains, lu^s que il l'ot. f. 129e
„Mout par est prisi^s Lanselot
Dou Lac, qui porte Fescu ver,
2270 Car en est^ et en iver
N'entendra fors qu^a faire d'armes."
— „Par Diu qui es cors met les armes,"
Fait eil, „a grant folie muse,
Des or mais querrai je la muse."
2275 Lors s^arestut en pais et coi.
Et Gauvains li renonme Koi,
Le senescal, qui mout ert pros.
— „Or n'est mais chi nus estre prous,"
Fait li Chevaliers, „c'est la soume.
2280 Je ne cuit, ja mais prenge soume
Por le couart mauvais failli;
A tote m^amor a failli,
Ki deh^ ait Teure qu'il vit
Ne c'onques nus preudom le vit,
2285 Car sa vie a honte me torne."
2255 ri 9 tot. — 2259 gr. Init. — 2262 {F.). — 2283 gr. Init.
5*
68
Arie[re] son cheval retorne,
Qui por les esperons tressaut.
— „Chevalier," fait il, „Dius vos saut!
Que avant plus ne vos convoi,
2290 Et se ja mais celui ne voi,
Por cui je vinc, — u que je viengne,
Ja mais fortres dels ne m'aviegne, —
N'i aroie gaires perdu."
Gauvains ne fu mie esperdu,
2295 Qui bien li sot oster le plume.
De bieles paroles l'enplume,
Que il avoit as^s u prendre,
Tant que il li refait enprendre
L'aler a la cort de recief;
2300 Car volentiers venroit a cief
De lui mener dusques au roi,
Nonmeement por le desroi
Que il avoit, ce li est vis.
Lors lor sont sors enmi le vis
2305 -V- Chevalier en •!• route.
Et Tuns apr^s l'autre s^aroute,
Si vinrent la lande en travers.
„Or nos est cangi^s mout li vers,"
Fait Gauvains, „ce me puet sanbler.
2310 Cist vienent a nos asanbler
Tos(t) les galos, les escus pris."
— Dist li Chevaliers: „Petit pris
Et lor outraje et lor desroi.
Des -IIII- prendrai je conroi,
2315 Que des cevaus les abatrai.
Et le quint apr^s tant batrai,
Se il vient de toi au desus."
Adont lievent les lances sus,
Si s'en vont trestout eslaissi^s. f. 129 f
2320 „Bien preng cel que vos me laissi^s,"
2286 (F.). — 2304 sont] Es.: ^. — 2311 gr. Init. — 2320 pg.
69
Fait Gauvains, qui bien parier seut,
„Et Dius des autres vos conseut!
Car vos n'av^s pas droit parti."
Lors s'est de Gauvain departi
2325 Cil qui as -V- vint a Pencontre,
Si fist as^s seant encontre,
Car -II- en abati d^un poindre.
Gauvains ne voloit mie poiudre,
Ains se tint coi et si Fesgarde.
2330 Tot ausi con s^il n'eust garde
Vint as autres tos eslaissi^,
Si lor en a •!• mort laissi^,
Que jus de la siele le lance.
Apr^s cel cop baisse la lance
2335 Gauvains, sei mist desous l'aissiele,
Si fait au quart widier la siele
Con eil qui bien en ert apris.
Ains que eil eust son tor pris,
Qui porte Fescu au lupart,
2340 Li quin(te)s Chevalier [tost] s'en part
Et vient vers le forest le cors,
Qu^il ne quide avoir nul secors
A demourer en la canpaigne.
„Onques n'en France n^en Canpaingne
2345 Ne en ceste terre meisme,"
Faisoit Gauvains a soi meissme,
„Ne vi Chevalier en ma vie,
Dont j^eusse si grant envie
D'estre mout bien de ceft acointe
2350 Con de cest, s^il ne fust si cointe
A desmesure et a sorfait."
Iluec n^ont nul demorer fait.
Gauvains qui n'ert mie a aprendre,
Tot le plus biel ceval vait prendre,
2355 Si le tire parmi la regne.
2329 gr. Init. — 2338_Ancois. — 2340 {F.),
70
Adonc li Chevaliers l'aregne,
Qui ja se fu mis a la voie:
„Dans Chevaliers, se Dius me voie,
Que feras tu de cel ronci?
2360 Nostre conpaignie ront chi,
Se avant le men^s •!• pas."
Et Gauvains luds en es les pas
Del frain del ceval la main oste,
Et li Chevaliers le racoste,
2365 Se li redemande le non
De cel qui a plus grant renon
De proece a la cort le roi.
Et Gauvains qui fu sans desroi
Et Sans outrage et sans sorfait,
2370 Li dist que mout ont d^armes fait
Et Percevals et Carahet. f. 130a
„De grant folie m'entremet,"
Fait li Chevaliers, „qui 9a vois;
Et si m'ait la vrai[e] crois
2375 De Diu, avant n'irai je mie.
Plus de II- liues et demie
Vos ai convoi^ por la muse."
Gauvains respont, qui pas ne muse:
„Preudon qui trove 90 qu'il quiert
2380 Et eil qui pris et los conquiert
La u il va, ne fait pas faute;
Mais ce n'est mie grant de faute,
Se nos n^alons encor ensanble.
Et quant il ensi bon vos sanble,
2385 Si nos couvient a departir;
Et quant de vos sui au partir,
Vostre non vauroie savoir."
— „II a en vos mout poi savoir,"
Fait li Chevaliers, „ce me sanble.
2359 feraftu. — 2371 Percevels (F.). — 2374 laurai (F.). — 2381 gr.
Init. — falte. — 2382 defante. — 2385 uof. — 2388 e auof.
71
2390 Des que nos venimes ensanble,
Vos en garni je bien avant,
Et bien saci^s qu'a vos m'en vant:
S'il m'est hui mais par vos enquis,
Vos avr^s vostre mal porquis,
2395 Vostre honte, se Dius me voie.
Li cevauciers o vos m^anoie,
Car en vos n'a valor ne sens."
Parmi les landes a asens
S'en vait le pas et lait le voie.
2400 Mesire Gauvains tote voie
Lait le cemin et vait apres,
Se li cevaucoit issi pres
Bien a II- traities u mains.
Mout prissera petit ses mains
2405 Et son cors et tote sa force,
Se il par amors u par force
Ne set le non tot en apert
Celui qui tote s^amor pert
Por 90 que dire ne li daigne.
2410 Mout est fols qui nului desdaigne,
Se il ne l'a de lonc acoi[n]te.
Li Chevaliers qui ert si cointe,
N'a pas [a 90] bien entendu.
II trove •!• pavillon tendu,
2415 Qui mout ert biaus et bien asis,
S'avoit dedens puceles VI-,
A cui on devroit bien entendre.
La dame d'eles le fist tendre
En cel liu par caseun est^,
2420 Tant qu'ele i a grant piece est^
A grant aisse et a grant sejor,
Et si(e) envoie caseun jor
Es for^s berser et cacier, f. 130 b
Et fait as castials envoier
2391 garmüe. — 2393 por. — 2396 ceuaucf. — 2421 gr. Init.
72
2425 Por querre 90 que velt avoir.
Ice po^s vos bien savoir
Que mout mainne joiouse vie,
Et tels en pue[t] avoir envie,
Que n'en donroit se petit non.
2430 Ydone ot la pucele a non,
Qui a valor ne falli pas.
En la lande (de Fautre) ne el trespas
Ne puet nus hom aler nul jor,
Tant con ele i est a sejor,
2435 Qui Chevalier soit, donc qu^il viegne,
Qui dusqu^al pavillon n^en viengne.
S'i le pu[c]ele fait raisson^
II le couvient metre a raison
Uune de cele[s] qu'il i trove.
2440 Je vos di bien tot sans controve
Que mout li sevent biel respondre.
II n'en couvient nule reponre
Por soufraite de bien parier.
Et qui ne les vient aparler
2445 Ne soulasier point aveuc eles,
Si doit baissier le(s) dame(s) d'eles,
Puis puet aler en son afaire.
Mais li Chevaliers n'a que faire
De soulasier ne de descendre.
2450 Ne(s) prisse [pas] piain pot de cendre
Tot lor couvine par sanblant.
Par devant eles passe avant,
Si ne(s) fait sanblant qu^il les voie.
Celes le voient tote(s) voie,
2455 5^ dont lor dame est a malaisse,
Car mout mesprent qu^il ne le baisse,
Car ele sa droiture i clainme.
„Si m'ait Diu, que on reclainme,"
Fait il, „de folie parl^s,
2437 pue le. — 2443 be. — 2446 {F.). — 2449 gr. Init, — 2453 (F.).
73
2460 Quant vos de baissier m'aparl^s,
Car je n'en puis baisier que une
Qui n'est pas garce ne kemune.
Legiere en est a escondire."
Cius mos les a dervees dlre,
2465 Si pluerent et fönt mout grant dol.
Plus que del son a •!• flacol
N'en est celui qui outre passe.
Et cele de plorer s^eslaisse
Et ses puceles aveuc lui.
2470 Et Gauvains vint apr^s celui
Qui mout prisse poi son afaire.
Gauvains qui riens ne veut mesfaire
A[s] costumes ne as passages,
Qui ert cortois et pre[u]s et sages
2475
Au pavillon vint en tel point f. 130 c
Que mout ainment sa souvenue.
„Qui fist ceste descovenue,"
Dist Gauvains, „dont eis dex est fait?"
2480 — ,,Uns Chevaliers par son sourfait,
Qui de ci or endroit se par[t.]
Un escu porte a •!• lupart
Et sor •!• rice ceval siet,
Si dist as^s 90 qui li siet,
2485 Por 90 je fai si laide eiere.
„„Cil n'a mie sa bouce chiere,^^"
Ce dist, „„qui a le moie atouce;""
Et si ne por je mie entoce
Ne n^ai mie mauvaisse alaine.
2490 Certes il parole et alainne
D'un euer u a trop de desroi.
S'il estoit ore fius le roi,
N'avrai je mais en mon euer joie
2471 son afaire poi {F.). — 2473 es. — 2475 (F.). — 2476 gr. Init.
— 2478 Que (?) {F.). — 2485 coj efai {F.).
74
Dusques a reure(s) que je voie
2495 Que j^en aie eu ma droiture/^
Et Gauvains respont par mesure:
„Noient ne vos en okison,
Ains m'est biel que j^aie okison,
Par coi a lui d^armes m'asai,
2500 Qu'en tot le mont son per ne sai
D'orguillouses paroles dire.
II m'en a fait hui derver d'ire,
Mais ainc n^en fis sanblant ne chiere.
Je sai bien qu^il avra mout eiere
2505 Ma mellee, car poi me prisse.
Tant estes saje et bien aprise
Qu'estre dev^s de bon confort.
De nos -II- venr^s le plus fort
Encor anuit, je vos creant,
2510 U il fera vostre conmant."
— „Biaus sire," fait cele, „or i pere
Si COR a celes estes pere,
Qui n'o[n]t aide ne secors."
Des or s^en part Gauvains le cors.
2515 „Quant vos mont^s sor vo cheval,
Quant vos avr^s pass^ •!• val,"
Font les puceles, „la devant,
Se li venr^ ja au devant.
II ala cele voie a destre."
2520 Et eil qui a grant talent d^estre
Lui et le chevalier ensanble,
Se haste tant qu*a lui asanble.
Et de ce fait bien a savoir,
Que d^asds lonc li fist savoir
2525 Qu'il le ferra, s^il ne se gar[de.]
Et eil fierement le ragarde,
Si fait sanblant que poi le prist.
2495 je en. — 2500 Que. — 2502 m (F.). — 2509 gr. Init. —
2513 {F.). — 2525 {F.). — 2527 oben auf der nächsten Seite unverändert
wiederholt.
75
Uescu par les enarmes prist f. IBOd
Et le cief del ceval retorne.
2530 Mesire Gauvains se ratorne
Si conme a tel mestier couvient.
Li u[n]s encontre Tautre vient
Le grinnor cors de son ceval,
Les lances baissent contreval,
2535 Dont li fer trencent par devant,
Et tienent les escus avant.
Au ferir point les eus ne cloent,
Et lor hauberc qui les acloent,
Sont tel qu^il n'oiit garde de lance.
2540 Li uns Fautre a terre balance.
Tels cols se sont don^ es pis,
Ne sai qui de la lance ait pis
Ne cui plus en soit mescheu,
Mais a la terre sont ceu.
2545 Puis sont tuit [-H-] en pi^s sailli.
Le Chevalier a asailli
Gauvain a s'espee d'acier.
Cil qui ne Fainme ne tient cier,
As cols ferir bien se descuevre.
2550 Gauvains de son escu(e) se cu[e]vre.
Et eil li depece et detrence
A Fespee qui mout bien trence,
A terre en abat mainte piece.
Si se conbat Gauvains grant piece^
2555 Qui mains fiert cols quHl ne repoit.
Por •!• petit qu'il nel de9oit
Son conpaignon as cols partir;
Gar quant de lui quide partir
Por lui reposer de l'asaut,
2560 Gauvains enmi le vis li saut,
Sei fiert et travaille et tormente
Si que eil est en grant tormente,
2532 (F.). — 2537 ex. — 2550 (F.).
76
Quant l'alainne li est rescouse,
N'il n^atent mais nule re[s]cosse
2565 Se de lui non et de sa [for]ce.
Gauvains de lui ferir s'esforce,
S'espee en l'elme li e[u]bat,
Por •!• petit qu'il ne Tabat,
Quant il le vit a lui retraire.
2570 Ne vos puis tos les cols retraire,
Dout il sont mout entrelaidi,
Mais en(s) la fin, [con] je vos di,
En venist Gauvains au desus,
Quant il se traist •!• poi ensus.
2575 Si fist cortoisie et raisson,
Qui celui a mis a raisson:
De son non [Fenquiert] de recief.
Cil dist: „J^en perdroie le cief,
Que il par force vos fust dit, f. 130 e
2580 Quant par amors Tai escondit."
Gauvains dist: „Ce n'est pas savoir,
Car se vos volles savoir
Le mien non, par Saint Ydevert,
II vos serroit tost descouvert
2585 Et Sans nule men9oiQgne apris."
— „Por ce," fait [eil], „que poi te pris
Le te demanc, si le me di!"
Et Gauvains lu^s li respondi:
„Certes, Gauvains sui apiel^s."
2590 — „Quant de bataille m'apiel^s,"
Fait li Chevaliers, „a droiture,
N'est mie raisons ne droiture,
(Car) je sui Gaheri[^]s sans faille.
Drois est que la mellee faille;
2595 Si alons aillors querre asaut!"
Adont li uns vers Tautre saut,
Si s'entrebaissent et joissent
2564 (F.). — 2565 de farce {F.). — 2567 (F.). — 2572 (F.). — 2593 (F.).
77
Et en lor cu[e]rs mout s'esjoissent
Que trovä s'ont par tel asai.
2600 Ce dist Gauvains: „Sans faille sai
Que mout estes preus et seur,
Mais devant soi^s aseur
Que proeche, si con moi sanble,
Vaut mains, quant orguels s^i asanble."
2605 Dist Gaheri[^]s qui (pas) ne s'ire:
„Mesires estes vos, mesire,
Si ert li cans si mesur^s
Que mais en ere amesur^s;
Et s^il vos piaist, dWe en avant
2610 Cevaucons ariere et avant."
Si cont[e] l'uns (a) Tautre son estre. . . .
„Ci ne fait pas longes bon estre."
Apr^s cest mot sont retorn^
Et sont au pavillon torn^,
2615 U la damoissele atendoit
Gauvain qui tos jors atendoit
A totes les dames servir,
Et por lor amor deservir
S'est al^s maintes fois conbatre.
2620 „Gauvains sot bien orguel abatre,"
Fait la pucele a ses mescines.
— „Madame, il en fait les mechines
A sa trenchant espee nue.
N'a tel Chevalier sous la nue
2625 N'en la terre, si con moi sanble(e)."
Trestoutes le loent ensanble
Et dient qu'il vaut autres -C-.
Et mesires Gauvains descent,
Si prent son frere par le main.
2630 „Cest Chevalier," fait il, „amain
Faire droit a vostre merchi." f. 130 f
Et cele dist: „Vostre merchi."
2598 felilfent. — 2605 (F.). — 2612 fogef. — 2613 gr. IniU
78
Fait cele qui bien ert aprise:
„Legiere en ert Vamende prise,
2635 Quant il me vient offrir droiture."
Mesire Gauvains a droiture
Son frere a la pucele acointe,
Et si conme orguillous et cointe
Le trova premiers, tot li conte,
2640 Si con o'i av^s le conte.
Cele en aoure Diu et loe,
Et en apr^s lor prie et loe
QuWeuc eles soient la nuit.
Ja n'avront rien qui lor anuit
2645 „5^iens," fait ele, „se je puis."
Et mesire Gauvains dist puis
Que il ne puet, 90 est la fin,
Car volentiers trairoit a fin
D'un afaire qu'il ot enpris.
2650 Apr^s cest mot a congie pris.
Quant la pucele o sa querele,
De rien puis nule nes querele,
Car bien li ont rendu son droit.
Ens el cemin qui plus va droit,
2655 A Carlion sont avoi^s.
Lors dist Gahairi^: „Voi^s!
Connisi^s celui qui la vient?
Chevaliers est, mout li a vient
Trestous ses aparals ensanble.
2660 Ses escus d^ermine resanble,
S'a en mi •!• vermel lion.
II vient droit devers Carlion.
Mout par li feroit bon enquerre
Des novieles, et qu^il va querre,
2665 Car seus san conpaignon chemine."
— „Je connois bien Tescu d'ermine,"
Fait Gauvains, „au lion par mi:
2648 volentr. — 2651 ofa. — 2652 ne les. — 2655 gr. Init.
79
II est freres Samira(ra)mi,
Et s'est bon Chevaliers et biel ....
2670 En Tescu au Hon labiel,
Par coi jo ai le voir apris.
Ses ainn^s frere est de grant pris,
Qui tels [armes] san(le) labiel porte.
Se eil nule noviele porte,
2675 11 le dira, ja n'iert si cointe.
II est piech^a de moi acoi[n]te."
Que qu^ensi parloient ensanble,
Li Chevaliers a eis asanble,
Qui chevaucoit plus que le pas.
2680 Gauvain connut en es les pas,
Se li dist: „Sire, bien vingni^s!
Hast^s vos que bien tost viegnids!
De vos mais de Honbaut — m^esfroi — f. 131a
Est li rois mout en grant esfroi
2685 Et de vostre serour ensanble.
Je nes vi puis, si con moi sanble.
Dites moi, v(u)ont il autre voie?"
— „Grant talent," dist Gauvains, „avoie
De vos novieles demander.'^
2690 — „Li rois ne fine de mander
Chevaliers en pluissors parties,
Car trop sont ses gens departies,
Se li anuie mout et coste.
Puis Fissue de Pentecoste
2695 Qu^il vos conmanda cest affaire,
A lui ne vi bei sanblant faire,
Mais a poi qu'il n^esrage d'ire."
— „De ma seror oistes dire,"
Fait Gauvains, „se ele revi(e)nt?"
2700 — „Sire," fait eil, „se ce nWi(e)nt
Puis or ains endroit miedi,
Por voir, sans faille le yos di
2673 fanle labiel leporte. — 2676 {F.). — 2684 gr. Init — 2686 nel.
80
Qu^ele n'est mie retornee."
— „Dont tien ge m'oirre aconperee,"
2705 Fait Gauvains, „se(s) eis mos est voir.
Conment le cuidi^s vos savoir
Qu^ele n'est mie revenue?"
— „Ce serroit grans desconvenue,
Sire, se jel dissoie a certes
2710 Por nul sanblant n^a gas n'a certes,
Se nel savoie bien sans faille."
— ,,Je ne cuic que painne me faille,"
Fait mesire Gauvains, „nul jor.
Cil n'ainme mie mon sejor,
2715 Qui sans mon gr^ Ven a portee;
Mal a enploi^ sa pensee.
De 90 que il ensi Ten porte,
En grant folie se deporte,
Se jel puis trover nule part."
2720 „Certes, a la vengance part,"
Dist Gaheri[^]s, „se jel(e) truis.
A Teure soit mes cors destruis
Qu^en nul liu face mais sejor,
Des que j^apercevrai le jor,
2725 Ains en averai vraie ensaingne."
Gauvains au chevalier ensaingne,
Tos sans outrage et sans desroi^
Les mos qull veut mander le roi.
Et eil qui fu cortois et sage,
2730 Li dist qu'il fera le mesage
Mout volentiers, et puis apr^s
Cevaucera et lonc et pres
En meisme ceste besoigne.
Et dist Gauvains: „II m'est besoingne
2735 Et si(s) m'est biel et bon me sanble f. 131b
Que vos di^s a tos ensanble,
La bonne mainnie de pris,
2704 tienge. — 2713 gr. Init. — 2721 (F.).
81
Que de Paventure ai mespris,
Por 90 c'au mains en pesera.
2740 Maint grant fais en soupesera
Que por m^amor que por son pris,
Taut que li drois en serra pris,
Car en eis ai mout grant fiance.
Si faic tel veu et tel fiance
2745 A Damediu et a ses sains,
Que, tant con mes cors serra sains,
Ne sejornerai fors la nuit,
Cui qu^il desplaisse ne anuit,
Ains orai de celi noviele^
2750 Dont ire au euer me reno viele
Par mon folement contenir,
Et Sans conpaignie tenir
A nul Chevalier nule part."
Adont Tuns de Fautre se part
2755 Tos desconsilli^s et plourans,
Si brocent les cevaus corans,
Et cascuns d^els sa voie atorne.
Et eil qui a la cort retorne
Chevauca tant que il i vint.
2760 Plus tost que pot au roi en vint,
Se li dist son mesage et conte,
Si con Ol av^s el conte,
Conment Gauvain est avenu;
Puis est as Chevaliers venu,
2765 Si lor conte tot en apert.
Kes, li senescaus, dist qu'il pert
D^armes onneur et pris et los,
Cil ki kerra consel ne los
A remanoir de ceste queste.
2770 „J^en cuic en main liu faire queste,"
Ce li dist E[rec], li fils Lac.
— „Par foi," dist Lanselos dou Lac,
2745 gr. Init — faint. — 2762 en {Br.). — 2771 -E-
Stürzinger, Uonbaat.
82
„Je n^i be mie a remanoir."
Et li sires de Bielmanoir
2775 S'en vante et Caradu^ Bri^sbras
Mout prisseroit petit ses bras.
„Certes," ce dist Gales li Gaus,
„Se de bataille ne sui caus,
Se j'en puis venir en asai."
2780 Et dist Saigremors: „Je ne sai,
U DOS le devons aler querre,
Mais on en doit par tot enquerre,
Si que caseuns en soit tos las."
— „Vos dites voir/' ce dist Tallas,
2785 Li biaus, li prous, de Rougemont,
„Je le querrai par tot le mont,
Tant que li voirs m'en serra dis." f. 131c
Nus n'est de Faler escondis,
Caseuns s'en fait mout talentis.
2790 Lors se departent sans estris
Tot ensanble, ce vos con gi^,
Et li rois lor donne congi4
Et volentiers l'aler otroie.
Ki lor donnast Fonor de Troie
2795 En son demainne a maintenir,
Nes fesist il pas remanir
Et dist que il nel fera pas.
Ja nel tenra mors ne trespas
Ne grans june ne (grans) castiaus fors,
2800 Consaus ne los ne desconfors
Que nus el mont li sace aprendre,
Que il n'en voist vengance prendre
De cel qui sa niece a enblee.
„Par grant otrage nos enblee,"
2805 Dist Kes, „Gauvains, vostre neveu.
Ce poisse moi qu'il ne fait weu
2774 biel manoir. — 2775 caraduc brief braf. — 2776 lorf. — 2781
Leu. — 2783 gr. Init.
83
De guerpir outrage et desroi."
Tels parole[s] devant le roi
Dist li senescals par ranprone,
2810 Et de ses conpaignons ranprone,
Quant il trove okisson por coi;
Si ert as armes [preus et] quoi
Et chevaleros et hardis,
Mais tant estoit de felons dis
2815 Et mout estoit hais a cort.
Mout estoit pris lor termes cort
D^erer, c^au matin sont meu.
Mout volentiers sont esmeu
Tot eil de la Table Reonde.
2820 En tot le mont a la reonde
Dient qu^il ne savront asa[i]
Ne fort trespas divers ne lai,
Que cascuns volentiers nl aille,
Quar bien cuident, nus tant ne vaille,
2825 Qui contredire puist lor buen;
Car il sont tuit Chevalier buen,
Proisi^ d'armes de grant re(g)non.
Y[v]ain et Lanselot vos non,
Erec et Giflet, li fius Du^,
2830 Tal las, Yder et Caradu^,
Saigremor et Gales li Gaus,
Li dis[mes] Kes li seneskaus:
Gels prist li rois en sa conpaigne.
Nus plus a iui ne s'aconpaigne
2835 Fors cels -X- que il mainne o Iui.
Mout des autres s^en vont par Iui
Et -Uli. ensanble et IlL et -II-.
S'a 9aus avient anuis ne deus
Et de son cors travauls et painne, f. 131 d
2840 — Por ce cascuns de cels se painne —
2811 gr. Init — 2812 qvoj. — 2822 fai. - 2830 Carlef. — 2831
Sargremor {F.). — 2832 Lidif. - 2835 .11-.
84
Ja nel tenra on a mervelle.
Li rois Artus mout s^esmervelle
Au vespre, vers la fin dou jor,
Que Sans faire nului sejor
2845 Ont taut pass^ de la contree,
Qu^il n'ont aventure trovee,
Ne veue, dont il soit conte,
A •!• castiel d^un rice conte
— Ses hom ert et de lui le tint —
2850 Vint cele nuit, si se contint
A grant deduit et a grant aisse,
Car il mout volentiers Faaisse,
Qui del castiel ert maistre et sire.
De sa venue pas ne s'ire,
2855 Mais a lui venir tos s^otroie.
Qui li donast -II- mars de Troie,
•II- soumiers, tos carci^s d'avoir,
Ne li fesist tel joie avoir
Con de la venue le roi.
2860 Del herbergier prist tel conroi
Con il estuet a tel afaire.
Ne vos vel demourer l'afaire,
Mais lu^s que Dius dona le jor,
Li rois n^i vaut faire sejor
2865 Por proiere ne por prou messe,
Ains s'en parti apr^s la messe
H et si conpaignon ensanble
Et vount parlant, si con moi sanble,
De gas et de biele parole.
2870 Que que l'uns d^ex l'autre aparole
Por soulassier et por deduire,
Mout s'esmaient qui[s] puist conduire
Outre •!• grant eue qu'il voient.
Le cemin cele part sWoient
2875 Trestout droit vers l'eue parfonde,
2844 gr. Init.
85
Qui si lee ert que d\ine fonde
De mangonniel ne de perriere
Ne jetast outre la rieviere,
Mien ensient, a -IlII- fois.
2880 „Cius passages nos est defois,"
Fait li rois Artus, „ce me sanble."
Tos lor frains guencissent ensanble
Droit a senestre contre mont.
Entre le riviere et le mont
2885 Ont bien cevauci^ ♦!• leue,
Tant qu'en la rive de cele eue
Ont •!• uef veu ester.
Lors n^ont plus talent d'arester,
Ains cevaucent droit cele part.
2890 Kels, li senescals, d^els se(n) part
Et vait devant plus d'une arcie f. 131 e
La u vit la nef ataeie;
Et voit •!• Chevalier soventre,
Qui tot a pi^ en la nef entre
2895 Et son ceval fait apr^s traire.
Mout en sorent bien a cief traire
Doi vilain qui sont environ,
Et tint cascuns •!• aviron
Dont la nef mainnent au passage.
2900 „Par Saint Denis! n^estes pas sage,"
Fait li senescals as vilains,
„Ki cel vassal la passes ains
Que le roi Artu qui ci vient.
Iceste cose pas n'avient,
2905 Car li rois passera avant
Seurement/^ — „Yen^s avant,
Por l'amor Diu, mesire Ke,"
Fait eil qui ert dedens la ne,
„On fera quanques vos vaudrois,
2910 Car ce est bien raissons et drois
2881 gr. Init
86
Que on face vostre talent."
Li senescals ne fu pas lent,
Quant il entent qui(l) Faparole:
As armes et a la parole
2915 Le connut, qiiant il le regarde.
„Certes ne m^en donoie garde,
Gauvains, que vos fuissi^s ici.
De par mon signor vos merchi,
Et bien i a raison por quoi,
2920 Quant oqnison trov^s, por quoi
I piaist mesire a cevaucier.
Mout par vos en doi avoir cier,
N'i a cose qui mout n^aviegne."
An9ois que li rois Artus viengne,
2925 Parolent issi eil vassaus.
„Une costume a eis vaissiaus,"
Font eil qui le doivent mener,
„Dont mout se doivent regarder
Tot eil qui passent a ceste iaue."
2930 „Mors i fu mes pere et mon aue,"
Fait li uns d'els, „dont mout me poisse.
Cis vaissiaus mout durement poisse,
Quant eil sont per, qui sont dedens,
Que tos envers, non mie a dens
2935 En mi lieu de cele eue afondre.
Tant en i avons veu fondre,
Bien nos en doit menbrer todis.
Or n^i poroient paser dis
]SI[e] XIIII. ne .X-VlII..
2940 Mout serroit or cis vaissiaus wit,
Se il n'i passoient fors -II-,
Sor eis avertiroit li dels,
Car il les couvenrroit noier. f. 131f
Por ce si ne vos quier noier,
2945 A tos cels qui veulent passer:
2915 gr. Init. — 2934 enevf oder ene'vf. — 2935 gr. Init. — 2939 (F.).
87
Au fil de Feue trespasser
Est tos tans li vaissiaas asis.
Cr n'i poroient passer -VI-
Ne Xll. ne -XYI- ne vint."
2950 — „Ainc mais tels mervelle n'avint,"
Fait li senescals, „ce me sanble."
— „Et quant il sont non per ensanble
Si conme .XIIL et X-VIIII.,
Adont ne doutons nos •!• ouef/'
2955 Fait eil, „quant non per sont par conte."
Kels, li senescals, au roi conte
Tot 90 qu'il a illuec apris.
,,Dont nos en est il mout [bien] pris,"
Fait se li rois, „se Dius me gart,
2960 -XI- soumes, au mien esgart
Tot Sans cels qui nos passeront.
A aisse et aseur serront,
Car nos soumes non per par conte."
Kels, li senescals, au roi conte
2965 Tantost de Gauvain, son neveu,
Et li rois dist: „Je faic •!• veu.
Sei tenrai, par ma destre main,
Que nel verra hui ne demain
Nul de nos -X- que onques puisse
2970 En la nef(e) n'en liu u je puisse
Que bien i puet tos seus passer
Et tos ses avoirs amasser.
Et il et ses cevals ensanble
I passera bien, ce me sanble."
2975 Cil ont Gauvain outre pass^,
Puis sont ariere rapass^
U li rois Artus les atent
Et si conpaignon ensement.
De la nef li content Fusage
2954 toutons {F.). — 2959 gr. Init. — 2966 fait. ~ 2971 gr. Init.
88
2980 Et si Ten ont mout [par] fait sage
De quantques au senescal dit orent.
Li Chevalier plus ne demourent,
En la nef entrent erranment
Tot ensanble conmunaument.
2985 -XIII- furent as notonniers
Qui les passerent volentiers
Sans euconbrier et sans anui.
Aseur sont; n'i a celui,
N'en soit li^s, quant sont ariev^.
2990 De Fautre part ens en •!• pre
S'en issent de la nef au port.
A grant joie et a grant deport
En monterent sor les cevals,
Si trespassent et mons et vaus
2995 Et quant avant furent, si voient f. 132 a
ün chemin, cele part s^avoient.
Dont fu bien de herbergier eure.
Un castiel voient sans demeure,
U il se vauront herbergier.
3000 Au castiel tramet sans targier,
[Qu'Jostel prendent, -IL che valier,
Preu et hardi et fort et fier:
Saigremors fu Tuns, l'autres Kels.
A esperons s'en vont ans -11 •
3005 Et trespassent parmi la porte.
Un Chevalier qui se deporte
Esgarde Ke et Sagremor.
Desous l'onbre d^un sicamor
Juoit eis Chevaliers as tables.
3010 Bien pert baillius et connestable[s]
Et auques ert de biel aaje,
Par sanblant ert cortois et sage.
Quant eil s'ont de lui aproci^s,
Tantost est sor ses pi^s dreci^s,
2993 gr. Init. — 3013 lies sont (?); vgl. aber s'ont 2599 [Br.).
89
3015 Si les salue en es les pas.
Encontre vait plus de -X- pas,
Descendre les fait sans plus dire
De biel sanblant, n'est mie a dire,
Que il volentiers ne Vi face.
3020 Et Kels, li senescals, le sace
D'une part par le petit doi:
„Sire," fait il, „dire vos doi
Que li rois Artus vient ici
Herbergjier." — „La soie merchi,"
3025 Fait eil qui cortois ert et sage,
„Nos en serrons tot -III- message
A ma dame la sus amont,
Par couvent que en tot le mont
N^a si cortoisse remanant;
3030 Si est as^s rice et manant
Et biele et je[n]te et acesmee.
Mout vauroit qu'ele fust amee
D'aucun de la Eeonde Table,
Qui fust baillius et connestable
3035 De cest pais ici alu^s."
* Et Kels, li senescals, dist lu^s:
„S^ele est de mon signor acointe,
A biel Chevalier et a cointe
L'avra erranment consillie."
3040 — „Ne serra pas desconsillie,"
Fait eil, „se li rois le marie,
Ne n'en serra point esmarie
La jent qui maint en ceste honnor.
Encor Fen fait mout grant honnor,
3045 Quant il vient ci, si con moi sanble."
Puis s^en tornent trestout ensanble
Tot droit en [la] sale pavee. 1132 b
La pucele est contre eis levee,
Si tost conme venir le voit.
3019 gr, Init — 3031 {F.).
90
3050 O li -VI- puceles avoit
Et Chevaliers desi a -X-.
D^un roumant oent •!• biaus dis,
La pucele le faissoit lire.
Legierement le puet eslire
3055 Mesire K[es] qui laiens vient^
Car nule a sa biaut^ n'avient,
Totes ont failli a cest saut.
K[es] li dist: „Biele, Dius vos saut
Et vostre conpaignie ensanble!
3060 Li rois Artus, si con moi sanble,
Vient anuit herbregier ici."
— „Sire, la soie grant merchi,"
Fait cele qui grant joie en ot,
Et puis demande a Tautre mot,
3065 Se mesire Gauvains i vient.
Et K[es] qui a voir dire avient
Li dist: „Nenil, ma dame eiere!"
Ca Ten poise, mais a sa eiere
Ne' s'en puet nus apercevoir.
3070 Se vos en vel dire [le] voir:
Enperere ne rois ne conte
N'ot tel ostel, ce dist li conte,
Qu'ot li rois Artus cele nuit.
II n'orent rien qui lor anuit
3075 Ne qui lor doie desse'ir.
De vers Jons ont fait lor se'ir,
Covers de bon vers dras de soie.
Et cre^s bien, u que je soie,
Se il est nus qui vos en mente,
3080 Encens ne muglias ne mente
N'eut plus souef que li osteis,
Et [si] ert bien seurs et tels
Au roi Artu et a sa gent.
3061 gr. Init. — 3068 Cele enpoise. — 3070 {F.). — 3073 qd {¥),
3076 Deuerf. — J083 gr. Init
91
La preus, la cortoisse au cors gent,
3085 Ki de riens n'estoit a apren dre,
En fist a tel la eure prendre,
Qui bien savoit qu'i li couvient.
Outre gre contre le roi vint
Et fu Sans guimple desl[i]ie (1)
3090 Et n'ot pas le langue liie, (3)
Mais a bien parier esmolne. (4)
Cortoissement le roi salue (2)
Et ses conpaignons aveuc lui.
Puis baille a cascun a par lui
3095 •IUI- vai^s a lui servir,
Qui por lor armes deservir
Sont tot a la pucele ensanble,
Jentil ome, si con moi sanble,
Si met cascuns en servir painne, f. 132 c
3100 Et li uns por l'autre se painne
Si que li rois mout s^esmervelle.
Or vos dirai une mervelle,
Que ja n^en mentirai de mot.
En la canbre la pucele ot
3105 Une imagene si entaillie
— C'uns engingnieres ot taillie
Si adroit que n^i ot que dire —
Que de sanblant n'i ot a dire,
Con mesires Gauvains avoit,
3110 A tesmong celui qui le voit,
Que rimage(s) itels ne fust.
Si ert entaillie de fust
Si adroit et en tel sanblant
Que ja nus hon por nul sanblant,
3115 Tant fust ne percevans ne cointe
Qui tant fust [de] Gauvain aeointe,
Se l'imagene esgardast el vis
3088 Autre. — 3089 deflie. — 3092 steht in Es. zwischen 3089 ujtd
3090, wie die Ziffern in () andeuten. — 3105 gr. Init. — 3115 fift {Br.) —
neperceuaus {F.),
92
Qu'il ne [li] fust mout [bien] avis
Qu'il vei'st Gauvain en apert.
3120 Et se cele s'entente i piert,
Qui por la soie amor Tesgarde,
— Amors ne Fainme ne n^esgarde —
Si Fainme plus que nule rien.
Onques nel vit, saci^s le bien,
3125 Onques n'ot de lui veir aisse.
Saci^s qu'ele n^estoit pas aisse,
Quant onques ne vit ce qu^ele ainme.
Diu en prie mout et reclainme
C'ains que fust morte, li mostrast
3130 Son euer, tant que li demostrast
Aucune rien de son pens^
U ele a tante nuit pens^,
Tant que son cors tint a damage.
Et por ce fist faire l'imagene
3135 A •!• engineor mout fort.
Illuec sont tuit si reconfort,
Car ele mout souvent Tesgarde;
Mais peu de gent s'en prendent garde,
Car en sa canbre nus nen entre.
3140 Souspire mout del euer del ventre,
Quant Gauvains n'est aveuc le roi.
Del herbergier prent tel conroi
Con il couvient a tel ostel.
Leu(e)r chevans a fait establer
3145 Et puis les ont fait desarmer;
Rices dras lor fist aporter,
Si les a tos bien afubl^s
Et en la sale les (a)men^s;
Si vont seir en plusors leus,
3150 Tant que il fu termes et leus
C'on doie au mangier aseir. f. 132 d
K[es], li senescals, vai se'ir,
3122 (F.). — 3129 aiuc. — 3133 ting. — 3148 (F.).
93
Lui et Giflet tos premerains,
Puis esgarderent par lai(ent)ens.
3155 La canbre voient biele et cointe
Et mout estoit ricement pointe.
S'en parolefnt] entr^els ensanble,
Et Kes et Gifl^s, ce me sanble,
De la canbre qui mout pert rice.
3160 Li canberlens fu fols et nice
Que tot Fuis ot laissi^ ouvert.
Enmi le canbre un lit couvert
D'une kiute de pale voit,
El siecle plus rice n'avoit.
3165 Ce sanble K[e] qui ne se mut,
Que laiens ait Gauvain veut
Les le lit, ce li fu avis.
„Giflet," fait il, „trai 9a ton vis,
Si esgarde ce que j^esgart."
3170 Ce dist Gifl^s: „Se Dius me gart,
Je voi laiens Gauvain seir."
„Ce vos doit mout plaire et seir/'
Dist K[es], „qu'i[l] est eis canberlens.
N'a Chevalier dusques a Sens,
3175 Tant soit mauvais ne recreans,
Ne hom qui en Diu soit creans,
S'il eust enpris cest afaire,
Cui tenist de tel cose fair[e.J
Or a la sa vengance prisse.
3180 Mout est fols mauvais qui lui prise,
Ce vos vel bien entreconter ....
Se n'est de ses putains torser:
De cel mestier est il tot baut.
S'or eust aveuc lui Hunbaut
3185 Qui sa biele suer li marie,
Ce ne fust pas route esmarie,
3157 (F.). — 3159 peiice. — 3173 (F.). — 3174 afent. — 3178 (^.).
3183 gr. Init,
94
Qa^i[l] sont bon chevalier et preu."
— „Gauvains s'est ci avanci^s peu,"
Dist Gifl^s, „en ceste venue."
3190 — „II tenra, je cuit, tote nue
La dame et rederont les cols,-'
Dist K[es]; „maldehait ait mes cols,
Se tant n'en paroil orendroit
Que Tostesse le roi vauroit
3195 Que d'autre cose eust servi.
Trop malement a deservi
Mesire Gauvains, ce me sanble."
A tant Ider o eis asanble,
Qui ra veue cele cose.
3200 Erranment fu la porte close
Par •!• vallet qui s'en issi;
Por 90 quident savoir de fi.
Tres bien le cuidoient savoir; f. 182 e
Conmunement lor fönt savoir
3205 A tos les conpaingnons ensanble.
„Signor," dist Gifl^s, „il me sanble
De monsignor Gauvain mervelle,
Ainc ne veistes sa parelle."
Et respondire[nt] tuit ensanble:
3210 „Ce n'est il pas, mais il le sanble.
Iche ne porroit il pas estre."
— „Si m^ait Dius qui me fist nestre,"
Dist Y[v]ens, „mes pi^s et mes mains,
N'est mie tels, 90 est del mains,
3215 Et vos av^s tuit mescoissi.
II n'a cheval dusqu^a Oissi
Tant sejorn^ ne si bien port,
Que, puis qu'il nos guerpi le port,
L'eust aport^ dusques chi.
3220 Ai^Sj por Diu, de lui merchi.
3187 {F.). — 3198 fauance. — 3206 Gifelf. — 3208 AdIc. — 3209*
{F.). — 3210 me i^ le fa'blae. — 3211 croi nach pas hinxugefügt. — 3214
delpains (J5r.). — 3215 U alsgr. Init. (F.). — mefcoülej {F.). — 3216 d^ua {F.).
95
S'en sanbler^s cortois et saje.
Ne je n^i voi pont ne passage
Par u il peust 9a venir."
— „Ce ne peust pas avenir,"
3225 Fait Lanselo(n)s, „por nule rien.
Ja mar en dout[er]^s de rien,
Car neis li parlers me gri[e]ve."
A poi de dol que K[es] ne crieve,
De mautalent devint tos caus.
3230 „Dehait!" fait il, „cui il en caut.
De ce laissi^s, car je Fempire.
Se Fostels le roi n^en fust pire,
Si m'ait Dius, qui qu^il anuit,
Jel desbussese encor anuit:
8235 Si fust la men^onne acorcie,
Mais la dame en serroit corcie,
Si en feroit mauvaisse eiere."
V
Si m'ait Dius," fait Karadeu.
3240 — „Certes," fait Giefl^s, li fius Du^,
„Trestout eil qui K[e] en desdient
Et qui Gauvain [en] escondient,
Ne fönt mie bien ne raison."
— „Se le roi ne vient a raisson,"
3245 Fait Yder, „j'en dirai le voir,
Tort a folie u a savoir."
Et K[es] li respondi qui Tot:
„Non fer^s, voir, car Lansselot
Et monsignor Y[ven] en poisse."
3250 — „Qu'il porront metre en une poise
Vostre voloir et vostre bien,"
Fait Lansselos, „je vos di bien,
Encontre •!• paille d^avainne.
Ma parole n'est mie vainne.
3227 gue (F.). — 3228 crief (F.). — 3235 m'co'ne. — 3239 S amait.
3248 Nou. — 3250 enene.
96
3255 Si me pardonst Dius mes mesfais,
Que je n'en ruis parier ja mais." f. 132 f
A tant demora li estris.
Li rois est au mangier asis
Et li Chevalier aveuc lui.
3260 Bien sont servi, et sans anui
Au mangier out loDge[me]nt sis.
Des mes dont orent plus de -VI-,
Furent bien servi li baron.
Et la dame de la maisson
3265 Lor fist mout joie cele nuit.
Je ne cuic pas que li anuit
Del roi qui aveuc li mangoit,
En son euer grant joie en avoit.
Des mes ne ferai nule fable.
3270 Quant lev^ furent de le table,
A tant es vos •!• che valier
Qui vient corant sor •!• destrier.
Le roi salua tot avent
Et le conpaignie ensemaint:
3275 „Rois Artus, je me viegn a toi
Et si te dirai bien por coi.
Gauvains, tes ni^s, est il venus?"
— „Je ne sai qu'il est de venus,"
Ce dist li rois, „si m'ait Dens.
3280 Conment, Honbaut, estes vos tels
Queens! laissastes mon neveu?''
— „Sire, c'amender ne le peu.
Entre moi et lui en alames
Et no mesage au roi contames,
3285 Puis nos mesimes el retor.
Ensanble errames par •!• jor
Tant qu'a Fentrer d'une for[e]st
Trovames tantost sans arest
3257 gr. Init. — 3261 [F,). — 3266 J j {F.). — 3286 E nfaub
elrramef {F.). — 3287 (F.).
97
Une damoissele seant,
3290 Qui mout grant dol aloit menant
Por son ami et por son pere,
— Demenoit vie mout amere —
Qiie -VII- Chevalier en menoient,
Qui devant 11 pass^ estoient:
3295 Li -IIII- en mainnent son ami
Et li III- son pere autresi.
Caseuns sa voie s'en aloit
Et uns cemins les departoit.
Quant la damoisele nos vit,
3300 Mout fort a escrier nos prist,
Et nos venimes la errant
Et mandames ii maintenant,
Por coi si grant dol demenoit,
Et ele dist qu'ele avoit droit.
3305 Tot maintenant si nos conta
La cose, conment ele ala,
Et quant jo et Gauvains Foimes, f. 133 a
Del re[s]corre nos aatimes.
A la pucele nos donnames
3310 Et mout volentiers otriames
Caseuns Faler si con vaudroit.
Lors nos departi si a droit,
C'ain puis ne nos entreveismes
Que moi et lui nos departimes.
3315 A la rescosse au pere alai
Et mout tres bien m'en acievai,
Que trestous -III- les desconfi.
Et mesire Gauvains ausi
S'en al[a] tos sels d'autre part.
3320 Ainc puis nel vi, ne sai quel part
II ala, ne que 11 devint;
Mais par la voie que il tint
Ne puis veir, se Dius me gart.
3297 gr. Init. — alait. — 3319 (F.).
Stürziuger, Honbaut.
98
Qu'il peust venir ceste pari.
3325 De lui ne sai que plus vos die,
Car ensi fu no departie.
Et je vos ai tant demand^
Et quis que je vos ai trov^.
Mais par verit^ or me dites,
3330 S^onques puis parier en o'ites?"
Li rois li respont: „Oil, voir,
Tant en o'i ne sai de voir
Qu'il me manda, hui a -III' jor,
Que il n'averoit mais sejor
3335 Desi que il avroit trovee
Sa seror et cele contree
U ele est et qui Pen mena.
Nos meumes apres lui cha,
Que nos le cuidames trover.
3340 Or ains, a •!• aigue passer,
Me dist K[es] qu'il l'avoit veu(e).*'
Et lors li a K[es] respondu:
„Sire, ce fis mon, je le vi
Et puis que nos venime chi,
3345 Uai je veu en cest ostel."
— „Ainc mais," fait li rois, „n'oi tel,
Ce ne peust mie avenir,
Qu'il ne me fust venus veir,
Puis que il ici me seust,
3350 Je croi, pas repuns ne se fust.''
Li rois fist apeler s'ostesse,
Qui mout estoit biele contesse,
Et ele i est mout tost venue
En •!• bliaut estroit vestue.
3355 Et li rois Fa dont demand^:
„Damoissele, di moi por De
Se 90 est voirs que on me dist,
Que Gauvains gist les vostre list?''
3351 gr. Init.
99
Et cele respondi au roi: f. 133 b
3360 „Sire/' fait ele, „en moie foi,
Ce n'est mie vos oids Gauvains:
De 90 soies vos tos certains,
Ains est •!• mout biele image
Qui le resanble de visage,
3365 Que j'ai fait faire a sa sanblance,
Car je l'ain de euer sans faillance.
L'image est faite a sa mesure,
Et se il ja, par aventure,
Se venist o moi herbergier,
3370 Quel conneusse sans targier;
Se li diroie que je Fain,
Et a lui feroie mon ciain,
Que je Faim; si ne le vi onques/'
— „Dame! or [le] nos montr^s vos donques/^
3375 Fait li rois, „car jel vel veir."
Cele conmanda a ovrir
Sa canbre tost et erranment
Et on fist son conmandement.
Maintenant fu li canbre ouverte.
3380 Cele prent le roi, si Tadestre,
En sa canbre le mainne o soi
Et tos ses conpaignons, par foi,
Et quant tot furent entr^ ens,
Adont parla li quens Yvens:
3385 „Dans K[es], ce n'est mie Gauvains,
De 90 soie fis et certains."
Et cascuns l'esgarda as^s
De van t, deriere, de tos les.
Et dient que mout est bien faite
3390 Et a sa senblance portraite.
Lors s'en issirent sans demor
Li lois et tot li vavasor
Et sont revenu el palais.
3371 lai' (F.). — 3372 cla'j (F.). — 3379 gr. Init
100
Ne venr^s plus rice ja mais.
3395 Et si sergant, sans demourer,
Orent fait les lis atorner,
Puis si ont fait le roi coucier
Et ses conpaignons sans targier.
Or se dorment tot aseur,
3400 De nule cose n'ont peur.
L'endemain, lues qu'il ajorna,
Li rois matinet se leva.
„Dame," dist il, ,,nos en iroumes
Ne ci(l) plus ne sejonneronmes,
3405 Et ne vos doit pas desseoir,
Car je vel vostre non savoir."
— „ Sire , volentiers le dirai
Ne ja ne le vos celerai.
J'ai non ^Cele del Gaut Destroit',
3410 Qui vo [ne]veu Gauvain covoit."
Tantost a li rois congie pris, f. 133 c
Vers Carduel a son oire pris,
Et quant a Carduel fu venus,
A grant joie fu receus.
3415 Or vos vaurai dou roi ester
Et de Gauvain vaura conter,
Qui s'en va querre sa seror.
Tant chevauca que par •!• jor
Cevauce(nt) les •!• forest
3420 Et vit devant li tot apert
Une pucele chevaucier,
S'ot dal^s li •!• che valier,
Qui mout estoit apris as armes,
L'escu tenoit par les enarmes,
3425 Sa lance tint en l'autre main;
Et o'irent venir Gauvain,
Si se regardent maintenant;
3403 gr. Init. — 3404 feionnerömef. — 3410 {F.). — 3421 gr. Init.
-23 anrfts.
3423 apres
101
Et cele le connut errant,
Si s'est encontre lui torne[e],
3430 Si a parl^ conme senee:
„Frere," dist ele, „bien viegni^s!
De cest chevalier me vengi^s,
Qui maugr^ mien m'en a portee
Piech'a en la soie contree.
3435 Edcof m'en mainne aveueques lui,
Grant honte en ai et grant anui,
Et dist qu'a ferne me prendra,
Que ja por vos ne le laira
Ne por mon oncle, Artu, le roi,
3440 Tant par est plains de grant desroi."
Et Gauvains respont: ,,Bele suer,
Ce ne serra mais a nul fuer,
Qu^il vos maint avant sans bataille."
Et eil li repont: „Dius me faille,
3445 Se vos main[tjenant ne Fav^s.
Je vos desfi, or vos gard^s!"
Lors porprent terre d'une part
Et crie(e) a Gauvain qu^il se gart,
Qu'i[l] le ferra, s'il ne se garde.
3450 Mesire Gauvains se regarde,
Sei voit venir tos eslaissie.
Le sien ceval ra eslaissie,
Se li revient poignant encontre,
A 90 que li uns l'autre encontre,
3455 Si se fie(re)rent issi grans cols
Deseur les escus de lor cols,
Qu'il les ont tro^s et perci^s,
Et cascuns est el cors plains.
La lance au chevalier froissa,
3460 En l'escu li tros demora.
Et Gauvains l'a si bien feru
Deseur le boucle de Fescu,
3443 gr. Init. — 3445 mol.
1Ö2
Que li fers est outre passes, f. 133d
Si que li bras et li cost^s
3465 Se senti dolereusement.
A terre le porte sanglent.
Et eil resaut mout tost en pies,
Qui por 90 n^est pas esmaies,
Ains vient avant sans plus targier
3170 Et trait le branc forbi d'acier.
Mout fierement s^offre a desfendre,
Et Gauvains li dist sans atendre:
„Prendes vo ceval, remont^s!
Ensi pas ne conbater^s,
3475 Je t'en doins bonement congi^."
Cil respont: „Dehait aie je,
Se je remont, quarit je sui jus;
Por ce n'es tu pas au desus;
Encor(e) soi[e] je mis a terre,
34S0 N^est mie finee la guerre/'
Et Gauvains respont: „Non ferai,
Ja a ceval ne t^asaurai,"
Ce dist Gauvains, ., honte i avroie."
Lors descent a pie en la voie
3485 De son ceval, si Fa laissi^,
Et eil li vient le branc sacie,
Si Pa •!• mout grant cop fern;
Et Gauvains met (en)contre Fescu,
Et eil si tres grant cop i fiert,
3490 Que il li a par mi trenciet.
Et Gauvains ra lui si fern
De Fespee de tel vertu,
L'escu li a par mi cop^.
Se eil ne se fust tretorn^,
3495 II Feust cope tot par mi.
Et eil durement s'esraari
3466 langlent {F.). — 3471 gr. Init. — 3482 te faurai {F.). —
3487 S il a.
103
Por le grant cop qu'il a eu(eu).
Gauvains seure li est couru,
Sei fiert en Feime tot de bout
3500 Mervillous cop et mout estout
Si qu'il le fist agenoullier,
Et Gauvains l'aiert sans targier
Par le hiame, sei tire et sace,
Tant fait que del cief li errace.
3505 La teste li a desarmee,
En sa main tint nue s'espee,
Se li a dit qu'il Tocirra.
Adont eil merchi li cria:
„Gauvains, ai^s de moi merchi!
3510 Tenes, ma foi je vos plevi,
Trestout vostre voloir ferai,
Ja por home ne le lairai.
Ves ci vo seror, jel vos rent
Et moi ausi tot finement."
3515 Respont Gauvains: „Ce vel je bien; f. 133e
Mais dites moi, nel celes rien,
Por coi vos ensi Yen menastes
Mal gre suen, petit me prisastes."
— „Par ma foi, sire, ce fis mon."
3520 — „Or m'estuet savoir vostre non."
— „Sire, volentiers le dirai,
Que ja ne le vos celerai.
Gorva[i]ns Cadrus sui apieles.
Merchi, biaus sire! or le sav^s.
3525 Or me laissies de ci lever!"
— j,Se forment ne vos doit pesser,"
Ce dist Gauvains, „ains me dires
Por quele okison me ha^s."
— „Gauvains, volentiers le dirai
3530 Ne ja ne le vos celerai.
3505 gr. Init. — 3506 fefpee nue {F.). — 3507 locirra ad {F.). —
3510 pleue {F.).
104
L^autre an m'ocesis •!• parent,
Dont j^ai eu le euer dolent.
Bien me cuidai de toi vengier,
Mais vencu m'as, nel puis noier.
3535 Par mon orguel me sui honnis;
Drois est que je soie conquis,
Si que del tot a vos me rent
A faire vo conmandement
Mout volentiers, et a signor
3540 Vos tenrai tant con vivrai jor. . . .
Onques mais en tote ma vie
Hom(e) qui sor moi eust baillie.
Grant orguel en oc encarei^,
Or le m'estuet avoir laissi^.
3545 Orgu^s ne puet longes durer,
Pres ai est^ del conperer.
Par vo francisse debonaire,
Qui estoit a mon euer contraire,
M'av^s laissi^ el eors la vie.
3550 Bien eue je la mort deservie,
Quant je onques vos eore9ai,
Mout tres grant folie encargai."
Dist Gauvains: „Ne fustes pas sage,
Quant ele vos dist mon mesage,
3555 Que vos errant ne le fesistes:
(Mout) durement vers moi mespresistes,
Quant ensi o vos Ten menastes,
Mout laidement i foliastes.
Grant painne (en) ai eu et dolor,
3560 En maint liu(e) Tai quisse maint jor;
WsL rem^s reeet ne forest,
Que je n^i aie est^ tot prest.
Or l'ai trovee, Diu merehi!
Or t'estuet faire amendement
3565 Por le mesfait que grant i pent.
3532 ie ai. — 3550 eulfe.
105
Je[l] te dirai, or i entent!"
Et Gauvains li a respondu: f. 133f
„Droit a la cort le roi Artu
T'en couvient erranment aler
3570 Et o toi ma seror mener,
Si me salueras le roi,
Se li diras qu'a lui t'envoi
Por faire son conmandement.
Et apr^s ma seror li rent
3575 Et se li di que la venrai
Au plus tost que onques porrai,
Mien ensient, dusqu'a -VIII- jors
En quel liu que soit ses sejors/'
Tot maintenant Gauvains s'en part,
3580 Et Gorva[i]ns Oadrus d^autre part
S'en revait vers la cort le roi;
La pucele mainne aveue soi.
Tant a enquis et demand^,
Que a Carlion Fa trov^.
3585 Maintenant vint devant le roi,
Si le salue en bone foi
Et ses conpaignons ensement;
Tantost la pucele li rent.
Quant sa niece li a rendue,
3590 Puis li conte sans arestue
Conment Gauvains Favoit conquis.
„De par lui me renc (a luj) a vos pris
Por sa seror que j'en portal
A •!• castiel que nonmerai,
3595 C'on apiele Pantelion,
Et je sui apiel^s par non,
Biaus sire, Gorva[i]ns, ce vos di.
Por Diu^ ai^s de moi merci!
Car a vos me rent finement
3600 Por faire vo conmandement."
3569 u, 3589 gr. Mit. — 3592 uof. — 3597 ie.
106
Li rois li a dit sans atendre:
„Amis, savries nos aprendre
De Gauvain, qu'il [est] devenus?"
— ,,Oil, par Diu qui maint la sus,
3605 II me dist, quant de moi parti,
Qu^il serroit ci [dusc'Ja lundi/'
— .,Gorva[i]n," ce dist li rois Artus,
„En ma cort soi^s bien venus!
Or vos pri je, par cortoisie,
3610 Que vos soi^s de ma maiimie.
Des pers de la Tavle Reonde,
Qui sont prisi^ par tot le monde."
— ,,Mout volentiers/' ce dist Gorvains.
Adont n'i ot ne plus ne mains.
3615 Li rois est as tables asis,
Aveuc lui li barons de pris.
Des mes ne vos ferai pas fable;
Mais ai[n]s qu'il lievent de la table. . .
(Rest fehlt.)
3602 uof. — 3603 q 11 (F.). — 3606 luimedi. — 3615 barons.
Anmerkungen/
DE GUNBATJT lautet die vom Rubrikator in Halbunzialen
gemalte Überschrift unseres Romans in der Handschrift; im Text
selbst beginnt der Name stets mit H- (achtmal heißt er Honhaus
oder Honbaiä, sechzigmal Hunbaus oder Hirnhaut — Nom. und Obl.
durch Reime belegt — , zweimal abgekürzt Hun., achtmal H). Der
Rubrikator wird also ein Versehen begangen haben. Das numerische
Überwiegen der Form mit u (Hunh-) gegenüber der mit o spricht
ebenfalls für die Form mit H-, denn diese, zurückgehend auf ein
Hünihalt (s. Forste mann, Personennamen s. Hun)^ ist zu ihrem u
berechtigt, während Oimhautj von Gundohalt herkommend (s. Förste-
mann s. Gund, Mackel, Genn. Elem., Register und Ritter, Les
noms de famille S. 41), Gonhaut lauten sollte, und dies ist auch
wirklich die regelrechte Form des Namens im Französischen, wie
z. B. der durch den Dichter aus der Zeit Marie de Medicis^ bekannter
gewordene Familienname Gomhauld bezeugt. Beide Namen sind
übrigens in Frankreich früh eingebürgert: Der bekannte Bischof
von Auxerre ('[ 1115; Humhaudus, episcopus Autissiodurensis in
einer Urkunde von 1096, Teulet I, S. 33a) figuriert unter den
Heiligen als St. Humbaud (s. A. SS. 20. Oktober), ein Gombaldus^
episcopus de Gasconia (f 982) wird von Mas Latrie, T^'esor de
Chronologie im Index aufgeführt. Auch sonst finden sich die beiden
Namen in der Literatur: Hunha,ut, Name des Wirtes im Schloß
Roimorentin [Aiol 70591f.), Hunhaut^ nom d'un troiwere (Montaiglon,
Fahliaux I 10); Gonhaut kommt im Mainet und, wie Foerster Aiol
XXVII wahrscheinlich macht, auch im Charles le Chauve vor,
ferner nom dhm vilaiyi bei Montaiglon, Fahl. I 191, 193.
1 — 249 nach Foersters Abschrift abgedruckt in Bartsch, La
Langue et la liiterature /ranp., P. 1887, Sp. 575 — 582.
1 ff. Der Anfang ist ähnlich wie in R. de Houdenc's Meraugis
(ed. Friedwagner).
1 — 3 ähnlich Erec (ed. Foerster) 11 — 12.
7 entendre „sein Augenmerk richten auf" bezieht sich auf 5.
1) "VV. Foerster hatte in seiner Abschrift, welche er (wie schon ge-
sagt) Stürzinger zur Herausgabe geliehen hat, während des Abschreibens
bei ihm nicht sofort Maren Stellen am Eancl Einfälle und Textkonjekturen
notiert, und Stürzinger hat darauf öfters Rücksicht genommen. — Er.
108
8 perdre (absol.) „[an Wert] verlieren", nicht „perdre son
temps" ,yf\Q in Bartsch's Glossar; über ähnl. G-ebrauch s.i2om.XLY, 600.
101
11 Der Vers im Ms. um zwei Silben zu kurz, deshalb im
Text nice nach Foerster- Bartsch ergänzt wurde, obschon mir nice
nicht recht zum folgenden 7nais les cuers ont durs zu passen scheint;
riehe z. B. würde sich besser hineinfügen, wenn es anderseits
nicht so unvermittelt dem Yorhergehenden sich anschlösse.
14 por ricece] Bartsch por proece, verlesen; auf ricece nimmt
denn auch die Auseinandersetzung (14 — 24) allein Bezug.
23 garayidisse\. Über dieses und ähnliche Wörter mit d statt
t cf. Neumann, Laut- und Flex. 102, der warandise und warandir
aus St. Quentin belegt, und Foerster zu Aiol 2087, wo auch die
weitere Literatur verzeichnet ist. Die Form mit d findet sich haupt-
sächlich auf pikard. Gebiete, cf. warandir^ -die in einer Urkunde
aus Ponthieu von 1257/58 (Teulet, Lay. ITL 398), garandir Aiol
7778, manandie ib. 6342 neben manantie (Gloss.), garandir, re-
ereandir in Ph. de Beaumanoir (ed. Suchier, Gloss.), garandir G. de
Pal. 3771, 8092, 8760, s'apesandi Octav. (ed. Vollm.) 429, vail-
landise Jak. d'Amiens, Art d'amor 583. — Ähnlicher Lautwandel
in esploidie 1706, in soMide {: laide , faide, manaide) J. Bodel, Congiet
(ed. Eayn.) 336, ebenso Anc. Th. frg. 122, und in haidier, sohaidier
Durm. 10365/68.
24 richoisse^ ebenso 51 richoise^ wieder im Norden besonders
häufig zu belegende Form: ricoi^e {: poise) Bodel, St. Nicol. (Th. fr^.
S. 191), Adenet's Berte LXII, richoise (: diiclwise) G. de Pal. 9135,
(icortoise) ib. 9441, (:poise) Mü. Brut 3157, 3615, 3634, (: ^•e?^-
doise) Octav. 3844, {;. frarichoise) Bl. d'Oxford 2298. — duchoise
(icortoise) E. d'Athis nach D. C. s. duchissa, ducoise Mousket 16 029,
häufig im Aiol im Yersinnern, Aye d'A. 2515 Aye la duchoise
neben A. la duchese 462, wie in unserem Text richece nebenher-
geht, cf. Bl. d'Oxf. 2275, 2283 richece (: destreee). Über die regel-
rechte Entwicklung der Form aus -itia s. Boehmer Rom. Stud. I, 600,
wo weitere norm. Beispiele sich finden und zu den beiden Worten
ricoise und ducoise als drittes proeise sich gesellt. Cf. prooise
(:atoise „atitiat") Trist. I, 13,176.
27 — 28 Ähnliche Stellen verzeichnet Tobler zu Aniel 365/66,
wo auch unser Wort abe besprochen ist.
292
31 por moi le di\ typische Redewendung des volkstümlichen Stils,
eine Erklärung oder Begründung einführend, ähnlich z.l^.Aiol 5969.
1) Sinn und Konstruktion des Verses? — Br.
2) Um passenden Sinn zu erzielen, scheint mir nötig N' statt Qu*
zu setzen. — Br.
109
35 spielt auf die reichen Reime im Text an und stellt diese
Art zu reimen als etwas Neues oder wenigstens Ungewöhnliches hin.
45 cascuns limitiert nachträglich das qui (V. 43), eine unfertige
Ausdrucksweise, die im Hunhaut noch öfter begegnet, wenn auch
in etwas verschiedener Form, cf. Anm. zu 420 und zu 604 — 5.
48 Soll si oder sH gelesen werden? Letzteres würde ent-
schieden besser als Ergänzung zu en tot le monde remanant (49)
und in die Konstruktion des Satzes passen. Bei s'i würde der
Satz lauten: „es gab da [im Land oder am Hofe Artus'] mehr
reiche Leute als in der übrigen Welt " ; mit dem pers. et si ot müßte
qu^en tot le monde remanant vervollständigt werden zu qu'il n'ot
en tot . . . „als es gab". Da nun Artus unmittelbar vorher (46 — 47)
und nachher (50 — 51) Subjekt ist, so muß er es auch in dem
Zwischensatz sein (48 — 49), da die drei Sätze eine Periode bilden.
Somit ist si vorzuziehen.
50 rois^ roit Bartsch 577 ist Druckfehler. — uns bei Bartsch
eingesetzt für handschr. -I-, wie 27 und 32 un für -I- oder 32
deus für JI- und so an allen Stellen, wo im vorstehenden Text
eine römische Ziffer.
52 Carlion ist das heutige Caerleon in Süd -Wales wie Gr. Paris,
Born.. 1885 S. 603 bemerkt, nicht Chester wie Warnke, Lais de
M. de Fr. (Index), noch Dumharton am^ Clyde wie Michelant, Es-
canor S. 685 angibt.
56 Wegen Honbaus vgl. oben die erste Anm.
58 demor ot] Ba. 577,23 demorot; die Imperf.- Endung -oe^
-oesy -ot für alle drei Konjugationen ist, nach Foerster, Gh. 2 esp.
S. XXXIX, gewissen pik. Texten eigen, und so wäre von selten
des Reims nichts einzuwenden; demorot hat aber hier Perf.- oder
genauer Plusquamperf.- Bedeutung, weshalb demor ot wohl vorzu-
ziehen. Zur Redensart avoir demor vgl. Jakes de Baisiu, Fiez
d'amours 116 demor a(:amor a)^ 600 On a ens fait demor {: amor).^
60 Konsekutives que vor ja ausgelassen. Der Punkt am
Schluß von 59 in Ba. 577, 32 ist also zu tilgen; mit dem Punkt
bliebe fust unverständlich.
68 — 70 se sont venu] venu paßt nicht zu der Angabe der
Zeitdauer in des Veure de lor relevee Tant con la lune fu levee;
es dürfte tenu zu lesen sein, das zudem reichen Reim mit contenu
bilden würde. ^
1) demorot schien mir hierdurch nicht genügend verdächtigt. — Br.
2) Mit relevee ist wohl das Aufstehen von der Tafel (der Table Reonde)
gemeint, bei der Hunbaut als bevorzugter Gast beim Könige gesessen haben
müßte, re in reface = 'wieder' ist eigentiich zu o'ir parier (77) zu setzen;
der König will eben Hunbaut 'wieder' sprechen hören. — Br.
110
70. 71 fu] fut in Ba. 577,43. 44 ist Druckfehler.
74 Et conmande] A conmande Ba. 578, 2. Die handschriftl.
Lesart läßt sich doch vielleicht halten, wenn man et als Nachsatz
-et auffaßt, welches das durch zwei Zeilen getrennte Subjekt li
rois wieder aufnimmt. Es wäre dieser Gebrauch von et ähnlich
dem von si in Et li inaisnes, si estoit ieus (Aniel 77), wozu Toblers
Anmerkuug einzusehen ist. Man könnte aucli versucht sein, in et
conmande einen koordinierten Satz zu qui mct sa eure zu sehen
und qiä für expletiv zu halten (wovon Tobler, Zs. VIII, 490 = Verm.
Beitr, Nr. 26), aber der Vordersatz quani fu nuü ist solcher Aus-
legung des Relativsatzes zuwider.
87 Qui] Qu'il in Ba. 578, 15 ist verlesen.
89 II = eil, cf. 612.
94 cointe „stolz, hochmütig, frech". Diese Bedeutung findet
sich nicht in Godefroy, Bartsch (wo doch unsere Stelle vorkommt),
noch in andern afz. Glossaren; daß es synonym von orguillcus und
fier ist, geht aus verschiedenen Stellen hervor, z. B. hier oben 2350,
2412, 2638 und 2675, ferner Erec 8875 orguelleus ne — , G. de
Pal. 5493 — ne fier. Diese Bedeutung muß sich aus ., hübsch,
geschmückt" entwickelt haben. Über cointe „kundig" vgl. Diez I,
conto, (j. Paris zu >S'^. Alexis 43b.
96 ja tant niert noble]^ ebenso 714. Über diese elliptische
Ausdrucksweise s. Tobler, Zs. U, 566 — 67 (Venu. Beitr. Nr. 19).
99 que leitet die direkte Rede ein, cf. Diez III, 331*) und be-
sonders Tobler, Verin. Beitr. Nr. 39; cf. 1794.
100 desroi „ungebärdiges Benehmen, Wildheit" wird oft
synonym zu fierte, oi'gueil gebraucht: G. d. Pal. 1785 par son orgu^il,
par son — ; davon abgeleitet (/e5ree;t^ das stehende Beiwort »Sa^^?•e7»a/•s
(s. zu 2780), das übrigens auch vom Pferd gesagt wird, z. B.
Octav. 4194, 4201.
103 es^]e/Ba. 578, 31, verlesen aus handschr. "7. Die handschr.
Lesart beseitigt die bei Ba. angenommene Lücke. Über allodium
cf. Zs. X,267.
106 Da celui offenbar auf Gauvain sich bezieht (107), so ist
zwischen 106 und 107 wohl nur eine kleine Lücke von etwa zwei
Versen anzunehmen, die die Epitheta G.s enthielt (= Ba. 578,34).
115 Mit diesem Vers beginnt bei Ba. ein neuer Abschnitt,
offenbar weil im Kodex eine große Initiale steht. Dem Sinn nach
gehört der Vers 115 aber sowohl zu faire mon 7nesage (114) wie
zu mandrai (116); ich sehe in ihm deshalb ein a/ro xon'oi; - Satz-
glied, auf die Tobler, Zs. 11,570 {Verm. Beitr. Nr. 21) und Zs.
VI, 523 (Verm. Beitr. Nr. 32) aufmerksam gemacht hat, und setze
keine Interpunktion; ähnlich 346. — Otdre les illes wird wohl
kaum in Widerspruch sein mit Enire les illes (99).
111
118 Bei Ba. 579, 2 wird hier wieder eine Lücke angenommen,
ohne Not wie mir scheint, denn was Artus gelobt, wird ja V. 120 — 25
ausgesprochen; auffällig kann nur etwa sein die parenthetische
Stellung der Apposition des Subjekts eil qui li savra aprendre (119)
zwischen dem Verb voe (118) und dessen Objekt (120 — 25).
Dieses Trennen von zwei zusammengehörigen Satzteilen durch einen
dritten ist hier jedoch nicht auffälliger als 143, wo zwischen das
Substantiv sa roube und dessen Attribut d'hermine (144) der Satz
et on li aparelle tritt. Es ist zu beachten, daß in beiden Fällen
das nachgestellte Satzglied (119 und 144) als Ergänzung einen
Eelativsatz bei sich hat, mit dem es eine Zeile für sich in An-
spruch nimmt und sich folglich nicht in die vorhergehende Zeile
hineinzwängen ließ. Dies dürfte die nächste Veranlassung zu der
abnormen Stellung sein. — Von ähnlichen Stellungen handeln
Tobler, Zs. XI, 450 —52, und Foerster zu Erec 552 und S. XL —
Von V in savra, Foerster, ibid. zu 248.
121 ei Service nie face. Ist dieser Satz als koordiniert zu se il
ne vient . . . reprendre aufzufassen, d. h. also gleich nfz. et qu'il me
f, s. ? Dann ist aber das Fehlen der Negation befremdend — oder
haben wir es mit einem Auakoluth zu tun?
128 nus = nos?
131 a un saut] Vgl. an un tenant Yvain 206; zur Bedeu-
tung „Mal" cf. Tobler, Zs. V,207 {Verm. Beitr. 157).
133 felons trespas, ebenso Yvain 7G6 felons passages.
135 plainne une tor d'avoir, Stellung des Adjektivs vor dem
Artikel beachtenswert, ebenso 1238, cf. plaine sa hanste Rol. 1204,
/29,/50,/73,/83,/95, 1498, 1534 — toute plaine sa lanee Aiol 619,
644 usw.
138 qui = cui (Akk.).
140 Pers. poss. Grenit. ohne de {Diez III, 140), ebenso 195,
323, 354, 445, 611, 683, 1608, /21, /82, 1725, 1837, 2151, 2367,
2408, 2492, 2859, 3104, 3110, 3194, 3232, 3568, 3581.
143 li=la li (Diez 111,473*), ebenso 1573, 2151, 2409.
145 — 47 stellen Gauvain als den Helden unseres Romans hin.
149 la canhr. a son oncle, Dat. Boss., ebenso 1846, 2466,
3115, 3459.
162 esprisies mir mibekannt, von Bartsch im Glossar nicht
verzeichnet.
163 et de conpaignon li souvient ist offenbar Ergänzung zu
dem Relativsatz; mit leichtem Anakoluth wird aber in einem Haupt-
satz fortgefahren: „und doch verlangt ihn nach einem Gefährten.^'
182 alos iel\ a Vostel Ba. 580,21. Meine Interpretation des
handschr. alostel wird durch Sinn und Reim empfohlen, die Nach-
setzung von tel (wegen Reims) ist auch sonst zu belegen (Diez III 454,
112
Morf, B. St. in 272) und vergleicht sich mit dem so häufigen de
rien nule 1594, Erec 1227, Guinglain 2589, 2888, G. de Pal.
399, 2827 usw.
184 Da 184 zu 185 gar nicht paßt und die Emendation bei
Bartsch nicht viel bessert, zumal wegen onques, so bleibt nichts
übrig als zwischen 184 und 185 eine Lücke von mindestens zwei
Versen anzunehmen. Das Subjekt, das in 184 sicher ein anderes
ist als in 181 — 83, ist ja auch gar nicht angegeben. Wahrschein-
lich enthielten die ausgefallenen Yerse zunächst die Fortsetzung
des Lobes auf Gauvain , eingeleitet durch Onques a c. n. p. p., dann
wird zur Eüstung der Keise übergegangen sein, was mit 185 Fors
un sorcot sans plus de rohe schlösse. Auf jeden Fall beziehen sich
die letzten Worte auf die Kleidung, und da G.s Rüstung 210 u. ff.
beschrieben, von der der Schwester aber nichts gesagt wird, so
können sie sich wohl nur auf G.s Schwester beziehen und be-
deuten, daß dieselbe sich nur mit einem sorcot ausgerüstet auf die
weite Fahrt begab. ^
186 — 90 Diese Erwähnung Crestiens von Troyes ist schon
von G. Paris, Hist. litt. XXX 23 — 24 und jetzt auch von Foerster,
Erec S. XII als ein weiteres Zeugnis für das Ansehen Crestiens
aufgeführt worden. G. Paris vermutet, Y. 185 Fors un sorcot sans
plus de rohe sei Cr. entlehnt. So viel scheint mir jedoch nur klar,
daß diese wie die vorhergehenden Worte irgendeiner Stelle bei
Cr. ähneln, ob aber wörtlich, ist nicht gesagt. Ähnlichkeit in der
Situation mag unsern Dichter schon veranlaßt haben, sein geistiges
Eigentum zu wahren. In diesem Fall dürfte auf Erec 739 — 41
angespielt sein, wo der Held ja auch auf ein Abenteuer auszieht,
nur begleitet von einer Jungfrau, die ebenfalls ärmlich ausgerüstet
ist für solches Unternehmen. ^ Daß Erec unserm Dichter bekannt
war, geht aus andern (selbst wörtlich) nachgeahmten Stellen hervor
(s. zu 1 — 3, zu 3609 — 12), wie denn überhaupt der Erec von
Cr.s Romanen am meisten Nachahmung gefunden zu haben
scheint. Daß diese Ähnlichkeit mit der Stelle im Erec nur eine
annähernde sein kann, liegt, bei der verdorbenen Überlieferung von
184 — 85, auf der Hand. Noch weitere Schwierigkeiten bieten die
V. 186 — 90, die von G. Paris selbst 1. c. für dunkel erklärt worden
sind; sie etwas zu deuten, wurde in der Einleitung versucht. —
jeter anhesas, hier eigentlicher Spielausdruck (nicht wie gewöhnlich
1) piiet in 184 kann aus der vorhergehenden Zeile stammen. Ich
lese celi ne fist, wodurch die Lücke fallen kann. — Br.
2) Auch auf Erec V. 402 ff . hätte St. hinweisen können, insbesondere
V. 406: N'avoit rohe ne mains ne plus. — Nachträglich sehe ich in den
Materialien St.s den Satz: „Ich sehe in dieser Anspielung auf Crestien
eine Entlehnung von Erec 402 — 6." — Br.
113
in übertragenem Sinn , s. Beispiele bei Godefroy und J. Bodels Congiet
ed. Raynaud, St. Thomas 5840), muß zusammen mit troies „sehr
viel werfen, sehr gut spielen" heißen, ähnlich Bartsch, Chr. 366,15
s'il ne gete troie et as, ü la perdu. — anbesas wie nfz. in einem
"Wort ist vorzuziehen, da es einen Begriff bildet, weshalb denn
sein Prädikat im Singular steht, z. B. Rusteb. II, 93 Or fest il cheu
anbesas (s. Littre). — troie vom Nom, troi mit dem e ursprünglicher
Neutra Plur. zur Bezeichnung einer Kollektivzahl gebildet und daher
im Singular wohl zuerst fem., nachher aber, etwa unter Einfluß
von nonibre, mask. geworden; mask. bezeugt z. B. durch: Gertes tu
te coiiw'is d'un troie (Th. frg. S. 195).
187 Crestien de Troies ist wohl possess. Genitiv ohne de, nicht
pers. Dativ ohne a, da les bei letzterem schwerlich gesagt würde,
sondern etwa ces oder mes.
200 — 1 Nach 201 ist nach ^a. 580,40 eine Lücke, dem
Sinn nach seheint nichts zu fehlen, deshalb habe ich vorgezogen
Que en (200) zu ändern.
212 esporons bei Ba. 580,40 verlesen.
215 errant^ paßt nicht recht, da in der vorhergehenden Zeile
schon erranment und or endroit steht] vielleicht V hauber c jazerant?
Freilich ist damit der reiche Reim noch nicht hergestellt, und
Günther, Ausdrucksweise des af%. Kunstrom. (Diss. Halle 1886)
spricht diesem jaserant ab.
2202
228 hiame, dreisilbig bei Ba. 582, 2 und Glossar, hiame ist
hier sonst zweisilbig (1105, 1350, 1933, ebne 2567, 3499), und
da das Gutsitzen von Kleidern gewöhnlich biett seoir und nicht
mout seoir heißt (209, 623 qui bien li siet, 213 mius siecent^
Öliges 4673 mout li siet bien Vescu%, Fergus 21,33 siet molt bien,
Littre im Histor. von seoir 2. hat nur Beisp. mit bien; statt bien
findet sich auch bei oder belement: belement li siet Karlsr. 16, Rose
834 moult li sist bei; mout li siet ist mir nur aus Erec 766 be-
kannt, wo außer HC alle Hss. bien lesen), so habe ich vorgezogen,
bien einzuschalten. Über ausnahmsweise vorkommendes dreisilbiges
hiame vgl. Tobler, Versbau 40.
229 vous] Ba. Glossar übersetzt es mit bourrelet, in der Anm.
mit figure = voul; bourrelet paßt nun jedenfalls gar nicht, denn es
wird ja auf dem Helm getragen, und dürfte damit ein Federbusch
gemeint sein, denn voiis scheint mir lat. vulsus (volsus) zu ent-
sprechen und zusammenzuhängen mit vousure {Aye d^A. 192/93
Ele avoit afuble un grant mantel hermine, La vousure est d'un
1) S. Glossar. — Br.
2) Wegen porpoint s. Glossar. — Br.
S t li r z i n g e r , Hun1)aut.
lU
paile vermeil) = \2itvolsura „t/X^ct, ^^y^ua" nach DC. 8.7'ufia^ Eneas
748 volsure „Einfassung" {Tohl Ltbl. 1892, 90).i
238/39 S07' le col del ceval . . . Ven porte, cf. 405 und be-
sonders Veng. Rag. 2609 — 11 Gauvain le prent, Si Va monU is-
nelement desus le col de son ceval.
243 oire (mask. und fem.), mask. gesichert durch Reim 292,
somit ist 243, 3412 son oire auch mask. (son allein würde natür-
lich nichts beweisen, da son beim Fem. seit dem Anfange des
13. Jahrhunderts zu belegen ist: son antain in einer Urkunde aus
Tournai 1212 nach P. j^.Ieyer, Rom. XI, 147); fem. gesichert durch
Reim und Metrum 2704 m'oire aconperee^ demnach 249 cele o., 857
ceste 0., 1055 nostre o. ebenfalls fem.
245 a tel gre = Ba.. 582,9] Ms. a tes gre. Die in der Anm.
bei Ba. vorgeschlagene Besserung et si greve^ wohl des reichen
Reimes wegen, ist nicht ansprechend, da Gauvain durch die Reise
gar nicht belästigt zu sein scheint; der reiche Reim ist auch vor-
her schon (165 jjars : escars ^ 215 errant : tenant) nicht gewahrt und
dies wiederholt sich noch öfter nachher: 267, 375, 377 usw. Für
tel spricht Sifaitement en tel maniere 293. Yielleicht ist auch der
Plural a tes gres (: leves) gemeint; der Plural von gre ist ja be-
zeugt, z. B. Bl. d'Oxf. 229 a vos gres(:vos aves).
255 li roi (Nom. Sing.) dem Reime zulieb ohne -s.
257 carcies, bekannte pik. Verhärtung des intervokalischen
und vortonigen Palatals (s. Foerster zu Aiol 369 und S. XI).
268 arestis ist im Nom. belassen worden, da derselbe durch
Einfluß synonymer, mit dem Nom. konstruierter Zeitwörter sich
erklären läßt, wie Diez III 99,4 und Tobler zu Aniel 147 gezeigt
haben. Unser Text würde sonst auch die Änderung talentif : arestif
erlauben.
269 — 70 vielleicht 7i'a rnestiers : teus mestiers (cf. 30 nH a
niestiers)', n'a mestiers erklärt sich natürlich leicht durch n'est
mestiers.
286 sen{t) aliue „beherbergt Verstand" (Intei-pretation Suchiers).
293 Sifaitement in einem Wort nach Tobler GG. A. 1874,
1038; cf. auch Siffaites (Durm. 5201) = it. siffatto.
303 seule, Adjektiv, aufs Substantiv aUein bezogen, statt als
Adverb auf den ganzen Satz, cf. 468, 2441.
306 destraijit] Ms. desirait, cf. E7'€c 3735 einsi se justise et
desiraint.
309 buens kann nur Adjektiv sein, von dem a faire abhängig
ist, wie seine Stellung und a verlangen; soll es heißen: „das Beste
ist leicht zu tun"(?), so bleibt buens mit -s immer auffällig. -
1) Ich halte an vout 'figure' fest. — Br.
2) Der Sinn ist wohl: es empfiehlt sich das Beste Inder Sache zu tun. — Br.
115
319 tin] Ms. ele; mit ele ist der Yers zu lang und el ist
unserm Text unbekannt, entscheidend aber ist, daß die Inversion
des Subjekts ele nicht begründet ist.
326 — 29 Übergang aus indirekter Kede in direkte (wovon
Tobler, Verm. Beitr. Nr. 39, S. 219 — 21). 309 — 25 macht Gauvain
nur einen Vorschlag, der im Yerlauf seiner Rede bei ihm zum
Entschluß geworden zu sein scheint; dies soll wohl durch Änderung
der Redeform angedeutet werden. ^
331 li wohl /'^, da der Sinn dies verlangt. ^
332 Zu ce vgl. Tobler, Zs. IL, 394 Nr. 10, wenn auch der
Fall nicht ganz gleich.
344 Da Qorvain die Schwester G.s anredet, so hat Sire
keinen Sinn; dame zu setzen lag wohl zunächst; da aber 362 und
394 hiele gebraucht wird und sire leichter daraus verlesen sein
kann, so ist dies wohl besser.
347 one poes vos mesiier avoir „ihr könntet mich nötig haben";
avoir mesiier ist oiTenbar zu einem Verbalbegi^iff zusammengewachsen,
der dann den Akk. bei sich hat; gewöhnlich ist die Konstruktion
avoir mesiier a aiwwi „jem. nötig sein". La leur ot Robins grant
mesiier (Bl. d'Oxf. 3007), grant m. nos aves eu (V. Rag. 1615),
g7'ant m. vos porroie avoir (G. de Pal. 3049), aussi m'aront il
bien mesiier (A. Th. frQ. 110).^
345 — 47 Die Ortsbestimmung in 346 gehört zu 345 sowohl
wie zu 347, also ein d/tö zotroi;- Satzglied, cf. 115.^
354 meneme. Über Anlehnung des Pronomens und Abfall des
-s {-%) vgl. Foerster zu Rieh. HB. 763, 1410 und zu Äiol 171,
1070 und Tobler, Vsb. 126 (eles : refuseles). Diese Erscheinung
ist auch wieder dem Norden besonders geläufig; den Beispielen aus
Rieh, li B., Äiol, Trouv. Belg. füge hinzu aus Ch. II esp. 11396,
Äd. de la Haie (laissieme Ba., lÄit. 531, 34. 36, laissiele 540, 32,
estendele 545, 2), aus G. d'Arras (faiiele, ib. 204, 14, laisseli 208, 32),
aus Lai d'Ignaure {nommele, ib. 557,32). Daß sie sich im Neupik.-
Wallon. erhalten hat, bezeugt Sigart, der in seinem Dict. du Walion
de Mons S, 47 (1) bayemme, bayelle, disemme, finille u. ä. aufführt,
wo das Verwachsen des Pronomens mit der Verbalform durch die
1) Mir scheint nur das eine beachtenswert, daß 309 — 325 an Hnnbaut,
326 — 28 aber an Gauvains Schwester gerichtet sind. Das „zeichen vor
309 ist übrigens von Stürzinger, das von ihm vor 326 gesetzte habe ich
getilgt. — Br.
2) Ich beanstande li nicht. — Br.
3) Mir scheint die zunächstliegende Übersetzung: „Ihr könnt mir
dienlich sein" nicht von der Hand zu weisen. Die Konstruktion ist dann
ungezwungen und zudem geht aus dem Folgenden hervor, daß der Ritter
weniger der Dame dienen, als mit ihr seine Freude haben wül. — Ich habe
daher nach amer (345) Punkt gesetzt (wodurch das ccnb xolvov fiel). — Br.
8*
116
Konsonantendoppelung hübsch illustriert wird, genau wie im
Ital. Diese Enklisis soll nach Sigart im Imperat. Sing, erster
Konjugation und bei faites, dites nicht stattfinden, d. h. offenbar
nicht nach unbetonter Silbe; es wäre dies, wenigstens was faites
anlangt, ein Unterschied vom Altpik. Die Sache wird sich hier
wohl verhalten wie im Ital.: die Anlehnung findet zwar auch
bei den Formen mit unbetonter Auslautsilbe statt, aber ohne Kon-
sonantendoppelung.
359 tieg^ bekannte pik. Darstellung von h durch g (s. Foerster
zu Aiol S. LI).
360 — 67 „Bei Gott . . für 1700 Mark Silber würde er sich
nicht bemüht 1 haben, daß ich sein Hiervorbei- Passieren erführe,
denn dabei hätte es kommen müssen, daß ihm bei unserem Zu-
sammentreffen daraus Schaden und Schmach entstanden wäre." Yor
en venist (367) ist also que (Aussagekonjunktion, abhängig von
365) zu ergänzen und li 365 auch oder eigentlich nur von 367
zu verstehen. — chi (364) ist von irespas abhängig, Substantiv
mit verbaler Kraft gemäß seiner Abstammung. — 365 Ist Qui
oder QuHl zu verstehen? il vor folgendem /- wird hier sehr oft
bloß i gesclirieben, anderseits könnte i pleonastisch , auf 366 hin-
weisend, voraufgenommen sein.
371 i] Ms. li. li gibt keinen Sinn, i dagegen wird von la
372 wieder aufgenommen, denn 370 — 73 verstehe ich: „Mir scheint,
es müßte da sehr schief gehen, wo nur ein Deut ihres Wertes
fallen würde, einzig und allein durch euere Anstrengung."
374 Yier Adjektive vor dem Substantiv.
376 — 78 Oder soll nach mius (376) Komma stehen und vor
Se (378) que (quam) ergänzt werden?
395 Ähnlich Nu cremons un oef de colon (Trois Enn. 572 in
Rom. 1887, S. 11), ne pris un oef {Escanor 206), cf. 1926 und
Aiol Gloss.
396 cestui (seil, hien).^ ebenso 785 cestui [mesfait\.
399 — 400 vostre cors = vos (s. Diez 111,66 und Tobler, Zs.
1, 14), deshalb denn auch das Prädikat im Relativs. estes (400) statt
est ist; cf. 1598.
402 plait kann 1. Sing. Ind. oder 3. Sing. Konj. sein, und je
nachdem ist handschr. G. als Gavain oder Gauvains zu lesen. In
dem Nachsatz si Ven tenra on raison verlangt li, das sich ja nur
auf Gauvain beziehen kann, daß dieser Subjekt des vorhergehenden
Satzes sei, also plait Gauvains zu lesen, das dann heißt: „Nun
mag Gauvain Prozeß anstrengen, man wird ihm darüber dann schon
Rede stehen."
1) S. Glossar. — Br.
117
420 Über cntre . . et m Begleitung von Subjekts- oder Objekts-
kasus s. Foerster zu Äiol 2167. — Dieser Yers bringt außerdem
einen weiteren Beleg für die von Tobler, Zs. YI, 524 (Verm. Beitr.
Nr. 33) besprochene Erscheinung einer nachträglichen Erweiterung
eines Satzteiles, hier des Subjekts (Mesire Gauvains 418), deren
noch eine ganze Reihe in unserem Text vorkommen, z. B. 542, 723,
838, /39, 1142, /43, 1148 — 51, 1175, 1707, 1726, /27, 2125,
2521, 2867, 3153. Ähnlich, nur etwas einfacher und deshalb als
Vorstufe zu unserer Erscheinung anzusehen, ist 2977/78, wo der
schon genannte Satzteil nicht durch ein Pronomen wieder aufge-
nommen wird. — Der Fall in V. 420 hat außerdem noch das
Eigentümliche, daß mit der Erweiterung zugleich ein Konstruk-
tionswechsel stattfindet; der erweiterte Satzteil tritt zugleich in ein
neues Satzgefüge ein mit anders konstruierendem Verb.
422 Ses en prie] pr'ier mit Dat. oder Akk. konstruiert {Diex
III, 133).
426 ceval d'Espagne, ebenso 1108; neben den Araber- und
Grascognerpf erden sind die spanischen am häufigsten genannt: eh.
d'Espaigne (Yvain 2330, Charr. 6776, Guingl 5961, Ätre 5788,
Gh. II esp. 1760, Glaris [Gloss.]), espanois (Erec 124, Gh. II e.
2768, 4633), auch destrier arragon (Pc. 27 230, Blanc. 4177).
427 anuiels ist yfohl = anuies ,, ermüdet" (Rol. 2484 Noz
cheval sont las et enuiet), wenn nicht enuieus im Sinn von enuiet
gebraucht werden kann, etwa wie enuiant, das Tobler, Zs. I, 23
(Verm. Beitr. 42) aufführt. Die Form anueiise 901 ohne i dürfte
gegen anuiels sprechen.
428 sans asens wohl synonym von di'oite voie; wie aber
kommt asens zu der Bedeutung? Cf. a asens „querfeldein"? 2398.^
434.2
437 Nach diesem Vers wohl eine Lücke, denn V. 438, der
nach einer freundlichen Mitteilung Suchiers vielleicht bedeutet:
„Aber ein Toller, der halsstarrig ist", kann sich, wie V. 440 übrigens
ausdrücklich gesagt wird, nur auf Gauvain und Hunbaut beziehen;
diese scharfen Worte sind aber ganz unmotiviert und unbegreiflich,
wenn nicht vorher eine Provokation vorgekommen ist von selten
Gauvains oder Hunbauts, wahrscheinlich von ersterem, da Hunbaut
(448 ff.) ja akzeptiert und Gauvain hier nicht immer in der Rolle
des „sage Chevalier" bleibt.
445 Vosiel Saint Julien „gute Herberge". (Über S. Julianus
hospitator, Beschützer der Reisenden und Spielleute, s. Acta SS.
29. Jan., Legenda aurea 27. Jan., Vinc. de Beauvais IX, 115).
1) S. Glossar. — Br.
2) erent (=oirrent) arme kann bleiben, s. Cliges 4511 ere (3. Präs.) S,
erre AMCR. — Br.
118
Älmlich Ch. d. d. d. Norm. 16576 — 77 Mais n^avreiz pas tant sai
je hien Ennuit Vostel Saint Julien, Rose 8872 Ainsinc m'äist Saint
JuUens Qui pelerins errans herber ge^ weitere Beispiele s. Rom. XI,
577, 3, Giorn. stör. d. lett. it. 1886, S. 179 — 87, Rom. XYII, 610.
Im gleichen Sinne wird auch, obschon seltener, Vostel Saint Martin
gebraucht, z. B. Montaiglon, Fahl. Y, 87. 94, Fl. & Bl. (ed. E. du
Meril) S. 44.
450 Mit Foerster nehme ich nach diesem Vers wieder eine
Lücke an, da Y. 452 sonst unvermittelt vom Dialog in die Er-
zählung überginge, was sonst im Text nicht vorkommt.
456 Über menee vgl. Foerster zu Aiol 901; besonders häufig
ist soner la menee.
465 paut „potuit", dazu vgl, Suchier, Zs. II, 266.
468 biel Adj. in adv. Bedeutung, ebenso 508 (Diez 111,9 — 10).
483 anakoluthisch an 482 angereiht.
489 por ce que mit Konj. „damit".
501 recovrier^ dazu vgl. Foerster zu Aiol 135.
507 poi mit de^ et petit 1885.
508 Das Steigerungsadverb mout, das zum Adv. hiel gehört,
vor das Yerb. finit. gestellt wie gewöhnlich (cf. Morf , R. Stud. III,
289. 291), ebenso 1607, 502 par, 504 tant; sodann die adv. Be-
stimmung statt zum Yerb. (Inf.) vor das Obj., da dieses dem Inf.
selbst vorangeht.
517 jeune (fem.), es ist eben jejuna (neutr. plur.) für klass.
lat. jejunia.
518 Das handschr. est a voir jeune kann unmöglich richtig
sein, a jeüne ist ein Begriff, der nicht durch ein, gar nicht speziell
dazugehöriges, Satzglied auseinandergerissen werden kann.
525 fores, Sing, oder Plur., d. h. -st = -s oder pik. -sts^-s?
Wohl letzteres.
530 sacent ^ sachant (Adj., cf. dames sachans Octav. 109). Zu
estre mit Part. Präs. vgl. Diez III, 199; wegen des e in sacent cf.
vivent Aiol 329, 344, enfent Aue. 28, 18 und Suchiers Bemerkung
S. 66, Nr. 21.
534 Que „damit" mit Konj.
539 tot amont tautologisch zu el cief des autres, cf. 1089,
1254, 1679, /80, 1827, 1860/1, 2286.
541 si con moi sanhle; moi und me werden in diesen und
ähnlichen Redensarten (z. B. ce poise moi) nebeneinander gebraucht.
542 Vos et li, Erweiterung des Subj., vgl. Anm. zu 420.
545 de Chevalier = la venue de ch. , Auslassung des Subst., das
einen attributiven Genitiv regiert (worüber Tobler, Zs. II, 557 f.
= F. Ä 91 mit Angabe der Lit.), ähnlich 592, 2660. — que sace,
Konj. der Einräumung wie Tobler, Zs. XI, 442 — 44 gezeigt hat.
119
548 le weist pleonastisch auf 550 — 52 hin.
559 XXX et I semainne, das Subst. nur zu une konstruiert
wie gewöhnlich im Afz. (s. Knösel, Afo. Zahlwort, S. 54).
568 Mit dem sinnlosen handschr. soit ist der Y. zu kurz,
[/e/•]o^7 dürfte beidem gerecht werden.
576 [sc\ durch Sinn und Metrum gefordert.
577 fera = ferai, Sinn: „Wenn der Schloßherr mich erwischt,
so werde ich mich bei keinem beklagen", [denn dann hab ich es
selbst verschuldet].
590 7nöt „viel", ebenso 820; diese in Burg., Lothr., Champ.,
Pik. und Wall, heimische Nebenform von mout ist schon öfters
besprochen (s. P. Meyer, Rom. YI, 45 zum Ms. bourguignon, Foerster
zu Ch. II e. 30 mit Beisp. aus Bibh Guiot [äußerst zahlreich, ein-
mal im Reim], Dolop. und Watriqiiet, Ulbrich, Zs, 11,546 aus Ren.
le nouv., wozu G. Paris, Rom. YIII, 296, Görlich, Bgd. Dial. S. 104
aus bgd. Urk.); mont sehr häufig in dem bgd. -champ. Cambridger
Ms., von dem P. Meyer, i?om, YIII, 310 ff., Auszüge gegeben hat,
in Wace Cong. 19, 37, 41, 46, 54, 62, in Quinze S. 263, in
G.d'Ängl.20, 21, 28, 29, 37, 52,90,204, 3248, 3250, 3252, 3259,
3272, in Voiage du Comte de Pontieu ed. Meon, iY i?. 1, 437, 453 u. Ö. ;
monteploie Bodel, S. Nie. (A. Th. fr9. 163), monteplit (ib. 78).
591 navie, mask. oder fem.?; daß beide vorkommen, zeigte
Foerster, Zs. I, 147.
592 De Monpellier = de la rente d. M., s. zu 545. — Mon-
pellier und Pavie durch ihren Reichtum berühmt: Vor de M. Berte
325, Octav. 2212; Vor de Pavie G. de Bg. 543, Floov. 273.
595 D et X]y Ms. Dlx] eine cent et soissante gibt zwei Silben
zu viel. Bei meiner Änderung habe ich angenommen, daß vom
Kopisten handschr. 7 (Abkürzung für et) in / verlesen worden sei.
Es ist freilich zu bedenken, daß dieses et bei in Ziffern darge-
stellten Zahlen (und Ziffern müssen es auch in der Yorlage ge-
wesen sein) meist nicht gesetzt wird. Yielleicht darf man auch
lesen DIX, vorausgesetzt, daß nuef in solchen allgemeinen Zahl-
angaben gebraucht würde. — respondre „entrichten, abtragen",
cf. lat. respondere „solvere, reddere" (DC), span. responder „ent-
richten, bezahlen, ergeben".
586 — 95 sind Worte des Dichters, nicht etwa Hunbauts, daher
keine Einführung.
598 Daß pammoier nicht bloß „tenir dans la main" heißt,
wie Littre (s. paumer und paumoyer) und andere angeben , sondern
auch „Handschlag geben", welche Bedeutung Godefroy z. B. auch
nicht verzeichnet, geht aus Stellen wie die in J. Bodels Sohais
desvez 138 — 40 und 171 — 74 (Meon, N. R. I, 297, 298 und Mont.
Fabl.Yj 190) zur Evidenz hervor; cf. iial. palmata^ span. -port. pa/mear.
120
604 — 5 Subj. im Plur., Präd. im Sing., indem an jeden ein-
zelnen gedacht wird, wie das cascuns ausdrücklich angibt, ähnlich
2839 und Mousket 19227 Et si cofipaignon apries lui Ceval avoit^
n'i ot celui (cf. Anm. 45).
610 Et=si.
612 il = cil wie 89.
621 ne m'est mestiers, nie eth. Dativ.
622 Über die Verwendung von Kreide bei Kleidungsstücken
s. Foerster zu Yvain 1885.
626 Subjektswechsel in dem durch si eingeleiteten Nachsatz,
ohne daß derselbe durch ein eil oder ähnlich angedeutet wäre, ähn-
lich 1156 — 57, 1226.
628 ki = cui.
636 pres ^=prests. — et quis ist koordiniert zu enquis, nicht
zu p'es , denn 635 — 37 bedeuten: „Er hat nachgefragt, ob das
Essen bereit sei, und verlangt [wenn es fertig sei], daß man es
ihm melde." Altfr. ist es ja fast Regel, daß zwei durch et ver-
bundene Satzglieder (wie hier 1. die Prädikate) nicht unmittelbar
aufeinanderfolgen, sondern dem ersten werden alle ihm zugehörigen
Satzglieder oder selbst Sätze (wie hier 636) beigegeben und dann
erst folgt et mit dem koordinierten Satzglied, vgl. 1825/6 Je irai
a Vun de\l\s secors et traira (= irairai) del ceval le cors, 2641 Cele
en aoure Diu et loe, Aiol 566 peu m'a apris d'estor et ensaignUj
2761 Se li dist son mesage et conte, ebenso Veng. Bag. 1239, 1669,
2785, Toudis a ele este trop veule, Warnier^ si m'dit Diex et sote
(Ä. Th. frg. 130); — 2. Subjekte: 2977 Li rois Artus les aient et
si conpaignon, B. Conde II, 136, 107 On cuide . . que loiaiites i
maigne et fois^ Ch. II e. 9401 Dusc'a L cJievalier s'aprocent d'aus
et escuier; — 3. Objekte: 1028 Derverie aves fait et rage, 3397 puis
si ont fait le roi coucier Et ses conpaignons ^ 3559 Grant painne
{en) ai tu et dolor; — 4. Adjektive: 2669 hon clievaliers et hiel, 3038
a hiel Chevalier et a cointe. Die Ausdrucksweise macht den Ein-
druck des Unfertigen, wie die in 45, 420, 604 — 5 berührten; sie
scheint dem Streben nach Einfachheit und Klarheit entsprungen,
indem zuerst eine Idee mit all ihren Zutaten erledigt wird, bevor
eine zweite hinzukommen darf, die dieselben Zugaben bei sich hat,
die aber auch noch andere hinzunehmen könnte (wodurch Kom-
plikation, wo nicht Verwirrung in die Konstruktion käme), wie denn
gerade in unserem Beispiel das zweite Verb quis zu dem gemein-
samen se li mangiers est pres noch die eigene Ergänzung que
noviele Ven fust aprise bei sich hat.
642 S071 per; über die männliche Form son per, auch wenn
es auf ein weibliches Wesen sich bezieht und umgekehrt, s. Tobler,
Zs. V, 196= Verm.Beitr. 140.
121
643 biaule ist die von Natur verliehene Schönheit, afaitement
jede menschliche „Zutat" zur Ausschmückung des Geistes sowohl
(durch Erziehung) wie des Körpers (durch Erziehung und besonders
auch durch Kleidung); „Anmut" dürfte demnach dem vieldeutigen
Wort am besten entsprechen.
646 — 47 le = la, das dann 647 zur Bekräftigung noch in
seinen einzelnen Teilen wiederholt wird, h'as, cors usw. sind also
keine Akk. der Beziehung, sondern wie le von faire abhängig.
651 bien seant „wohlgefällig" (s. Tobler, Zs. I, 24 = Ferm.
Beitr. 43), ebenso 1782.
652 sont entetitive la gent] Prädikatsverb im Plur., Prädikats-
adjektiv im Sing., ähnlich 3153 — 54 tos premerains neben es-
gardereiit. Ähnlichen Unterschied in der Behandlung von Verb und
prädikat. Bestimmung wies Tobler, Zs. YIII, 482 (Verm. Beitr.
Nr. 34) nach.
655 eine Silbe zu viel; mir scheint de leichter zu entbehren
als Que.
656 Que = qui, s. Tobler, Zs. II, 563, 1 = Verm. Beitr. 103, 1
und Pietsch, Af. Relat. S. 20.
666 d7'ois] Ms. deis mit weit hinaufreichendem i ohne Akzent,
so daß auch dels oder gar dess gelesen werden kann; mit diesen
drei Lesarten weiß ich nichts anzufangen, daher die radikale
Änderung in drois.
668 plus fit esgardes dkm leit] de steht hier in doppelter
Funktion: „von mehr als einer Seite wurde er angeschaut", also
den von Tobler, Z^. YI, 520 — 21 (Ferm. ^e^^r. 181 — 84) be-
sprochenen Fällen als neuer hinzuzufügen, außerdem sei die Stellung
von phis vor dem Prädikat und so getrennt von seiner Ergänzung
bemerkt, was durch die Abhängigkeit derselben Ergänzung vom
Prädikat begründet sein dürfte; cf. 1768.
671 — 72 „Sein Herz bittet und rät ihm, was er sie bitten
und von ihr verlangen soll und [daß] er keine schönere Gelegen-
heit suchen soll"; 672 ist also que „daß" zu ergänzen aus dem
que „was" 671.
673.1
678 en pense „betrübt"?, cf. pensif synonym von tristre (Trist.
I, 19. 310).2
712 por mes c'on lor asiece] por mit Subst. und que kon-
zessiv {Diez in, 367).
714 ja tant nHert, cf. 96.
722 a Nieole „weit weg", ebenso Ch. II e. 11402 Cil ki vosist
estre a N. oder Ferg. 90, 27 mius li venisi estre a Dinant.
1) Vgl. 2484: Si dist ases ^o qui li siet. — Br.
2) S. Glossar. — Br.
122
732 qu'i = qu'il.
734 fo7it traire = traient (Tobler, Zs.l^ll = Verm.Beitr.ld — 22).
735 fu ist auf jedea Fall zu streichen, termes kann wohl
stehen bleiben, sei es, daß terme gelesen oder bei termes über
das -s hinweg elidiert werden kann (s. Tobler, Vsb. 53/4); sonst
könnte auch einfach ians eingesetzt werden, lius et tans und tans
et eure sind ja stehende Eedensarten.
742 sont = se sont (Tobler zu Aniel 166).
746 Li sires en vini] besser sire s'en^ da z. B. 798 sire
neben allerdings häufigerem sires vorkommt.
763 s'ire ist wegen des reichen Reimes beizubehalten, riche[s]
macht ja die Silbenzahl voll.
778 se kann nicht für si stehen und esfmi nicht wohl für
esforst (von esforcier)^ darf etwa se Ven est fort gelesen werden? ^
784 vos neben tu 783, cf. 3356 u. 3358, 1595 u. 1597/8.
787 nus = nos; außerdem Subjektswechsel.
806 — 7 Diese Zeilen müssen Worte des Eice honme sein,
wenn sie auch nicht als solche eingeführt sind.
844 Das r in pere ist hoch, so daß es einem s ziemlich
ähnelt; das hat mich bestimmt, pense zu emendieren, detnourer .sagt
mir auch nicht besonders zu.
848 lai=lait, wie z. B. Hörn 4423 in ai-Tirade, wo auch
plai steht; häufig doi im Reim für doit „digitum".
855 Bekanntes Sprichwort.
857 Que „als daß" in scheinbarer Doppelfunktion, s. Tobler,
Z6-. VI, 521 — 23 {Verm. Beitr. 1846); ebenso 1641, 2074, /83,
ähnlich 1749, 1789.
860 aprison von aprendre wie prison von ptrendre; gleich-
bedeutend aprise, z. B. G-. de Biblesw., i?o??i. XIII, 502, nur daß
aprison die einmalige „Unterweisung", aprise die fortgesetzte be-
deutet.
863 Von timere scheinen sich nur der prohib. Imper. 2. Pers.
Sing, und Plur. erhalten zu haben, und fast nur auf norm.-anglon.
Gebiet (s. Foerster zu Erec 5045 und G. Paris, Rom. XX, 151,
deren Beisp. noch eins aus einem Cambr. Ms. nach Michel, J.. Th.
frg. 182* hinzuzufügen wäre); gestützt auf ne tamez in Erec 5045
habe ich dies Wort hier eingeführt, das mir durch den reichen
Reim geboten zu sein schien; paläogr. ist ja nichts einzuwenden.
872, 874, 884 Die Emendationen dieser 3 V. wohl selbst-
verständlich.
887 SHl = se il gibt keinen Sinn, si il läßt die Wortstellung
nicht zu, man lese daher CiL
1) S. Glossai-. — Br.
123
892 u vos estes „wo ihr hinauswollt", vos reflex.?
896 mener por fol „wie einen Törichten behandeln, dafür
halten".
897 Die Korrektur durch Sinn und Reim geboten.
903 preu „viel, genug" wie Erec 1486 (s. Foerster, Anm. u.
Diez III, 150).
905 has „vorgerückt" bei Tagesstunden von Mittag an (be-
sonders häufig: none hasse Yvain 5890, Aiol 1294 und Anm. dazu,
hasse nonne Ch. II e. 11292); von derselben Vorstellung, dem Stand
der Sonne, ausgehend, wird gleichbedeutend haut von den Vor-
mittagsstunden, besonders wieder von tierce, gesagt. — müdi ist,
da es trotz mie masc, ein Wort.
907 Die ersten drei Worte schwer leserlich und jedenfalls
verderbt.
917 fehlt eine Silbe, par dejoste oder sön euvre würden das
Metrum befriedigen, gegen et ist aber weniger einzuwenden.
919 consel vergleicht sich mhd. „rät", nhd. „Rat" in rät hdn,
Rat ivissen.
922 Handsclir. Joint ist sinnlos und konstruktionswidrig, point
paßt zu beiden und gibt zudem reichen Reim.
927 haste „Braten" ist mask. und fem. (s. Gloss. und Hofm.
zu /. de Bl. 815, Foerster zu Aiol 4041), auch im prov. vorhd.,
s. Suchier, Dkm. pr. Lit. (Grloss. aste, wo man asta erwartete).
933 Daß handschr. Et une löge in En u, l. zu ändern, geht
aus 952 und 903 hervor.
936 dusqit'a F/], über diesen präpositionalen Nom. vgl. Foerster
zu Ch. II e. 6524 u. S. LXI, Tobler, Jhb. XV, 256 u. Verm. Beitr.
221—22.
937 li doi], Artikel (i)«e;?; III, 42, 20), ebenso 1809, 1811.
940 en pleonastisch auf das Folgende hinweisend, ebenso 1088.
942 Zur Wortstellung vgl. 636.
949 Oveuc mon eus^=-a m. o.
960 iVe truis que mangier {Diez III, 230).
961 Über juner neben j'euner (Gloss.) s. G. Paris, Born. VIII,
96, 97, z. B. (auch nebeneinander) F. Eag. 755 june, 631 jeuner.
962 qui = cui.
964 Die volle Form ent in invertierter Stellung in pik. Texten
häufig, z. B. Aiol 1591, 2099, 2153, 3038, 3169, 3172, 5874,
8299, 8862, Durm. 1535, Mousk 14197, Ad. de la K: Ves ent
chi un (A. Th. frg. 63, 83), maine Vent ib. 72, 84, 85, 98, anons
nous ent (: argent)^ ib. 72, reva fent (: argent) ib. 61, H. de Val. (Ba.
Litt. 103,18; 106,4; 199,22), guardes vous ent (: gent) G. de
Dargies, ib. 498, 5.
124
968 Unsere Interpretation des handschr. aiioi donnor wird
durch 1168 bestätigt; zudem ist es eine beliebte Redensart, cf.
Yvaiji 1672 De vostre enor vos ressovaingne!
985 fehlt eine Silbe; 'prist (984) kann dem Sinn nach nicht
das Yerb zu XI pas sein, eine einsilbige Yerbalform ist also sicher
zu ergänzen, und da paßt ti-aist sehr gut: Schwierigkeit könnte
aber die Elision des e von dem ebenfalls zu ergänzenden le machen,
da einzelne Dichter, wie z. B. 3Iarie de F. (Warnke, S. XXYII),
in der Inversion dies nicht zulassen, während andere (Rol. 464
Geiet Va terre, 1224 Ot VOliviers) dies gestatten. Sollte unser
Text zu den ersteren gehören, so wäre XI in X oder IX zu ändern.
987 Zu tor „Mal" s. Tobler, Zs. Y, 206 {Verm. Beitr. 155).
991 keiies „Kinnladen", ebenso geschrieben in Vie de J. B.
{Rom. 1877, 328), dagegen caine {larene, 1. ase7ie) Meon, N. R.
I, 297, 140; cane Mont. Fabl I, 149. Davon kenee (Diez 11,359,4
und DC. s. quenneya)^ dann nfz. quenotte und vielleicht auch ricaner.
— Daß cuers in cuirs geändert werden muß, verlangt der Sinn
und bestätigt Y. 1125.
995 Der reiche Reim gibt wieder die Korrektur an.
996 Mit tost muß tos oder tot gemeint sein; 1158, 1316,
1710 und 3451 entscheiden zugunsten von tos.
1003 auques ne mains, wohl synonym von p^u^ ^^ mains,
das Tobler, Äniel 177 erwähnt.
1007 Zu diesem Yers fehlt der Reimvers; nach dem Reim-
wort lis zu schließen, dürfte in dem oder den verlorenen Yersen
vom „Bett" die Rede gewesen sein, wozu Y. 1009 ganz gut
passen würde.
1032 en es les pas] fast stets les in unserm Text; zum Aus-
druck vgl. cn es Veure (häufig), en es le jor (Erec 1893).
1036 enfrum „mürrisch, griesgrämig" wird hier gemeint sein,
nicht „Fresser, Schlemmer", wenn auch derselbe dem Gauv. nichts
von seinem Essen abgeben will. Das Wort hat Doppelformen
(mask.: enfrum, enfrun und enfrume'^.^ fem.: enfrume und enfrune),
durch zahlreiche Beispiele bei Godefr. und DC. s. Infrontatus und
infrunüus belegt; die Begrilfsentwicklung ist jedoch nicht „morose,
avide, avare", sondern „glouton, avare, morose"; letztere ist dann
auch auf Dinge ausgedehnt worden, woher die Bedeutung „wider-
wärtig" wie öfter bei Beaumanoir und Deschamps.
1037 entrepris vom intr. entrepreiidre „sich vergehen" (Tobler,
Verm. Beitr. 129).
1041 Das Objekt zu porchacier ist zu ergänzen.
1043 esbatre ohne refl. Pron., weil der vorhergehende Inf. ein
solches auch nicht hat (Tobler, G.G.A. 1875, 1070).
1051 faire ist verb. vicarium.
125
1065 Dieser Vers gehört zu ot, nicht zu s'esmervelle , das
koordiniert ist zu Et dist 1066; also wieder eine nachträgliche
Ergänzung wie 420.
1066 esforter „auf muntern" (?) , cf. span. e5/br;?;ar „aufmuntern".^
1069 Handschr. maijuent ist vielleicht mainjuent zu lesen.
1075 — 76 Zwischen diesen beiden Yersen scheint mir eine
Lücke zu sein, deshalb gebe ich die handschr. Lesart, verderbt
wie sie ist, wieder.
1080 rendu ,, Mönch", zur Bedeutungsentwicklung dieses
Wortes vgl. DC. redditus 1., it. renduto (Dante, Pg. XX, 54, wo freilich
das Wort Gallizismus sein könnte, da H. Capet spricht, der Y. 48
auch giuggia „judicat" gebraucht).
1082 escrois, it. scroscio, Verbalsubst. , im Afz. besonders,
wie hier, vom „Krachen" der Waffen gebraucht {on puet oir les
esc7'ois des lances, Durm. 7764), während das Simplex crois mehr
vom „Knirschen" der Zähne gesagt wird, s. Suchier ziiReimpred. lOle
und Tobler, Z^. IV, 163.
1083.2
1087 tant vaut il mius = niz. „tant mieux", ü also unpers.
1088 en weist pleonast. auf 1090, s. 940.
1089 enthält eine Tautologie.
1090 san ist natürlich durch das darüberstehende sans hier
hineingekommen. — de Gascogne gehört zu fe7% über ähnliche Aus-
drücke s. DC, ferrum.
1091 Dieser Vers reiht sich sehr unvermittelt an den vorigen,
fehlt etwas?
1105 laissies = lacies „laces", während 1106 laissies = laschies
„läches".
1107 der „licht, in lichten Eeihen" ; die Bedeutungsentwicklung
im deutschen wie im französischen Wort dieselbe, indem eine Emp-
findung des Gehörssinns auf den Gesichtssinn ausgedehnt ward; nfz. er-
halten ixidair-seme^ ec/a^Vc^r (z. B. Hardy, Elmire 21^)] den Gegensatz
zu venir der bilden Eedensarten wie: Si chevalchent estreit (Rol. 1001).
1142 — 43 Et je et vos^ Erweiterung des Subj., s. zu 420.
1150 encontre „Begegnung" wie Yvain 1867, s. d., cf. ital.
incontro (m.), portug. encontro, span. encuentro (m.).
1156 — 57 das erste ü (1156) geht auf Hunbaut, das zweite
il (1157) dagegen auf den Gegner, also wieder ein Subjektswechsel
wie 626.
1166 veu verstößt gegen den Sinn und reichen Reim, auch
aies ist zweifelhaft, ich weiß keine Besserung. — en conduit prendre
1) Hunbaut ist Dativ; s. Glossar. — Br.
2) venres = mrres gehört zur dial. Schreibung unseres Textes und ist
nicht zu ändern (nach Eoerster); vgl. 319, 326, 1040, *2508 und 3394. — Br.
126
„in Obhut nehmen", also eigentlich sauf conduit oder sauvegarde,
wie G. Paris, Hist. litt. XXX, 50 es übersetzt.
1173 une masse^ adv. Akk., daher dessen Beziehungswort Che-
valiers ohne de.
1175 vos et vcsire gent^ Erweiterung, s. zu 420.
1180 Ch' f altes ... ist wohl Imper., es hätte also dann
hier ein Übergang von indirekter, mit Que (1178) eingeleiteter
Eede in direkte statt und wäre auf Tobler, Verm. Beiir. Nr. 5 zu
verweisen.
1183 aeuvre = „adoperat" oder = „adoperit"? Wohl ersteres.^
1192 non a] non in der Antwort begleitet vom Hilfszeitwort
ohne Yerbum oder vom stellvertretenden faire ^ also jedenfalls von
einem nebenbetonten (Diez III, 436; Perle ^ Zs. IL 2).
1193 il unpersönlich. 2
1194 — 95 Sprichwortliche Redensart?
1196 Dieser Vers kann sich doch nur auf Gauvain beziehen,
est müßte dann allerdings Perfekt -Bedeutung haben, wie ist aber
metre a raison zu verstehen ?-'^
1204 — 05 Die beiden Yerse lassen sich nicht vereinigen, in
1204 spricht noch Hunhaut, 1205 sind es aber offenbar die Be-
gleiter des rice hom, also eine Lücke.
1206 gage ploier „pignori ponere" nach DC. s. vadium und
plicare und emenda 1., also = gage tendre 1208; ibid. s. plegius
(plejus) wird freilich ploier auch als verderbte Form von pleier
„plegiare" erklärt, welch letztere Deutung die Benediktiner wieder
in Zweifel ziehen. Frz. pleiger^ engl, to pledge sprechen für plegiare,
und da im Osten ploige „plegius" belegt ist, so kann auch ein
ploi(g)ier existiert haben.
1221 s'en^ vielleicht besser si'n zu lesen?
1223 en von Personen gebraucht, wie bekannt, ebenso 1746,
1848, 1863, 2012, /42, 2167, 2327, 2332.
1226 Subjekt ist natürlich der riche hon, also wieder Subjekts-
wechsel ohne jegliche Andeutung wie 626.
1236 doit umschreibt das Futur, cf. Weber, Gebr. von devoir
usw. S. 10.
1238 plainne une maison d^avoir, Stellung wie 135.
1242 Hunhaut ist Dat. zu dire, me dagegen Dat. ethic; pars.
Dat. ohne a auch 1562, 2437, 2467.
1243 amer dürfte wohl her „loben" zu lesen sein des Reimes
wegen, es paßt zudem besser zu prisier.
1) S. Glossar. — Br.
2) Ich halte es für pers. — Br.
3) = anreden; vgl. V. 953. — Br.
127
1252 Que diroie? Typische "Wendung bei Einführung des
Schlusses einer Rede, deutlicher noch ausgedrückt in Que vos froie
longes noveles (Q-uinglain 3627).
1254 Häufung tautologischer Ausdrücke, cf. 539, 1089.
1255 Que lehnt sich an erranment an, wie dasselbe que an
andere Adverbia anknüpft, s. Tobler, Zs. II, 392 = Veron. Beitr. 51.
1256 jpor ce 7'ecorde?'^
1269 que im Sinne von „wie" gebraucht, vielleicht unter
Einfluß von Redensarten wie ne sai que faire.
1271 Ist Barlet bei Montpellier gemeint? Kaum, wohl eher
die noch heute nicht unbedeutende Hafen- und Handelsstadt Bar-
letta in Äj)ulie7i (Terra di Bari).
1280 si für handschr. li wird durch con (1281) gestützt.
1302 si vit für handschr. siuient oder simeut weicht stark
vom Schriftbild ab, auch ist das si hier, da in der nächsten Zeile
ja wieder ein Nachsatz -s?^ kommt, nicht recht am Platz.
1305 — 06 il vint für handschr. isiut ist naheliegend, da das
hohe f sehr leicht aus l und der Abkürzung von n verlesen sein kann.
1318 esfroi, das durch den reichen Reim gesichert ist, wird
in Verbindung mit entente wohl am besten mit „Eifer" übersetzt;
für die Begriffsentwicklung „Störung, Mühe, Bemühung, Eifer"
vgl. engl, trouhle.
1339 Qui „si quis", während Qui 1341 sich auf cointe
1338 bezieht.
1343 = sHl vient en ceste terre'^ Inversion zum Zweck der
Hervorhebung (cf. Rol. 882, 1059, 1427, 1731, 3902), i pleon.
zurückweisend (ähnlich Die% 111^ 4,1^ — 75).
1362 soufrir „Aufschub, Frist erteilen", ebenso 1392 — 95,
cf. neufrz. souffrance „Vergünstigung, Aufschub, Frist". Es ist
wohl von soufrir „leiden, gestatten" auszugehen; wie neufrz. se
soufrir „gegenseitig Nachsicht üben" heißt, so wurde früher soufrir
„nachsichtig sein" gebraucht.
1368 le pleonast. das Obj. celui (1369) voraufnehmend, cf. 548.
1375 Mit der ais ist jedenfalls ein „Steg" (cf. planche 1442
und Äiol) gemeint über den Graben, auf welchem Gauvain und
Hunbaut nachher (1450) in die Stadt kommen, sonst hätte das
Streiten mit dem escacier ja keinen Sinn.
1376 Qui ot de le für handschr. Mo7t ensient weicht stark
vom Schriftbild ab; nach Y. 1377 — 78 muß aber hier die Breite
des Brettes angegeben sein, und da mir keine Lücke vorhanden
zu sein scheint, so ist das überflüssige Mon ensient zu bessern;
zudem wäre ja auch mien ensient (wie 2879 steht) zu erwarten.
1) S. Glossar. — Br.
128
1383 metre a eus^ synonym zu despendre, welch letzteres
durch den reichen Eeim gesichert ist; despendre häufig, aber hier
nicht wie bei Godefroy „employer", sondern „vernichten ".^
1384 destanroit oder destauroit paßt nicht, es ist wohl despen-
roit zu lesen. 1
1385 „Er ist so arglistig, daß man es nicht glaubt (daß es
nicht zu glauben ist)."
1392 Car beim Imper. {Diez III, 214).
1394 si] handschr. sa^ das keinen Sinn gibt und sich auch
nicht zu pa oder la bessern läßt, daher si; über dieses si nach
puis und ähnlichen adv. Bestimmungen vgl. Diez in, 405**, Tobler
zu Äniel 17 j ebenso Ei puis si 2024.
1397 si wieder für handschr. sa zu lesen oder \ielleicht ja?^
sifaitement 1403 dürfte für si sprechen.
1417 — 18 riber^ sb. ribe, kann hier nur „sich im Streit
messen, streiten" bedeuten; wenn das Wort wirklich von ahd.
rWan kommt, so ist das b in ribe?- zu erklären wie in robe, rober,
lobe, lober ^ und die Bedeutung wie span. refriega „Streit, Gefecht"
von fricare.
1437 — 38 Der unreine Eeim iorse : entoise ist wohl nicht
anzutasten, da weder das torse in toise noch enioise in entorse sich
ändern läßt, beide Redensarten sind häufig genug belegt; enteser
heißt zunächst „umspannen" mit der toise, „den ausgebreiteten
Armen", daher es synonym zu embra^er „umarmen" gebraucht
wird [Cil se desbrace a j^lciinne toise Ki irop enbrace et irop entoise^
Mousk. 30 329 — 30), dann „ausholen" (zum Schlag), weil dazu auch
die Arme oder der Arm ausgestreckt wird (si est venus vers lui
corant, Si entoisse (Hipp, entoisse) por lui ferir Guhigl. 781), aus
Redensarten wie: entoise por grant cop ferir wird dann mit Ellipse
gesagt: entoise grant cop „Schlag versetzen"; siehe auch Foerster
zu Lyon. Yzopet 1492.
1458 — 59 signe^ das auch hier wohl nur „bezeichnen, ein
Zeichen geben" heißt, kann nicht zugleich transitiv mit les und in-
transitiv mit si pres d'els konstruieren; entweder fehlt nach 1458
etwas, oder aus dem sigiie ist etwa ein rue oder ein jete zu
ergänzen.^
1463 mius seant wird das Partiz. von seoir „gelegen sein"
und also zu übersetzen sein „besser gelegen", somit verschieden
von 651 (s. Anm.).
1) S. Glossar. — Br.
2) Wohl mit Foerster pa. — Br.
3) S. Glossai-. — Br.
129
1466 la „illam" pleonastisch auf das Objekt la hace hin-
weisend, s. 1368.
1468 qui qiä — qui que, s. Foerster zu Äiol 980 und Pietsch,
Afx. Relat. 26; qui qui ist wohl durch falsche Analogie dem que
que „was immer" nachgebildet.
1478 „er tut, als ob er es nicht höre" oder „er zeigt nicht,
daß er es höre"; jenes paßt besser dem Sinn nach, dann ist das
Verlegen der Negation zum regierenden Yerb statt zum regierten
zu bemerken, ebenso 2453.
1480 U plus u mains „etwas", wie Tobler zu Aniel \11
plus ne mains deutete.
1505 — 12 ohne Zusammenhang; nach 1508 ist wohl eine
Lücke, denn 1509 beginnt G. eine neue Rede und Y. 1511 — 12
weisen auf Auseinandersetzungen, die im Text fehlen.
1514 Handschr. sentendi gibt keinen Sinn, entweder s'estendi
mit le col als abs. Akk. oder Vestendi zu lesen; zu Vestendi paßt
avant aber nicht.
1520 — 21 Wenn man eil (1520) auf Hunbaut beziehen dürfte,
dl 1521 auf den vilain^ dann wären Konstruktion und Sinn klar;
le 1518 kann aber nur von dem vilain verstanden werden und
dann muß eil 1520 auch auf diesen sich beziehen, wodurch 1520
und 1521 koordiniert werden und se mervillier „sich ängstigen"
bedeuten müßte, was mir unbekannt.
1529 Ist au pautonir abhängig von teste (Dat. poss.) oder
vom Yb. {Diezlll^ 137,5)? Wohl von beiden zugleich.
1530 ansdeus vor dem Art. oder Pron. {Diez III, 41).
1533 apris „gewöhnt" (s. Tobler, Verm. Beitr. Nr. 23).
1544 — 45 Die beiden puis übereinander verdächtig.
1547 pres del cief dou point „nahe am Ende der Zugbrücke".
1550 por eis contenir = p. soi c. (Diez III, 61 — 62), Tobler
zu Aniel 36; ähnlich a lui 1622.
1558 Dieser Yers ist nach 1734 ergänzt und gebessert worden.
1559 en seant zum Objekt gehörig wie seant 1464, 1781;
präpositionales und reines Gerundium af z. ohne Unterschied gebraucht
(Diez III, 260—61).
1562 Monsigyior O., pers. Dat. ohne a^ s. zu 1242.
1570 longne ,,verschiebt" s. DC. s. longare.^
1573 li==le li, s. zu 143.
1575 respondre wird hier uneig. von der Frage eines Nicht-
angeredeten gebraucht, ähnlich 1669 im erweiterten Sinn von
„ sprechen ".
1) Ich finde, daß „sich entfernen" ebensogut paßt und setze hinter
longne Komma. — Br.
Stürzinger, Hunbaut. 9
130
1587 esmolu ^,geschliifen" kann nur vom Menschen in bezug
auf die Zunge als Sprachorgan gesagt werden, und so ist denn
auch die Redensart deutlicher ausgedrückt 3091; in langue esmolue
ist der Ausdruck ja selbst schon übertragen, wie im deutschen
„geschliffene Zunge" oder im nfz. „langue affilee".
1593 Der Akk. vos zu ergänzen aus a vos 1592 mit bekannter
gemeinromanischer Ellipse, afz. Beisp. s. bei Tobler, Verm. Beitr.
92 — 93. — laist 3. Ind. Präs., s. Foerster zu Aiol 1187, ebenso 1787,
Guingl, 1444 mais ne laist, angois le tient, V. Rag. laist (: yslü ^ fait).
1594 maint ist störend, daher es getilgt wurde, sonst hätte
auch gebessert werden können: mainte maise.^
1595 pues kann auch 2. Sing, sein, denn vos 1597/98 beweist
nichts für den Plur. hier (cf. 783/84, 3356 und 3358), werden
doch tu und vos in ein und demselben Satz nebeneinander ge-
braucht. — Über longaingne vgl. Tobler, Jhh. YIII, 335.
1596 fait es ins, das ich aus handschr. faites ms konjiziert
habe, klingt zwar wegen es ius gezwungen, doch scheint dieses
durch je regart 1597 gerechtfertigt.
1598 le cors de vos = vostre co7's (DiezUI, 70), und dieses
= vos, s. oben 399 — 400.
1603 dusques e?i heißt es gewöhnlich bei fendre, selten a,
cf. 1692; Dusqites es jpoitrines se fendent, O. de Pal. 2096, Tot le
feudi jusqu'en Veschine, ib. 2130, Dusqu'es dens Va porfendu., ib.
6808, ebenso Octav. 2700 (neben Desd qu'au dens le porfent 4606)
und Guingl. 2166.
1609 Ne vaurent atendre = n'atendirent, s. Weber, Gebrauch
von devoir ... S. 28 — 29, cf. 1771.
1630 Inversion des Subj., weil Obj. po vorangeht.
1633 Das 2. tia ist in we zu bessern.
1636 Über die verschiedenen Formen von clingnier s. Foerster
zu Aiol 1043.
1641 Que „als daß" s. zu 857.
1646 In dem handschr. danners oder daiiniers wird man zu-
nächst datigiers „Schwierigkeiten" suchen, allein mout ist Neutr.,
daher es von de begleitet sein wird; so wird d^anuiers zu lesen
sein. In anuier sehe ich das Subst. auf -arium (Diez II, 354). ^
1647 to = tot (pik. nom. plur.).
1651 plus dürfte doppelte Funktion haben, zu ne gehörend
und zu atendre, „er will nicht mehr länger warten", s. de zu 668.
1653 — 54 Dilemmatische Aufforderungen, die erste in Im-
perativ-, die zweite, mit ou eingeleitete in Indikativform, vgl. Tobler,
G.Q.Ä. 1872, S. 896 und 1875, S. 1061.
1) Gäbe 4-1, daher dann noch Doit. — Br.
2) anuier wäre dreisilbig. Ich ziehe d'anuis vor. — Br.
131
1658 Por grant ierre . . . ne poes . . . „um großen Landes
willen . . könnt Ihr denn doch nicht . . .", d. h. por kann mit dem
konzess. „trotz" übersetzt werden. Es liegt also die Konzessiv-
konstruktion por + Subst. (ohne Relativsatz) vor, die Tobler, Zs.
XI, 446b u. c (Beisp. Joinv. 4e, Alex. 33c) erläuterte; nur ist in
unserm Beispiel diese ursprüngliche Form um eine Stufe der nfz.
(pour grant que . . .) genähert, indem das Subst. von einem attrib.
Adj. des Grades begleitet ist, das im Nfr. das Subst. ganz ver-
drängt hat.
1664 a irait „gemächlich", s. Foerster zu Adgar Leg. 190, 150
und zu Yvain 472.
1668 sorfaü „maßloses Tun" (Tobler, Zs. VI, 421), „Maß-
loses", dann „Missetat, Verbrechen" überhaupt (Foerster zu L/gon.
F^^^o;?. 448), „ea:ce5" (Suchier Gloss. zw. Beaiiman) .^ „exces, arrogance"
(DC.-Henschel)] hier wie 2369, wo es ja synonym zu desroi und
outrage gebraucht wird, heißt es wohl „Übermut, Anmaßung", da-
gegen 2361 „Übermaß" wie desmesure. Über das Partiz. .sorfaü
s. Tobler, Zs. V, 191 = Verm. Beitr. 133.
1678 — 79 Die beiden treu übereinander sind verdächtig, es
dürfte das erste zu bessern sein.
1681 en decors „umsonst, mit wenig Aussicht auf Erfolg" (?).
Diese Bedeutung kann ich weiter nicht belegen, sie läßt sich aber
begreifen, wenn man von der gewöhnlichen Bedeutung „Abnahme"
(der Gestirne) ausgeht, der ein nachteiliger Einfluß auf das Ge-
deihen von Pflanzen und lebenden Wesen zugeschrieben wird, estre
nes en decors (belegt bei DC?) konnte so bedeuten „keinen Erfolg
haben" und en decors „ohne Erfolg".
1682 Über En non Diu s. G. Paris, Rom. 1882, S. 614 und
Foerster zu Yvain 1811.
1684 si „auch, gleichfalls", ebenso 1689 (Tobler, Zs. 11,554,
Verm. Beitr. 87), scheint hier etwas verstärkt „auch noch, dazu"
zu bedeuten. — desroi „Schaden" wie desreer „schädigen" (id. zu
Aniel 258).
1700 del tost aler . . apres . ., s. Diez III, 218,2 u. 3.
1702 fönt, Präs. mit Futurbedeutung, oder soll front gebessert
werden?, cf. zu 1825 und froie in Guingl. 3627.
1713 Ra mis] re, das „seinerseits, auch" bedeutet, gesellt sich
wie selbständige Präp. {autre z. B. 2121) und die unbetonten Pro-
nomina zum Verbum finitum, cf. 741 resont li vin porte^ 2298 il
li refait enpre^idre, 3199 ra veue, 3452 ra eslaissie, 3491 ra feru,
wie I. Bekker, Fierabras (zu G. de Viane 769) zuerst mit le rait
bien assene und Rou 5613 (ed. Andresen 11, 456) belegte. Daß
aber auch als Infinitiv ravoir und restre anzusetzen sei, zeigt 1864
ra rep'is.
132
1715 s^estent et drece^ das refl. Pron. wird beim 2. Yb. nicht
wiederholt (von Diez III, 418 angedeutet).
1716 Daß que in au mius quHl puei das sogenannte beziehungs-
lose Relativ (nfz. ce que) „was" ist, zeigte Tobler, Zs. Y, 200 (Verm.
Beitr. 146 — 47).
1723 Qui bezieht sich auf eis 1722, es ist also von seinem
Beziehungswort durch einen ganzen Satz getrennt; wir haben es
hier aber nicht mit nachlässiger Ausdrucksweise zu tun, die Zu-
sammengehöriges durch Einschieben von Nachzuholendem oder Yor-
aufgenommenem auseinanderreißt (s. 118 und die reiche Beleg-
sammlung Toblers, Zs. XI, 450), sondern hier ist die Trennung
begründet. Da das regierende und vorangehende celui auch einen
Zusatz hat wie das regierte und folgende d'els, so ist klar, daß
der Zusatz zu jenem dem Zusatz zu diesem voranzugehen hat, und
das hat hier eben nur statt. — Über failli „verräterisch, ehrlos"
vgl. Tobler, Zs. Y, 189 (Verm. Beitr. 129).
1725 li (seil, lance) Gauvain, in diesem ellipt. Ausdruck Ar-
tikel angewendet wie im Span. (Diez III, 79 u. 146). — depeder
(abs.) cf. Foerster zu Yvain 448.
1728 Erweiterung des Obj., s. zu 420.
1739 vienet mag nur Schreibfehler für vienent sein; da aber
die Form auch sonst zu belegen ist und die spätere Entwicklung
derselben das Yerstummen des n voraussetzt, so ließ ich sie be-
stehen. Der Plur. wird übrigens gebraucht, weil palais hier die
Leute des Königspalastes bezeichnet, also einen Kollektivbegriff,
cf. 1698/99 salent la mainnie.
1744 remetre „vergehen, Uquescere", Beisp. aus Oxf. Ps.,
Guisch. de Beauj. S. 10 und Beaumanoir s. bei Suchier, Gloss. zu
Beaum., wo Man. 7120, Salu 428 de duel r. gesagt wird wie hier;
cf. auch jpar cui fondu sont maint bien et remis con nois (J. de
Conde II, 166 Y. 157 und Pcv. 5805, Mont. Fabl. I, 166); ähnlich
wird demetre oder wenigstens demis gebraucht, cf. Rol. 1635 neirs
cum peiz qui est demise.
1746 Et si advers. „und dennoch" (Diez III, 405*, Tobler
zu Aniel 158).
1749 de peur hängt von plus ab, plus wohl so nachgestellt,
weil das folgende que auch von ihm abhängig ist. — que „als
wenn" scheinbar in Doppelfunktion, s. zu 857, 1789.
1756 qui de son conduit(?). Da keine Lücke nach 1756 an-
genommen werden kann, so ist der Relativsatz unvollendet. Der
Fehler ist wohl in qui zu suchen, da de son conduit „für sein Ge-
leit" heißen kann.^
1) Ich möchte qui' st en son c. ^das sich in seinem Gefolge befindet"
vorschlagen; vgl. zu 1927 und vgl. qui' st Cliges 367. — Br.
133
1762 si „auch" vertritt nicht etwa das ausgelassene Objekt
oder dessen Stellvertreter le (s. Tobler, Zs. II, 554= Verm. Beiir,
S. 87).
1768 In De quanques hat de wieder Doppelfunktion, s. zu 668.
1771 il veulent entendre^il eniendent, s. zu 1609.
1777 qu%l lor avint kann ich nur als Parenthese verstehen
„denn es begegneten ihnen deren"; en ist natürlich zu ergänzen.^
1783 point „Zustand"; ^w/zc/wm ursprünglich räumlich, nimmt
auch zeitliche Bedeutung an „Zeitpunkt, Augenblick", endlich auch
modale wie hier; V. 2476 en iel point zeigt, wie die temporale in
die modale hinübergleiten kann.
1789 que ,,als bis", wieder in scheinbarer Doppelfunktion wie
857 XL. 1749.
1794 que direkte Kede einleitend (cf. 99), wenn nicht wegen
on Obergang von indirekter zu direkter Rede vorliegt; im Grunde
läuft ja die eine v^ie die andere Erscheinung auf dasselbe hinaus,
so daß sie nicht immer leicht zu unterscheiden sind.
1809 Li IUI und 1811 li III, Artikel, cf. zu 987.
1812 mener en destre wird sonst gewöhnlich von den „dex-
trarii^' gesagt.
1825 Handschr. des ist auf alle Fälle als d'els zu inter-
pretieren; kann aber mit kühner Ellipse gesagt werden: firai a
Vun d'els secours für faire seeours? Ich glaube schwerlich; auch
ist zu beachten, daß in der Handschr. je irai steht, je frai ist
wohl zu bessern.
1835 son bezieht sich also nicht auf das Subj. seines Satzes,
sondern auf das des vorhergehenden.
1843 re „wieder", auch trennbare Partikel, s. zu 1713.
1846 Die Korrektur Foersters pucele für handschr. puce ist
sicher, vielleicht ist aber siut in asiut zu bessern (cf. 2262), denn
nicht bloß das Nachgehen, sondern das Ausführen der Wünsche
ist gemeint.
1859 entreprendre „tadeln", s. Foerster zu Yvain 2300.
1860 loist hat auch den Inf. mit a nach sich, s. Diez III, 225.
1860— 61 onques puls und nul jor apres tautologisch.
1868 Dieses treffende Bild ist Crestien entlehnt: jusque la,
ce me sanble, Ou li daus et la terre assanhle Erec 1785, ähnlich
Guingl. 3061 Vis fu que des et tere fönt, 3310 Vis fu que cius
et tere fondist.
1874 te7iir refl. „sich aufhalten, anhalten", li Dat. der Pers.
bei faire und Inf. ohne Akkusativobj. (Tobler, Zs. YI, 511 = Ferm.
Beitr. 168).
1) Ich halte es für relat. angeknüpft. — Br.
134
1877 Sehr bündige Ausdrucksweise, da son frain oste sich
auf das Pferd bezieht, das vorher gar nicht genannt, sondern nur
aus descendi zu erschließen ist.
1878, ähnlich Erec 462 Oi' a li chevaus mout buen oste.
1884 Handschr. ciuete hätte auch in deute geändert Averden
können, ciute ist aber eher der Orthographie des Sclireibers gemäß,
(cf. kmte 1911).
1885 petit mit de {Diez III, 150), ebenso prov. em petit d'ora
(Serm. lim. 47), cf. 507.
1896 querre c. inf. heißt wie im Span, einfach „wollen".
1897 Der Vergleich ist nicht zu Ende geführt, also eine
ähnliche elliptische Ausdrucks weise wie in den von Tobler, Verm.
Beitr. Nr. 19 besprochenen FäUen.
1900 Et eil nimmt das Et eil (1898) wieder auf, da dieses
Subj. von seinem Präd. (voit) durch zwei Sätze getrennt ist. Gleich
Averden Subj. und Präd. wieder getrennt durch das Nachsatz -st^
worüber Tobler, Aniel 11 zu Li mainsneSy si estoit teus. eil 1900
geht natürlich auf Qauv., in 1901 aber auf den andern Kitter,
schwerfällige Ausdrucksweise, ähnlich 1156/57.
1906 Das Pron. je von seinem Prädikat durch einen Zwischen-
satz getrennt.
1914 her scheint hier im Sinn von „wetten" gebraucht zu
sein, freilich paßt dazu Mais nicht sonderlich.
1915 names kann nur ti'ames, nicht etwa n'a mes sein; der
Keim, lo 1914 und ja mais 1915 verlangen dies.
1916 „Das war noch viel anders als" . . ., „noch weit besser
als" . . .; autre also hier in dem verstärkenden Sinn gebraucht,
wie ital. altro ganz gewöhnlich in der Antwort.
1917 Über mirolee vgl. Foerster zu Ly. Yz. 1689.
1918 Et führt hier eigentlich einen Gegensatz ein „dagegen",
d. h. das advers. Verhältnis wird durch keine besondere Adv.-Partikel
ausgedrückt; so steht auch et si^ s. Tobler zu Aniel 158.
1924 ames seu = savies, vgl. Diez III, 330* u. 356; Eng wer,
Anwendung der tempora perfectae act. . . . (Berl. Diss. 1884), mir
nicht zugänglich.
1925 a mon eus „für mich, mir"; denn a eus „zu Nutzen"
ist einfache Präp. geworden „für", wie a eus, mit unpers. Akku-
sativ konstruiert, beweist (Tobler, Verm. Beitr. 61), ebenso 2113
und Yvain 6418.
1927 est oder crt ist notwendig, das Metrum scheint freilich
gegen diese Besserung zu sprechen, doch wäre dem leicht Genüge
getan durch die Form povre; das handschr. povres braucht aber
doch wohl nicht geändert zu werden, da nach Tobler, Vsb. 61,
135
Verschleif ung des e mit folg. Vokal auch über das s hinweg im
Altfranz, nicht unmöglich sein dürfte.^
1941 loer konstruiert gew. mit a und Inf., das handschr. ^c
für dieses a ist aus dem darunterstehenden je hier leicht erklärlich.
1944 Por cel cange „wegen dieses Wechsels [von schlechter
zu guter Herberge]''.
1952 fait il scheint verdächtig, weil mit V. 1952 offenbar
die Antwort Gauvains beginnt, dieses fait il aber neben 1953 über-
flüssig ist und anderseits allein den Gauvain nicht genügend als
Redenden einführen würde, vielleicht hiaus sire?^ vgl. 259.
1955 — 56 (?).2
1969 ci-ues ist in crois zu ändern, weil diese Form für crois
sich nicht als Orthographie des Schreibers rechtfertigen läßt.
1972 estre aise=^e. aisie, s. Foerster zu Yz. 709 und über
entsprechende it. und pr. Formen Diez II, 152 — 53 u. Wtb. I fino.
1980 Daß pass6 nicht mit ans kongruiert, muß von seiner
Stellung vor dem Obj. abhängen, freilich deckt sich der Fall nicht
ganz mit den von Mussafia, Zs. IV, 104 — 5 und Busse, Congruenz
des Ptc. Prt, S. 8 — 17 behandelten Fällen, da wir hier unpersönliche
Konstruktion haben, eine solche führt aber auch Muss. aus Rol. 1333
an. — Reichen Reims zuliebe dürfte X statt VI zu lesen sein.
1983 Nan, dem Picard. bekannte Form, z. B. bei Ad. de la
Haie., wurde deshalb nicht geändert, obschon leicht ein Schreib-
fehler vorliegen könnte, da direkt darüber Na steht.
1985 Handschr. v durch et ersetzt, da v nicht paßt und sich
aus dem darunterstehenden v leicht erklärt.
1986 u Cetoisse will Thomas höchst ansprechend u cori Oisse
lesen; freilich pflegt man bei so allgemeiner Nennung eines ent-
fernten Ortes keine so genauen Angaben zu machen, und so wüi'de
man eher einen zweiten Ortsnamen erwarten; aber des reichen
Reims wegen kann dieser Lückenbüßer doch gebraucht worden sein.
1987 Präs. im Sinn von Perf., oder soll N'ot statt N'a ge-
lesen werden? 3
1988 grant adv., s. Z)^e;J; 11,460, III, 9. '^
1990 m'i pot mestier avoir „konnte mir helfen", die Bedeutung
„helfen, nützen" hat sich aus der zu V. 347 bemerkten „nötig
sein" entwickelt.
1994 seant auch ohne hien ist synonym mit hiel, gent und
heißt „wohlgefällig" wie seoir „Wohlgefallen", s. oben zu 651.
1) Vgl. zu 1756. — Er.
2) S. Glossar unter coreie und chie. par verdruckt st. pas. — Er.
3) Ich finde n'a nicht auffällig. — Er.
4) Ich möchte ^*, das wohl aus der folgenden Zeile stammt imd schon
an sich naheliegt, durch son ersetzen; grant dann Adj. — Er.
136
2002 Gauvain, Obj. zum Verb (rendre) im abhängigen Satz,
ist, um es hervorzuheben, in den regierenden Satz und hier an
die Spitze gestellt, vgl. Diez III, 475, 2, Morf , E. Stud. III, 226, 2),
wenn auch da bloß vom einfachen Satz die Rede ist.
2004 Ellipse, indem aus dem vorhergehenden Satz vor la
foi zu ergänzen ist se me plevissies.
2007 Das Präs. hat futur. Sinn, deshalb und um reichen Reim
zu haben, darf geradezu penres gelesen werden.
2012 Dieser Vers ist d/tö xoivoi;- Satzglied, zu 2011 und
2013 zugleich gehörend.
2015 En pleges, ebenso 2147, in beiden Fällen handelt es
sich nur um eine Person, das -s kann daher nicht Plural -s sein,
sondern dürfte wohl das Nominativ -s sein.^
2016 Wenn ja mar -f Fiit. nur Imperativisch zu verstehen
ist, so steht der Imper. hier anakoluthisch nach Ensi que^ wie
Tobler (Verm. Beitr. Nr. 5 am Schluß) Beispiele für si que beige-
bracht hat. — Vi gibt keinen Sinn, also ist ein Inf. zu ergänzen,
etwa: vous faire ce tenir nach 2014? ^
2020 donnast = eust donne, s. Diez III, 356,5, eusse im be-
dingten Satz ist besser als Imperf. Konj. aufzufassen.
2024 fois = fldem ein Reimopfer.
2028 Man könnte den Vers allenfalls interpretieren: „Lieber
wollte ich, sie wäre im Kloster", aber das klingt sehr matt aus, die
Periode scheint vielmehr unvollendet zu sein, also eine kleine Lücke.
2034 Mit En violete ne en mente wird auf die Sitte, das
Schlafgemach mit Blumen zu bestreuen, angespielt sein, cf. jE!s-
canor 15578, Suchier zu Manek. 3076/77.
2035 Zur Konstruktion i7/ai^ hon ~\- Inf., s. Tobler, Verm.Beitr.ll^.
2047 tant con „solange als" mit Konj., weil es sich um eine
zukünftige, nur mögliche Tatsache handelt {Diez III, 349). Daneben
wird auch das Futur gebraucht (z. B. 3540 oder Rol. 2126 neben
Konj. 544, 557), das nur aus Mangel an einer eigenen Konjunktiv-
form hier im Indikativ steht. Beweis das Span, und Port.: Le
tendre por reliquia mientras la vida nie durare.
2049 qite in faire que sage Neutr. des Relativpron. „was"
(Diex III, 168, Tobler, Verm. Beitr. 11 — 12).
2051 aler umschreibt hier einfach den Imperativ, s. Engländer,
Imper. im Afz. (Bresl. Diss. 1889), 20 — 21.
2053 Handschr. a cointe habe ich nur zögernd in acointe
geändert, da avoir mit doppeltem Akk.^ sicher ungewöhnlicher ist
1) Weshalb nicht eine Art Plur. tant? Vgl. Meraugis 3180. — Br.
2) Mir unklar; s. Glossar. — Br.
3) In ai acointe liegt einfach das Perf. von acointier (s. Glossar) vor,
so schon 265 und 1337. — Br.
137
als mit Akk. und a (Diez III, 120, 4. 5 und 158, 5. 6); und da coinie
zunächst „kundig" heißt, so ist daneben ein coinie mit der ur-
sprünglichen Bedeutung „bekannt", „Bekannter" leicht möglich,
zumal das italienische conto „Bekannter" bedeutet, aber freilich
kenne ich kein sicheres afz. Beisp., während acointe in dieser Be-
deutung unzweifelhaft ist, z. B. Erec 3876/77 vostre acointes et
vostre amis.
2058 ne ni'en caille „nicht würde mir daran etwas liegen",
dubitativer Konj., Avofür 2056 der Kondit. gebraucht wurde {Dü%
m, 209, 4).
2060 Non=^non feres oder Ceries non „natürlich nicht",
starkbetonte Neg., bei der das feres, des folgenden fait wegen,
wohl unterdrückt ist.
2066 tot ist wohl eher als pik. Nom. Plur. aufzufassen.
2069 tenir a desloiaus „für unredlich halten und dies vor-
werfen"; daß auch nach a der Nominativ sich findet, zeigt Tobler
zu Aniel 147.
2071 Si adversativ. — remanoir „stehen bleiben, aufhören";
freilich bedeutet es gew. „aufhören zu sein" oder „unterbleiben"
(remandrat iante guerre S. Brandan 4, Gardez que an vos ne re-
maingne nostre conpaignie, Qu' an moi ne faudra ele mie
Yvain 25 10 ff.. Cor. Loois 42 usw.), weniger „aufhören etwas
zu tun".
2073 Türkengefangenschaft (die ist natürlich hier gemeint) ist
in diesen früheren wie zu Cervantes' Zeiten sprichwörtlich als etwas
sehr Schlimmes bezeichnet worden. Afrz. Beispiele s. Tobler, Herr.
Ärch. 85, 356.
2076 — 77 Die beiden Verse gehören sicher zusammen, ob-
schon dann die zwei encar so kurz hintereinander unerträglich
klingen.
2079 va, si tien, nachdrücklichere Form des Imper. (Eng-
länder, Imper. 22); si oder et verbindet gewöhnlich die beiden
Imper., besonders wenn sie sich unmittelbar folgen.
2087 Sprichwörtliche Redensart.
2097 a cort „binnen kurzem", cf. a cort terme Aiol 7724.
2099 Zu s'esoignes, das ich für handschr. se soiegnes einge-
setzt habe, s. DC. sunnis.
2117 comme lui covient] lui steht für a liii oder verschrieben
für li.^
2121 entrevont ferir, s. zu 1713. — Nach diesem Vers offenbar
eine kleine Lücke.
2125 Nachträgliche Erweiterung des Obj., s. zu 420.
1) lui kann bleiben. S. Foerster zu Cligis 54. — Br.
138
2129 smis autre confort = verstärktes aan^ confori (501),
autre „irgend Avelchen", ähnlich wie das subst. ital. altri gebraucht
(Diez m, 84, 3. 1).
2131 Dieselbe Redensart Erec 1192 und ähnlich ib. 995.
2151 Li = le li, s. zu 143.
2153 iluec a meisme] s. Foerster zu Ch, II e. 9454.
2157 Partiz., mit avoir konstruiert, kongruiert mit voran-
gehendem Obj.
2171 Wenn lies nicht verschrieben ist für lie oder liee, also
lie- et doucement vorliegt {Diez II, 462 — 63, afrz. Beispiele dazu
Foerster, Zs. 11, 88), so haben wir hier eine bemerkenswerte Neben-
einanderstellung von Adj. und Adv.
2176 — 77 'W Qrm atant das Adv. ,,ad tantum" ist, dann fehlt
dem Satz das Verbum, man wird es deshalb in atant suchen und
dieses entweder für atent oder ataint nehmen; aber zu atent paßt
en es les pas nicht recht und nach Vers 2183 — 87 ist es Gauvain,
der sich dem andern nähert; auch die Schreibung mit a für e ist auf-
fällig: anderseits widerspricht einem ataint der Vers 2179, wenig-
stens wäre 2179 qiiant il Vot ataint eine lästige Wiederholung,
man erwartete statt dessen vor allem ein Verbum des Wahrnehmens
wie vit, choisit, aper^ut.
2183 et mius li sanhle „desto mehr scheint es ihm [so zu
sein]".
2206 Der überlange Vers könnte auch durch Tilgung von Je
gebessert werden.
2217 estre en chief „Untertan sein", s. Foerster zu Ch. II e,
8815, Tobler, Zs. II, 149, S. Palaye s. chief.
2219 — 20 des Chevalier . . Les 7ians wohl zu bessern in del
Chevalier . . Le non, denn 2221 — 23 ^vil'd nur von einem Cheva-
lier gesprochen, s. auch 2365 — 66.
2224 serroit = serres.^
2228 Elien ist wohl Ur'ien zu lesen, da neben Gauvain doch
Yvain, li fiz Uriien (Erec 1706) in erster Linie genannt zu werden
pflegt, cf. z. B. hier unten 2828, was entscheidend sein düi'fte.
2232 — 35 „Wird mir nicht sofort der genannt, den ich ver-
langte (frug ich doch dem besten nach), so gehe ich keinen Schritt
weiter". Ne m'est pas nonmes fasse ich also konditional auf, wozu
Se n'irai den Nachsatz bildet, denn se für si steht nicht bloß vor
li, le, la, les, sondern auch vor 7ie (Aiol 6981) und 7ii (Äiol 4844);
das sinnlose au plus preu 2233 ist sicher zu ändern und, pres
oderp-esi dafür eingesetzt, wird nicht zu beanstanden sein, Schwie-
rigkeiten aber macht mir Poi' cui 2235; soll Por coi gelesen und
1) Mir unklar weshalb. — Br.
139
der Vers im Sinn einer parenthetischen Frage „warum frug ich
denn nach dem besten?" verstanden werden?^ 2237 legt dies
wenigstens nahe.
2236 au plus avant „dem hervorragendem", adv. avant adj.
gebraucht (Diez III, 314—15).
2237 l'ostel „Artus' Palast, Hof".
2252 avoir nom mit dem Nom. konstruiert [Diez III, 120).
2253 tote = totes.'^
2277 ert = esf^^
2278 Da chi zu estre und nus zu prous gehört, so ist die
Stellung von nus zwischen chi und estre kaum möglich.*
2281 — 82 Über failli und faillir ä aucun s. Tobler, Verm.
Beitr. 129; bei faillir ä a. rien mit avoir konjugiert ist die Grund-
bedeutung von faillir wohl „verfehlen, fehlgehen, verlustig gehen",
und nicht anders dürfte es bei f. ä aucun sich verhalten.
2283 Ki bezieht sich auf 2281.
2284 le pleonastisch neben dem relat. c'; s. 2333.
2292 fortres ist sicher = fortior, wenn auch das t auffällt,
freilich läßt sich dieses deuten, sei es durch Anlehnung an fort,
oder als epenthetisches ^, indem ursprüngliches for^re zu forstre,
dann zu fortre wurde, einer Form, die mir sonst nicht begegnet ist.^
2295 oster le plume im allgemeinen Sinne „behandeln", im
eigentlichen in Cliges 4532, vgl. Foersters Anm. dazu und zu 4553.
2296 enplumer „berücken, bereden", Foerster zu Cliges 4532
und Litire. Das Wort ist offenbar zu dieser übertragenen Bedeu-
tung gelangt, ausgehend von „mit Federn versehen" und damit
etwas „verdecken".
2304 — 5 est sors ... V c/j.] das vorangestellte Präd. im
Sing, bei plur. Subj. (Diez III, 300, Tobler, Verm. Beitr. 191).
2307 lande „Ebene, Feld"; über die Bedeutung „waldige
Gegend", die hier natürlich nicht paßt, s. Diez E. W. 1 landa und
besonders Foerster zu Aiol 49.
2308 Sprichwörtliche Eedensart, vgl. Rustebuef, Compl. 83
(ed. Jub. ^ I 16) und etwa unser figürl. „ein anderes Lied anstimmen,
in einer andern Tonart singen, auf einem andern Loche pfeifen".
2309 ce me puet sanbler „so will mir scheinen", puet und
will modifizieren in ähnlicher "Weise den Verbalbegriff im Sinn des
Möglichen, Wahrscheinlichen (cf. Z)^e;^ III, 226*).
1) Nein: „Um dessentwillen ich nach dem besten fragte" gibt guten
Sinn. — S. auch Glossar unter preu (2233), das wohl bleiben muß. — Er.
2) Wohl nicht; riens mehrmals Akkus, in unserem Text; vgl. Lövvenr.
3127 lui servir sor tote rien (: bien). — Br.
3) S. aber 2474. — Br.
4) nus estre prous = „niemand außer tapferen" kann bleiben. — Br.
5) S. Yvain 525 Var. — Br.
140
2311 Tost, das zu 2310 geliören würde, hinkt, so gestellt,
zu sehr nach; anderseits ist tout der gewöhnliche Begleiter bei
adv. Akk. der Bewegung (cf. 2178), daher die Änderung.
2315 que „daß" =» „so daß", zu verstehen ist q^gh prendrai
\teL\ conroi que . . .
2316 Der Vergleich zu tant ist nicht ausgeführt, er müßte
etwa lauten: tant le batrai . . . Que vainqueres seras\ vielleicht
haben wir es aber einfach mit dem sogenannten comparativus in-
utilis (Wölfflin Comparation 63 — 68) zu tun, der im Afrz. ja
auch vorkommt (Rol. 710, 719, 1017), so daß tant nicht einen
komparativ, sondern einen absolut hohen Grad bezeichnete wie
z. B. it. tanto ganz gewöhnlich für molto gebraucht wird.
2317 de toi ist natürlich von au desus regiert und diese
Rektion wird nicht gestört dadurch, daß au desus adverbial nach-
gestellt ist.
2327 d'un poindre „in einem Anlauf", p. wird ja speziell
vom „Spornen" gesagt, nicht etwa vom „Stoß mit einer Waffe",
wie man aus der Übersetzung „combat, bataille" bei Godefroy
entnehmen könnte.
2332 en „von ihnen" (gen. partit.), lor dat. eth.
2333 que „welchen" (rel.), le pleon.
2335 sei = si la, cf. 7iel = ne la m Aiol 3676.
2336 Zur abgeleiteten Bedeutung von vuidier „sich entfernen"
s. Tobler zu Aniel 103.
2340 quintes (mask.) ließe sich leicht in quins bessern und
die fehlende Silbe durch depart gewinnen, das zweisilbige quinte
ist aber anderweitig belegt und erklärt sich wohl als Analogieform
von siste^ setnie usw.
2347 en ma vie gehört zu Onques (2344).
2349 Für cest ist wohl lui zu lesen; cest ist natürlich durch
das folgende com de cest hier hineingekommen.
2371 lies Percevals\ Carahet lautet sonst im Nom. Carahes
(: Ares^ : apres) Erec 1528, 1727, Guingl. 41 Caraes (: Ares); im
Gh. II e. 8541, 9093 Garahes (Akkus. Garahet 3434), Guerehes
in Claris und Laris, Escanor\ der anlautende Kons, schwankt
zwischen C und G, wie z. B. in denselben Texten der Ortsname
Garahes (Ch. II e. 6172) neben Karahes 6919, 7776 oder Gara-
digan 1874 neben Caradigan 2589, 5919, 6695; in Guingl. Gahariet
neben Kahariet 2412; vgl. zu 2593.
2377 por la muse „umsonst".
2403 u mains, das Gewöhnliche bei solch allgemeinen Zahlen-
angaben ist u plus, wie mhd. uyide baz] ist dem Reim zulieb von
'ier typischen Form abgewichen?
2407 en apert , s. Tobler, Aniel 368.
141
2424 fait envoier = envoie, s. Tobler, Verm. Beitr. Nr. 3.
2426 poes bien savoir = hien sachies.
2428 — 29 „Mancher mag [hier] Lust dazu bekommen, Der
[sonst] nicht viel drum gäbe."
2430 Ydone, dieser Frauenname (= Idoine) bekannt z. B. aus
dem Roman Amadas und Idoine.
2435 Qui ch, s. ist Apposition zu hom 2433, während 2436
die Determination zu nus 2433 enthält.
2437 ist wohl ccttö xoivod Satzglied^ das die Verse 2432
bis 2436 resümiert und auf die in Y. 2438 — 39 dazu enthaltene
Ergänzung hinweist. — Handschr. puele ist natürlich pucele zu
lesen, oder mit Bezug auf Uime de cele (1. celes) 2439 besser les
puceles^
2438 couvient konstruiert wie fatU (Tobler, Verm. Beitr. 178)
neben gewöhnlichem Dat. auch mit Akk., vgl. 2943.
2447 aler en son afaire, en nicht a heißt es, weil die afaire
angefangen und hier nur unterbrochen ist.
24b 3 Da dieser Vers sicher noch zu der vorhergehenden Rede
gehört, so erwartete man eigentlich auch Anredeform in 2. Pers.,
also Legiere en esies oder, wenn Synaloephe über das s hinweg
nicht gestattet ist (Tobler, Vsb.^ 53 — 54), Legiere estes; die handschr.
Lesart kann aber bleiben, wenn der Redende diese Worte zu sich
selbst spricht, der Dialog also in einem Monolog endigt. ^
2473 passages — man könnte an peages denken — belasse
ich, um den reichen Reim zu wahren, und dann heißt ja passage
auch „droit de passage", s. DC. passagium.
2475 Der fehlende Vers muß ein koordinierter Nebensatz zu
2472/73 gewesen sein mit dem Reimwort point, vielleicht et as
puceles ne faut point.
2476^ point „Zeitpunkt". Sonst heißt point auch „Zustand,
Weise" mit Übergang von temporaler zu modaler Bedeutung; en
iel point „in solcher Weise, so" z. B. Äiol 6022 und Manekine
1932; vgl. soi alever de pomx point in J, et Bl. d'Oxf 8 und it. sp.
punto, i^ort. ponto „Zustand, Lage".
2477 souvenue =z sourvenue „unerwartete Ankunft"; vgl. so?'-
venir Durm. 4208.
1) Ich ziehe pucele vor. Vgl. Vers 2430 (pueele)^ 2434 (ele) und
2446. — Br.
2) S. Glossar unter eseondire. — Br.
3) Von hier ab Hegen St.s Anmerkungen nicht mehr in Maschinen-
schrift, sondern flüchtig entworfen in Kladde vor. — Br.
142
2478 Que=Qui? Vgl. Geßner, Fron. 11,11 und Pietsch,
Af%. Relativ. (Hall. Diss. 1888) S. 58.
2485 faire laide c. ebenso Manek. 3861.
2488 entoce= entosce subst. verb. v. entoscier, fem. nach /. et
Bl.d'Oxf. Y. 530, 1778; DC. Gl. Gall. entosche hat Beisp. aus
D. d. Norm, tome III, S. 187, Y. 36 944, 36952 sowie Parton,
Y. 1019, 1022.
2489 mauvaisse alaine. — Auf wohlriechenden Atem wird im
Mittelalter sehr viel gehalten, zumal beim weiblichen Geschlecht.
Keine der Lobspenden auf eine weibliche Schönheit im afz. Epos,
Roman, Lied oder Spruchgedicht wird es Yersäumen, die douce
alaine als unerläßliche Bedingung hervorzuheben. So heißt es z. B.
bei Beaumanoir, J. et Bl. 313 von ^ev Blonde d' Osenefort : De s'alaine
ist si douce odeur Que de bosme ne vient grigneur.
2497 okisoner „tadeln", ebenso Yvain 1915 achoisoner. Ygl.
acausonar Nat. fem. (ed. Tobler) 109d (Zs. IX, 296ff.) u. s. DC, oc-
casio'iiare 1. s. occasio 5.
2508.1
2512 2:)ere „Beschützer"?
2516 Dieses zweite Quant verdächtig.-
2545 tuit ['II'] also tuit dui oder doi. In dieser Yerbindung
ist der Artikel afz. wie nfz. nicht gebräuchlich, obgleich auf schon
erwähnte, also bestimmte Personen oder Sachen Bezug genommen
wird, vgl. unten 3026 tuit IV, 3317 trestous III, tot iroi Brut
II, 11852, tuit troi Yvain 3762, tont set Aiol 5840, tuit iroi Ben.
II 256, 80/81 (s. Pietsch S. 4). — sailli en pies ebenso Erec 875.
2578 — 79 Que „als daß", ergänze ains.
2583 S'Ydenert wird saint Ydevert zu lesen sein. Gemeint
ist wohl Sankt Hildebert, Bischof von Meaux. Ygl. saint Hiiidevert
(Hiudevert?) in Montaiglon Fabl. YI, S. 3 u. 153.
2592 Nach diesem Yers eine Lücke. ^
2593 Gaheris (Bruder Gauvains) ist in unserer Hs. (!) drei-
silbig (s. Namen verz.), viersilbig nur 2656 Gahairie (Hs.). Dieses
Schwanken der Hs. (!) auch in Veng. Rag.: Gaharis 3299, Gahari
3308 und gleich darauf Gaharies 3313, ferner Gahar'iet ib. 1723,
2356, 2366, Kahariet 2712. Viersilbig ist der Name auch Erec
1) venres st. verres 'werdet sehn' ebenso 3394. Es muß bleiben, da
es zur Eigenart der Mundart gehört, die in beiden Fällen {venir und veir)
rr hatte (Mitteilung W. Foersters). Ygl. zu 1083. — Er.
2) Man kann sich aber denken, daß verschiedene Fräulein je mit
Quant einsetzten. — Br.
3) Eine Lücke braucht nicht vorzuhegen , wenn quant 2590 mit ' daß '
übersetzt wird (so auch Vers 16). — Br.
143
1725 und Chev. II e. 2608, ebenso in Escanor und Cl. u. Laris.
Ygl, ferner Durmart 7153: Gahares et Gaher'ies (Bruder Gauvains).^
2607 Si „jedoch".
2611 S. zu 2612.
2612 Ygl. 2035. — Den Vers habe ich in „" gesetzt, weil
apres cest mot (2613) andeutet, daß er von einem der beiden Ritter
gesprochen worden ist. Freilich ließe sich vielleicht geltend machen,
daß apres cest mot (vgl. 2650) nicht notwendig auf eine vorher-
gehende Rede schließen lasse (ähnlich a icele parole, worüber
Foerster zu Aiol 8420, und Escanor 13 212: Giffles sanz nule
autre parole Eecorut sus ses anemis, wo G. kein Wort gesprochen
hat, sondern nur kämpft), und daß der Vers 2612 als eine Äuße-
rung des Dichters aufzufassen sei: „es ist nicht gut bei diesem
Gegenstand länger zu verweilen." Aber der Yers selbst fügt sich
dieser Deutung schwer und Apres cest mot würde sich schlecht
an eine Bemerkung des Dichters anschließen, die nicht zur Er-
zählung gehört. — Ist nun aber der Yers 2612 von einem der
beiden Ritter gesprochen, dann müßte vorher gesagt sein, von
welchem; daher ich denn eine Lücke nach 2611 ansetze.
2638 Et si „und ebenso". Ygl. Tobler, Zs. II, 554b und
ähnlich andeutungsweise Diez III, 405**).
2641 Yon zwei Yerben bei dem gleichen Obj. tritt das eine
vor, das andere hinter das Obj. Ebenso 2761 Se li dist son mesage
et conte; cf. Veng. Eag. 1239, 1669f., 2785 und Aiol 566: Pm
m'a apris d'estor et ensaignie. Es finden sich auch zwei Adj. bei
ein und demselben Subst., das sie in die Mitte nehmen, z.B. 2669:
hon Chevaliers et biet und 3038: A hiel Chevalier et a cointe. Auch
zwei durch et verbundene Subj. können das Präd. in die Mitte
nehmen, das sich nur nach dem ersten richtet, so 2977/78: U li
rois Artus les aient Et si conpaignoii ensement (es kann dies aber
unter Erweiterung des Subj. fallen). Weitere Fälle hierfür J. Conde
II, 107. 136, Ch. II e. 9401/2 (vgl. Hirschberg, Auslassung und
Vertretung, Gott. Diss. S. 22/23). Schließlich erwähne ich zwei Fälle,
wo von zwei durch et verbundenen Obj. das eine vor und das andere
hinter das reg. Yerb tritt: si ont fait le roi coucier Et ses co7i-
paignons 3397/98, grant painne (en) ai eu et dolor 3559.
2644 — 45 Übergang von indirekter Rede in direkte.
2652 Auffallende Stellung des puis zwischen rien und nule;
vgl. 2278.
2654 plus nach Relat. im Sinne eines Superl. (cf. Diez III, 13, 6,
Tobler, G.G.A. 1874, 1042).
1) Auch Perc. 9511 steht: Kaefiex et Gaeres (: ayies)^ beides Brüder
Gauvains; für den zweiten die Yar. Garaes und Querhes. — Br.
144
2660 S. zu 545.
2663 li gehört zu enquerre.
2668 Samira(ra)mi mir unbekannter Artusritter. ^
2670 Bn {?)j vielleicht in A „hat" zu bessern.
2683 — 84 2.
2706 cuidier „sich einbilden, wähnen".
2720 scheint besser die Rede Gauvains abzuschließen als
die Gaheriets zu beginnen, dann aber hängt Se je le truis in
der Luft.
2722 mes cors=je, ebenso 2746.
2723 Que wie zu erklären?^ Man erwartete Se.
2725 Ains „bis" (Gaspary, Zs. II, 98, Geßner 26. 578 — 80);
ebenso 2749.
2733 Auffallende Stellung von meisme. Bei Die% 111,80 nicht
verzeichnet.
2735 Lies s'ü.*
2739?5
2741 que — que „sowohl — als auch", ebenso Yvain 6222/23.
2751 — 53 sind unklar.^
2775 Caradue schreibe ich statt -«^' wegen Caradue 2830
und den Formen mit -ues, -os in anderen Romanen. Ygl. Karadues
Briehraz Erec 1719, Carados Briebras Chev. 11 e. 3437 und Montaiglon
Fahl. III 27 und wohl auch Carados Guingl. 44. Yon ihm ver-
schieden^ ist Caradues (: oes), li rois de Vanes (Chev.II e. 96. 12123/24),
dem Artus lehnspflichtig, derselbe, der im Escanor 3189 /i rois Caradox
heißt (: os „kühn", : los 4555, 6247), de Bretaingne ib. 4525.
2777 Gales li Caus ebenfalls ein bekannter Ritter der Tafel-
runde. Ygl. Erec 1726, Gumgl. 41. 5162. 6019, Chev, II e. 1561.
2780 Saigremors = Sa{i)grennors li desreez (acc. Sa(i)gremm')\
begegnet z. B. Erec 1733 usw., Durm. 7305, Escanor 14356,
Ouingl 5905. 6020, Fergus 177, 15. 178, 5 und Chev. II e. 1705.
1) Ygl. Karrenritter 5813 ff.: Et veex vos cex deus Äs escux
d'or as lions bis? Li uns a non Semiramis .... — Er.
2) Eine kurze Bemerkung St.s kann ich nicht entziffern. — Sinn:
Über dich mehr als über G. — fürchte ich — ist der König in großer
Aufregung. — Br.
3) Qu£ „daß, auf daß, damit "(?). Ich spreche einen furchtbaren
Fluch aus (binde mich also), auf daß (man vermißte allerdings ein
ne). — Yielleicht ist que relativisch an l'heure angeschlossen. — Br.
4) Ich ziehe si statt s'il vor, da il zu kurz noch vorhergeht. — Br.
5) S. Glossar unter por und mains. — Br.
6) 2751 „durch mein törichtes Verhalten" (durch das die Schwester
verloren ging); 2752/53 schließen sich noch an 2747/48 an. — Br.
7) Vgl. den Akk. Caradoc bei Foerster, Einleitung zum Karrenritter
p. CXIII. — Br.
8) Nein; s. Foerster l. c. — Br.
145
2783 Si que „bis daß".
2785 Tallas, li hiaus, li prous de Rougemont ist derselbe
wie Taulas Erec 1729, Taulas de Rogemont Ch. II e. 2612, Taulat,
aquel de Rogimont Jaufre 1639.^
2787 Tant que + Fut. „bis daß".
2788 nus n'est = nus ne s'est.
2789 cascuns sen fait ialentis, wegen des Nom. beim refl.
Yerb vgl. Diez III, 99, 4.
2796 remanir : maintenir könnte auch 7'emanoir : maintenoir
gelesen werden (was sich Aiol 3433. 4524 findet), doch würde
dies nichts an der Sache ändern, da das Schwanken zwischen re-
manoir und -ir und auch zwischen tenir und -oir dial. auf das-
selbe Gebiet fallen. — Die Lücke nach 2796 ist vermutlich ziem-
lich groß, da in diesem Yers noch von den Tafelrundern die Eede
ist, in 2797 aber schon der Schluß einer Betrachtung Artus' folgt.
2804 Wie verträgt sich diese hämische, dem gewöhnlichen
Charakter des Ke entsprechende Äußerung mit seinem edelmütigen
Auftreten kurz vorher (2765 — 69)? Er hat freilich im Laufe der
Zeit eine ähnliche Wandlung durchgemacht wie G-anelon. Denn er
ist ursprünglich eine durch Tüchtigkeit gewichtige Persönlichkeit
am Hofe des Artus, wie schon sein Seneschallamt andeutet, wird
aber gelegentlich anmaßend gegen die andern, und dieser Charakter-
zug wird nach Kristian in den Artusepen nach und nach allein
festgehalten und ausgebildet. Andeutungen auch seiner guten Seiten
finden sich aber in den meisten Artusepen. Auffällig ist an unserer
Stelle nur, daß Ke in ein und derselben Angelegenheit so rasch
hintereinander (45 Verse Abstand) zwei so entgegengesetzte An-
sichten vertritt.
2811 il trove okisson por coi. Eine ähnliche Ellipse (s. Die%
III) 2919: Et hien i a raison por quoi.
2812 Ich ergänze preus, das zwar nicht recht zu quoi (d. i.
coi) passen will, aber wohl allein zu armes sich fügt. Es ist ja
auch 2277 dem Seneschall schon beigelegt. — quoi (coi) wird im
Sinne von seur „ruhig, ferme^^ aufzufassen sein, wie 2601: mout
estes preus et seur.
2815 Et vielleicht für Que verlesen.
2817 sont meu = se sont meu, vgl. Tobler zu Äniel 166.
2822 Der Kodex hat sai oder lain; der Reim verlangte sai.
2824 Zu beachten die Auslassung der Konj. que (vor nus).
2828 Nach Yers 2228 zu schließen, wird von den verschie-
denen Yvain, die es gibt (Erec 1706 — 09 sind vier hintereinander
aufgeführt), Yvain, der Sohn des Uriien, gemeint sein, jedoch ist
1) S. Karre * 5834, Meraugis S. LXXXVI u. * 318 (nicht in Yvain !). — Br.
Stürziüger, Hunbaut. 10
146
zu bemerken, daß der Name in Vers 3213 mit -ejis auftaucht und
3384 mit ens (intus) reimt. Und doch verbietet die genau ange-
gebene Zahl der Begleiter des Artus (s. Yers 2960. 2985) an zwei
verschiedene Personen zu denken.
2829 Giflet, li fius Due = Girflex, li fix Do Erec 1729.
2230, Girflez Erec 317, ganz besonders bekannt aus Guinglain
als HeiT von Bei Leu 1788. 1789. 1795. 1808. 1820. 5035.
5913. In Chev.IIe. heißt er Gierfies 121, Gerfles 1453, U fil
Do de Carduel, Gerflet (: met) 2531. 8739. — Der Name des
Yaters begegnet im Keim Giiingl. 5035 {Deu : preu) und in un-
serem Text 2829 (Due : Caradue). Diese beiden Reime führen
entweder zu Do oder zu Deu und demnach entweder zu Carado(s)
oder Caradeu(s).'^
2830 Für den mir unbekannten Carles habe ich den 2784 ge-
nannten Talkis eingesetzt; es sind ja vor allem die 2765 — 85 als
anwesend bezeichneten Ritter, die hier Ai*tus auf seinem Zuge be-
gleiten.
Yder. Welcher von den drei verscliiedenen ist gemeint? Ich
denke Yder del Moni Dolereus, der Erec 1724 unter den Rittern
der Tafelrunde erscheint. Li rois Yders ist nach Chev. II e. 12114:
ein Yasall des Artus, führt aber wohl immer das Attribut 7-ois,
Der im Erec öfter erwähnte Yders, li fiz Nut soll zw^ar nach
Vers 1231 fortan zum Hause des Artus gehören, aber wohl nicht
zur Tafelrunde.
Caradue s. zu 2775 u. 2829.
2832 Da nur 10 Ritter in Frage kommen (vgl. 2960, wo
Artus sagt: XI soumes au mien esgart^ 2985 XIII furent as no-
tonniers und 2897, wo die Zahl der notonniers als 2 angegeben
wird), so wird man in Lidis keinen weiteren Ritternamen suchen,
sondern Li disme lesen (s. Anm. zu 2835 und 2969). — Auffallend
ist, daß der Bruder des Samira{ra)mis sich nicht an dem Zuge
beteiligt.
2829 — 32 Sind die folgenden Namen wirklich von vos non
2828 abhängig zu denken? Ich glaube kaum; der Dichter gibt
die Konstruktion auf und denkt bloß an die Namen, die er (großen-
teils) in der gewöhnlichen Form des Nom.-Vok. aufführt. Er springt
1) Stü. vergißt wohl, daß er oben zu 2775 sich schon für Caradue
entschied. Ebendort zitiert er Reime zwischen Carados und os (attsu,
also mit q) sowie los (wohl latis^ also auch mit q). Allerdings ist es hier
(nach Stü.) ein anderer C, aber die beiden Namen selbst sind doch wohl
dem Ursprünge nach identisch. Ich möchte mich daher für Dq und Due,
Caradq und Caradue entscheiden, trotz des Reimpaares Deu : preu im
Guinglain. — Auch zu Erec 1729 und 2230 verzeichnet Foerster zu Do
die Variante Due (leider nicht im Reim), 1729 auch die Variante Doc.
Wegen Caradoc s. oben zu 2775. — Br.
147
ja sonst freilich mit der Nom.-Form nicht gelinde um; in den
Namen und Titeln aber wird auch bei ihm (vgl. noch nfr. Charles,
Jacques, Louis) diese Form überwogen haben,
2835 Statt II ist sicher X zu lesen (vgl. zu 2832). Der Vers
ist nur ein Lückenbüßer.
2836 par lui=a par soi „für sich".
2839 Statt son erwartet man lor nach gaus des vorhergehenden
Verses, son steht oflenbar wegen des cascuns de cels des folgenden
Verses. Wir haben hier also einen Fall progressiver Assimilation,
zu vergleichen mit den ähnlichen Fällen, die Tobler, Ve7rn. ßeitr. 35
(Zs. VIII, 487/88) bespricht. — Vgl. 604, wo ebenfalls Übergang
vom Plur. zum Sing, durch cascuns veranlaßt wird.
2840 Po7' ce = por ce que „darum daß'*', oder der Vers ist
als Parenthese zu verstehen.
2844 niiliii adj., etwa wie auch celui und cestui adj. gebraucht
werden; vgl. Die% 111,75 celui tens, cestui jor.
2852 il im Sinne von eil prägnant gebraucht, als Beziehungs-
wort, von dem der Eelativsatz (V. 2853) abhängt, der durch Adv.
und Präd. von il getrennt ist.
2857 eareies (part.) bekannte pik. Nebenform zu cargies.
2862 demourer trans.; ebenso Ghev. II e. 4384.
2870 Que que „während". Diese Bedeutung könnte sich
leicht entwickelt haben aus der Bedeutung „wie lange auch" (Pietsch
44, 1). Vgl. Que qii'il demort el Vatendra S. Alex. 338, 1 und Quoi
qu'il demeure Mir. de N. D. I S. 177, V. 784. — d'eus ist über-
flüssig; man könnte deshalb li uns für l'uns d'eus lesen; freilich
heißt es 2931 li uns d'els.
2874 le cemin cele part savoient, vgl. 2996 (il voient) le cemin,
cele part s^avoient.'^
2876 — 78 si lee ert que d'une fonde . . . ne jetast outre] das
Subj. zu jetast fehlt; soll man une fonde lesen oder soll das Subj.
on einfach fehlen? Ich denke letzteres.
2902 Vgl. nfr. ce vassal-lä.
2923 avenir = covenir (ebenso Yvain 2094), diese Bedeutung
erhalten im Part. -Adj. avenant.
2937 — 38 Ist es ZufaU, daß hier und ebenso 2949 von 4
zu 4 gezählt wird: dis N[e] XIIII ne XVIIII bez. Ne XII ne XVI
ne vint? Anderseits wird von 6 zu 6 gezählt: VI Ne XII 2948/49
und conme XIII et XVIIII 2953. Reim und Metrum scheinen
mir diese Übereinstimmungen nicht zu erklären; welche tiefere
Bewandtnis es aber damit hat, vermag ich nicht zu sagen.
1) Stü. möchte hiermit wohl s'avoient für 2874 empfehlen , dem zu-
zustimmen ist, — Br.
10*
148
2941 Über fors mit Nom., der hier freilich nicht steht, cf.
Tobler, Verm. Beitr. und G. Paris, Rom. XY (1886), 443.
2943 ü les couvenroit noier — zu beachten der Akk. (nicht
Dat.) der Person; noier = soi noier. ^
2945 A tos cels qui fasse ich als Erweiterung zu vos 2944
auf, also abhängig von 7ioier.
2948—49 Die Wiederholung desselben Gedankens wie 2938/39,
freilich mit Variation, ist jedenfalls begründet in der Wichtigkeit,
welche die beiden Fährleute dieser Eigentümlichkeit ihres Fahr-
zeuges beilegen; vielleicht soll damit auch die Schwatzhaftigkeit
des ungebildeten Fährmanns angedeutet werden.
2960 au mien esgart „nach meinem ürteiP' ; vgl. Suchier Reimpr.
108, Foerster zu Äiol 1790 und esgarder Yvain 2005 „Urteil fällen".
2962 serront kann sich auf die beiden Schiffer beziehn; man er-
wartet freilich eher serrons. und dieses ist auch zulässig, daungenaue
Reime namentlich in diesem letzten Teile nichts Unerhörtes sind. 2
2967 par ma destre main gehört natürlich zu je faxe I veu.
2969 Kul de nos X — da die Eitter mit Artus XI sind, so
muß es entweder vos X oder nos XI heißen. Dem Zusammen-
hang nach, nämlich wegen u Je puisse im folgenden Yers, kann
nur letzteres stehen , also zu lesen Xul de nos XI qu'onques puisse.
qu^o. p. wäre dann Relativsatz = „welcher immer könne" (daß qua
für qui stehend seinen Yokal verlieren kann, ist ja bekannt, s.
Tobler, Zs. 11, 563, 1, Beisp. bei Pietsch2'6). An einen „beziehungs-
losen Relativsatz" im Sinne von que je puisse oder qu'il puisse
(über welche Tobler, Zs. II, 562) zu denken, verbietet wohl ow-
ques und das folgende u je puisse. — Die Änderung ist aber doch
im Text unterblieben, weil nach dem folgenden Yers (2970) offen-
bar 3 eine Lücke anzusetzen ist , so daß die Möglichkeit einer andern
Interpretation offen gelassen werden mußte.
2981 Kann quantques über -s hinweg das e elidieren, wie es
hier geschehen muß (s. Tobler, Versbau 53)? Wenn nicht, ist die
Form ohne s zu setzen.
2993 En „deshalb".
2995 avant „weiter vorwärts"?
3000 iramet — Subj. ist Artus, der seit 2981 nicht mehr
vorkommt.
1) Weitere Beispiele für den acc. c. inf. bei covenir wird das Kristian-
wörterbuch bringen. — Br.
2) Ich möchte serront belassen, zumal wegen des nos im folgenden
Verse, das mir in einem gewissen Gegensatze zu dem cels von 2961 zu
stehen scheint. — Br.
3) Man vermißt eine Ergänzung zu puisse. — Br.
149
3013 — 14 Wegen s^ont und est sor ses pies drecies vgl.
Tobler zu Äniel 166.1
3016 Ist Encontre vait absolut zu fassen oder ist aus dem
vorhergehenden les der Dativ, lor zu ergänzen?
3018 De hiel sanblant] de = „in bezug auf, was betrifft".
3028 Pa7' couvent que=? „Unter der Bedingung, daß" paßt
nicht recht. 2
3029 remanant kann unmöglich zu en tot le mont gehören
und muß sich an n'a si cortoisse anschließen, und zwar als Part.-
Adj. „übrig seiend, übrig". Dies entweder im Sinne eines Adv.
= del remanant „im übrigen" oder im Sinne von autre, aucune.
3035 ici alues gehört natürlich zu haillius et connestable.
3039 consülier ä aucitn = ? ^
3050 Auch in 2416 waren es VI puceles in der Umgebung
einer Dame.
3052 uns dis ist Plur. (s. Einleitung).*
3050 — 53 Eine Szene mittelalterlichen Schloßlebens (auch von
G. Paris, Eist. litt. XXX hervorgehoben), die uns zeigt, daß im
damaligen Frauenleben der Eoman eine gewisse Rolle spielte. Nur
schade, daß vom Dichter keine weiteren Angaben (wer vorliest usw.)
gemacht werden.
3054 eslire „erspähen", "^ex-legere „auslesen" durchläuft die-
selbe Bedeutungsreihe wie choisir, das von got. kausjan „prüfen,
erkiesen" zu afz. gewöhnlichem „erspähen, bemerken" fortgeschritten
i'st. — Stehende Redensart ist es in den altern Chansons de geste,
daß Kaiser Karl (angefangen mit Rol. 115 S'est quil demandet, ne
Vestoet enseignier) von den Boten ohne weiteres erkannt wird.
Findet sich dies auch bei Artus?
3055 K. ist hier und in 3058, 3066, 3152 usf. nach der ge-
wöhnlichen Schreibung der Hs. in Kes aufgelöst worden. Der
Reim Kels : •//• (3003) spricht allerdings für die Form Keus, aber
daneben findet sich auch Ke : ne (nef) (2907), und überhaupt sind
für diesen Namen verschiedene Formen durch Reim bezeugt.
3056 avenir entspricht dem nfz. arriver in eigentlicher und über-
tragener Bedeutung. Dem n'avient a sa Haute vergleicht sich ü
n'arrive pas d sa hauteur; dem unpersönl. Kies] qui a voir dire
avient (3066) entspricht ü lui arrive de dire la verite; avenir 3224.
3347 heißt ^^arriver, sich ereignen".
1) S. Vers 2599 {trove s'ont). — Br.
2) Es wird wohl heißen „unter der Zusicherung (dem Versprechen),
daß". — Br.
3) S. Glossar s. v. consillier. — Br.
4) Hier und noch sonst in seiner Kladde verweist Stürzinger auf eine
auch gram. Einleitung, die er dem Texte beigeben woUte. — Br.
150
3057 Totes ont failli ä cest saut, bildlicher Ausdruck, welcher
der Schlacht- und Turniersprache entlehnt sein dürfte. Die ein-
zelnen Schönheiten werden als sich im Kampfe messend gedacht
gemäß der Vorstellungs- und Ausdrucks weise der allegor. Tour-
noiements und Batailles, die seit dem Ende des 12. Jahrh. in Auf-
nahme kommen. Ygl. Huon d'Oisi, Tournoiements des Dames (um
1180 nach G. Paris § 109) Eist. litt. XXIII, 478.
3066 qui = cui.
3070 vel dire steht wohl nur für das einfache Zeitwort. Ygl.
Yvain 284: Se le voir conter vos an vuel, Huon de Mery Antecr.
2600: Mes qui le voir dire en vodrist und Dante Inf. II, 22: a voler
dir lo vero = a dir lo vero.
3076 — 77 Daß in der Empfangshalle eines Schlosses die
Steinplatten des Fußbodens (vgl. 3047 en la sah pavee) mit Binsen
bedeckt wurden, ist aus den Chansons de geste mit ihrem stehenden
Ausdruck „/a sale jonchiee^'- bekannt, jonchier wird aber auch beim
Bestreuen mit andern Pflanzen gebraucht, z. B. J. et Bl. d'Oxf. 5855,
Manek. 2272 und besonders /. et Bl. 3550 ff., wo es u. a. heißt:
Puis se sont seur les Jons assis, Un hlanc doublier d'uevre menue
Ont seur le muguet estendue.
3086 faire (mit Dat. der Pers.) konstr. wie im Nfz.
3087 qui = „was" (s. Geßner II, S. 3 und Pietsch S. 45 — 47).i
— couvient = couvint.
3088 2.
3089 — 92 So wie die Verse in der Hs. stehen, scheint es,
als wären Kreuzreime {desl\{\ie, salue, liie, esmolue) unter die Reim-
paare geraten, wie das in andern Werken vorkommt. Hier aber
verlangt der Sinn der Erzählung den Yers mit salue hinter den
mit esmolue zu stellen. Daß der Yers 3092 vor 3090 zu stehen
gekommen ist, läßt sich wohl nur daraus erklären, daß er in der
Yorlage unserer Kopie nach 3091 (esmolue) fehlte, dann auf dem
Rand (vielleicht nicht ganz in der richtigen Höhe) nachgetragen
wurde und schließlich von unserm Kopisten an der unrichtigen
Stelle eingefügt wurde.
3105 imagene ist dreisilbig, die Reime verlangen image.^
1) Ich habe mich für qu'i entschieden. — Br.
2) Äic degre „an der Treppe" möchte ich lesen, da Outre gre nicht
paßt. — Br.
3) Der große Abstand zwischen dieser Ziffer (3105) und der folgenden
(3231) erklärt sich dadurch, daß drei Blätter mit handschr. Anm. Stür-
zingers verloren gingen. — Br.
151
3231 De ce laissies „laßt ab hiervon".
3233 qui = cui.
3234 l von jel bezieht sich auf roi. — desbussesse] der Sinn
dieses Zeitworts kann wohl nur = detromper sein, deshalb liegt
nahe deshiiffer zu schreiben, da in Montaiglon Fahl. III, 67 ein es-
huffer ,,tromper" vorkommt. Aber es gibt afz. kein -ff-, höchstens
in deffaire und ähnlichen Kompositionen. — Mit desbuissier (von
*busciare) Aiol 10074 „aus dem Hinterhalt hervorbrechen" hat
unser Wort natürlich auch nichts zu tun. Wenn es nicht einfach
eine Nebenform zu des-boisier ist, so darf es wohl als eine Ab-
leitung von buse gelten, buse bedeutet schon afz. in übertragenem
Sinne „dumme Person" (vgl. DC. busio und Mousket buisnart et
fol si Fapela) und von hier aus ist dann ohne Schwierigkeit zu
buser „tromper" zu gelangen. ^
3248 Non feres] Über non vor Zeitw. und insbesondere vor
faire als verb. vic. vgl. Diez III, 319. 436 und Perle, Zs. II, 2.
Es ist zu beachten, daß non nie vor einem selbständigen Yerb ge-
braucht wird, denn eutv/eder handelt es sieh wie hier um das
stellvertretende faire oder um ein Hilfsverb wie avoir, estre, de-
voir usw., zu welchem das Hauptverb oder auch das Obj. aus dem
Yorhergehenden zu ergänzen ist. Der Verbalbegriff ist also stets
nur angedeutet, und der Nachdruck liegt auf der Negation; daher
denn die volle Form wie da, wo non allein verneint.
3249 Mit monsignor Y. kann nur der 3213 genannte Yfvjens
gemeint sein, da auf diesen Yers hier Bezug genommen wird.^
3420 li = lui. — Br.
3523 Gorvahi Cadrus von Pantelion findet sich auch in
Meraugis (ed. Friedwagner) (s. S. LXXXYI, Anm. zu 469 u. Eigen-
namen). — Br.
3544 Der Infinitiv müßte im Präsens stehn. — Br.
3564 1. amende ichi (?). — Stil.
3609 — 12 S. zu 186, Zeile 12ff. und vgl. Erec 1689, Gral
9495. — Br.
1) S. Glossar. — Er.
2) Hiermit hören Stürzingers Anmerkungen auf. Die zu 356 i fand
ich auf einem von einigen Blättern „Schwierigkeiten". — Br.
Namenverzeichnis.
A. Personennamen.
Artus {nom.) (:vemis) 3607 — Artu (oW.) (: a respondu) 3568 —
Artus 247 (li rois m vm'her gehenden Fers), 774 [mißachtend) —
li rois Artus 46 [zum erstenmal genannt)^ 104, 1621, 2217,
2842, 2881, 2903, 2924, 2977, 3023, 3060, 3073, 3083, 3568,
3607 — Artu le roi 2193, 3439 — li rois (le roi) 57, 72,
88, 90, 134, 140, 141, 152, 160, 164, 198, 246 {tiach längerer
Pause), 253, 255, 323, 354, 411, 611, 630, 1650 (vor dem
Inselkönig, der selbst nur li rois heißt, so: 1608, 1614, 1630,
1636, 1662, 1664, 1684, 1694, 3284), 2002, 2301, 2367, 2684,
2728, 2792, 2835, 2859, 2864, 2905, 2964, 2966, 3041, 3088,
3092, 3103, 3141, 3232, 3244, 3258, 3267, 3273, 3279, 3331,
3346, 3351, 3355, 3359, 3375, 3380, 3392, 3397, 3402, 3411,
3415, 3571, 3581, 3585, 3601, 3615 — li bons rois 53 —
rois manant 50 — mesire 289 (Hunh), 2921, mon signor 2918,
3037 (Kens) — In der Anrede: Sire 126, 128 (Hunb.), 151,
155 [Gauv.) — biaus sire 259 (Hunb), 3597 (Gorv.) — rois
Artus 3275 (Hunb.).
Briesbras s. Caradue.
Cadrus s. Gorvains.
Car-adue (: H fius Due) 2830, 3239 — Karadeu 3239 — Caradue
Briesbras (: ses bras) *2775.
Carahet (710771.) (:je met) *2371.
Crestien (obl) de" Troies *187.
Due s. Giflet.
Elien s. Urien.
Erec 2829, E.[rec], li fils Lac 2771.
Gaheri[e]s *2593, 2605, 2721 = Gahairie 2656, frere [Gauvain]
2629, 2637 — In der Ä7irede: Sire 2250 (Gauv.).
Gales li Caus (:caus, : seneskaus) *2777, 2831.
G.[auvains] (: certains) 3361, 3385, G.[auvain] (obl.) (: en la main)
3426, G. 161, 174, 180, 198, 284, 308, 383, 402, 614, 718,
758, 863, 883, 893, 928, 940, 954, 976, 995, 999, 1004,
1018, 1032, 1064, 1072, 1074, 1085, 1114, 1131, 1144, 1145,
1232, 1236, 1248, 1255, 1409, 1427, 1438, 1444 und 103
153
weitere Stellen — G., le nies (neveu) le roi 611, 2002 — G.,
mes nies 110 (Artus) ^ G., tes nies 3277 (Himb.)^ vostre neveu
264, 2805, 2905, 3361, 3410 — G., le fil au roi Lot 2057 —
Mesire G. 142, 210, 411, 418, 573, 624, 667, 684, 780, 804,
838, 922, 969, 1211, 1300, 1434, 1518, 1532, 1541, 1754,
1856, 1886, 1928, 1968, 2060, 2088, 2097, 2114, 2154, 2216,
2248, 2400, 2530, 2628, 2636, 2646, 2713, 3065, 3109, 3197,
8318, 3450 — mes frere, mesire G. 356, monsignor (j.(obl.) 723,
811, 817, 900, 1186, 1226, 1296, 1562, 1834, 3207 — eil
qui tot le monde prisse 138 — celui qui ainc n'ot parel De
pris ne de valor el mont 146 — eil qui tant ert prisies Qu'a
paine ert ses pers esprisies 161 — eil qui a los tel Que nus
ne s'en puet a lui prendre 182 — vos aves del mont le pris
617 — eil qui bien menbre et souvient De dire raison tote
voie 628 — li plus sage et li mius apris Qu'on puist trouver
nule partie 752 — cel c'on doit loer Sor tos les chevaHers a
droit 1178 — le mius vaillant qui or seit vis 1219 — G. qui
pas ne se consirre De faire con preus tote voie 1704 — eil
qui trestous cels afaite Qui a ses ovres prendent garde 1898 —
G. li preus 1953 — li miudres Chevaliers del mont 2126 —
mout biaus mos que il set dire 2249 — G., qui bien li sot
oster le plume. De bieles paroles l'enplume, Que il avoit ases
u prendre 2295 — 97 — G., qui bien parier seut 2321 — In
der Anrede: Sire 329 (Schwester (r.), 2139 (besiegter Bitter)^
2681, 2700, 2709 (Samir/ Bruder), 3519, 3521 (Gorv.) —
biaus sire 490 (Hunb), 2511 (Ydone\ 3524 (Gorv.) — mesire
2606 {besiegter Gah.) — sire Chevaliers 1944 (Ritter), 2189
(Gah.) — dans Chevaliers 1903 (Ritter), 2358 (Gah.) — Chevaliers
1970 (Ritter, geringschätzig), 2288 (Gah., do.) — frere 3431
(Gauv.' Schwester) — G. 2917 (Kens).
Giefles == Gifles.
Giflet (nom.) li fius Due (: Caradue) *2829, 3240 — Gifles (nom.)
3158, 3170, 3189, 3206 — Giflet (nom.) 3153, (voc.) 3168.
Gorvains (: mains „minus") 3613 — Gorvans Cadrus *3523, 3580
— Gorvans 3597 — Gorvan (voc.) 3607 — In der Anrede:
Sire Chevaliers 341, 368 (GauvJ Schwester) — amis 3602,
Gorvan 3607 (Artus).
Gunbaut (De Gunbaut) "^ Titel des Romans.
Honbaus (: baus) *56 — Hunbaut (nom) (:baut, 3. Sg.) 127, (: sont
baut) 1541, (:se fist baut) 1352 — Hunbaut (obl) (: baut 3. Sg.)
1242, (:est baut) 3183 — Hunbaus (obl.) (:est baus) 680 —
Hunbaus (n.) 73, 98, 177, 250, 258, 277, 280, 287, 491, 610,
721, 790, 854, 869, 888, 897, 920, 1039, 1074, 1087, 1097,
1135, 1154, 1160, 1169, 1175, 1217, 1224, 1249, 1253, 1298,
154
1306, 1415, 1433, 1484, 1576 — Hunbaiit (n.) 839, 1368,
1391, 1476 — Hiin. 1707 — H. 1590, 1019, 1818, 1886,
1844 — Hunbaut (obl.) 77, 88, 1072, 1301, 1303 — H. 1685
— Honbaus {n.) 1014, 1022, 1112, 1122, 1146 — Honbaiit
{obl.) 420, 2683 — In der Anrede: Hunbaus 1410 {Gauv.\
1468 (Tiirhüter) — Hunbaut 90, 256, 272 {Artus), 882, 912
(Gauv.), 1165 (rke kom), 1386 (escacier) — Hun. 1707 {Gauv)
— H. 1568 (Zwerg), 1816 (Gauv) — qui tant as erre par le
mont 91 — qui set entendre 1135.
Ider s. Yder.
Kels (n) (lansll, nom) 3003 — Ke (voc.) (: ne „Schiff'') 2907
— Koi (ohl) (:coi) 2277 — Kels, li senescals 2890, 2956, 2964,
3020, 3036 — Kes, li senescaus 2766, 2832 — K., li senescals
3152 — Kes 2805, 3158 — K. 3058, 3066, 3173, 3192,
3228, 3247, 3341, 3342 — mesire K. *3055 — Ke (ohl)
3007 — K. 3165, 3241 — li senescals 2809, 2901, 2912,
2951 — 2981 — In der Anrede: mesire Ke 2907 {Gauv), dans
K. 3385 (Yvens, spöttisch) — Koi, le senescal, qui mout ert pros
2277 (Dichter), le couart mauvais failli 2281 (Gah).
Lanselot (nom. und obl) (: il ot) 2268, 3248 — Lanselos dou Lac
(:li fils Lac) 2772 — Lanselo(n)s 3225, 3252 — Lanselot
(obl) 2828.
Noe (puis que l'arce fist — ) (: cemin ferre) 1894.
Percevels (l. Percevals) 2371.
Eeonde Table s. Table Eeonde.
Sagremor (obl) (:d'un sicamor) 3007 — Saigremors (n) *2780,
3003 — Saigremor (obl?) 2831.
Saint Denis (par — !) 2900 (Keus).
Saint Heribert (par — !) 649 (Dichter).
Saint Jake (par — que j'a requis!) 377 (Gorv), ( — c'ainc ne
requis!) 2044 (ungetreuer Ritter).
Saint Jermain (par ~!) 2242 (Gah.).
Saint Julien (l'ostel — ) *445.
Saint Piere (par — !) 11 (Dichter), (par — l'apostele!) 1117 (Gauv).
Saint Ricier (par — !) 2037 (Gauv.).
Saint Ydenert (par — !) *2583 (Gah.).
Sami(ra)rami (freres — ) (: parmi) *2668, bon Chevaliers et biel 2669,
a l'escu d'ermine au vermel lion labiel 2660 — 61, 2664 — 65,
2670, eil qui fu cortois et sage 2729 — ses ainnes frere est
de grant pris 2672.
Table Reonde 2243, Tavle Reonde (des pers de la T. R., qui sont
prisie par tot le monde) 3611, Reonde Table 3033, dont nus
mauvais ne pooit estre 64 — 65, tant sont en la R. T. preu et
prisie si (con) tot ensanble 2254 — 55.
155
Tallas (n.) (: las „müde'') 2784 — *2830 [n.?) — li biaiis, li
prous de Rougemont *2785.
Urien (li fix le roi — porte l'escu de gueules as faisans) *2228 — 29.
Yder (n.) *2830, 3245 — Wer 3198.
Ydone * 2430, tant estes sage et bien aprise 2506 (Gauv.)^ cele
qui bien ert aprise 2633 (Dichte?')^ erscheint als dame des landes
2418 — 2513, 2614 — 53.
Y[v]ain *2828 = Yvens.
Yvens (li quens Yvens) (: ens) 3384, Y[v]ens 3213, monsignor Y. 3249.
La suer G.[auvain] 195 figuriert 168 — 82, 194 — 97, 226 — 28,
237 — 39, 311 — 417, 3421 — 3590, ma suer (serour) 311, 315,
2698, sa suer (serour) 180, 226, 237, 3417, 3593, vostre suer
(serour) 172, 2685, 3513 — ma nice 168, sa niece 2803,
3589 — In der Anrede: biele 364, 392 (Oorv.), Bele suer
3451 (Gauv.).
La dame del Gaut Destroit s. Gaut Bestreit.
Li rois des Illes s. lUes.
Li sires de Bielmanoir s. Bielmanoir.
B. Geographische Namen.
Amiens (je ne vaussise por — ) 1922.
Barlet (de — i vient la marcandisse) *1271.
Biaumont (desi a Biaumont) 1986.
Bielmanoir (li sires de — ) *2774.
Canpaigne (onques n'en France n'en — ) 2344.
Carduel *3412, 3413.
Carlion (:lion) 2662 — *52, 321, 2655, 3584.
Cetoisse (?) (desi a Biaumont u — ) *1986.
Cleresvaus (li couvent De — ) 1405, Clervaus 2065 (:as iauls).
Constantinoble (-.noble) (n'a En France n'en — ) 95, (dusqu'en — -)
1983, (de — i vient la marcandisse noble) 1271.
Cornevallois (n'a — ne Escot que tel affaire ne vaussist mius
penser que faire) *794.
Damas (de — i vient la marcandisse) 1270, (je vauroie mius
manoir en prison a — : tu m'as) 2073.
Damiete (: que m'entremeche), (de — i vient la marcandisse) 1270.
Engleterre (n'a en — ) 94, 1749.
Escot s. Cornevallois 794.
Espaingne (ceval d' — ) *426, 1108.
France (n'a si cointe En — ) 94, 2344, s. Canpaigne.
Gascoingne (lance de — ) *1090.
Gaut Destroit (j'ai non Cele del — ) 3409.
156
Illande (dusqu'en — ) 994.
Illes (entre les — a •!• roi) 99, 115, Episode in Stadt und Schloß
dieses Königs 1292 — 1733.
Monpellier (De — ne de Pavie Ne cuic je pas la rente mainre) 593.
Nicole (l'amast ases mius a — ) 722.
Oissi (dusc'a — ) 3216 = Oisy-le-Verger [Pas -de- Calais) ?
Pantelion (: par non) 3595, Schloß Gorvains (s. *3523).
Pavie 592, s. Monpellier.
Pierone 2020 (qui me donast — et Troie, N'eusse je tant).
Ronme (les apostres de — ) 1165.
Rougemont 2785, 5. Tallas.
Saint Aubain (li doi couvent de — et de Clervaus) 2065.
Sens (dusques a — ) 3174.
Troie (: il l'otroie) , Ki lor donast l'onor de — 2794, Qui li donast
•II- mars de — 2856, 2020 (s. Pierone), = Troies (Crestien
de — : as et troies) 187.
Glossar/
Abkürznngren.
a. = aucun , ac. = aucune chose (rien) , het. = betont, e. = ettvas,
eig. = eigentlich^ j. = jemand, n. = neutraler {absoluter) Gebrauch des
Verbs {n. = neutrum), st. = statt, tr. = transitiv, r. = reflexiv.
[] bexeichnen, daß eine Form in unserm Text nicht belegt ist. Der
Stern (*) vor einer Ziffer weist auf eine Anmerkung hin. Der Doppel-
punkt hinter einer Ziffer bedeutet Vorkommen im Reime.
a, P7'äp.; im Dat. poss.: la canbre ä son oncle *149, les ielx
au nies le roi 791; im Dat. der Bestimmung modal geworden:
ä don geschenkweise 958, ä prest leihweise 958; modal (eig. ver-
bindend): ä biele eiere mit freundlichem Gesicht; verbindend ä tot
mit allem 1643; summierend: mitsamt 2985 («XIII- furent as
notonniers) ; kausal: bei, infolge 1777 (as destorbiers) ; instrum,
ä traire durch Schießen 914; temporal: ä im jor eines Tages 54,
ä cest matin diesen Morgen 2042.
aaisier tr. a. es j. behaglich machen 2852; Part, aaisie behag-
lich 453.
aatir r. de ac. sich eifrig an e. machen 3308.
abatre tr. a. j. vom Pferde werfen 1333, 1357; son cief den
Kopf weniger hoch tragen, sich mäßigen 1358; ac. e. dämpfen,
austreiben: cest desroi 1139, orguel 2620, les bordes ä a. 2093.
abe Gaffe7'ei; estre en abe de ac. e. nachhangen , auf e. aus
sein *27; faire abe apres a. j. nach den Augen sehn, sich von
ihm beschwatzen lassen 1406.
aborder tr. en ab. a. auf j. einreden 1255.
acesmer schmücken; acesme als Ädj. schmuck, prächtig (im
Fem.) 3031.
aciever (= achever) r. de ac. sich einer Sache entledigen 3316;
s. eceva.
[aclorre], 6. Präs. acloent, tr. a. j. umschließen (von der
Rüstung) 2538.
acointement Bekanntschaft; avoir l'acointement de a. zu je-
mandes Bekannten zählen 2172.
1) Zugleich Verzeichnis der in den Anmerkungen behandelten Wörter.
158
acointier 1. faktitiv a. ä a. j. mit j. bekannt machen 2637;
2. avoir a. (ac.) acointe j. {e,) kennen gelernt haben, vertraut ge-
worden sein mit 265: 1337, *2053, 2411; 3. estre acointe de a.
mit j. bekannt (vertraut) sein, ein Bekannter jemandes sein 681,
2169, 2676: 3037, 3116.
aconpagnier r. ä a. sich j. anschließe^i 2834.
aconperer tr. ae. e. bezahlen 2704.
aconter tr. erzählen (konjiz.) 2075.
acorcier tr. abkürzen; une menconne einer Lüge EinJialt tun
3235.
acorde Einve7'nehme7i ; faire acorde ä a. mitj. ins reine kommen
1213.
acorder tr, aussöhnen; les fait acorder er söhnt sie miteina7ider
aus 1253.
acoster son ceval sich an die Seite seines Pferdes begeben, um
es %u besteigen 232.
acroire tr. ac. ä a. j. e. leihen, ausleihen 1078, e. vonj. borgen
480, 1384, j. e. vorenthalten 1386.
acroistre n. anwachsen, [Lärm) anschwellen 1738.
[acuit(i)er = aquit(i)er] tr. sa foi seiyi Wort einlösen 2102;
Part, acuit in faire acuit de ac. von e. befreien 1582:
adestrer tr. a. j. rechts begleiten 3380.
adonques Adv. alsdann^ darauf 351, 618.
adrece f. Richtweg 850:
adroit Adv.; si adroit mit solchem Geschick 3107, 3113.
aerdre, 5. Präs. äiert, tr. a. j. anpacken 3502.
afaire m. Aufgabe, Unternehmen 109, 310; Angelegenlieiten,
(verächtl.) Kram 2471; aler en son af. seinen Geschäften weiter
nachgehn *2447; l'af. revient es geht aufs neue los(?) 1113.
afaitement m. Bildung, Schicklichkeit, Amnut *643.
afaitier tr. a. j. ein Vorbild sein, j. bilden 1898.
aficier: bien vos i poes af. dessen könnt ihr versichert sein 203^.
afoler tr. a. betören 569; übermannen 1182.
[afond(r)er] , 3. Präs. afondre, 7i. zugrunde gehn 2935:
afremer = afermer tr. befestigen, (sor la siele) versteifen 1714.
afubler tr. a. j. [mit einem Mantel) bekleiden 3147.
agreer w. ä a. j. gefallen 942.
alii, ahi! ach, ach! 1184.
aide Hilfe 1993, Schutz 2513.
aidier ä a. j. helfen ^11^ 1282.
äiert s. aerdre.
aimer tr. ac. e. gern sehn; eil n'ainme mie mon sejor dieser
gönnt mir keine Ruhe 211 A^.
ainc mais noch nie 1044.
159
ains Präp. vor ains miemiit 1762; Konj. bis *2725, 2749;
or ains oder vielmehr 2701.
ais f. Brett, Steg *1375, 1419; s. Meraugis *3358.
aisse {pik. st. aise) Gelegenheit 3125; estre aisse (persönl.) es
angenehm haben *1972, zufrieden sein 3126:
alaine f. Atem, avoir mauvaise al. *2489; 5. h . . .
aler, 1. Präs. vois 2201, 2373:, 3. Präs. Konj. voist 153, 315,
Imp. va (vor Imp.) *2079, n. {von einer Begebenheit) sich begeben,
verlaufen, gehn 2149, 3306, sich befinden 627; r. je m'en vois
328, s'en voist tenir ä sie möge sich meinetwegen halten an *2051;
umschreibend je t'irai batre = je te batrai 2094; s. conbatre.
aliue = S.Präs, v. aloer beherbergen, aufnehmen, annehmen * 286 :
allue m. Freigut *103.
aloe f. Lerche 395:
aloer s. aliue.
alonge f. Aufschub; en faire al. ä a. j. hinhalten 1020.
alu§s in ici al. hier in der Nähe *3035.
amasser tr. zusammenhäufen 2972.
amb. s. anb.
ame /. Seele; partir l'a. del cors töten 788.
amende f. in prendre l'am. de ac. die Buße für e. einfordern
2634; konjiz. *3564.
amendement in faire am. Buße tun *3564.
amender in am. ne le peu ich kann es nicht ändern 3282.
amener in am. a. ä a. ä oste j. j. als Gast zuführen 611.
amentevoir ac. ä a. j. an e. gemahneri 1389.
amesurer tr. a. j. begrenzen, kurz halten 2608.
amont s. mout.
amor f. Liebe; se vos voles m'amor avoir wenn euch um meine
Liebe zu tun ist 135; par amors auf gütlichem Wege 2406, im
Guten 2580.
amordre r. ä faire ac. sich daran machen, darauf ausgehn 16:
384: 1690:
anbesas ungünstiger Wurf mit zweimaliger Eins beim Würfel-
spiel; jeter anb. et troies zweimal eine Eins und eine Drei werfen
(was als günstiger Wurf galt?) *188:
1. anbler tr. in anblant la voie den Weg im Paßgang zurück-
legend 283.
2. anbler s. enbler.
aniel, pik. = anel, m. Ring 2046, 2160.
anne = ane Esel; (jo te batrai) conme anne a pont wie einen
beim Übergang über eine Brücke störrisch werdenden Esel (?) 2087.
anueus (= enuiieus) langweilig 901; anuiels vom Pferde = er-
müdet? oder unruhig? *427.
160
[anuier] unpers. il m'en anuie es verdrießt mich 165.
aorer tr. (einen Heiligen) verehren, zu ihm beten 762.
[aovrir oder aovrer?] r. zutage treten, sich zeigen (?) *1183.
apaier tr. a. j. beruhigen 1240:; estre apaie de ac. mit e. zu-
frieden sein 175; soi en tenir ä bien apaie es zufrieden sein 274.
apareil 209, -el 2184, -al 2659 m. Rüstung.
apareillier tr. (une robe) zurechtlegen, bereithalten 143; r. soi
ap. ä faire ac. sich anschicken e. zu tun 145; aparillie de faire ac.
bereit . . . 2135.
aparler tr. a. j. anreden 78; a. de ac. mit j. wegen e. reden
1618, j. nach e. fragen 633.
[aparoir] r. sich zeigen, zutage treten 1183, 1838.
a passer r. aveuc a. sich j. anscldießen , mit j. kommen 442.
apeler tr. a. de batailie j. zum Kampfe Jieraus fordern 2590.
apendre n. ä gehören 467.
apenser r. de ac. an e. denkeyi 894.
apert, adv. en ap. frei u. offen 3119, tot ap. ganz offen 3420;
tot en ap. *2407.
aport in faire vilain ap. ä a. (iron.) j. Schlechtes mit auf den
Weg geben, j. schlechten Mundvorrat zutragen 1702:
aporter in si conme la raisons l'aporte so wie die Vernunft
es mit sich bringt (will) 2161.
apren dre belehren; estre ä apr. der Unterweisung bedürfen
2353, 3085; s. apris; s. *2224.
apres Ädv. darauf; en apres alsdann 2642.
apresser tr. sl.j. verfolgen 1102; en apr. bl.j. dazu drängen 704.
aprester r. de sich sputen mit 738.
apris, Part, von aprendre u. Adj.; apris as armes in den
Waffen geübt (konjiz.) 3423; apris de ac. e. gewohnt, gewöhnt an e.,
bekannt mit e. *1533, 1712, 1808, 2337; bien apris sehr gebildet,
artig, höflich 62, 752, 1210, 2633, einsichtig, vernünftig 2506;
mal apris unartig, unhöflich 750.
aprison f. in faire une apr. eine Belehrung gebeti *860:
aprocier tr. a. j. nahekommen 1349; r. *3013.
arainne (= araisne) ww [araisnier] tr. anreden 683; ä. aregne.
aramie f. Gewalttat, Übergriff, Mißbrauch (?) 1507.
arcie (pik. = archiee) f. Bogenschußweite 2891.
ardoir tr. verh'ennen 789; Part, ardant in haste ardant (am
Spieß) h'atende Keule 1125; les ardans nach Saclis-Villatte das
hl. Feusr (im 12. Jahrh. in Frankreich epidemisch herrschende Blatter-
rose) 2092.
aregne (= aresne) von [araisnier] tr. anreden 1732: 2356.
arestif säumig 268:
arestue f. Aufenthalt; Sans ar. unverzüglich 3590.
161
ariere (Ädv.) de soi hinter sich 1115.
arieregarde Nachhut 1159.
ariver n. am Ufer ankommen 2989, tr. a. j. landen 1763.
armes s. asaier u. deservir; d'armes faire dem- Waffenhand-
werk obliegen, Kämpfe bestehn 2209, 2271, 2370; Part, f aissaut
d'armes eifriger Kämpe 2230.
armeures f. pl. Rüstzeug 1929.
arouter r. dahinziehn, dahinreiten 2306.
as s. anbesas.
asai m. Kampf, Wettkampf Strauß 2599, 2821; en venir en
asai dieserhalb in einen Kampf verwickelt werden 2779; eig. Ver-
such, daher: metre asai de ac. e. eiproben 260.
asaier r. ä faire ac. ve7'suchen e. zu tun 3, ä a. d'armes sich
mit j. in den Waffen messen 2499.
asanbler n. sich vereinen, sich paaren (von 7'eichen Reimen) 35,
ä Si. jemand einholen 2522, mit j. in Kampf verwickelt werden 2207,
l'une (colors) ä l'autre miteinander verschmelzen 658; 11 solaus sanble
as. ä (la) terre die S. scheint die E. zu berühren *1868.
asaurai 1. Fat. v. [assaillir] 3482.
asaut Angriff; faire as. ä a. j. angreifen 1341; s. querre.
aseir (= asseoir), 3. Fut. aserra 543, tr. setzen (le hiaume)
228, ac. ä a. j. e. vorsetzen (Speise) 712, a. j. sich setzen lassen
665; n. sich hinsetzen 3151; faire as. a. j. sich setzen lassen 660;
il est asis er hat sich gesetzt (hingesetzt) 3258, 3615, estre bien
asis nicht weggeworfen sein 401, estre asis + Inf. gehalten sein zu
2947; s. aseoir.
asener eig. den Sinn richten; estre bien asene auf der rechten
Bahn sein 895.
asens, assens m. Entschluß 314:, Anzeichen: en mostrer ass.
ä a. j. ein Anzeichen von e. zeigen, j. e. verraten 1632; Willkür,
Outdünken, daher adv. ä as. planlos, ziellos (der Willkür des Pferdes
die Richtung überlassend) 2398, sans as. gerade auf das Ziel los,
geradeswegs *428.
aseoir (so!) 537, s. aseir.
aserra s. ase'ir.
aseurer r. en soi sich auf sich selbst verlassen 2120.
asise f. Übereinkunft: metre (sa vie) ä l'as. einem Vertrage unter-
werfen 1508; Gerichtstag: plaidier ä l'as. den Rechtsweg beschrei-
ten 402:
asiure les buens de a. j. seinen Willen tun 2262.
ass. . . s. as. . .
ataindre tr. a. erwischen 786, un cerf erlegen 948:, ac. be-
treffen, umfassen 2091; n, reichen 947:; r. ä ac. Iwrayireichen
an 785.
Stürzinger, Hunbaut. W
162
atalenter ä a. j. gefallen 1278.
atendre n. ä -\- Inf. sich bestreben 2616.
ator m. Einrichtung , Aufwand 602.
atorner tr. a. j. xufriedenstellen (?) 1364, sa voie seines Weges
xiehn 2757; faire at. son passage seine Überfahrt bestellen 1276;
l'atorner ensi es so einrichten, zuwege bringen 2041; s. au^h
unter folie.
atoucier n. ä ac. e. berühren 2487.
aube f. Morgendämmerung 829.
aue Großvater 586: 2930:
auques ein wenig 80, einigermaßen , ziemlich , recht 452, 3011;
auques ne mains *1003.
autre *1916, *2129.
avainne f Hafer 386: 3253:
aval s. mont.
avancier r. seinen Ruhm vermehren 3188.
avant Adv. im voraus 529; adj. [präd.) estre av. ein Stück
weiter sein *2995, [attr.) le plus avant (qiie) der liervo^ragendste
(von) *2236.
avec s. estre.
avenir n. ä ac. zu e. gelangen 1011, an e. heranreichen *3056,
ä a. j. zustoßen 365 (s. estre), abs. sich zutragen 836, sich sclticken,
sich geziemen *2923, ä a. wohl anstehn 196; U7i2)ers. qu'il lor avint
*1777, est avenu que ist geschehen, daß 272, ä a. + If^fin. bei j.
vorkommen, daß 3066.
aventure f (o. Art.) der Zufall 1283, c'est av. 1346; per av.
durch Zufall 3368, vielleicht 1361; por. av. de ac. bei der Mög-
lichkeit, daß 1352.
avertir n. sor a. sich gegen j. wenden 2942.
aviron Riemen, Ruder 2898.
aviser tr. in venir av. ac. e. gewahren, e. zu Gesicht bekommen
*1306; r. de ac. e. prüfend betrachten 1524.
aveucques Präp. mit 3435.
avoier tr. (auf den rechten Weg) führen 398, r. sich wenden
2996.
avoir haben; av. folie verrückt sein 286; Subst. Besitztum,
Besitztümer, Vermögen 14, 21, 26, 46, 348 usw.
avoue Schutziierr 117.
bacin m. Becken 736.
baer, 1. Präs. be, n. ä -f- Inf. nach e. trachten 42, vorhaben
e. zu tun 2773.
baillie f. Herrschaft, Gewalt, Befugnis 2091, 3542.
baillier, 3. Konj. Präs. baut 128: 1241, tr. übergeben 128,
des vales ä a. j. Diener zuweisen 3094.
163
baillif Vogt, Burgvogt 2034, 3010.
baillir tr. regieren 1623:
bais(s)ier tr. küssen 756, 760, 766, 2446, 2456, 2460, 2461;
Suhst. Kuß 831.
balancier a. ä terre j. zu Boden schleudern 2540.
baril m. Faß 1013.
bas von der Tageszeit: vorgerückt *905; adv. in geringer Höhe,
nahe am Boden: (il) vit une furniere bas 906: [mit Foerster tvohl
en bas zu lesen).
batre n. schlagen (v. Herzen) 837, tot entor ä ac. e. rings um-
spülen 1267.
1. baut s. baillier.
2. baut fröhlich, froh 55, de ac. 87; hochgemut: estre b. d'un
mestier in einem Handwerk auf der Höhe sein 3183, soi faire baut
de parier ein großes Wort führen 1351; Suhst. Lustigkeit, Fröh-
lichkeit 1452:
be s. baer.
berser n. jagen, pur seilen 1043, 2423.
besoin Bedarf; 11 b. en est es tut not 881.
besoignier unpers. mitNeg.: nicht nötig sein, nicht gut sein 363.
besoingne f. Bedarf; il m'est b. que es ist nötig , daß ich 2734.
beubencier Adj. anmaßend 1935.
biaute *643.
biel, Adj. schön, estre de b. aaje ein höheres Alter haben 3011,
m'est biel es gefällt mir, freut mich 2498, 2735; Adv. *468, 508,
bielement artig, höflich 156, sachte 239; .9. parole.
bien Adv. gut, b. dire e. Gutes dichten, erzählen 1, 2, 3;
Suhst. Gefallen 3251.
blae Part, mit Getreide hestellt; camp blae Getreidefeld, Saat-
feld 302.
blanc weiß; blanc rendu 1080 u. hl. convers 1430 ein weißer
Klosterhruder.
bliaut estroit enges Leihgewand (der vornehmen Frau) 3354.
bloi hläulich, dunkel (als Gesichts farhe) 656:
blont hlond 650.
bois m. Busch, Wald; venir del b. von der Jagd kommen 423.
bon gut; reich: bonne gent reiche Leute 48; estre buens ä
faire gut zu tun sein *309; bon li est es paßt ihm 1152, fait bon
es tut gut *2035, 2612, es ist gut 2663; Adv. bonement gern 3475.
bore (konjiz.) m. Burg flecken 597.
1. bor de f. toller Spaß 2093; tenir ac. ä b. e. für Spaß (Un-
sinn) halten 1432.
2. borde f Planke 1431, bourde Hütte 873.
boskillon m. Holzhauer 916:
11*
164
boucle f. 1. Schildbuckel 3462, 2. Schnalle 224.
bourde s. borde.
bout in tot de b. Ädv. aics Leibeskräften 3499.
bracet m. Art Jagdhund, Bracke 447.
bras 7n. Arm; prendre entre ses b. in die Artne yiehmen, um-
armen 824.
brocier tr. anspornen 2756.
1. buen s. bon.
2. buen m. Wille, Wunsch 2825; siure les bueus de a. den
Wünschen jemandes tiachkommen *1846.
Cache {pik. = chasse) f. Jagd 1161.
cacier und chacier jageji 1042, 2423.
9aiens hierdrinnen 791.
caloir, 3. Präs. Konj. caille, unpers. ä a. j. daran liegen 556;
s. *2058.
canberlenc m. Kämmerer , Kämmerling 140, 3160, 3173.
cancheler (pik. st. chanceler) n. (sch)wanken; faire c. ins Wankeyi
bringen 1201.
cange m. Tausch *1944.
oanp m. Feld; Kampfplatz 2607.
car beim Impefr. *1392.
carbonnier m. 1. Kohlengliä 915:, 2. Kohlenbrenner 916:
carcier (pik. st. chargier) beladen *2857; Part, carcie d'ire von
Zorn ergriffen *257.
cascun Adj. jeder 594, 1422, 2419, 2422.
caus (pik. st. co(u)s von co(u)p) m. Schlag 1202.
caut erhitzt, aufgebracht 3229, c. de bataüle erhitzt vcnn
Kampfe 2778; Subst. c. Hitze: au c. in der Hitze 961:
ce s. *332.
cee s. cheoir.
celee in a. c. insgeheim 551.
cel dieser; celui als betont. Nom. 1302; uul de cels niemand
von den übrigen 674.
cerf m. Hirsch 429.
certes in ä certes sicherlich 2709, im Ernst 2710.
ceur s. corre.
eh. . . 5. c. . .
chaie s. cheoir.
charoit s. cheoir.
cheminer reiseri, ziehn 2665.
cheoir 7i. fallen, sinken, 3. Präs. Ko?ij. chaie 1332 u. cee
1424, 5. Kond. charoit 372.
chevaleros ritterlieh 2813.
165
chi6 ^^ ce diss 1956:; vergl. W. Foerster zu Yvain 1403, wo
cie ,,wohl nur orthographisch" aus W. v. Atrecht beigebracht wird.
chier teuer; soi en tenir plus eh. sich wegen e. glücklich
schätzen 696.
chiere 5. eiere.
chose s. cose.
ei Adv. hier; par ei hier durch 320.
cief m. Kopf, Ende; estre en e. ä a. j. Untertan sein *2217;
au c. (Ende) de pieehe nach kurzer Zeit 98; s. traire; venir ä e.
de + Inf. dazu gelangen, es fertig bringen 2300.
eiere u. ehiere f. Gesicht, Miene 461, 3068; ne faire biele c.
de ac. e. nicht gern hinnehmen 1189; faire laide c. ein grämliches
Gesicht machen 2485; faire e. de ac. sich e. merken lassen 2503.
cinne m. Schwan 229.
ciute u. Mute f. Decke 3163, c. sanguine rote Bettdecke *1884.
ciain Subst. verb. v. elamer; faire son cl. ä seinen Antrag
machen [einem Weibe) 3372.
elamer tr. ac. e. beanspruchen 1411, 2457; soi en aler cl. ä
a. sich bei j. beschweren 1412.
der Adj. hell; in lichten Eeihn *1107.
cliner r. en coste sich anlehnen 1883.
clingnier; sans cl. ohne zu zwinkern * 1636.
[clorre] tr. schließen, 6. Präs. cloent 2537, Part, clos(e) 217,
3200:
coehe f. Lager 822:
coi u. quoi *2812 Adj. ruhig; c. as armes sicher {daher ruhig)
in den Waffen *2812; soi tenir coi sich ruhig verhalten 1303;
Adv. coiement ruhig, heimlich 549, 551.
coife f. eiserne Haube unter dem Helm 227.
eointe Adj. erfahren, klug{?) 3115, gewandt 266, 1984, 2170,
artig, gebildet 2054, 3038, m^utig, dreist 1338, stolz *94, 2638,
hochfahrend 2350, 2412, unzugänglich 2675; {vom Frauengemach)
schmuck 3155; s. *2053.
eois {pik. st. chois) m. Wahl 1819.
conbatre kämpfen; soi aler c. sich schlagen gehn 2619.
conduit Geleit; prendre a. en c. j. in Geleit {Gewahrsam)
nehmen *1167; s. *1756.
confondre tr. a. j. zu Schünden machen 1426, 1457.
eonfort m. Gefaßtheit, Fassung 1521; estre de bon c. gefaßt
sein 2507; faire c. ä a. j. Zerstreuung bereiten, j. Unterhaltung ver-
schaffen 159; sans c. adj. trostlos 1046; s. *2129.
conmant 771. Befehl, Geheiß 325.
conmunaument Adj. gemeinsam 2984.
166
connestable Burghauptmann 3010, Statthalter 3034, et senescal
et connestables 605.
connoistre tr. (seine Schuld) gestehen 253.
conpaigne u. conpaine 1591 f. Schar, Gesellschaft 2207, 2833.
conpaignie Gesellschaft ; tenir c. ä a. j. G. leisten 2752.
conpaignon m. Partner 2557.
conpasser tr. [Gebot] emlmlten, befolgen 498.
conperer n. suhst. Bezahlen, Büßen 3546.
conroi m. Anordnung; Aufgebot (von Truppen), Trupp 1157;
prendre c. de ac. e. in Ordnung bringen 1140, das Nötige in einer
Sache tun 412, Fürsorge für e. treffen 3142, e. sich angelegen sein
lassen 2860, en prendre tel c. die Saclie so regeln 1863, prendre
c. de a. j. auf sich nehmen 2314; tenir c. die Ordnung einhalten
1104.
consel m. Batsversammlung , Vertrautenkreis 1611; a. c. ver-
traulich, iyisgeheim, unter sich 802, 1400; soi en aler ä c. mit
sich zu Bäte gehn 1503; c. avoir de ac. sich e. verschaffen können
*919; prendre son c. de ac. sich e. überlegen 2266; pr. c. ä a.
sich mit j. beraten 105; s. *919.
cons(e)illier, 3. Konj. Präs. consent 2322, tr. aiicune ä a. eiyie
7nit einem (Manne) trösten *3039, a. de ac. j. mit e. fertig luerden
lassen 2322; n. plaudern 708, ä a. 669; r. ä soi meisme sich
mit sich selbst beraten 1504.
consentir a. en paradis j. zum P. zulassen 1215.
consirrer r. sich bescheiden, verzichten 1704:
conte m. Zahl: ti'ois fois par c. dreimal aji der Zahl 766:;
Berechnung , Abrechnung , Bedeutung: tenir grant c. de eine große
Abrechnung Jialten 1223, tenir nul c. de mißachten 765; Erzäh-
lung: (oi aves) en c. im Verlauf der Erzählung (lies el c.) 2762,
est c. de ac. e. läßt sich erzählen, e. ist erzählenswert 2847.
contenement m. Verhalten 724.
contenir r. sich verhalten, sich befinden 2850, dahinleben 1328,
je me sui contenu es ist mir ergangen 67, soi c. a aisse es sich
bequem maclien 1550; Subst. par mon folement c. durch mein
törichtes Benehmen 2751.
conter n. de ac. über e. abrechneti 2076.
contraire Adj. widrig; faire c. ä a. j. trotzen 2011.
contredire tr. ac. underspreche^i , trotzen 2825.
coutrove dichterische Erfiyidung; sans c. ohne Ausschmückung
2440.
convers m. Klosterbruder, blanc c. 1430.
convoie f. Geleit 2166:
corage Herz, Gedankenwelt; son c. was er denkt 289:
corcie, corcie s. d. folg.
167
corecier u. corcier tr. erzürnen 3551; r. *1955; Part, corcie
*1955, f. corcie (pik. = corciee) 3226.
corre 1836: laufen; n. seure ä a. über j. herfallen , auf ihn
eindringen 2127, 3498; fließen (konjiz.) *1986.
1. cors m. Leib; mes cors ich *2722, 2746, ähnlich vostre c.
*399, c. de vos *1598.
2. cors m. Lauf; aler de son ceval le c. sein Pferd ausgreifen
lassen 1230.
1. cort f Hof 1229; ä c. bei Hofe 60; Gerichtshof 23.
2. cort kurz; ä c. in Kürze {?) *2097; 6\ terme.
cose u. chose f. Sache; cele c. dies 809, nule eh. nichts 84,
ne pas grant c. nicht viel 41.
coste s. cliner.
coster kosten; c. mout ä a. j. schwer werden 2693.
costume f. Gebrauch, Brauch 2473, Besonderheit 2926.
cote f. Obergewand (des Ritters) 2185.
coucier r. sich hinlegen, zu Bett gehn 821, soi aler c. 81;
venir c. lesa. 816; faire a. c. j. zu Bett bringen 3397.
1. coupe f Schale, Pokal 740, 939.
2. coupe f. Schuld 253; avoir coupes schuldig sein 739:
couronne f. Adelskrone 2185.
courou9 m. Erregung 685.
couvenir u. cov. 366 unpers. müssen: covient liostel ä prendre
421^ mit Äkk. + Inf müssen *2438, *2943; estre mis au c.
zum, Zusammenstoße kommen 1116, estre ä c. dass.
1. couvent m. Klostergemeinde , Klosterh'üder 1404.
2. couvent Übereinkunft; par c. que unter der Versicherung,
daß, wobei ich versichere, daß *3028; s. mentir.
couverture u. cov. f. Decke (des Pferdes) 2185; Deckung:
Sans c. unverhohlen, offen 308.
couvine f. Einrichtung 2451.
cov. . . s. couv. . .
coveitier, L Präs. covoit, tr. a. j. begehrest 3410.
creanc (= creant), 1. Präs. v. creanter, (ac.) ä a. j. e. zuge-
stehn, sich j. fügen 1505:
creant m. Wunsch; faire son er. ä. a. j. seinen Wunsch er-
füllen 1365.
creanter s. creanc.
Cremes (pik. st. cremez), Imper. v. [cremir] fürchten; ne vos
Cremes fürchtet euch nicht 863:, (durch tames ersetzt von Stürz.).
crever n. anbrechen (aube) 829.
croie /'. Kreide [in Kleidungsstücken) *622; trait de er. Kreide-
strich 2056.
168
croire glauben ; tr. a. de ac. j. [in) e. glauben ( Glauben schenken)
1408, 2055, estre creu Glauben finden 1397, il en fait ä er.
7nan kann es ihm glauben 479; ac. ä a. j. e. glauben 1398, il ne
se croit es ist nicht zu glauben 1385.
1. crois (Es. crues *1969) f. Kreuz am Wege 1969, er. eoverte
überdachtes Kreuz am Wege 1875, 1880; Kreuzung des Weges 312;
metre ä Fespaiüle le er. das Kreuz nehmen 1081.
2. erois, 2. Präs. v. [croissir o. eroistre] ir. ses dens ensanble
die Zähne zusammenbeißen ^ mit den Z. knirschen 1970:
eroissier r. das Kreuz nehmen 1640.
eroistre tr. vermehren 61.
eru roh^ ungekocht: ne cru ne cuit 524.
crues s. crois.
euer m. Herz; de buen c. innig 890, amer de euer von Hevxen
lieben 3366, avoir en c. vorhohen 1824; s. souspirer.
cuidier glauben, meinen; le c. savoir es zu wissen wähnen
*2706; -h Inf. fürchten 1965.
cuir m. Haut [des Gesichts) 991.
cuire, 3. Imp. cuisoit 927, tr. braten 927; Part, cuit gekocht,
gebraten 524 (ne cru ne cuit).
cuite (= quite) jrräd. Ädj. in tot c. ganz und gar 1059:
eure f. Sorge; n 'avoir c. de sich nicht sorgen um, nicht daran
denken 840, 929, despendre tote sa c. en ac. sein ganzes Sinnen
und Trachten auf c. richten 2211, metre mout de sa c. en + I^f
sehr verlangen e. zu tun 72; faire prendre la c. ä a. j. die Sorge
übernehmen lassen, j. e. anvertrauen 3086.
daherain Adj. letzt; Adv. a. daherains hinterher 934.
dales Präp. neben 625, 3422; par d. 1049.
damage m. Schaden, Nachteil 367.
[damoisiel] , N. damoisiaus; eil sires damoisiaus (spöttisch)
dieses Herrchen 1570.
dangier m. Gewalt, Widerstand; sans d. ohne Sprödigkeit 759;
faire d. Widerstand leisten 2150.
dann(i)ers Var. *1646.
dans in der Anrede: Herr, d. Chevaliers 1903, 2358, d. Kes
3385, d. rois 1616.
de Präp. (lokal) de cele part nach dieser Seite 1098; (limitativ)
was betrifft *3018.
decacier (pik. st. dechacier) tr. a. j. hetzen 1162.
[decorir] soi en d. zerrinnen 24.
decors m. eig. Abnahme, Untergang der Gestirne; en d. zur
Unzeit, umsonst *1681:
dedens Präp. in 963, 2908; Adv. 9a d. hier hinein 965.
deduire r. de ac. sich freuen über 458.
169
deduit m. Ergötzen; de tel d. so ergötzlich 457:
[defaillir] n. aufhören 1536.
defaute f. Fehler; n'estre grant d. nicht verkehrt sein, kein
Mangel sein 2382.
deffendre a. de j. behüten vor 1895.
deföis verboten, verwehrt 2880.
degouste s. dejoste.
degre m. Treppe 280, 640, (konjix) *3088.
dehe m. Fluch, Verderben: d. ait 2283 u, dehait 3230 ver-
flucht sei; dehait aie je 3476, mal d. ait 962, mald. ait 3192.
dejet s. mesiel.
dejoste u. degouste 938, Präp. neben 917; par d. Präp. neben
938; dej. Adv. daneben 1707.
delaier r. de ac. in e. aufgehalten werden 1965.
delit m. Vergnügen; m'est d. de + Inf. es ist mir ein Fer-
gnügen zu 76.
delitable lecker 714.
delivrer la porte das Tor frei machest, frei passieren 1544.
delpains 3214 s. mains.
demainne m. Herrschaft; maintenir en son d. beherrschen 2795.
demander ä a. de ac. j. nach e. fragen 2191.
demor m. Verweilen; sans d. unverzüglich SS91 :; s. Anm. zubS.
demorer n. steckenbleiben 3460, enden 3257; tr. ac. e. in die
Länge ziehn, (und dadurch) vorenthalten *2862; subst. faire nul
d. sich nicht aufhalten 2352.
demostrer tr. zeigen 3130.
dent Zahn; tr. metre en ses dens zwischen die Zähne nehmen,
essen 966; a dens zur Erde, vornüber, eig. auf die Zähne 2934.
departie f. Trennung 3326.
departir tr. teilen 312, {Hiebe) austeilen 1024; r. en d. weg-
gehn 745, de a. sich von j. trennen 484.
[depechier] (pik. st. depecier), S.Präs, depieche, tr. zerstückeln:
d. le conmandement de a. die Obergewali j. mißachten 97:; n. in
Stücke gehn *1725.
deport Subst. verb. m. Freude, Vergnügen 322, 589:
deporter tr. a. de ac. j. rnit e. ergötzen 298; r. sich ergötzen
170, *742.
derouter r. sich (von einer Rotte) trennen 1152.
derver tr. a. j. rasend machen 2464; faire a. d. 2502.
derverie f. Raserei 1028.
des (Präp.) le soir schon am Abend 842.
desarmer tr. entwaffnen; faire a. d.^. sich entwaffnen lassen 3145.
desbussese 1. Konj. Imp. von [desbuissier = desbu(s)cliier] ?
tr. j. aufscheuchen, vertreiben *3234.
170
desconfire tr. a. .;. überwinden 3317.
desconfort m. Verzagen 2800.
desconsillie ratlos, ungetröstet, trostlos 2755, 3040.
desco(n)venue f. Unschicklichkeit , Ungehörigkeit 2478, 2708.
descovrir r. ä + Inf. sich in e. liervortun 2549.
desdire tr. abstreiten 1940, a. de ac. j. in e. unrecht gehen
3241.
des(s)eir 3075 u. desseoir 3405:, 3. Konj. Präs. dessiece 535,
n. ä a. j. mißfallen 316, 535, 711, 931, 3075, 3405.
deservir tr. ac. e. verdienen 1128, 1325, 3550, ses armes sich
die Sporen verdienen 3096, en d. pris Anerkennung für e. finden
44; n. trop malement a deservi er hat sich nur zu wenig verdient
gemacht, sich nur zu übel benommen 3196.
deseur, desuer 227, desor 211 iL deseure 585, Präp. auf
211, 227, 1470, 3456, 3462, über, an 585; desuere Adv. dar-
über 229.
desfaire tr. töten 506; des ieus blenden 710.
desfendre verteidigen; estre desfendu (de ac.) bewahrt sein
(vor e.) *1659; s. offrir.
desi ä Präp. bis zu 3051; d. que Ko7ij. m. Kondit. bis daß
3335.
[desliier u. deslier] tr. entgürten; Part. f. desliie (pik. st. des-
liiee) ohne Gürtel 3089.
desraains 3214 konjiz. v. Stürzinger (= ?); s. mains.
desmesure f. Übermaß; ä d. maßlos, übermäßig 1378.
desmesure übermäßig 528.
desor s. deseur.
despendre n. Ausgaben mache^i 468; tr. (wenn nicht doch n.
= sich betätigen y sich auslassen ?) sa {?, Kodex par) felenie seine,
Tücke ausspielen 1382 (s. *1383); s. eure; Part, despendant adj.
flott, freigebig 19.
despens m. Aufwand., Ausgaben; son d. 481.
despire tr. a. j. verachten 2107.
despit m. Verachtung; par mal d. von oben herab 694.
desroi m. Stolz., Übermut 116, 324, 2491 usf., Übermütiges:
dire grant d. 353; estre de grant d. sehr stolz und wild sein
*100, mener d. ä a. j. stolz und hochfahrend zurückweisen 2001;
eig. Unordnung , Verwüstung : ä d. in wilder Unordnung 1103, faire
grant d. großen Schaden anrichten *1684.
desseir, desseoir, dessiece s. deseir.
desseurer tr. aus der Fassimg bringen^ einschüchtern 2119.
destanroit lies destruiroit ? *1384.
destendre tr. le sigle das Segel ausspannen 1736.
destorbier m. Störung, Hemmnis 1777.
171
destraindie tr. regieren *306.
clestre Adj. recht idestre main rechte Hand (beim Schwur) 2967;
Siebst. Rechte : mener a. en d. j. davonführen [Bäuber einen Menschen)
*1812:
destrece f. Not; faire d. ä a. j. in Not bringen 849:
destruire tr. vernichten 1457.
desuer(e) s. deseur(e).
desus oben; estre au d. die Oberhand haben 3478, venir au
d. de a. j. überwältigen 2317, en venir au d. die Oberhand ge-
winnen 2573.
detenir tr. festhalten, zurückhalten 748.
devaler tr. hinabsteigen 280.
devant Ädv. (zeitl.) zunächst 2602; aler au d. ä a. j. be-
gegnen 2518.
devenres m. Freitag 522.
devie (pik. st. deviee), 3. Präs. v. deveer verbieten, ver-
wehren 1475.
devin m. Wahrsager 1012:
deviser eig. verteilen : d. ä a. que j. die Aufgabe zuteilen 1834;
tr. erkennen 1308; n. erzählen 193.
devoir, 3. Konj. Präs. doie 3075, 3151, Guussen; umschreibend
*1236, 1388, 3526; unpers. (?): Ne celer ä mon euer ne doit
Und es geziemt sich nicht für ein reines Herz mit der Wahrheit
zurückzuhalten (?) 10:, lies celera mens cuers\^
di(n)gner s. disner.
dire s. fort.
disme (konjiz.) zehnt 2832.
disner essen, speisen : digner apres la messe {infolge einer
Trauung) 2164; Siibst. dingner 1185 u. disner 935 Essen, Mahl.
dit m. Wort 765, 768, Gedicht 187, *3052.
divers Adj. schlimm, grausig 2822.
doi 664:, 3021: u. doit 2160: m. Finger; petit d. 3021.
doinsse s. doner.
doise ? 2111.
doit s. doi.
donc = dont von ivo 2435.
don(n)er, 5. Konj. Präs. doinsse 1553, r. ä a. sich j. (als
Helfer) zur Verfügung stellen 3309.
donques Adv. also 27.
dont = donc wohl 92.
dormir r. schlafen 242, 3399.
double doppelt; plus au d. mehr als doppelt 956.
doucement freundlich 2171.
doute (altfr. f.) Furcht 2206, Unsicherheit 201, Gefahr 1421.
172
douter tr. fürchten 388, 503.
drap m. Tuch 3077; Plur. dras Gewäiider 3146.
drecier sa lance seine Lanze einlegen 1295.
1. droit m. Recht; s. raison; (fig.) Abgabe, Steuer, Gerecht-
same 1360, 1389, 1394, 1469 {Plur), 1482 (= droiture, s. d.)-,
avoir grant dr. sehr recht habeti 358, faire dr. ä a. j. recht tun 804,
j. sein Recht geben 1568, ofrir dr. ä a. j. Genugtuung anbieten
1235, prendre dr. Genugtuung annehtnen 1235, 1239, pr. dr. de
a. j. zur Rechenschaft ziehn 1038, pr. le dr. de ac. e. in Ordnung
bringen 2742; s. rendre; Ädv. ä dr. recht 213.
2. droit Ädj. recht, gerade; la lance droite die Lanze einge-
legt 1711; droitement richtig 498.
droiture f. Recht 797:; s. raison; Gerechtsame, Abgabe (s. droit)
1369, 1410, 1445, 2457, 2495; faire dr. ä a. j. sein Recht geben
1572, offrir dr. ä a. dass. 2635; Adv. ä dr. ga^iz richtig 1409,
sogleich 2591, 2636.
druerie f. Liebe 691.
durement Adv. tüchtig 513.
dusques ä 522, 2494 u. dusqu'a 85, *936 Präp, bis (zu);
dusques chi bis hierhin 3219; 5. *1604.
eceva = achevai v. achever tr. vollenden 1951.
eglise s. glisse.
1. el = ele (?) s. zu 319.
2. el n. anderes 1610, u un u el entweder das eine oder das
andere 1133, qiiant n'en est el wenn es nicht anders ist 2238.
elasie Part. v. [eslaisier] (< ex-latiare) tr. (Riemenbä?ider) weit-
machen 1931.
eis (iUos) s^. soi *1550; vgl. lui.
emb. . . s. enb. . . u. anb. . .
empirier tr. ac. e. nicht haben können (wollen) 3230.
1. en Präp. in; örtlich: en terre et en raer 346; modal : en
confesse (gleichsam) in der Beichte 549; zeitlich: en mois w Monats-
frist 2007; en moie foi bei meiner Treu 3360.
2. en [inde) Adv.; in dieser Hinsicht 1580; mit bezug auf
Person 788, *1223; deslmlb *2993.
enbatre tr. hineinstoßen: sa lance ä a. j. die Lanze in den
Leih rennen 2123, s'espee en l'elme ä a. 2567; r. sor eindringen
in 1611; estre enbatu sor a. über j. hergefallen sein 1197, ä ac.
sich über e. hergemacht haben 1035.
enblaer, 3. Präs. enblee 2804, tr. besäen; behindern 301, a. y.
Scherereien machen 2804.
enblee in ä e. verstohlen, insgeheim 552.
enbler u. anbler tr. stehlen 2803; r.[pass.) gestohlen werden 82G,
173
enborder tr. schmücken, ausstatten; r. de folie sich töricht an-
stellen 874:
enbrasser eig. umarmen; en e. grant fais eine große Last
(Gefahr) dadurch auf sich nehmen 823.
encant m. Zauber 1390.
encantement m. Zauberwerk, Spuk 1533, 1536, 1538.
encarcier u. encargier tr. auf sich laden: folie 3552, grant
orguel 3543.
encens m. Weihrauch 3080.
enconbrier m. Hindernis; adv. sans e. ohne Schwierigkeit 2987.
1. encontre Präjp. gegen 613.
2. encontre f. oder (?) m. (wie Erec 2 191 Var.) Begegnung ^ Zu-
sammenstoß *1150; venir ä l'e. ä a. %um Angriff gegen j. vorreiten
2325; s. *3016.
encoper u. encoiiper a. de ac. j. etwas vorwerfen, j. wegen e.
beschuldigen 255, 940.
encor Adv. auch, schon 3044; mit Konj. wenn auch 3479.
encorir tr.\m plege ein Pfand verwirken (im Stiche lassen) 2081.
encouper s. encoper.
endementres Adv. inzwischen 1302.
endotriner tr. belehren; Part, endotrine 563.
endroit Adv. gerade: ici e. gerade hier 1039, ci or e. allso-
gleich 214, subst. en bon e. zur rechten Zeit 949; Präp. gerade
an 1019, endr. miedi genau um Mittag 2701.
enfer m. Hölle 884.
enfoir tr. begraben; estre enfoi 25.
enforcier tr. zwingen; a. de ac. j. zu e. drängen (,, nötigen")
1767, mes talens m'en enforce mein Sinn t?xibt mich 262.
enfrum m. *1036.
engainne = engai(n)gne f. Schmerz in den Augen 1596:
engineor Äkk. 3135, engingnieres Nom. 3106 Künstler.
engorgier tr. verschlingen ; Part, eogorgie (von einer Rüstung)
vollgesogen ^ durchnäßt 1939.
engrever n. ä a. für j. schlimmer we^'den 956.
enjoindre tr. ac. auferlegen, vorsehreiben 499.
enki (= enqui) Adv. hier 333.
enparle redegewandt 1984.
[enplovoir] tr. a. j. benetzen; Part. Per f. enpleu 1919.
enplumer tr. a. j. berücken, bereden *2296.
enprendre tr. ac. e. unternehmen 43, 109, 205, 841, 2298,
2649, 3177, ä faire ac. 1586; unternehmen lassen, veranlassen
249:; estre enpris por für e. bestimmt (verpflichtet) sein 206.
enpres (nördl. st. apres) Präp. nach 905.
enprise f. Unternehmung 137.
174
enquerre n. suchen 2782, fragen 3583; tr. a. nach j. fragen
2234, ac. ä a. 2663, ä a. de ac. 66, 626, ä a. si 635, ii m'est
enquis ich werde gefragt 2393.
ens (Adv.y s. entrer) en Präp. in, auf 1741, 2654, 2990.
ensaingne f Kunde; avoir vraie e. de ac. 2725.
ensanble o Präp. zusammen mit 170.
[enseignier] , 3. Präs. ensaigne, lehren tr. 40, w. 39; Part.
ensignie (pik. st. -iee) gebildet 1831.
ensement, -mant Adv. desgleichen 3274, so wie so 2201.
ensif aitement , Adv. dergestalt, so 1323.
ensignie s. enseignier.
ensoigne s. esoigne.
ensus Adv. hinauf; soi traire e. sich zurückziehn 2574.
ent = en *964.
entaillier schnitzen 3105, 3112.
entalenter a. de ac. j. Lust zu e. machen, j. zu e. auf-
muntern 1766.
entamer tr. versehren; estre entame beschädigt sein 864:
entendement m. Verstand 1947.
entendre n. ä a. j. Beachtung sclienken 2417, auf j. Jiören
1616, sich j. zuwenden, sein Augenmerk auf j. richten *7; ä ac.
nach e. streben 3566, nach e. trachten, Bedacht 7iehmen auf 1772,
sich auf e. verlegen 514, auf e. achten, e. bcachteti 2413, an e.
denken 715, ä el nach e. anderem trachten 1771, faire a. e. ä el
j, anderes zu denken geben 1610, e. ä sa raison vernünftig sein
887, n'e. ä raison keine Vernunft annehmen wollen 6, e. a + Inf.
sich verlegen auf 204, savoir e. sich darauf verstellen , Bescheid [sich
zu helfen) unssen 1135.
entente f. Mühe 3120, Aufmerksamkeit 1318.
ententif eifrig 652.
enteser, 3. Präs. entoise, e. grant cop ä a. j. einen gewaltigen
Schlag versetzen *1438.
entoce (= entosche) f. Gift; porter e. giftig sein *2488.
entor Präp, um . . . Jieriim 339.
entre Präp. zwischen; s. bras; entre ses mains in seinen
Händen 1467, 1479; entre ... et sowohl . . . als auch *420, 3283.
entreconter ac. ä a. j. e. mitteilen 3180.
entrelaidir r. einander übel zurichten; estre entrelaidi beider-
seitig {im Schwertkampf) übel zugerichtet sein 2571.
entremetre r. de ac. sich mit e. abgehen 1269.
entreplevir r. lor fois ihr Woi't einander verpfänden 706.
entreprendre tadeln: il n'i ot que e. *1859; sich vergehii
*1037; Part, entrepris in Verlegenlieit, in Not 1987.
entrepresure f. Missetat 1181.
175
entrer ens n. eintreten 3383; suhst. e. Eingang 3287.
entrues que während 244.
envers präd. Adj. hinterrücks, kopfüber 1429, 2934; Präp.
e. a. j. gegenüber 720.
envie f. Lust; avoir e. de Lust haben {bekommen) zu 698,
2428.
envier tr. a. de ac. j. mit e. überbieten 1600:
envoier a. el mesage j. auf Botschaft aussenden 1227.
envoisseure f. Belustigung 1452.
ermine Hermelin 144, 2660, 2666.
erracier (pik. st. errachier) ir. ausreißen, wegreißen 3504.
errant Ädv. sofort, sogleich *215, 3428, 3555; erranment
dass. 214, 3569.
er(r)er, 3. Präs. oire 244: 1146, 6. anal, erent *434, n. reisen,
ziehen, umherziehen 61.
ersoir Adv. gestern abend 858, 861.
es selbst; en es le pas sogleich 1231, en es les pas *1032,
1791, 2177, 2198, 2362, 2680, 3015.
esbahir r. verdutzt werden 1334.
esbloir tr. blenden 655:
escacier u. eschacier m. Maiin mit Holzbein, Stelzmann, Stelz-
fuß 1374, 1379, 1417, 1436, 1448.
escange Tausch; faire e. ä ac. e. eintauschen 1943.
escar m. Spott; tenir ses escars de a. über j. sjjotten 18:
1. escars u. eschars Adj. knickerig, geizig 17: 1638; estre e.
de knapp sein an 166:
2. escars m. Verdruß; avoir grant e. de ac. 1637.
escole f. Schule; metre a. ä e. j. belehren 721.
escondire, 4. Per f. escondesistes, tr. ac. ä a. j. e. abschlagen
1185, 1191, estre escondis de ac. sich von e. ausschließen *2788;
e. a. de ac. j. in e. rechtfertigen '"'"2463, 3242.
escot m. Zeche 793:
escoure tr. herausschütteln; faire e. fors dass. 622.
escrever r. ä plorer de ac. über e. i?i Tränen ausbrechen 830:
escrier tr. a. j. anrufen 3300.
escrois m. Krachen; faire e. de lance eine Lanze brechen, mit
der Lanze angreifen *1082.
esfacier r. aufhÖ7'en, erlöschen {konjiz.) 1538.
esforcier, 1. Präs. esfort {graphisch st. esforz, pik. esfors) 1066:,
3. Konj. Präs. esfort *778:, tr. a. de mangier j. zum Essen nötigen,
auffordern *1066 (vgl. enforcier ,, nötigen"^ 1767), tr. (Geschwin-
digkeit) steigern 1155; r. en sich in e. anstrengen *778, del tos
aler apres *1700.
176
esfort, {graphische Nebenfoi'm %u esforz, pik. esfors), m. Be-
deutung, Macht 1065:, HeeresTuacht 111 :\ pl Äkk. esiov^ Anstren-
gungen 2059:; s. das vorJiergehende Wort!
[esfreer], 1. Präs. esfroi, r. m'esfroi {als Parenthese) fürchte
ich *2683:
esfroi m. Schrecken., Unannehmlichkeit 84:3^ Sorge ^ Eifer *1318,
estre en e. de a. wegen j. in Angst sein 2684:
eßgarder tr. a. j. anschmachten 3121, 3137, j. liehevoll an-
schaun, j. gut sein 3122.
esgart m. Blick; au mien e. soviel ich sehe *2960, par lor e.
7iach ihrer Auffassung 805.
esjoir r. sich freuen {konjiz.) 2598.
eskiver tr. la mort dem Tode entgehen 15.
eslaissier le ceval das Pferd ausgreifen lassen 3452.
eslire tr. a. j. herauskemien *3054.
eslongier r. zurückgehen {zum Anlauf mit dein Pferde) 1248.
esmai m. Angst; avoir e. de ac. 84.
esmaier r. sich entsetzt fragen 2872.
esmarir r. sich entsetzen 3496; Part, esmari bestürzt., außer
sich 3042.
esme m. Ziel 1535.
esmolu geschliffen., scliarf; avoir le langue esmolue u bien
parier zungenfertig sein 3091, estre e. ä maldire die rechte Zunge
zum Schimpfen haben *1587.
esmovoir r. sich wegbegeben., ablassen von e. 2144, il sont
esmeu sie sind aufgebrochen 2818.
esoigne *2099 u. mundartlich ensoigne 1321 Ablmltung., recht-
mäßiger Behinderungsgrund.
espartir, 2. Präs. espart, e. de paor vor Angst aufblitzen.,
emporfahren 726:
esperdu, Part. v. esperdre, estre e. in Verlegenheit sein *2294.
esperer n. annehmen, glauben: ensi conme nos esperons 998:
esploidier (= esploitier) tr. ausführen , vollführen: sa voie 1706.
esploit in ä grant e. eifrig 1101.
esprendre n. de paor vor Angst entbrennen 720.
esprisier tr. durch Schätzung feststellen., bewerten, ermessen,
ermitteln * 1 6 2 : ; auch in Oristal 2262 w. 3812.
esragier n. d'ire vor Schmerz rasend werden 2697.
ess. . . s. es. . .
[essir] ausgehen; ist del sens kommt von Sinnen 1631.
essue f. Ausgang; e. de mal 83.
essuier tr. abtrocknen 1005.
estable beständig., unvergänglich 2253, e. de bewährt an
(durch) 63.
177
establer tr. in den Stall bringen^ einstallen 3144.
estendre r. sich ausstrecken (konjiz.) *1514.
ester, 3. Per f. estut 2247, n. liegen (vom Kahn) 2887, ein-
halten (in der Rede) 2247, de a. aufhören von j. (zu erzählen)
3415; Pa7't. estant statisch (?): n'avoir son ceval estant 583.
estinceler n. funkeln; faire e. les iolls die Augen zum Flim-
mern bringen 1720.
estor m. Kampf; rendre grant e. sich heftig zur Wehr setzen
1799.
estout mächtig (Hieb) 3500.
estre, 1. Fut. iere 976: u. ere 2608, sein; geben (pers. st.
unpers.) *220; (vom Winde) stehn^ kommen: li vens est droit de
la terre 1750, ou vos estes wo ihr hinauswollt *892, e. avec a.
bei j. bleiben 2643, e. de ac. gehören zu 65; umschreibend: e. ä
avenir ä a. j. bevorstehn 1647, n'est mie ä dire „va Sans dire"
3018; unpers. e. ä a. j. daran liegen 2467 (s. u. peu); Subst. Zm-
standj Lage 331, 1789, Beschaffenheit 719, Stellung., Bedeutung
1050, Befinden., Ergehen 66, 626, Wesen, Charakter 561, Vor-
haben 234, Aufenthalt: n'avroit estre er leide keinen Aufenthalt
2192; demander ä a. son e. j. fragen, wer er sei 2191, ähnl.
conter son estre 2611, savoir l'e. de a. j. kennest lernen.^ j.s Be-
kanntschaft machen 550; s. peu.
[estrif], Nom. estris 3257, m. Streit; sans estris ohne Zank
2790 (vgl. *2789).
estut s. ester.
esvillie in estre e. (in der Nacht) aufgewacht sein 79.
et Konj. und; = si *610; doch 384; dagegen^ während *1918,
zu Beginn des Nachsatzes *163, 379 (= so), 2183, ähnlich *74;
et — et sowohl — als auch 182.
eur in ä mal e. zum Unglück 1038.
eure f. Stunde: ä Teure zur St.^ sogleich 2722; Zeit: l'e.
qu'il vit zeitlebens 2283, 11 en ert et e. et tans es war Zeit dazu
82; estre ä e. zur rechten Zeit kommen 761.
eus s. ues. — eut s. oloir.
fable in faire f. de ac. von e. erzählen 3269, 3617.
face f. Antlitz; veoir en la f. ä a. j. ins Auge zu sehn (gegen-
überzustehn) wagen 122.
faillance in sans f. ohne Fehl 3366.
[faillir] n. ä son esme das Ziel verfehlen 1535, enden 2594;
s. *1723.
fain f. Hunger; avoir grant f. 866.
faire tun, machen; umschreibend *734, 770, 2424, 2895,
3053, 3396; als verb. vic. *1051, 1329, *3248; f. faute e. ver-
säumen 2381, un 11 vre ein Buch schreiben 31, 42, son mesage de
Stürzinger, Hunbaut. 12
178
a. j. zu seinem Boten machen 114, avoue de a. j. %u seinem
Schutzherrn machen 117, je n'ai que f. de ich will nichts vnssen
von 2449, vos mout bien feries ihr würdet gut daran tun 276,
f. que faus verkehrt handeln (s. *2049) 2208, f. f. anfertigen lassen
3365; unpers. il fait biel manoir es läßt sich gut weilen 452, mal
g-arder fait ist schwer zu bewachen 826, millor sejorner fait v&i'-
weilt sich hesser *2035; r. fait se versetzt 2959; s. armes, croire,
savoir; s. fait; s, *3086.
fais m. Last 206, 297, 2740; s. enbrasser.
faisan m. Fasan [als Wappentier) 2229.
fait Part. v. faire; si fait solch, derartig 109.
faitip gut gearbeitet, stark ^ Jmltbar 216.
falloir s. *2438.
faloise f. Felsküste 1266.
felon gefährlich .j tückisch *133, 297, 300.
feodre tr. a. dusques en j. spalten bis zu *1692.
fer m. Spitze der Lanze 2535.
ferir tr. treffen 974; s. puin.
ferre in cemin f. gepflasterte Straße^ Heerstraße 1893.
fi Adj. sicher 3386; de fi Adv. sicher 3202:
fiance f. Versicherung ; estre ä f. de ac. einer Sache versichert
sein 1653; faire f. ein feierliclies Versprechen geben 2744.
fil m. Faden; au f. de l'eue mit dem Strom 2946.
1. fin Adj. rein^ treu; Adv. finement aufrichtig 3514, 3599.
2. fin f. Ende; en f. Adj. kurz 2009; s. traire.
flacol (c = ö) m. Art Flöte 2466.
flairant wohlriechend 740.
foi s. en; s. plevir; Äkk. fois *2024:
foie [pik. st. foiiee) f Mal Ibl, 806.
follie (pik. st. foilliee) /*. Blätterwerk., Laub 979.
fois f. Mal; par deus f. 1842; s. aucun; ne nule f. ni£, 705.
fol s. mauvais.
folie f. Verrücktheit ; atorner ä f. de ac. (gleiclisam) wegen e.
verrückt werden 248.
folier ä ac. in e. töricht sein 3558.
fonde f. Schleuder 1458, Schleuder geschoß 2876; s. signier.
fondre n. untergeht 2936.
for (= forc) m. Gabelung des Weges 1872.
forbir tr. {blank) putzen^ fegen 3470.
1. force f.; par f. auf der ,, Par foi-ce" -Jagd 429.
2. force [pik. st. forche) f. Oabel; Plur. Galge7i {vgl. Free 3389
Var,): lors ert ses cols a[s] f. jont (= Joint) 500.
forment s. fort,
fornir s. furnir.
179
fors Präp. außer 185; mit Nomin. 2941; fors de außer-
halb 59.
forsenage m. Verrücktheit 288:
fort tüchtig, geschickt 3135; f. ä dire schwer %u dichten (vom
reichen Reime) 37; Ädv. forment sefir 291; Komp. Nom. fortres
größer *2292.
francise (pik. st. franch.) f. Edelmut 3547.
fremir n. zittern 727.
froissier n. in Stücke gehn 3459.
fuer m. Art, Weise; ä nul f. 3442.
furniere f. Rauch 906, 913.
furnir (pik. st. fo(u)rnir) secors Hilfe leisten 1858.
fust m. Holzstamm 1912, 1784, Holz 882, 3112.
gage m. Pfand; ploier son g. ä a. *1206 u. tendre son g.
*1209 j. sein Pfand einreichen.
galoper n. galoppieren 1170.
[gap], Äkk. Plur. gas, m. Scherz 2869; tenir ses gas de a.
über j. lachen 18; ä gas im Scherz 2710.
garandisse (pik. st. garant.) f. Sicherung *23.
garant m. Schutz; nus ne vos serra g. niemand wird euch
schützen können 1490.
garce f. Dirne 2462.
garde f. Hut, Furcht; i avoir g. e. dabei zu befürchten haben
1517, n'avoir g. arglos sein 1635, keine Furcht Jiaben 2330, avoir
mains de g. weniger zu fürchten haben 2203; r. n'en doner g.
nicht daran denken, sich nicht träumen lassen 1829, 2916, n'en
prendre nule g. que (mit Konj.) nicht denken, daß 710.
garder n. blicken 1097; r. diQ-\-Inf sich hüten 806, de rien
ne s'en gardast er hätte nicht befürchtet 1565.
garnir tr. a. de ac. j. vor e. warnen 2391.
gas s. gap.
gaster tr. vergeuden 854; Part, gaste öde 872; terre gaste
(Verbaladj.) Ödland 303: 853:
gaut m. Wald in Gaut Destroit ,, Engwald" 3409.
1. gent u. jent 3031 Ädj. an7nutig 3084, niedlich 3031, ge-
wandt 112.
2. gent f. Volk, Leute 361; unes gens gewisse Leute 5; s. bon,
estre de haute g. von hoher Herkunft sein 400; s. *652.
[gesir, jesirj n. liegen (fig.) 2; r. 1886; 4. Per f. jeumes 2031,
6. jurent 825, 1. Konj. geusse 822.
get m. Wurf; faire un g. ä a. d'un c. mit einem Messer nach
j. werfen 972.
glisse (nördl. st. eglise) f. Kirche 2027; estre de gl. im Kloster
sein(?) *2028.
12*
180
graindre s. grant.
gramoie bekümmert ^ traurig 1688.
grant Adj. groß; Adv. viel 1003, Sup. (eig. Komp.) graindre
(Nom. f.) größt 2222, Sup. le grinnor {Akk) 2533; s. *1988.
gre m. Gefallen y Wunsch; Adv. ä gre rmch Wunsch 279,
ä tel gre .so sehr nach Wunsch *245, estre au gre de a. nach j.
Wunsch sein 493.
grinnor s. grant.
grive (pik. st. grieve) f. von grief beschwerlich 582.
guencir (pik. st. guenchir, ganchir) tr. les frains die Zügel
lockern 2882.
guerpir tr. ac. e. drangeben; e. sein lassen 2807; ac. ä a. j. e.
überlassen 3218.
gueules rote Farbe (des Schildes) 2229.
guimple f. Schleier^ Kopftuch 3089.
guisse f. Art; en tel g. que 252.
hace s. hair.
hair, 2. Präs. hes 2109, Imper. hes 2110, 5. Präs. haes 3528,
5. Konj. hace 1468:, hassen.
haitie vergnügt 679; h. de ac. froh über e. 87.
haper (wegen Reims verdächtig) n. an sich reißen 304.
harnas m. Harnisch 1002.
hart f Strick 1437.
haste m. u. f. Bratenstück, gebratene Hirschkeule (zum Prügeln
gebraucht) 915, *927, 930, 986: ff., 1015, 1109.
herbergier tr. beherbergen 1259.
hes s, hair.
hiame s. *228.
hideus häßlich 1473.
hom Nom. Lehnsmann 2849.
honnir r. sich Schande bereiten 3535.
honnor f. Herrschaft, Land 3043; s. onnor.
hues s. ues.
hui heute 350, 398; ens el jor d'ui heute noch 1347; mes
hui (sonst hui mes) heute noch, für heute 1046; vgl. ne mes hui
Oral 9652.
i Adv.y i atendre mit e. warten (warten, bis man e. tut) 1629.
ice (alt. Form) dies 2426.
icest (alt. Form) vilain 1426.
iere s. estre.
il (abs.) = dieser *89; il qui der, welcJier *2852; betontes
Pron. refl. eis *1550, lui 1622; par lui auf eigne Faust *2836;
s. lui, s. *612.
illueques (läng. Form) Adv. dort 1319.
181
imagene (zweis.) *3105, 3117, 3134: u. Image 3363, 3367,
Images Nom. 3111 f. Bildwerk.
ire f. Zorn 257, Schmerz 1797.
irer r. er zurrten 763:, 2605, sich aufregen 1907:, de ac. sich
über e. ärgern 2854; Part, irie in estre irie de ac. e. zu beklagen
haben, e. büßen müssen 96.
issi u. isi 199 Adv. so 2402, 2925, 3455.
itant (stärkere Form) Pron. abs. soviel 897; por i. gerade des-
halb 38.
itel (stärkere Form.) Pron. so beschaffen 314; itel ne kein solclter
3111.
ja s. tant.
jent s. gent.
jeter jus ariere n. mit dem Pferde zurückgehn (?) 978.
jeune u. june 2799 f. Fasten; Hungersqual 2799; faire une
j. ein Fasten halten *517; estre ä j. fasten *518.
jeuner 1053 u. juner *961 n. fasten.
joiant Adj. eig. Part, froh 55.
joie f. Freude; faire j. ä a. gegen j. liebenswürdig sein 3265.
joindre le col de a. a[s] forces j. aufknüpfen 500.
Jone m. Binse *3076.
jor m. Tag; tote (!) jor den ganzen Tag 516; ains ... ne . . .
onques jor (tautol) nie zuvor 1584; tant con vivrai jor solange ich
noch einen Tag lebe 3540.
ju s. partir.
jüer n. spielen; j. ansanble miteinander scher'zen 488; s. tables;
r. de ac. sich über e. freuen 458.
jurer tr. a. bei j. schwören 982.
justice f. Gerichtsbarkeit 305.
fjustisier], 3. Präs. justice, tr. verwalten *306.
kemune = comune präd. Adj. f. Dirne 2462.
kenes Plur. Kinnladen *991.
kerra s. querre.
kiute s. ciute.
r s. li.
la Adv. dort; cel vassal la diesen Bitter da 2902.
labiel (jnk. st. label) Adj. von der Zeichnung des Schildes:
escu labiel 2670: = escu d'ermine 2666; subst. san(le) labiel 2673.
lai = lait 1473 Adj. häßlich, widerwärtig *848:, *2822:
(konjiz.)] s. *2485.
laide s. lai(t).
laidure f. Schimpf Unglimpf 1193.
laiens Adv. da drinnen 169, 2246; hinein 3055.
laier 1966:, 3. Präs. lait 2399, 2401, tr. ac. e. lassen.
182
1. I?is6ier (= laisier) lockern; avoir les fraius laissies die
Zügel verhängt haben *1106.
2. laissier tr. a. j. verlassen 3281; n. de ac. von e. ablassen
*3231, s. *1593.
1. lait s. lai u. eiere.
2. lait 5. laier.
lancier tr. (en prison) werfen 111.
lande s. *2307.
1. le = la Art. f. 618 u. oft; = Personalpron. f. Akk. 321, 405.
2. le pleo)i. s. *2284, 2333.
le Adj. breit; avoir de le {konjiz.) breit sein *1376.
legierement mit leichter Mühe 2000.
1, les Präp. neben 538, 729.
2. les m. Seite; de tos 1. 3388.
letre 5-. pendant.
leu u. liu m. Ort; Seite *668; Gelegenheit 1088; Zeitpunkt
735; est leus es ist Zeit 3150.
lever n. sich erheben 3618, 1. haut in die Höhe steigen 907;
estre leve aufsein 246, la lune fu levee der Mond war aufge-
gangen 70.
li ihm == V 3487; li st. lui nach Präp. *3420.
lie froh 55, *2171.
lien m. Hundeleine 447.
lue (pik. st. liiee): avoir le langue lue die Zunge gebunden
haben 3090.
livrer in soi doner et 1. grant ovre sich große MüJie geben 32.
loer n. ä a. que mit j. wetten, daß *1914 (vgl. *1180);
s. *1941.
löge f Laube 933, 952, 963, 981.
loins u. Ions Adv.; Ions fern 1095, 1099, loinns weithin 631,
en loins hhiweg , weit 1529; s. lonc.
[loisir, leisir], 3. Konj. {mit jnk. ss) loisse 1265:, 3. Per f.
lut 1860, n. unpers. erlaubt sein 1265, ä a. ä -\- Inf. *1860; Inf.
subst. loissier (pik. st. loisir) Gelegenheit 672.
lonc Adj. lang; au (al) 1. del jor de)i gajizcn Tag lang 485,
1419; Adv. weit 1454, et 1. et pres nah und fern 2732, ne 1.
ne pres 1862, de 1. von fern 1015, 2524, von weitem 1307, longe-
ment weitab 659; Präp. längs, neben (?) 910.
longaingne f. Abort *1595:
longes (pik. st. longues) Adv. lange 2612, 3545.
[loignier], 3. Präs. longne, n. sich ejit fernen; aufschieben, säu-
m^n *1570:
longne (pik. st. longe) f. Lende 1019.
los m. Lob; avoir 1. gepriesen sein 182.
183
Ines Ädv. sofort 26, 104, 152; 1. que sobald als 799.
lui, unbet. Dativ st, li, *2117; aveuc lui {st. li!) 2469:;
s. il; s. li.
liipart m. Leopard {als Wappentier) 2181, 2482.
maille f. Masehemverk {des Panzers) 217.
1. main Ädv. früh; si m. 179:; subst. au m. in der Frülie 86.
2. main f. Hand; jel prenc en m. ich bürge dafür 1054,
metre m. ä l^espee Hand ans Schwert legen 1602, rendre a. en m.
ä a. j. j. ausliefern 2003; Ädv. m. ä m. Hand in Hand 609.
mainnie ii. 2213, 2214 maisnie (pik. st. -iee) f Hausgesinde,
Hausgenossen, Hofritterschaft (des Artus) 464, 22131, 2737,
3610.
mainre kleiner 593:
mains weniger; au m. zum wenigsten, gar sehr 2739; 90 est
del mains (Hs. delpains) das ist das wenigste 3214 (vgl. Gral 6000
ce est del m.; ähnl. Löwenr. 5415); s. *1480 u. *2403.
maint s. manoir.
maintenant Ädv. nunmehr 1542; m. que sobald als 25.
maintenir s. *2796.
mais an verderbter Stelle *29; onques m, ne nie (bisher)
701, 705.
maistre m. Schiffskapitän 1755.
maistrie f. Meisterschaft 189.
1. mal Ädv. schlecht in jo ai m. dit ich habe mich falsch
ausgedrückt 1192.
2. mal Subst. Übel; faire m. ä a. j. Böses antun 775.
maiaisse {7nit pik. ss) Unbehagen; sans m. 1766; ä m. un-
behaglicherweise 961; est7'e ä m. ärgerlich sein 2455.
maldehait s. dehe.
malmener tr. übel behandeln 781.
manacier (= men.) tr. a. j. bedrohen 407.
manant Ädj. reich, mächtig 3030, m. de 50.
mander tr. a. j. herbeibefehlen 141, 149, il est mandes ihm
wird befohlen 139; ac: salus ä a. par a. j. durch j. Grüße ent-
bieten 1852; ä a. y. fragen 3302; n. verkünden, sagen lassen 116.
mangODniel (pik. st. -el) m. leichtes Geschütz 1455, 2877.
manoir, 5. Präs. maint 525, 1427:, 1. Per f. mes 1916:,
n. wohnen 525, 1916, sich aufhalten 1427; Subst. Herrensitz
451, 472.
mar Ädv. zum Unglück 783; venir m. ä a. 2016.
marc m. Münzgeivicht 2856, m. d'argent 362.
marcbie u. 597 pik. marcie (d. h. markie) m. Markt 597,
2083; Handel 2084; s. pammoier.
184
1. masse f. = ? 359.
2. masse f. Menge; adv. grant m. in großer Zahl 819, ä m.
in Masse, auf einmal 2168, ot Chevaliers iine m. es gab Ritter
die Menge *1173.
mast m. Mastbaum 1737.
matin m. Morgen; ä cest m. diesen M. 2042; adj. le m. lever
das frühe Äufsiehn 843.
matinet m. Frühmorgens adv. 3402.
mauvais schlecht, unbarmherzig 17; estre fol m. ein Elender
sein 3180.
mechine (pik.) f. Arznei; en faire les mechines die Arznei
dafür herstellen 2622.
meiUor s. millor.
meisme Adj. selbst, Gauvains m. 0. selbst 2154:, iluec ä m.
ganz in der Nähe, dicht dabei *2153; s. *2733.
mellee (= meslee) f. Kampf; ma m. der K. mit mir 2505.
menbre m. Glied (des Körpers) 728, (des Gürtels) 224.
1. menbrer zusammenfügen: estre menbre de 225.
2. menbrer unpers. ä a. j. einfallen, in den Sinn kommen,
(deutsch persönl.) daran denken 628, 728; Pa7i. menbre in bien
menbree f. klug, verständig 226.
menchonnier (pik.) m. lAlgner 221.
mengoingne 2585 u. mengonne 3235 (2nk. st. mengonge) f. (!)
Lüge.
menee f. Hornblasen; rendre la m. *456.
menerae = menes me *354.
mener a. por fol j. für einen Toren halten *896.
menestrel m. Spielmann, Sänger 30.
mente f Minze *2034, 3080.
mentir lügen; en m. darin l. 875; ä a. j. belügen 2033, a a.
de ac. j. e. vmiügen 3079, ä a. de couvent gegen j. wortbrüchig
werden 1401.
merir ä a. j. belohnen, d. i. bestrafen 2140.
mervelle f. Wunder; tel m. so e. Wunderbares 178; unpers.
venir ä grant m. ä a. j. sehr wundern 164; Adv. mervelles wunder-
bar 1441.
[mervellier] r. (en) sich aufregen, sich äfigstigen *1520:
1. mes s. manoir.
2. mes m. Gericht, Speise 712.
mesage (pik. st. mess.) m. Bote 114; Botschaft: envoier a.
en m. 631, el m. 273, ens el m. 290 j. auf Botschaft aussenden.
mesaisse (pik. ss) Unbelmgen 1971.
mesa venir unpers. ä a. j. übel ergehn 773, 2133.
185
mesbailir in faire a. mesbailir j. züchtigen (maßregeln) lassen
1624.
mescheoir unpers. übel ausfallen, sonderbar zugehn 371, ä a.
j. übel ergehn 1423, 2543.
meschine u. pik. mescine 2621 f. Mädchen, Dienerin, Jung-
fer 819.
mescief [pik. st. -chief) m. Not; estre en grant m. in großer
Not sein 954.
mescoissir (pik. st. -choisir) n. sich versehn 3215.
mescroire a. de ac. j. in e. (oder j. e) nicht glauben 621.
mesfait m. Missetat 3565, Sünde 3255.
mesiel (pik. st. mesel) aussätzig; subst. (?) m. dejet ausge-
stoßener (elender) Aussätziger 971; dejet sonst aussätzig ^ s.W. Foerster
zu W. V. Engl. 179.
mesimes s. metre.
meskerroit s. mescheoir.
mesprendre n. sich vergehn (verfehlen) 1209, 1500, 1627,
sich irren 1236, e. (es) falsch inacJien 532, 1818, ä ac. e. verkehrt
machen lc>8, n'i rien m. nichts dabei falsch machen 575, 2220,
de ac. 171 e. einen Fehler machen 2738, vers a. sich gegen j. ver-
gehn (verfehUn) *1221, 3556.
mesproison f. Vergehn 1203; faire grant m. 772.
messe f. Messe 2866.
messervir n. schlecht dienen {bedienen) 739.
mestier m. Beruf, Handwerk 29, Lage, Gelegenheit 270; pers.
avoir m. ä nötig sein, fÖ7'derlich sein, helfen: menestrels n^i a m.
(Hs. mestriers) 30, se Dius ait ä m^ame m. 1582, me (Dativ) poes
vos (Nom.) m. avoir *347; ne pooir avoir m. nicht helfen können
*1990; s. *269, *621.
mesure f. Maß; par m. gemessen 2496; en estre ä m. sich
mäßigen 798.
mesurer tr. le canp den Kampfplatz abmessen 2607.
metre, 4. Per f. mesimes 3285; tr. le cois sor a. j. die Wahl
lasseil 1819, s. couvenir, a. fors j. an Land setzen 1291, s. plege,
s. raison, s. table, a. ä terre j. zu Boden werfen 3479, an Land
setzen 1760; r. en la mer sich aufs Meer begeben 1743, en un
pais sich in ein Land begeben 1354.
meure f. Maulbeere 334:
mi Adj. mittler, en mi liu in der Mitte 1379, en mi liu de
Präp. imnitten 2935; subst. ceste voie de mi dieser mittlere Weg
1810, par mi Adv. in der Mitte 2667:
miedi (urspr. f.) m. Mittag 898, '^905.
mienuit f. Mitternacht 1762.
186
mien betont. Fron. poss. 7nein; li miens amis 1353, le m.
non mein Name 2583.
millor (= meillor) in unpers. fait m. (+ aubst. Inf.) tut besser.,
läßt sich besser *2035; s. faire.
mirole in canbre mirolee bunt bemalt ? *1917.
mius Adv. besser; eher 1801; sup. am meisten 1021; le m.
vaillant der beste 1219.
moi Nom. betont ich 2148; Dat. st. me *541.
1. mon fnein, als Nom. 586.
2. mon Adj. rein 10.
3. mon Adv. wahrlich^ wahrhaftig 3343, 3519:
monne (= moine) m. Mönch 28.
1. mont, dial. = moiit, Adv. sehr *590, 820.
2. mont m. Berg; n'ä val n'ä m. weder unten noch oben 92.
morir sterben; avoir mort getötet haben 383.
mot m. Wort; ä l'autre m. zujn zweiten 3060, ne de m. in
keiner Weise 3103.
mout de viel 133; s. *508.
mouteplier ir. vermehren 1205.
movoir n. sich aufmachen 3338, il sont meu sie sind auf-
gebrochen *2817, m. sor a. gegen j. ziehn 124.
muglias Art Duftmittel 3080.
muse f. Gaffen^ Nichtstun; por la m. umsonst., zwecklos *2377,
querre la m. die Zeit vergeuden 2274.
muser n. gaffen., träumen 2378, m. ä gi'ant folie ein großer
Maulaffe sein 2273.
nain m. Zwerg 1559, 1586, 1693.
nan nein (betont) *1983.
nape f. Tischtuch 734.
nature f. Natur; person. 197, 646.
naturer r. (vers a.) sich zeigen., sich benehmen 198:
navie m. u. f. (koll.) Schiffe *591:
ne Akk. v. nef f, Schiff 2908:
neis 3227 u. nes 459 Adv. sogar.
nen [vor Vokal) nicht 818, 1655, (konjiz.) *1955, 3139.
nenil nein 1031, 3067.
nequedenc nichtsdestoweniger 815.
1. nes s. ne'is.
2. nes = ne les 2245, 2796.
nice einfältig 3160.
nient u. noient nichts; n'en pooir nient nicht[s) dafür können
1126, noient ne in keiner Weise 2497, por noient umsonst 718.
no m. 3284 u. f. 3326 unser (pik. st. nostre).
nom avoir s. *2252.
187
non fiein *2060, betont statt nc *1192, *3248, 3481.
nonmer r. seinen Namen nennen 2197; adv. nonmeement
namentlich 2302.
notonnier m,. Fährmann 2985.
Douel m. Weihnachten ? oder eher: novel Neujahr 1642.
noviele f. Nachricht; n. aprendre ä a. de ac. j. Mitteilung über
e. machen G37, novieles demander ä a. j. nach Neuigkeiten fragen
2689.
nue f. Wolke; sous la n. unter dem Himmel 2624.
nuef neu 2083.
nuit f. Nacht; la n. am Vorabend 903; en la n. am Abend 80.
nului bet. Form in sans faire nului sejor *2844.
0 Präp. mit 195, 1067; ensanble o zusammen mit 170.
ochis {pik. st. ocis) Part. v. ocir(r)e töten. 378.
oef m. Ei *395; ne douter im ouef gar nichts fürchten 2954.
[oes], dafür hues 2113 u. eus m. Nutzen^ Vorteil; oreuc mon
eas zu meinem Vorteil *949, ä mon eus für mich^ mir *1925,
2113; metre ä eus in Ämvendung bringen *1383.
offre Anerbieten 175.
offrir, r. ä desfendre sich zur Wehr setzen 3471.
oil ja 3331.
oir tr. hören ^ sich anhören 73, a. parier j. sprechen hören 11]
oiant tos öffentlich 802.
1. oire s. errer.
2. oire m. u. f Reise *243, 249, 292:, 857, 1055, 2704:,
3412; adv. grant oire schnell 1901.
oisselet (mit pik. -ss-) m. Vöglein 86.
okisoner tr. a. j. tadeln *2497; s. oquison.
oloir, 3. Präs. eut, n. duften 3081.
on(n)or f. Ehre; o. avoir *968; Herrschaft., Lehen 2794; s. h-.
onques 337 u. o. mais 349 {in neg, Satze) je; s. jor.
oquison f. Anlaß 507, 2920; s. okisoner.
ore Adv. jetzt 2492; or nun; vor Imper. 90; des or ?iun-
mehr 3; or endroit soeben 358; s. endroit.
orguilloiis stolz ^ hochfahrend ^ übermütig 337, 2501.
orillier m. Kopfkissen 1912.
oser, 5. Konj. Imp. osisies, wagen 390.
ostel m. Wohnung 181, 192; Ho f {des Artus) *2237; s. prendre;
s. *445.
oster tr. ausziehn^ ablegen: son hiame osta fors de son cief
1933; s. plume; r. de ac. sich erheben von {dem Spieltisch) 612,
sich entschlagen 684.
ostesse Wirtin 3194, 3351.
otroier r. sich zur Verfügung stellen 2855.
188
ouef s. oef.
outrage m. Üher griff 505.
outrajeusement Übermütig 2194.
outre Präp. über, hinüber iiach *115, 1057 (outre les (ces)
illes), par o. la mer über das Meer 130; Ädv. weiter 1367, Qa. o.
da drüben hin 631, s. passer.
ouvrai(n)gne f Werk, Arbeit, GescMft 219, 1440, 1832.
ouvre 1184 u. ovre f. Arbeit, Mühe 32, Tat 1184, Ritter-
tat 1899.
ovrer n. i dabei helfen, nützen 918:
paie f. Bezahlung 1239:
paier tr. zahlen 793; bezahlen: estre paie de in e. bezahlt
{zufriedengestellt) sein 176:
paille f. Strohhalm 386, p. d'avainne Haferhalm 3253.
palais m. Gaumen 1603.
pale (= paile) Pfeiler, Brokat 3163.
pammoier ( = paum.) marchie einen Handel (durch Bandschlag)
abschließen *598.
par 1. Adv. (vor estre) gar wohl 502, 518. mout p. gar sehr
100, 2663, 2922, trop p. gar zu sehr 772; s. *508; 2. Präp.
durch, p. la nie die Straße entlang 1453, p. un jor eines Tages
3286, 3418, p. cascun este jeden Sommer 2419, s. fois, p. mout
biaus mos mit sehr schönen Worten 690, ä cascun ä p. lui jedem
einzelnen 3094, p. lui auf eigne Faust *2836, de p. a. von seilen
j.s 1626, im Namen j,s 2918.
parel gleich(artig) ; n'avoir p. nicht seinesgleichen haben 146.
[parellier], 1. Präs. paroil, tr. ac. e. zurichten en p. tant que
dafür sorgen, daß 3193.
parier, 3. Konj. paraut 870, reden; subst. 871; Part. adj. bien
parlant beredt 113, 1229.
parmi la regne beim Zügel (ziehn) 2355.
paroil s. parellier.
[paroir], 5. Konj. pere u. 454 paire, n. hervorleuchten 1854;
unpers. (il) i pert man sieht es, es zeigt sich 454, 554, 814, 2511.
parole f Wort, Rede; Ruf 2222 \ Stimme 1225; biele p. (koU.)
luftige Geschichten 2869; soi venir ä p. ins Gespräch kommen *68.
part f. Teil: sans p. ungeteilt, ganz 811; Anteil 943; Art:
de male p. bösartig 1472; Richtung, Seite: cele p. nach dieser
Seite 725, 944, de cele p. dass. 1098, d'autre p. anderseits 165, 311.
partie f. Teil; Gegend: nule p. 753: u. en nule p. 787: (im
neg. Satze) irgendwo.
partir tr. teilen, zerteilen; zerreißen: le cuir die Haut 991,
1124; trennen: s. ame; austeilen: cols Schläge 2557; verteilen,
einteilen: p. un ju (giu) ein Spiel mit zwei zur Wahl stellenden
189
Bollen (für j.) einrichten u. ihn wählen lassen 1498, 1501, p. äa.
dass. 1816, p. un ju parti ä a. dass. 1484, ju parti 1539; r. weg-
ziehn 358, 369, en weiterxiehn 414, en de a. sich von j. trennen
1300.
pas m. Schritt, Durchgang ; mal p. schwierige Stelle auf dem
Wege, Klemme, Patsche 924, 1131, pas (ne) mal ne lai(t) 848; 5. es.
passage m. Übergang 2880, Überfahrt 1276, 2899; Durch-
gangszoll *2473.
passer 1. tr. ac. e. passieren 2516 , vorüberziehen an e. 441,
durchqueren, zurücklegen 2845, a. j. übersetzen 2902, 2961, 2986,
a. outre dass. 2975; 2. n. [von der Zeit) vergehn 317, hinüber-
fahren 2905, 2945, 2948, 2971, 2974, p. ä une iaiie auf einem
Wasser hinüberfahren, ein W. passieren 2929, p. outre weiter-
dringen 2467.
pauton(n)ier m. Landstreicher 1456, 1529.
paver s. sale.
pavillon m. Zelt 2414, 2436, 2614.
pendre, 3. Präs. pent, n. hangen 3565; avoir letres pendans
de -f Inf. e. verbrieft haben 20 (pendant = mit daran hangendem
Siegel).
pener r. de faire ac. sich bemühen e. zu tun 1.
pense Gedanken, trübe Gedanken : estre en p. schwermütig
sein *678:
pense m. Gedankenwelt, Geist 687, 3131, faire un lonc p.
in Gedanken verloren sein 1667.
pensee /. Geist 2716.
penser n. sinnen, in Gedanken sein 732 ; subst. die Gedanken
361; s. (konjiz.) *844.
pentecoste Pfingsten 2694.
per gleich; estre p. in gerader Zahl sein 2933, 2952, estre
p. par conte dass. 2955, 2963; per de la Tavle Eeonde Pitter der
Tafelrunde 3611; son p. seinesgleichen 162, 2500, dass. als f. ihres-
gleichen* 64:2.
percevant, Part. v. percevoir, ad). = klug 3115.
percier ir. durchbohren 3457.
perdre n. ä faire ac. dabei verlieren daß *8; r. außer sich
kommen 1334.
pere m. Vater, Beschützer *2512.
per(r)iere f. schweres Sieingeschütz 1455, 2877.
peril m. Gefahr 201.
peser n. schwer sein, lasten 1938.
petit klein; wenig : en p. d'eure in kurzer Zeit *1885, por
un p. que (m. Ind) beinahe 1631, 2556, 2568; Ädv. wenig 717,
2312, 3518, trop p. zu wenig 768.
190
peu w. poi 1027, 3228 wenig; m'en est p. ich mache mir w.
daraus 379; por un p. heinahe 1027, ä p. de dol que heinaJie . . .
vcyr Schmerzen . . . 3228; s. *o07.
peur {pik st. peor) f. Furcht 1748: 3400:
pieche (pik. st. piece) f. Stücke Stück Land : abatre a. eii la
■p. j. zu Boden strecken 1726, 1731; Zeitraum 743; s. cief.
pior schlechter 1909.
1. pis {pik. st. piz) m. Brust 2541.
2. pis : avoir p. den kürzeren ziehn 2542.
plaidier, 3. Konj. plait, prozessieren *402.
plaier tr. verwunden 3458.
piain eben; völlig , ganz : pl. pas einen ganzen Schritt 1132,
ä pl. völlig, ganz 1014; Subst. m. Ebene, Plan 1880.
plance {pik. st. planche) f. Brett, Planke 1435, 1442.
plege m. Pfand 2008, 2081, Versprechen 20bl, 2103; livrer
a. en pleges j. als Pfand {Bürgen) einliefern '''2015, metre a. en
plege j. als Pfand setzen 2147.
plevir tr. verpfänden 2024, 3510, ä -{- Inf. sich veipflichten
e. zu tun 2003.
ploier s. gage.
pluissor in li pl. die meisten 569.
plnme f. Feder; savoir oster le pl. ä a. j. zu nehmen wissen
*2295; s. W. Foerster zu Cliges 4535.
plus 1. komp. mehr; länger 203; pl. avant vorher 680, nus
pl. weiter keiner 2834, u plus u mains e. schon *1480; 2. sup.
am meisten 2221, 2227, *2654, pl. tost que pot mögliehst schnell
2760; s. *2403.
poi s. peu.
poignant, eig. Part. v. poindre, Adj. spitz 1084.
poindre s. *2327; ger. poignant im Galopp 1083.
point m. Stich; Menge: un fort p. ein gutes Stück 1055, nul
p. adv. in Jceiner Weise 1188; Zeitpunkt: en tel p. *2476, estre
en p. de joie m freudiger Stimmung {Verfassung) sein *1783,
au point que als 607.
pointe dial. st. peinte bemalt, Part, zu peindre 3156:
poise f. Wag schale 3250.
pooir, 3. Konj. Präs. puist 1352, 2825, 2872, können; n'en
p. nient nicht dafür k. 1126, p. plus de a. stärker sein als j. 1199;
umschreibend: il puet savoir er soll wissen 1355, vos poes savoir
*2426, bien puist estre venus möge willkommen sein 1352; subst.
Können 261; s. sanbler; s. *465, *2309.
por Präp. für, zuliebe: p. De bei Gott 151; anstatt 1322;
von wegen, durch p. ardoir u p. pendre 789; trotz *1658, p. mes
191
c'on lor asiece ivelche Speisen man ihnen auch vorsetze [konzessiv)
*712, s. poi; p. 90 que insoweit daß 2739; s. *489, *2840.
porchacier tr. ac. e. betreiben 1217; r. u. elliptisch (ohne Äkk.-
Obj): sich versorgen, eig. sich e. besorgen: s'en est ales p. er ist
weggegangen, um sich {Hilfe) zu beschaffen *1041; vgl. Yvain 4802
s'ele viaut, p. se puet wemi sie will, kann sie sich (einen Ver-
teidiger) beschaffen.
porfendre tr. a. dusques en j. spalten bis zu *1603.
porpens m. Bedacht; estre de grant p. sehr bemüht sein 482.
porpoindre durchstechen, steppen, sticken; Part, porpoint subst.
gestepptes Kleidungsstück unter dem Panzer 220:
porprendre terre einen Anlauf mit dem Pferde nehmen 3447.
porquerre tr. suchen 2394.
porter tragen; bringen 741; darbringen: porter grant onor ä a.
j. sehr in Ehren halten 2162; tverfen: p. a. ä terre 3466; en p.
plus den Preis davontrage7i 2227; s. entosce.
portier m. Pförtner 1689.
portraire tr. darstellen, wiedergeben 3390:
povrement schlecht, übel, kläglich 198.
premerain Adj. erst: tot le pr. jor 125; präd. premerains
erstlich, zuerst (lat. primus) 689, 3153.
Premiers Adv. zuerst 537, ä pr. fürs erste, im Anfang 1344.
prendre, 1. Fut. konjiz. penrai *2007, tr. nehmen; übernehmen:
un ju parti 1486; unternehmen: un oire 292; pr. son ostel ab-
steigen 600; son roiame de a. sich mit seinem Reiche belehnen
lassen 1628; n. ä -\- Inf. beginnen 1588; r. soi pooir pr. ä a. es
mit j. aufnehmen können 183; unpers. il nos en est bien (konjiz.)
pris es kommt gut für uns aus 2958, il est pris del tierg ensi
que mit dem dritten ging es so, daß 1850; s. garde; 5. terme.
1. pres Nom. zu prest bereit 636.
2. pres Adv. nahe; s. lonc; cevaucier pres ä a. j. nachreiten
2402, se'ir pres ä a. j. nahe sitzen 674, soi.tenir pres dicht dabei
bleiben 1532, de a. j. nahe bleiben 1494.
presse f. Gedränge, Menge 1102; sans pr. ohne Gedränge, un-
gestört 703, 999; faire pr. ä a. j. bedrängen 1000.
1. prest m. Leihen; ä pr. leihweise 958:
2. prest bereit; estre tot pr. zur Stelle sein 3562; s. preu.
preu tüchtig: preu d 'armes waffenkundig 267; ne preu nicht
viel *903; au plus preu (Stürzinger prest) möglichst schnell (?)
*2233 (vgl. en preu vorwärts Löwenr. 3167 Far,); 5. *2812.
prier s. *422.
prime erst; eure de prime Zeit des ersten Gebets, 6 Uhr früh
1841, la lune est prime es ist Neumond (?) 1842.
1. pris s. prendre.
192
2. pris m. Preis, Wert; de pris wertvoll 1698.
prison f. Gefangennahme 1797; präd. Adj. gefangen 1798.
proisie = prisie geschätzt, Part. v. prisier 2827.
prolonge u. 1569 pik. prolongne f. Verlängerung ; sans pr. ohne
V. 1089, unverzüglich 1247, 1569.
püer n, stinken 1595.
puin, pik. st. poing, m, Faust; ferir les puins ensauble die
Hände ringen 1785.
puis Präp. seit 2694; Ädv. nachher 2686.
putain f. Dirne 3182.
1. quant (lat. quando) Ko7ij. als; inversiv (konjiz.) 782; da
(ja) 2920; = que daß 16, 2590 {s. zu 2592).
2. quant (lat. quantum) wieviel; quanque 467, qnantques *2981
u. quanques 391, 1767, 1945, 2909 alles was, was auch i?timer.
1. que = qui; Nom. des Pron. rel. *656, 795, *2969, 3565,
des Pron. int. *2478.
2. que (lat. quam) als; in dopp. Funktion: als daß *857,
*1641, als bis *1789, als wenn *1749; si . . . que so . . . wie
3255; s. *2578.
3. que [tat. quod) daß; vor dir. i?e^e *99, *1794; nach einer
Verwünschung: zur Bekräftigimg davon, daß *2723; so daß *2315;
mit Konj. damit *534; weil 1306; que ne m. Konj. ohne daß 383,
1062 (P), que que während *2870, que . . . que . . . sowohl . . .
als auch . . . *2741; s. *2824 u. *2840.
4. que s. 1269.
quel welch; le quel que vos plaira 1494.
querele f. Begründung , Entschuldigung 2651.
quereler tr. a. j. Vorwürfe machen 2652.
querre 2017:, 1. Perf quis 2043, 5. J^w^. kerra 2768, Part.
quis *636, ^r. a. nach j. fragen 2233, qu. que verlangen (befehlen),
daß *636, 1265, umschreibend: wollen *1896, 2196, 2944.
queste f. Suche 2769, qu. faire eme S. veranstalten 2770.
qui s. 1. que; qui = que was (im abfiäng. Fragesatz) *3087;
qui qui statt qui que wer au^h immer *1468.
quint 2316 u. quinte (?) *2340 fünft.
1. quis s. querre.
2. quis st. qui les 1025, (konjiz.) 1735.
quiut, 3. Präs. Ind. v. coillir, n. li vens i quiut der Wind
sammelt sich darin (im Segel) 1737:
quoi s. coi.
racoster ir. a. sich j. nähern 2364.
ragarder tr. a. j. seinerseits anblicken 2526.
rain m. Zweig 933.
rainnable ment (= raisn.) vorsichtig , schlau 566.
193
rais(s)on f. Vernunft, Vernünftiges: dire r. 629, 1138; Plur.
Gedanken, Urteil: sage de raisons et de dis 432; adv. par r. von
Hechts wegen 1309; n'entendre r. keine V. anneJimen wollen 1195,
ä la r. de a. nicht auf j. hören wollen (?) 887; ne faire ne r. ne
droiture weder Recht noch V. kennen 307, faire r. et droit de ac.
Genugtuung für e. geben 1180, faire r. ä a. j. Genüge tun 2437,
j. Genugtuung geben 1445, j. gerecht werden, Entgegenkommen
zeigen 888, j. Vorwürfe machen *577; metre a. ä r. /. anreden 404,
422, *1196, de ac. j\ um e. befragen 1804 oder angehn 1446,
d'une r. mit einer Rede auf j. einreden 800, metre a. ä r. j. zur
Verantwortung (Rechenschaft) ziehn (?) *1196, metre sa r. ä a.
seine Rede an j. richten, sich an j. wenden 5; en tenir r. ä a. j.
über e. Rechenschaft geben 403.
ramenbrer unpers. ä a. de ac. deutsch pers.: sich an e. er-
innern 223, 878.
ranprone = raiipo(s)ne (Subst. verb. v. folg.) f. Schmähung, par
r. schmähender Weise 2809.
ranproner n. de a. j. schmähen 2810.
ranvoisie (= renv.) in faire ranvoisie (pik. st. -iee) eiere freund-
liche und frohe Miene zeigen 461.
rapasser ariere n. zurückfahren 2976.
ratorner r. sich seinerseits bereiten 2530.
recet m. Versteck 3561.
recief in de r. von neuem 407.
reclamer tr. Diu Gott anrufen 2458, 3128.
reconfort m. Tröstung 3136.
reconf orter r. sich trösten 38.
recorde (Nebenform zu recort und wie dieses Subst. verb. v.
recorder) m. Ausführung, Darlegung: por ce r. *1256:
recorder tr. erzählen, vortragen 385, ac. äa. y. e. versichern 1143.
recort m. Gedenken; n'avoir r. unerhört sein 1187.
recovrier m, Rettung; sans r. rettungslos *501.
[recroistre], 3. Perf, recrut, n. wieder anwachsen, anschwellen 907.
reder tr. les cols = ? 3191.
redrecier n. sich wieder aufrichten 1729.
regarder r. sich umsehn, sich überlegen 2062, de ac. Bedacht
haben auf 2928.
regart m. Gesichtskreis, Sehweite 1745.
regne (= resne) f. Zügel 1721.
regnon s. renon.
reis = res (rasum) geschoren, seur (sor) le col 438.
relevee f. (Wieder)aufstehn *69.
remanoir *2071: 2769 u. remanir *2796:, n. ^zurückbleiben
*2796, unterbleiben 137, de ac. von e. wegbleiben, e. nicht mitmachen
Stürzinger, Hunbaut. 1*^
194
2769, faire a. r. j. zum Aufhöreri bringen *2071:; Part, remanant
übrig: tot le monde r. 49, n'a si cortoisse r. eitie so gebildete ist
sonst nicht zu finden *3029.
remetre in faire a. r. j. zergehen {oder vergehen) lassen *1744.
remonter w. aufstellen, sich erheben, de son seoir 1448.
rendre wiedergeben , erwidern; la menee den Rornruf geben
456, son droit ä a. j. sein Recht werden lassen 2653, im mesage
ariere (die Antwort auf) eine Botschaft zurückbringen 1774; r. die
Klostergelübde tun 1640, daher Part, rendii Mönch *1080, 1773.
renon 700 w. pik. regnon 2827 m. Nanie, Ruf; bon r. 700.
renoume berühmt 2231.
renoveler n. sich erneuern 2750.
rente f. Sing. Einkünfte 593, 1324.
reonde: ä la r. in der Runde 218.
repaire (Hs. reparre) m. Rückkehr 1392; Behausung, Heim 453.
reponre (jpik. st. -ndre), Part. pik. repuns 3350, tr. verbergen
2442; r. sich v. 1670, 3350.
reprendre 1. zurücknehmen, sa terra de a. sein Land von j.
zum Lehen nehmen 120, dass. n. 1625; 2. tadeln tr. a. 250, 291.
repuns s. reponre.
requerre, L Per f. requis 2044, Part, requis 377, tr. (einen
Heiligen) anrufen ^11., 2044, ac. um e. bitten 691, ac. ä a. e. von
j. fordern 1679.
requeste f. Bitte 2005.
[resaillir] en pies wieder aufspringen 3467.
resanbler tr. a. j. gleichen 3364, 7i. de ac. von e. zu sein
scheinen *2660.
rescorre, Part. f. rescouse (pik. st. -sse), tr. l'alainne ä a. j.
außer Atem bringen 2563, a. befreien 1835; n. befreien 3308.
rescosse f. Befreiung 1837, 3315, Rettung 2564.
resovenir unpers. ä a. de + I'^^f *^^ erinnern an 967.
respit m. Auf schuh , sans r. 693.
respondre tr. einbringen, abwerfen *595; n. antworten (seitens
eines dritten Ungefragten) *1575, ein Wort dazwischen anbringen,
einwerfen 1669, fortfahren zu sagen 3567.
respons m. Antwort 1673.
retorner r. sich (im Bett) umwälzen 247.
retraire tr. des mos Worte sprechen 1663; r. ä a. sich j. wieder
zuwenden 2569.
reube s. rober.
reüser in faire (un ceval) r. ariere (ein Pferd) zurücktreiben 975.
ribe f Streit *1418:
ribeor m. Streiter 1428, 1687.
riber n. ä a. sich mit j. messen *1417, n. 1433; suhst. 1423.
195
ricement reichlich, lang; votre r. parier euer langes Gerede 389.
riens indekl. in ne riens nichts 2472; s. *2253.
rime f. Beim 35.
riot m. Anstrengung ; ä r. unverdrossen 1420.
rive f. Ufer 2886.
robe u. roube f. Mantel, Staatskleid 143, 623; (un sorcot) sans
plus de r. ohne sonstige Kleidung 185.
rober, 3. Präs. reube 304, tr. ac. e, stehlen (literarisch) 186.
roi m. Ordnung; mal savoir son r. schlecht wissen was man
zu tun hat, e. schief machen 256:; s. W. Foerster %u Yvain 546.
[roit] starr *437; s. reis.
ronpre n. reißen 1721, abbrechen, aufhören 2360.
rosee f. Tau 1918.
roumans {Äkk) m. Boman 145; anal. Akk. roumant 3052.
route/. Schar 1100, 1151, 2305, Gesellschaft 3186; en sa r.
in seiner G. 1593.
rover, 1. Präs. ruis, verlangen 3256.
rüer werfen, tr. 859, n. 1454:
ruis 5. rover.
sacier (pik. st. sachier) tr. reißen 546, xiehn 3020, a. ä soi
j. an sich %. 1622.
sage de ac. einer Sache kundig 457 (u = worin)., 1290; faire
a. s. de ac. j. in e. einweihen 2980.
saillir n. springen, (gleichsam) fliegen 130, angreifen 1248, as
chevals %u Pferde steigen 1698, en parole anfangen zu reden 2190,
en pies vom Boden wieder aufspringen *2545, enmi le vis ä a.
j. ins Gesicht %u treffen suchen 2560.
sale f. Bittersaal 3149, s. pavee mit Steinen belegter B. 3047.
sanblant m. Schein , Aussehen , Wesen, Freundlichkeit (im Wesen)
555, 572, mostrer s. ä a. zu j. freundlich sein 565, faire bei s.
vergnügt aussehn 2696; de s. was das Aussehen betraf *3108 (s.
*3018); en tel s. mit (in) solcher Ähnlichkeit 3113; par s. wie es
schien, seinem Wesen nach 3012; por nul s. auf irgend einen
trügerischen Schein hin 3114, um sich irg. einen Schein zu geben 2710.
sanbler tr. ac. e. gleichen 35, bien le sanble er sieht ganz
danach aus 1892; ce me puet s. das will mir scheinen *2309;
s. *2183.
sanglent blutig 3466.
sanguin blutigrot; ciute sanguine rote Bettdecke 1884.
1. saut, 3. Konj. v. sauver retten 132:
2. saut m. Sprung; bildl. *131 (gleichsam im Fluge)., *3057,
le saut 945: und les saus 1141 im Galopp.
savoir wissen, de fi sic/^er 3202, de ac. um e. 1336; erfahren
2407, sehen, erfahren 567; mögen, wollen 550; umschreibend: sai
18*
196
veoir = voi sehe 1646; faire s. vernünftig sein (handeln) 512, 2523,
e. Gescheites tun 1034, ä a. y. mitteileyi 511, j. lehren, sehen lassen
1390; venir s. kennen leryien 1335; Part, sacent (= sachant) in
estre s. de ac. e. wissen *530; savoir suhst. Vernunft 1947, 1977;
s. torner; s, estre.
se = si vor li: 150, 327, 505, 1233, 1344, 2024, 2127,
2518, vor n' (= ne): *2235; dass. zu Beginn des Nachsatzes: 150,
327, 1344, *2235, 2518.
seant Adj., eig. Part. v. seoir-seir, s. d., wohlgefällig , schmuck
*1994, bien s. dass. *651, 1560, 1782; faire ases s. encontre
sich wacker halten gegen 2326.
secors m. Hilfe; j'ai nul s. ä + I'^f- ^^ nützt mir nichts zu
2342; s. *1825.
seir (pik.) 659, 3149, 3171 und seoir 538; 3. Präs. siet 209,
3. Konj. (pik.) siece 587, 3. Fut. serra 544, \. n. liegen, gelegen
sein 587, 1266 (s. *1463), sitzen 659 usw., (von Kleidern und
Waffen) 209, 213, 228, 623, ä a. (unpers.) j. gefallen, passen 673,
942, 1021 usf., j. einfallen 2484, s. entor belagern 588; 2. tr. z,.
j. sich setzen lassen 666; 3. r. sich setzen 1022, sitzen 941, en
aler s. sich setzen gehn 315; 4. subst. seir 3076 und seoir 538:
1449 Sitz.
sejor m. Verweilen, Aufenthalt; ä s. unaufhörlich 1420, ä grant
s. ausgiebig 2421; estre ä s. sich aufhalten 53.
sejorner n. residieren 1286; aveuc a. bei j. verweilen 558.
sei = si le 775, 2967; = si la *2335.
sen tn. Verstand 286.
senpres Adv. immer(fort) 510, 1097.
sens m. Sinn, Vernunft, Vernünftiges 33, Wesen, Besonder-
heit 719, Richtung 313.
sente f Pfad 1216:
sentir r. schmerzen 3465.
seoir s. seir.
serra s. seoir.
servir n. (bei Tisch) bedienen 936, 939 ; de ac. mit e. dienen 3195.
Service m. Dienst; faire s. ä a. j. dienen, huldigen 121.
ses = si les 1280, 2071.
seul s. *303.
seur (im Kampfe) sicher, erprobt 2601, faire s. Tun l'autre
einander versichern 107^ tot ä s. in aller Ruhe 1515.
si Adv. u. Konj. so; zu Beginn des Nachsatzes: *626, 1823,
2264, 2385 (5. *1900); si pres gar nahe (?) 1459; auch *1762;
vielmehr *2071; und doch *2607, 2812; nach puis (konjiz.) *1394,
2024; beim Imperativ: doch 1395, und so . . . denn 2587, 2595;
197
si . . . que so . . . wie 3255; si que mit Konj. bis daß *2783; et
si und doch *1746, und noch dazu *1684, und ebenso 1689, *2638.
sicamor m. Sykomore 3008.
siecle m. Welt; el s. ne auf der W. nicht 3164.
sien s. suen.
sifaitement so, in dieser Weise 191, 245, *293.
sigle m. Segel 1736 (konjiz.), 1752.
sigler n. segeln 1759.
signier tr. a. segnen, bekreuzen 564; a. d'ime fonde j. einen
Stein mit der Schleuder nachsenden *1458.
sinople rot, grün, blau 2180; s. W. Foerster zu Karre 5795
(S. 475).
siure s. buen.
sof. . . s. souf. . .
sofraite f. de ac. Mangel an e. 2443.
soi Pron. refl. nach Präp., bei bestimmtem Subjekt 1115, 3381:
3582:
soie Seide f. 3077.
sor (le port) bei, an 1709, 1739.
sorcot m. Überkleid (der Frau) 185.
[sordre], 3. Präs. sort 2222:, Part, sors, emporsteigen; lor est
sors enmi le vis zeigte sich ihnen, sprang ihnen in die Äugen *2304;
parole sort de a. Ruf steigt auf (geht aus) von j. 2222.
sorfait u. 2480 sourfait m. Anmaßung *1668, Überhebung
2369, 2480; ä s. übermäßig 2351.
sors s. sordre.
souef Adj. süß (vom Duft) 3081; Adv. sanft 239.
soufrir tr. aventure bestehen 1345; a. j. Ausstand geben 1392,
tant que Ausst. geben bis *1362, tant dass. 1395.
souhaitier tr. wünschen 1281.
soulas(s)ier tr. a. j. erheitern 2871; n. scherzen 2449, aveuc
a. 2445.
soume m. Schlaf; ne prendre s. por a. 2280.
soumier m. Lasttier, Saumtier 2857.
soupeser = sorpeser (vgl. souvenue 2477 = sorv.) n. überdies
lasten, weiterhin zu tragen sein: maint grant fais en soupesera 2740.
souslever n. (v. Herzen] beben 837; de Joie vor Freude auf-
jauchzen 908.
souspirer n. del euer del ventre aus tiefster Brust seufzen 3140:
sousprendre tr. a. j. überraschen 1870.
Souvenir wipers. il me souvient de mir kommt in den Sinn 163.
souvenue (= sorvenue) f. (unerwartete) Ankunft * 24:77.
soventre Adv. dahinter, hinten 2893:
198
suen 1227 u. sien 1048 heionUs Poss. sein; un s. castel 1048,
deus suens Chevaliers 1227.
suie f. Büß 1006.
table f. Tisch; metre la t. den Tisch aufstellen und decken
638; Plur. Triktrak 3009, jüer as t. 606.
tai m. Dreck ^ Schlam^n 1443:
taillier tr. schnitzen 3106.
taint = teint, Part. v. teindre färben, von gelblicher Gesichts-
farbe 656.
talent m. Sinn 262; avoir en t. vorhabe?! 1824; estre au t.
de a. für j. nach Wunsch verlaufen 1277.
talentif mutig, eifrig 267; soi faire t. de ac. großen Eifer in
e. bekunden *2789.
tames (Konjektur)] ne vos t. fürchtet euch nicht *863:
tans u. tens m. Zeit; par t. zeitig 81, 584, bald 331, par
pluissors t. zu wiederholten Malen 54.
tant adj., tante nuit manche Nacht 3132; adv. gar sehr *2316,
so sehr^ in so hohem Maße: u il ait t. peril ne doute [also ohne
de!) 201, ja t. ne auch noch so *96, *714, t. que 7nit Fut. bis
daß *2787, t. con mit Konj, solange als *2047; s. *508.
tantost Adv. sogleich 150, 612, bald 89.
targier n. säumen; sans t. ungesäumt 3000, 3370, 3398,
3502, Sans plus t. 1758, 3469.
taut s. toldre.
teche /. Eigenschaft; bonnes teches 63.
tel derartig; estre t. que so einer sein, daß 3280; n. der-
artiges 3346; s. *182.
tenant s. tenir 4.
tencier n. schimpfen 1584, 1586, ä a. mit j. hadern (schimpfen)
1693, sich mit j. ausschimpfen 1579.
tengon f. Oeschimpf 1601.
tendre n. ä ac. e. nachstreben 9, sich auf e. verlegen 513, sich
um e. bemühen 620, ä + Inf. trachten zu 45.
tenir 1. tr. sa terre de a. von j. belehnt sein 93, ähnlich 101;
rente Einkünfte beziehen 1324; einhalten, fortsetzen: une voie
3322, sa voie 241, ähnlich 4clb^ 1111, 1216, une raison ein Ge-
spräch fortsetzen 578, le cors de son ceval das Pferd (stetig) aus-
greifen lassest 1857; a. ä sage 287, ac. ä bonne maniere für gute
Art halten, in der Ordnung finden 294, a. ä desloiaus {Nom.!) j.
der Untreue zeihen *2069:; a. a dsunage j. schädigeti 3133; avant
(l'escu) (den Schild) vorJialten 2536; 2. n. Halt machen (im Inf.)
*1874, il n'i vit voie t. er sah, daß der Weg nicht weiterging
1873; unpers. ä a. de + I^f- j- daranliegen, j. darum zu tun sein
1052, 3178; 3. r. ä sich iialten für 274; ä ac. sich an e. Jialten
199
2051, 2052; 4. Part, tenant in bien t. haltbar 216. — S. chier,
coi, conpaignie, conroi, pres.
tenple (Sing.) f. die Schläfen (Plur.) 984.
terme m. Zeitpunkt, Frist 692, 2098; li termes ne lor i\\
pas cort es war ihnen längere Frist gegeben 177G, prendre le t.
cort eine kurze Frist setzen 2817.
terrien irdisch 520.
tesmo(i)ng m. Zeugnis; ä t. celui qui um dem zu bezeugen,
der *3110.
[tierQ], f. tierce dritt 868; tierce 867 u. tierce de jor 317
= drittes Offizium, 9 Uhr vorm.
toaille 737 u. touaille 1005 f. Handtuch.
tocier tr. a. berühren, treffen 1459.
todis immer 2937.
[toldre], 3. Präs. taut, rauben, stehlen 304.
1. tor m, Wendung, Mal: au premier t. *987; prendre son t.
sich umwenden 2338.
2. tor f. Turm; plainne une t. d'avoir ein Turm voll Reich-
tümer 136.
[tordre], Part, tors, drehn 1437:
tormente f. Bedrängnis 2562.
tormenter tr. a. j. [im Schwertkampf) bedrängen 2561.
torner n. sich wenden 413; unpers. ä grant savoir sich als
sehr vernünftig erweisen 1997.
torser = trosser aufschürzen; tr. aucune einer die Röcke hoch-
heben 3182.
tost s. plus.
tot n. alles; dou t. in allem 445; s. *996, *2066.
traire 1. t7\ ziehn, reißen 547, ses cevels sich das Haar
raufen 1786; son vis seine Äugen richten 3168; 2. n. schießen
914; vers ac. sich hinbegeben zu 913; dahinjagen: tr. del ceval
le cors 1826; ä cief de a. mit j. fertig werden 2012, de ac. 2896,
ä fin de ac. 2648; 3. r. avant vortreten 2158. — S. ensus.
trait m. Zug , Strich; tr. de croie Kreidestrich 2056; ä tr. ^e-
mächlich *1664:
traitie {pik. st. -iee) /. Schußweite 2403.
trametre tr. hinschicken 1680; n. ä 3000.
travaillier tr. a. j. {im Schwertkampf) bedrängen 2561.
trencant {pik. st. -ch-) m. Schneide 1524.
trencier {pik. st. -ch-) vorlegen, ,, tranchieren^^ 937.
tres Ädv. sehr: tres devant les autres 1153; Präp. tres le
matin vom Morgen an, seit dem M. 1315.
trespas m. Voi'beiziehn *364; (la voie) au felon tr. schwer
passierbar 300; Straße 2432; Stelle des Weges 1792:; schwer
200
passierbare Stelle, Hindernis 580, 1415: felon tr. dass. 133; Weges-
not 2798, 2822.
trespasser 1. tr. passieren, reiten über 2994; [Gebot) über-
treten 325, 497; überschlagen , auslassen 1264; 2. n. hinüberfahren
2946, vorüber gehn, aufhören 1194, parmi la porte durch das Tor
reiten 3005.
trestorner r. sich abwenden 3494.
treu m. Tribut 1650, 1675, *1678, 1679; rendre treu Tr.
zahlen 1639.
treuage m. Tribut 1619.
troer tr. durchlöchern 3457.
troi drei s. *86.
troie die 3 auf dem Würfel *188:; .9. anbesas.
trop Ädv. zur Verstärkung: trop plus wirklich mehr 764, trop
par gar zu sehr 772.
tros m. Stwmpf (der Lanze) 3460.
uel (= ivel, igal) Adj. gleich 1134:
ui s. hui.
uis m. Tür 3161.
un s. gent.
usage m. Gewohnheit, Besonderheit 2979.
val m. Tal 2516, 2994.
valoir n. Geltung habe?i 768; unpers. tant vaut il mius 'tant
mieux' *1087.
veir pik. 3125, 3348:, 3375 = veoir sehn; v. as iauls mit
den (eignen) Augen sehn 2066, ne fust veus d^els 60; Part, veu
in mon anemi veu mein erklärter^ offenkundiger Feind (?) *1166.
venir 1. n. kommen; gehen 2146; ohns Subj. voit venir sieht,
daß man kommt 1115; seinen Weg nehmen 2341; Teue lor vient
das Wasser wird ihnen gebracht 736; ä a. /. %u Leibe rücken 3486,
sich bei j. einstellen , j , betreffen 211 \ faire ac. 120, 790, 816, 2146;
2. unpers. mius ä a. j. besser tun 856, 1640; 5. r. 3369, ä a.
sich an j. wenden 3275, en weg gehn 835, il s'en i venra er wird
herbeieilen 1040. — S. desus; mar.
ventre s. souspirer.
venue /. Ankunft 544.
veoir s. veir.
ver bunt (vom Schild) 2269.
vers m. Vers 34; Lied: li v. iios est cangies das Lied ändert
sich *2308.
ves sieh 872, 873; ves ci = voici 1047, 3513.
vespre Abend 2843.
vestir tr. ac. ä a. j. e. anziehn 215.
veu s. veir.
201
veue f. Anhöhe mit Ausblick 910, 1015, 1099.
viande f. Speise 1190.
villier n. wach bleiben ^ aufbleiben 80, wachliegen 247.
violete f. Veilchen *2034.
vis m. Antlitz 194; 5. traire.
vistement schnell 845.
vo adj. pik. = vostre 2515, 3473, 3538, 3600.
voer geloben 118.
voie f. Weg; de droite v. öhneweiters 428, tote v. indes 1321.
voir Adj. wahr; Adv. fürwahr 517, por v. fürwahr 123;
Subst. Wahrheit: li voirs 2787, le v. 2671; dire v. die W. sagen
2787; voirement in der Tat 255.
vois s. aler.
voist s. aler.
voloir wollen; bloße- Umschreibung: *1609, *1771, *3070,
3415, 3416.
vöus Akkus, st. vout, volt m. Abbild *229.
vuidier s. *2336.
wit =•- vuit Adj. leer 2940.
Sprichwörter und Ähnliches.
F. 14:
F. 41:
F. 286:
F. 287:
F. 384:
F. 438:
F. 569
F. 826
F. 854
F. 1194:
F. 1248
F. 1854
F. 1960
F. 2062
F. 2379
F. 2410
F. 2603
F. 3545
Por ricece ne por avoir
Ne puet nus eskiver sa mort.
Qui ne puet pas grant cose faire,
Ne doit baer a livre faire.
Qui a folie, sen aliue.
tel tient on a sage,
Qui tos est plains de forsenaje.
Et que vaut 90 que nus s'amort
A recorder parole vainne,
Yaillant une paille d'avainne?
. . . fous, qui seur le col est reis,
Fait plus d'une folie ensanble.
. . . amors les pluissors afole.
Mal garder fait avoir qui s'anble.
bien gaste
Paroles cius qui as ciens cort.
Dolors trespasse et honte dure
A honme qui n'entent raisson.
. . . por mius saillir s'eslongne.
Drois est c'uevre de vasal pere,
Quant il i met entente e painne.
. . . n'est pas sages eil qui ouvre
Sa bouche por dire fol mot.
Preudon se doit mout regarder,
Ains qu'il trespasse son couvent.
Preudon qui trove 90 qu'il quiert.
Et eil qui pris et los conquiert,
La u il va ne fait pas faute.
Mout est fols qui nului desdaigne,
Se il ne l'a de lonc acointe.
.... proeche
Yaut mains, quant orguels s'i asanble.
Orgues ne puet longes durer.
Nachträge und Berichtigungen.
1. Text.
V. 28 Hinter Chevalier ist das Komma hochgesprungen.
V. 339 Komma (F.).
V. 436 Punkt (F.).
V. 783 Lies Dient.
F. 1023 Statt ciel lies eil.
V. 1394 Piiis ist versehentlich gesperrt.
V. 1457 In Varia lectio steht 1458 statt 1457.
V. 1514 >Seke s' statt f.
F. 1521 ^^ai!^ c'il setxe eil (i^.).
F. 1753 Lies abandonne.
F. 1955 Lies pas 5^»^^ par.
F. 2960 Setxe Komma hinter esgart.
2. Anmerkungen.
Stern vor Versxiffer = Anmerkung.
V. 338 ville sehr befremdlich.
F. 451 Man möchte ändern droit en vont, ivodurch hinter 450 die
Lücke fiele.
V. 454 Verbinde por ce mit que il i paire.
F. 1524 'W. 1680 se avisse ^*s^ em auffallender Hiatus; sonst nur
noch {nach nachkons. r) autre avoirs 1680. Lies [Mout] bien s'av. {F.) in
1524 (?) und n'i ert in 1680 (?}.
F. 1825 In der Anmerkung lies secors statt secours.
F. 2484 S. XU F. 673.
3. Glossar.
Unter aviser setxe 'auf e. achten' statt 'e. prüfend betrachten'.
Buchdruckerei des Waisenhauses in Halle a. d. S.
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